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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 15604. OTTO STEUER-iN DRESDEN-STRIESEN.
Billard-Kontrolluhr.
Es sind Billard-Kontrolluhren hekannt geworden, in denen die Bälle auf einem beweglichen Boden aufruhen, der bei seiner durch Entnahme oder Einlegen der Bälle hervorgerufenen Bewegung durch ein Gestänge die Bewegung der Uhr freigibt bezw. anhält.
Auf eine wesentliche Vereinfachung solcher Billard-Kontrolluhren bezieht sich die vorliegende Erfindung, die darin besteht, dass der genannte Boden der Ballaufnahmekammer fest, und zwar mit etwas Neigung nach dem Auslaufende der Kammer zu angeordnet und auf diesem Boden eine federnde Laufbahn angebracht ist, die durch den Druck der eingeführten Bälle nachgibt und dabei einen, einen Teil der Laufbahn bildenden federnden Stab auf die Hemmung der Uhr senkt, während bei Entnahme der Bälle die federnde Laufbahn sich anhebt und hiedurch das Uhrwerk freigibt. Es können in einer Kontrolluhr
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ausgerüstet, angeordnet sein, deren jede bei Entnahme oder Einlegen des betreffenden Satzes von Bällen die Uhr freigibt oder anhält.
In der Zeichnung ist eine Ausführung der vorliegenden Billard-Kontrolluhr beispielsweise dargestellt. Fig. 1 zeigt die Uhr von der Rückseite Illit weggenommener Rückwand und mit belasteter Laufbahn, während Fig. 2 dieselbe mit entlasteter Laufbahn zeigt.
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An dem eine schiefe Ebene bildenden feststehenden Gehäuseboden a (Fig. I und 2), ist die aus Federstahl oder einem anderen federnden Material hergestellte Laufbahn b bei c befestigt. Das vor der Befestigungsstelle c liegende Ende der Laufbahn b lehnt sich infolge seiner Federung in der in Fig. 1 ersichtlichen Bogenform an den hier beispielsweise eine verschliessbare Tür d bildenden Teil der einen Gehäuseseitenwand an.
Das andere, hinter der Befestigungsstelle c liegende Laufbahnende ist an der anderen Gehäuseseiten- wand in die Höhe und durch entsprechende Biegung in die Nähe des nur angedel-teten Uhrwerks e geführt. Durch die Bogenform des vorderen Laufbahnendes ist es ermöglicht, dass die durch die Öffnung f eingeführten Spielbälle g trotz der Steigung des feststehenden Bodens a auf der Laufbahn b in der in Fig. 1 ersichtlichen Weise sich lagern. IIiebei drücken dieselben durch ihr Gewicht den hinter der Befestigungsstelle c liegenden Teil der Laufbahn b so nieder, dass ihr freies Ende zur Vermeidung der Beschädigung von Uhrteilen zunächst auf den einen Verbindungsstift der beiden Lagerplatten der Uhr antrifft und dann infolge Durchbiegung sich, wie Fig.
1 zeigt, an die Unruhe 11 der Uhr e legt und dadurch den Gang der letzteren aufhebt. Wird die Tür d geöffnet, so legt sich das vordere Laufbahnende infolge seiner Federkraft, wie Fig. 2 zeigt, flach auf den Boden a und die Bälle 9 rollen heraus. Sobald die Bälle den hinter der Befestigungsstelle c liegenden Laufbahnteil vorlassen haben, schnellt derselbe durch seine Federkraft in die Höhe, wobei das freie federnde Ende einen Augenblick an der Unruhe 11 nach aufwärts
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bleibt dieselbe behufs Anzeige des zu bezahlenden Spielgeldes so lange in Gang ; bis die Bälle wieder auf die federnde Laufbahn b gebracht werden.
Die federnde Laufbahn kann
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auf dem von den BMlen belaufenen Teilen mit einem Leder oder anderem geeigneten weichen Belag bedeckt sein. Beim Schliessen der Tür d drückt diese das vordere Laufbahnende wieder in die in Fig. 1 ersichtliche Bogenform zurück. In Fig. 8 ist die federnde Laufbahn b an einen geneigt angeordneten, feststehenden Zwischenboden i befestigt, an welchem zwecks leichtererEntnahme der Balle ein beim öffnen der Tür d vorklappender Teil j angeschlossen sein kann. An dem geneigten, feststehenden Gellauseboden a ist eine zweite federnde Laufbahn k befestigt, deren eines nach aufwärts geführtes Ende bei l mit der Laufbahn b verbunden ist.
Da nun bei dieser doppelten Laufbahnanordnung das Uhrwerk auch beim Ein-und Ausbringen nur eines Satzes der Bälle angehalten bezw. in Gang gebracht werden muss, so muss die Federkraft der Laufbahnen dem Gewicht der Bälle entsprechend geregelt werden können. Dies kann nach Fig. 3 beispielsweise dadurch bewirkt werden, dass man die miteinander verbundenen Laufbahnen b, k mit einer Spiralfeder m in Verbindung bringt, deren freies Ende an eine, in einem Schlitz n. der Gehäuserückwand verstellbare Schraube o angeschlossen ist. Durch Verstellung der Schraube o in ihrem Schlitz n lässt sich die Federkraft der Laufbahnen leicht zweckentsprechend regeln.
In gleicher Weise wie in Fig. 3 die Anordnung von zwei Laufbahnen angegeben ist. können auch noch mehr Laufbahnen in einem Gehäuse untereinander angeordnet und verbunden werden.