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Radioempfangschaltung mit selbsttätiger Bandbreiteregelung.
Die Erfindung bezieht sich auf Radioempfangschaltungen mit selbsttätiger Regelung der
Breite des empfangenen Frequenzbandes. Solche Schaltungen haben den Zweck, die Selektivität eines Radioempfängers selbsttätig den jeweils vorherrschenden Empfangsverhältnissen anzupassen.
Bei den bekannten Empfangschaltungen mit selbsttätiger Bandbreiteregelung wird die Breite des empfangenen Frequenzbandes in Abhängigkeit von der Trägerwellenamplitude des empfangenen
Signals geregelt, derart, dass bei grosser Stärke des empfangenen Signals alle Modulationsfrequenzen des Signals mit möglichst gleichmässiger Verstärkung durchgelassen werden, während beim Empfang schwacher Signale zwecks Erhöhung der Selektivität die Breite des durchgelassenen Frequenzbandes selbsttätig verringert wird, wobei die höchsten in der Modulation erhaltenen Tonfrequenzen unterdrückt werden. Dieses Verfahren zur selbsttätigen Bandbreiteregelung weist den Nachteil auf, dass beim Empfang eines starken Senders ein frequenzbenachbarter, ebenfalls starker Sender eine Störung hervorrufen kann.
Anderseits wird beim Empfang eines schwachen Senders die Wiedergabe unnötig beeinträchtigt, wenn keine störenden Nachbarsender vorhanden bzw. wirksam sind.
Es wurde auch schon vorgeschlagen, die Regelung der Bandbreite in Abhängigkeit von den Trägerwellenamplituden frequenzbenachbarter Signale vorzunehmen. Zu diesem Zwecke werden z. B. zwei besondere Schwingungskreise im Zwischenfrequenzverstärker angeordnet, die auf eine um 9 kHz oberhalb bzw. unterhalb der erzeugten Zwischenfrequenz liegende Frequenz abgestimmt und je mit einem Gleichrichter verbunden sind, wobei die Summe der von den beiden Gleichrichtern erzeugten Spannungen als Regelspannung für die selbsttätige Bandbreiteregelung verwendet wird. Wenn eines der beiden frequenzbenachbarten Signale eine grosse Stärke aufweist, wird eine erhebliche Regelspannung erzeugt, wodurch die Bandbreite verringert wird.
Eine von der Trägerwellenamplitude frequenzbenachbarter Signale abhängige Regelspannung kann auch dadurch erzeugt werden, dass am Niederfrequenzverstärker ein Filter angeschlossen wird, das auf die Frequenzdifferenz zweier frequenzbenachbarter Sender (bei den vorliegenden Verhältnissen, also auf eine Frequenz von 9 kHz) abgestimmt ist und dessen Ausgangsspannung einem Gleichrichter zugeführt wird. Wenn eines der beiden frequenzbenachbarten Signale eine grosse Stärke aufweist, wird das vom Detektor erzeugte Niederfrequenzsignal eine starke Komponente mit einer Frequenz von 9 kHz enthalten, so dass dem erwähnten Gleichrichter eine grosse Spannung zugeführt wird, wodurch eine Verringerung der Bandbreite erzielt wird.
Dieses Verfahren zur selbsttätigen Bandbreiteregelung weist den Nachteil auf, dass beim Empfang eines starken Signals die Wiedergabe desselben bei Anwesenheit von Nachbarsignalen mittlerer Stärke unnötig beeinträchtigt wird, während beim Empfang eines schwachen Signals mit Nachbarsignalen mittlerer Stärke eine Störung auftreten kann.
Zur Behebung dieser Nachteile wurde in einer älteren Anmeldung bereits eine Anordnung vorgeschlagen, bei der die Breite des empfangenen Frequenzbandes mittels einer von der Trägerwelle- amplitude des zu empfangenden Signals abhängigen Regelspannung und einer von der Trägerwelleamplitude frequenzbenachbarter Signale abhängigen Regelspannung derart geregelt wird, dass sie bei zunehmender Trägerwellenamplitude des zu empfangenden Signals und bei abnehmender Trägerwellenamplitude der frequenzbenachbarten Signale zunimmt.
Hiebei wird die letztere Regelspannung, die durch Gleichrichtung der Ausgangsspannung eines an den Ausgangsklemmen eines Vorverstärkers angeschlossenen, die Nachbarfequenzen stark hervorhebenden Kanals erhalten wird, zur Regelung
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der Verstärkung dieses Vorverstärkers verwendet, während die erstgenannte Regelspannung, die durch Gleichrichtung der Ausgangsspannung eines auf den Vorverstärker folgenden Zwischenfrequenzverstärkers erzeugt wird, eine Regelröhre steuert, die die Bandbreite des Zwischenfrequenzverstärkers
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grad des Vorverstärkers stark herabgesetzt, wodurch indirekt eine Verringerung der Bandbreite des Zwischenfrequenzverstärkers erfolgt.
Diese Anordnung hat den Nachteil, dass durch die erhebliche Verringerung des Verstärkungsgrades des Vorverstärkers bei grosser Stärke der frequenzbenachbarten Signale das Röhrenrauschen stark hervorgehoben wird. Ausserdem gibt die erforderliche grosse Bandbreite des Vorverstärkers zum Auftreten von Kreuzmodulation Anlass.
Die Erfindung bezweckt, eine verbesserte Anordnung zur Bandbreiteregelung nach dem obigen Prinzip zu schaffen, bei der die erwähnten Nachteile vermieden werden.
Gemäss der Erfindung werden zu diesem Zweck die beiden Regelspannungen zur Steuerung mindestens einer Vorrichtung zur Regelung der Bandbreite verwendet. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, dass die Differenz der beiden Regelspannungen mindestens einer zur Bandbreiteregelung dienenden Regelröhre zugeführt wird.
In der Zeichnung ist die Erfindung durch ein Ausführungsbeispiel schematisch veranschaulicht.
Bei dem in der Zeichnung dargestellten Zwisehenfrequenzüberlagerungsempfänger werden die von der Antenne 1 empfangenen Schwingungen einem Hochfrequenzverstärker zugeführt, der mittels
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einen Transformator 12 einem (nicht dargestellten) Niederfrequenzverstärker od. dgl. zugeführt. Den Schwingungskreisen 4 und 8 des Zwisehenfrequenzverstärkers sind die Regelröhren 20 und 21 parallelgeschaltet, welche je einen veränderlichen Dämpfungswiderstand für diese Schwingungskreise bilden.
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sind. Zwischen den Gittern und der Kathode wird eine Regelspannung für die selbsttätige Bandbreiteregelung angelegt. Je stärker positiv die Regelspannung ist, desto kleiner wird der Innenwiderstand der Regelröhren.
Bei einer Zunahme der Regelspannung in positiver Richtung werden daher die Kreise 4 und 8 stärker gedämpft, wodurch die Breite des durchgelassenen Frequenzbandes vergrössert wird. Die den Regelröhren 20 und 21 zugeführte Regelspannung wird durch die Differenz zweier Regelspannungen gebildet, welche von den Gleichrichtern 22 und 40 erzeugt werden ; u. zw. ergibt der Gleichrichter 22 eine von der Trägerwellenamplitude des zu empfangenden Signals abhängige Regelspannung und der Gleichrichter 40 eine von der Trägerwellenamplitude frequenzbenachbarter Signale abhängige Regelspannung.
Die Kathoden der beiden Gleichrichter sind direkt miteinander verbunden, und die den Regelröhren 20 und 21 zugeführte Spannung wird mittels Anzapfungen 31 und l' zwischen einem Punkte des Ausgangswiderstandes 23 des Gleichrichters 22 und einem Punkte des Ausgangswiderstandes 33 des Gleichrichters 40 abgenommen und über die Leiter 30 und 32 zwischen der Kathode und den Gittern der Regelröhren angelegt. Die Ausgangswiderstände 23 und : 13 werden von Kondensatoren 25 und 42 überbrückt. Die Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers wird über einen Koppelkondensator 26, eine Verstärkerröhre 27 und einen Transformator 28, 24 dem Gleichrichter 22 zugeführt.
Dem Gleichrichter 40 wird die Ausgangsspannung eines Filters zugeführt, welches aus den Schwingungskreisen 43, 44 und 45, 46 besteht und auf eine Frequenz von 9 Mfs abgestimmt ist ; dieses Filter ist über den Koppelkondensator 47 an den Ausgangskreis des Detektors 13 angeschlossen.
Wenn eines der beiden frequenzbenachbarten Signale eine grosse Stärke aufweist, wird die Ausgangsspannung des Detektors l') eine starke Komponente mit einer Frequenz von 9 M ? s enthalten.
Diese Komponente wird durch das Filter 43, 44, 45, 46 dem Gleichrichter 40 zugeführt und verursacht eine Abnahme der den Regelröhren 20 und 21 zugeführten Spannung. Eine Zunahme der Amplitude der zu empfangenden Trägerwelle hingegen wird eine Zunahme der Regelspannung herbeiführen. Die Breite des durchgelassenen Frequenzbandes wird daher derart geregelt, dass die Bandbreite mit zu-
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wellenamplitude der Nachbarsignale zunimmt.
Die an dem Widerstand 23 auftretende Spannung kann zur selbsttätigen Lautstärkeregelung verwendet werden, indem diese Spannung in an sich bekannter Weise einer oder mehreren Verstärkerröhren zugeführt wird.
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