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Spindel, insbesondere Elektrospindel für mehr als 10.000 Umdrehungen in der Minute.
Bei den bekannten Spindeln zum Spinnen und Zwirnen ist es schwierig, den umlaufenden Teil, z. B. den Garnträger oder den Spinntopf und die Garnmasse, so auszuwuchten, dass bei rasch laufenden Spindeln mit mehr als 10.000 Umdrehungen in der Minute ein einwandfreier Lauf der Garnträger erzielt wird.
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der Windemaschine bald ausgeleert und finden dann auf der konischen Zwirnspindel keinen richtigen Sitz mehr. Beim Auswechseln sind die Garnträger oft schwer von der Spindel zu lösen. Ein Nachteil anderer bekannter Konstruktionen besteht darin, dass Klemmvorrichtungen nötig sind, um den Garnträger oder den Spinntopf auf der Spindel festzuklemmen. Diese Klemmvorrichtungen unterliegen dem Verschleiss ; sie können bei rasch umlaufenden Spindeln abgeschleudert werden, in den daneben laufenden Spindeln Unheil anrichten und das Bedienungspersonal gefährden.
Gemäss der Erfindung sitzt der durchbohrte Garnträger bzw. Spinntopf mit dem unteren Ende seiner Bohrung auf dem oberen, konischen Ende der hohlen Welle auf, während sich das obere Ende seiner Bohrung gegen den konisch verstärkten Kopfteil einer innerhalb Garnträger und Hohlwelle verschieblichen Steckachse anlegt, wobei das obere und untere Ende der Garnträgerbohrung einen übereinstimmend ausgebildeten konischen Kupplungssitz aufweist. Dadurch wird erreicht, dass die Steckachse ohne jede Klemmvorrichtung, lediglich durch ihr eigenes Gewicht, beispielsweise die Spule, auf das konische Ende der Hohlwelle presst und den umlaufenden Körper in einfacher Weise zentriert und kuppelt.
Da der Garnträger an beiden Enden seiner Bohrung einen konischen Sitz aufweist, ist es ohne Belang, wenn durch die Manipulationen des Windens die Bohrung des Garnträgers mit der Zeit ausgeleiert wird. Der konische Sitz der Spule wird von dem konischen Ende der Hohlwelle und dem konischen Kopf der Steckachse immer genau zentriert.
Ein weiterer Vorteil besteht in der leichten Auswechselbarkeit des Garnträgers, da er auf der Hohlwelle nur lose aufsitzt. Dadurch können die Garnträger in kürzerer Zeit als bisher ausgewechselt werden. Ein Verschieben der Garnlagen durch gewaltsames Aufpressen der Garnträger wird beim Erfindungsgegenstand vermieden.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 zeigt teilweise im Schnitt eine erfindungsgemässe Elektrospindel, Fig. 2 stellt einen Schnitt durch eine Spule, Fig. 3 stellt eine Draufsicht auf sie dar, Fig. 4 zeigt teilweise im Schnitt den Erfindungsgegenstand in Anwendung auf einen Spinntopf.
In der Zeichnung ist 1 die als Hohlspindel ausgeführte Welle einer Elektrospindel, deren aus dem Motorgehäuse hervortretendes Ende einen konischen Sitz für die Spule 2 bildet, die Kopfscheiben der Spule 2 weisen Bohrungen auf, die konisch versenkt sind. Durch die Spule 2 und die Hohlwelle 1
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Die Kopfscheiben der Spule 2 sind zweckmässig aus Pressspan, Pressharz, Schnitzelmasse od. dgl. angefertigt. Das Metallrohr 5 ist mittels der Ansätze 6 mit den Kopfscheiben vernietet. 7 sind die konischen Versenkungen der Bohrungen 8, die den Sitz für das konische Ende der Hohlwelle 1 und den konisch verstärkten Kopf der Steckachse 3 bilden.
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dem unteren Teile des Motorkörpers der Elektrospindel herausragt.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 4 ist die Hohlwelle 10 unterteilt und die Steckachse 11 eines Spinntopfes 9 verjüngt, damit die lose angeordnete Steckachse sich bei den kritischen Drehzahlen innerhalb der Hohlwelle frei ausschwingen kann.
Die Unterteilung der Hohlwelle dient gleichfalls der Vermeidung der Überbeanspruchung der
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auf einem Zwischenstück 12 aufsitzen, dessen oberes und gegebenenfalls auch unteres Ende konisch ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsart sind das untere Ende des Zwischenstückes und das obere Ende der Hohlwelle einander angepasst. Da bei einem derartigen Zwischenstück Metall auf Metall kuppelt, wird ein Ausleiern, beispielsweise der Garnträgerbohrung oder ihres konischen Sitzes bei kritischen Drehzahlen (Anlaufen), weitgehend vermieden.
Um zu verhindern, dass Fällflüssigkeit in die Hohlwelle oder an den Motor gelangt, kann beim Spinntopfantrieb der Hohlwellenkonus durch Schutzvorrichtungen abgedeckt sein. Als weitere Schutzvorrichtung kann auch an dem unteren Ende des Spinntopfes oder beispielsweise, wie in Fig. 4 dargestellt, eine bei 13 gezeigte Ausgestaltung des Zwischenstückes 12 in Form einer flanschartig nach aussen vorspringenden Verstärkung vorgesehen sein, die die obere Stirnfläche der Hohlwelle übergreift und abdeckt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spindel, insbesondere Elektrospindel für Drehzahlen von mehr als 10.000 Umdrehungen in der Minute, dadurch gekennzeichnet, dass der umlaufende Teil (Garnträger oder Spinntopf) mit dem unteren Ende seiner Mittelbohrung auf dem oberen, konischen Ende einer hohlen Welle aufsitzt, während sich das obere Ende seiner Bohrung gegen den konisch verstärkten Kopf einer innerhalb Garnträger und Hohlwelle verschieblichen Steckachse anlegt.