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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu-"15550. SAMUEL SHEARER CASKEY IN PHILADELPHLA (V. ST. A. ).
Hydraulische Niet- oder Stanzmaschine.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische Niet-oder Stanzmaschine, welche von einfacher Konstruktion und billig herzustellen ist und bei welcher mit verhältnismässig geringen Betriebskosten eine grosse Kraft zu erzielen ist. Die Erfindung besteht in einer oigenartigen Vontilkonstruktion und in der Anordnung eines hohlen Kolbens, in dessen Hohlraum die in der Ruhelage des Kolbens in Abstand befindlichen Öffnungen der fixen und beweglichen Druckröhre münden, zum Zwecke, letztere durch die im hohlen Kolben befindliche Druckflüssigkeit nach jedem Hube selbsttätig und unabhängig von der Lage der Nietmaschine zu füllen.
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Längsschnitt durch die ganze Maschine. Fig. 2 veranschaulicht in grösserem Massstabs einen Längsschnitt durch die Kolbenstange.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Ventilträgers und Fig. 4 ein Längsschnitt desselben. Fig. 5 ist ein Längsschnitt des Ventils nach der Linie. r bis. x von Fig. 6 und Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie y-y von Fig. 5.
Dif Druckflüssigkeit tritt durch den Stutzen 1 in den Zylinderkopf 2 ein, welcher
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trägers 7 in Verbindung steht. Letzterer hat eine Scheidewand 6 und eine Öffnung. 9. An dem anderen Ende des Zylinders 11 befindet sich ein Ständer 10 mit einer Bohrung 1 : !, welche das Zylinderinnere 13 mit dem Kanal 14 des Ventilträgers in Verbindung setzt.
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lassstutzen22.
Der Zylinderkopf 2 besitzt einen rückwärtigen Fortsatz 23, in welchem die Kolben- stange 24 längs verschiebbar ist. Dieselbe hat einen Bund 25, welcher annähernd denselben
Durchmesser wie die Bohrung des Fortsatzes 23 besitzt und gegen welchen mittels der
Mutter 27 und der Schraube 28 eine Packung 26 angedrückt wird.
Die Kolbenstange 24 ist mit einer Längsbohrung 32 versehen, deren Durchmesser etwas grösser ist als der 30 Durchmesser der am Ende der Kolbenstange konachsial zu 32 vorgesehenen Bohrung 33, welche mit Nuten 84 versehen ist. Die Bohrung 55 entspricht in ihrem Durchmesser dem äusseren Durchmesser der festen Stange 35, deren Ende in den hohlen Kolben 29 hinein- ragt, und wenn dieser in seiner Entstehung links sich befindet (Fig. 1), in kurzer Ent- fernung vor der Kolbenstange 24 mündet.
Die Stange 35 geht frei durch eine in der Öffnung 38 des Kolbens 29 angeordnete Packungsmutter 37 und ist durch eine mittels dieser Mutter gegen eine Platte 40 angedrückte Packung 59 in der Kolbenwaudung ab-
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In dem Gestell 43 verläuft ein Kanal 44, welcher die Bohrung 41 der Stange 3 : j @ mit einer Kammer 45 in Verbindung setzt, in deren oberem Teil ein Kolbon 4ss mit einer
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einen im unteren Teile der Kammer liegenden und durch eine Schraube 62 gehaltenen Ring 51 stützt und mit dem oberen Ende von unten gegen den Kolben 46 drückt. Die Stange 58 des letzteren hat einen Kopf 54, welcher eine Stanze, einen Niethammer oder ein ähnliches Werkzeug 55 trägt.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende : Der Kolben 29, welcher bei der gezeichneten Ausführungsform die Gestalt einer Hohlkugel hat, wird zunächst mit einer geeigneten Flüssigkeit gefüllt, worauf die Teile in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise montiert werden. Stellt man nun das Ventil 17 so, dass eine Verbindung zwischen dem
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ist, so wird der Kolben 29 durch die bei 1 eintretende Druckflüssigkeit samt der Kolben- stange. 84 nach rechts geschoben. Da die Stange 35 festliegt, so schiebt sich bei diesem Hub des Kolbens die Kolbenstange über die Stange 35, indem diese durch die Bohrung 33 in die Bohrung 32 eintritt.
Hiedurch wird durch die Kanäle 4J ! und 44 ein direkter Druck auf die obere Fläche des Kolbens 46 ausgeübt, so dass dieser mit dem Werkzeug 55 mit starkem Druck nach abwärts bewegt wird. Alsdann wird das Ventil 17 in die in Fig. 1 dargestellte Stellung bewegt, so dass der Kolben 29, weil er rechts mit einer grösseren Fläche dem Flüssigkeitsdruck ausgesetzt ist als links, wieder in die in Fig. 1 dargestellte Lage zurückgeschoben wird. Die Feder 50 hebt dann den Kolben 46 mit dem Werkzeug 55 ebenfalls wieder in die in Fig. 1 dargestellte Lage.
Von besonderer Wichtigkeit ist bei der beschriebenen Maschine die Anordnung der festen, hohlen Stange derart, dass dieselbe in kurzer Entfernung vor der Mündung der Bohrung 32,33 endigt, wenn die Teile in der Stellung nach Fig. 1 sind. Nachdem der hohle Kolben mit einer geeigneten Druckflüssigkeit vor Gebrauch der Maschine gefüllt wurde, wird durch obige Anordnung erreicht, dass die beiden Öffnungen der Druckröhren 35 und 33 in jeder Lage der Nietmaschine (ob horizontal oder vertikal) unter dem Flüssig- koitsspiegel bleiben und demnach die Druckröhren nach jedem Hube selbsttätig gefüllt werden. Im Ausführungsbeispiel vorliegender : Erfindung wurde dem Kolben eine Hohlkugel-
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vorliegender Erfindung abzuweichen.
Wie ersichtlich, wird durch die Bewegung des Kolbens nach rechts ein kräftiger und direkter Druck auf das Werkzeug ausgeübt. Der Gestellbügel 43 kann auf die verschiedenste Weise an dem Zylinder befestigt werden. Ebenso kann die Stange 35 auf beliebige Weise in dem Kopf 42 befestigt sein. Zweckmässig ist die in der Zeichnung dargestellte Befestigungsweise durch Eintreiben des konischen Endes der Stange 35 in eine konische Bohrung 56 des Kopfes 42. Auch kann natürlich die Steuerung der Flüssigkeit variieren.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hydraulische Niet-oder Stanzmaschine, gekennzeichnet durch die Anordnung eines hohlen Bewegungskolbens, in dessen Hohlraum die in der Ruhelage des Kolbens in Abstand befindlichen Öffnungen der fixen und beweglichen Druckröhre münden, zum Zwecke, letztere durch die im hohlen Kolben befindliche Druckflüssigkeit nach jedem Hube selbsttätig und unabhängig von der Lage der Nietmaschine zu füllen.