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Es sind zwei-und mehrpolige Steckkontakte mit zylindrischen federnden Steckerstifte bekannt, bei denen der Steckerkörper zwei-oder mehrteilig ausgebildet ist, wobei die einzelnen Teile zusammenschraubbar sind, so dass die Steckerstifte in dem Steckerkörper einfach in vorgesehene Aussparungen der Steckkontaktteile eingelegt werden können und nach dem Zusammenschrauben der Steckkontaktteile unverrückbar in dem Steckkontakt festsitzen.
Da derartige Kontaktstifte zum Einsetzen in solche aus mehreren Teilen zusammenschraubbare Steckkontakte sehr stabil ausgebildet sein müssen, weil sie alle Zug-und Druckbeanspruchungen aufnehmen müssen, ohne sich zu verbiegen und weil sie ausserdem Gewindelöcher und Kontaktschrauben zum Befestigen der Anschlussdrähte besitzen müssen, wurden diese Steckerstifte bisher nur aus Vollmaterial hergestellt, wobei insbesondere die Schlitze zwecks Herstellung der federnden Steckerstiftlamellen eingesägt oder eingefräst wurden.
Da es sich bei derartigen Steckkontakten um Massenartikel handelt, sind die aus Vollmaterial hergestellten Steckerstifte zu teuer, so dass die Aufgabe bestand, auch diese bisher aus Vollmaterial hergestellten Steckerstifte aus Blech zu rollen. Trotzdem solche aus Blech gerollte zylindrische federnde Steckerstifte an sich bekannt sind (vgl. deutsche Patentschrift Nr.
321303) und trotzdem solche aus Blech gerollte zylindrische Steckerstifte auch mit ebenen Ansatzstücken zur Aufnahme eines Gewindeloches und einer Kontaktschraube hergestellt worden sind, waren sie doch nicht geeignet, die Steckerstifte in den oben beschriebenen zwei-oder mehrpoligen Steckkontakten zu ersetzen, weil die Herstellung der ebenen Ansatzstücke zur Aufnahme des Gewindeloches und der Kontaktschraube in der Herstellung zu kompliziert waren und weil sie nicht stabil genug waren, da sie als einfache Lasche in der Richtung des Zylindemantels des aus Blech gerollten Steekerstiftes ausgebildet waren.
Um solche Steckerstifte für zwei oder mehrpolige elektrische Stecker in Massenfabrikation und mit hinreichender Stabilität aus gerolltem Blech mit federnden Lamellen herstellen zu können, wird gemäss der Erfindung das ebene Ansatzstück aus einem an den geschlitzten Steckerstiftteil sich anschliessenden, ungesehlitzten, ebenfalls zu einem Hohlzylinder gerollten Oberteil durch Zusammenpressen dieses Teiles hergestellt, so dass die Dicke des Ansatzstückes überall gleich der doppelten Blechstärke des Ausgangsbleches ist. In diesem zusammengepressten Teil wird das Gewindeloch zur Aufnahme der Kontaktschraube angebracht.
Um ein unverrückbare Lagern des Steckerstifte in den Ausnehmungen des Halbteiles des Steckkontaktes zu ermöglichen, wird zwischen dem ebenen Ansatzstück und den federnden Lamellen des Steckerstifte ein Ringwulst od. dgl. vorgesehen und ferner kann an dem Oberteil des Steckerstiftes eine Lasche von zweckmässig rechteckiger Form angeschnitten werden, die am fertig gerollten und gepressten Steckerstiftoberteil zu einem Widerlager rechtwinklig umgebogen wird.
Da die Durchmesser der zylinderischen Steckerstifte verschieden sind, kann es bei sehr kleinem Durchmesser vorkommen, dass der zylindrische Oberteil nach dem Flaehpressen eine sehr schmale rechteckige Fläche ergibt, so dass beim Bohren eines hinreicher. d grossen Gewindeloches seitlich zu wenig Fleisch vorhanden sein kann. Um diesen Fehler zu beseitigen, kann man gemäss einer weiteren Ausbildung der Erfindung bei den aus Blech gerollten zylinrischen Steckerstifte mit sehr kleinem
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so dass sich nach dem Flachpressen des Oberteiles seitlich halbkreisförmige Ausbauchungen an dem ebenen Ansatzstück ergeben.
Dadurch wird die Breite des ebenen Ansatzstückes in seinem Mittelteil vergrössert und es macht keine Schwierigkeiten mehr, ein Gewindeloch gewünschter Grösse in dem
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veranschaulichen.
Fig. 1 zeigt einen aus Isoliermaterial gepressten Steckkontakthalbteil bekannter Form mit Aussparungen und Widerlagern und eingesetzten Steckerstifte mit einem ebenen Ansatzstück und
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Steckerstift mit ebenem Ansatzstück, Gewindeloch und Kontaktschraube gemäss der. Erfindung in schaubildlicher Ansicht, die Fig. 3 und 4 zeigen einen aus Blech gerollten zylindrischen Steckerstift gemäss der Erfindung in schaubildlicher Darstellung mit teilweise verbreitertem ebenen Ansatzstück für das Gewindeloch, u. zw. vor und nach dem Flachpressen des Steckerstiftoberteiles.
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sehen, durch welches die Schraube zum Zusammenhalten zweier Halbteile hindurchgesteckt wird.
Die Anschlussdrähte werden durch die Öffnung 2 eingeführt. Der Halbteil 1 ist so geformt und mit Aussparungen und Widerlagern sowie Löchern im Boden 10 für die Steckerstifte versehen, dass die Steckerstifte 4, deren Form dem Lager des Steckkontakthalbteiles angepasst ist, einfach in diese Lager eingelegt werden können und unverrückbar in dem Steckkontakt festsitzen, wenn die beiden Steckkontakthälften zusammengeschraubt sind. Die Steckerstifte 4 besitzen Schlitze 11 zur Bildung der federnden Lamellen, Wulste 5, die als Widerlager dienen und ebene Anschlussstücke 6, welche die Gewindelöcher zur Aufnahme der Schrauben 9 aufweisen.
Um das Festklemmen der Zuleitungsdrähte mit den Schrauben 9 in sicherer Weise zu ermöglichen, können Unterlegscheiben 8 vorgesehen sein, und um eine feste Lagerung der Steckerstifte in dem Steckkontakt zu gewährleisten, können die Oberteile der ebenen Anschlussstücke 6 verdickt oder mit einem rechtwinklig abgebogenen Widerlager 7 ausgerüstet sein. Die Einrichtung gemäss Fig. 1 ist unabhängig davon, ob die Steckerstifte in bekannter Weise aus Vollmaterial hergestellt sind oder gemäss der Erfindung aus gerolltem Blech hergestellt werden, wie es die Fig. 2-4 zeigen.
In Fig. 2 ist ein federnder, aus Blech gerollter zylindrischer Steckerstift 4 mit dem Schlitz 11 und dem Ringwulst 5 dargestellt. Der über dem Ringwulst 5 befindliche Steckerstiftteil ist von solcher Länge, dass sich durch Zusammenpressen der genügend dick gewählten Zylinderwände ein langes ebenes Ansatzstück 6 ergibt, in welchem das Gewindeloch 12 für die Kontaktschraube 9 hergestellt wird, wobei gleichfalls eine Unterlagscheibe 8 vorgesehen sein kann. Um ein dem Wulstring 5 entsprechendes Widerlager am freien Ende des ebenen Ansatzstückes 6 zu schaffen, ist an dem Ausgangsblechstück die Fahne 7 angeschnitten, die rechtwinklig umgebogen werden kann.
Fig. 3 zeigt einen aus Blech gerollten zylindrischen Steckerstift gemäss der Erfindung, bei dem der Steckerstiftoberteil einen sehr breiten Ringwulst 13 besitzt, der nach dem Zusammenpressen des
Oberteiles zu dem ebenen Ansatzstück eine wesentliche Verbreiterung des ebenen Ansatzstückes 6 ergibt, wie es in Fig. 4 dargestellt ist.
Durch den Steckerstift gemäss der Erfindung wird eine wesentliche Materialersparnis und eine ausserordentliche Vereinfachung der Herstellung des ganzen Steekerstiftes erzielt, ohne dass er den aus Vollmaterial hergestellten Steckerstifte in irgendeiner Weise nachsteht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus Blech gerollter zylindrischer und federnder Steckerstift für zwei-und mehrpolige elektrische Stecker, der in Aussparungen des längsgeteilten Steckergehäuse lose eingelegt wird, mit einem aus dem Ausgangsblech geformten ebenen Ansatzstück mit Gewindeloch für die Anschlussschraube, dadurch gekennzeichnet, dass das ebene Ansatzstück (6) aus einem an den geschlitzten Steckerstiftteil sich anschliessenden ungesehlitzten, ebenfalls zu einem Hohlzylinder gerollten Oberteil durch Zu- sammenpressen dieses Teiles hergestellt ist, so dass die Dicke des Ansatzstückes (6) überall gleich der doppelten Blechstärke des Ausgangsbleches ist.