AT154783B - Bremsvorrichtung für Radioempfangsgeräte. - Google Patents

Bremsvorrichtung für Radioempfangsgeräte.

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AT154783B
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  Bremsvorrichtung für Radioempfangsgeräte. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Bremsvorrichtung für Radioempfangsgeräte zum Abbremsen der Abstimmteile, z. B. von Drehkondensatoren, beim Erreichen der genauen Abstimmung auf eine bestimmte Sendestation, so dass bei einer weiteren Einstellung dieser Abstimmteile ein Widerstand überwunden werden muss. Bei solchen Vorrichtungen wird die Bremse durch einen Erregerstrom, der   z.   B. von einem auf die Zwischenfrequenz abgestimmten Resonanzkreis abgeleitet wird, betätigt. 



  Im Gegensatz zu den bekannten zu andern Zwecken verwendeten Bremsvorrichtungen, wobei die Bremswirkung möglichst allmählich einsetzen muss, um Stösse zu verhindern, soll eine Vorrichtung nach der Erfindung der Anforderung genügen, dass die Abstimmteile plötzlich zum Stillstand gebracht werden, in dem Augenblick, wo die Abstimmung erreicht ist. Der Bremsstrom tritt nur bei der genauen Abstimmung auf, u.   zw.   innerhalb eines ganz schmalen Frequenzbereiches, so dass ein geringer Schlupf oder eine Verzögerung dazu führen kann, dass die Abstimmteile zu weit gedreht würden, wodurch die erwünschte Bremswirkung ausbliebe. 



   Die Bremsvorrichtung nach der Erfindung kennzeichnet sich durch einen mit den Abstimmorganen mechanisch gekoppelten, wenigstens teilweise aus magnetischem Material, vorzugsweise Weicheisen, bestehenden Körper, welcher derartig angeordnet ist, dass er ausser der normalen Bewegung, welche gleichzeitig mit der Abstimmung der Organe erfolgt, eine zu dieser in der Hauptsache senkrechte Bewegung ausführen kann, und einen feststehenden Magnetkern, der in einem geringen Abstand von dem Körper aufgestellt ist und diesen bei der Erregung des Magneten anzieht, so dass er gegen die Magnetpole oder einen andern feststehenden Körper gedrückt wird.

   Auf diese Weise kann erzielt werden, dass eine stossartige Bremswirkung erhalten wird, wenn der Erregerstrom des Magneten einen bestimmten Wert überschreitet, wodurch der Abstimmknopf oder wenigstens die Abstimmteile plötzlich zum Stillstand kommen. 



   Man wird zweckmässig dem Körper aus magnetischem Material eine verhältnismässig geringe Masse geben, um zu erreichen, dass die Bremswirkung praktisch ohne Verzögerung zustande kommt. 



  Ein weiterer Vorteil der Vorrichtung nach der Erfindung besteht darin, dass infolge der besonderen Anordnung des Körpers dieser sich über eine grosse Oberfläche eng gegen die mit ihm zusammen arbeitende Bremsfläche, z. B. die Seitenfläche der Magnetpole, anschmiegt, wodurch eine kräftige Bremswirkung erhalten wird. Natürlich darf die Bremswirkung nur so gross sein, dass sie das Weiterdrehen des Knopfes nach Überwindung eines gewissen Widerstandes gestattet. 



   Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen nach der Erfindung sind in den Abbildungen angegeben. 



   In den Fig. 1 und 2 ist eine Ausführungsform in   Seiten-und Rückansicht   dargestellt. Hiebei wirkt die Bremse auf die Achse 2 des Abstimmknopfes 1, die mit den in der Figur nicht dargestellten Abstimmteilen eines Radioempfangsgerätes gekuppelt ist. Der Körper 3 aus magnetischem Material ist als flacher Ring ausgeführt, und ist mittels zweier elastisch deformierbarer Verbindungsorgane   4     (Fig. l)   auf der Achse befestigt. Die Bauart dieser Verbindungsorgane stimmt in mancher Hinsicht mit den bekannten Zentrierspinnen der Schwingspule elektrodynamischer Lautsprecher überein und ist in Fig. 2 angegeben. Sie bestehen aus einer Anzahl konzentrischer Ringe 6, 7 und   8,   die mittels Stegen 9 und 10 miteinander verbunden sind.

   Um zu erzielen, dass der Körper 3 leicht eine Bewegung in axialer Richtung ausführen kann, sind die Stege 9 und 10 um   90  in   tangentialer Richtung gegeneinander versetzt. Die Stege der beiden Verbindungsorgane 4 sind ebenfalls gegeneinander versetzt. 



  Ein Vorteil dieser Konstruktion ist, dass der Körper 3 federnd befestigt ist, aber sich bezüglich der 

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Welle   ausschliesslich   in axialer'Richtung bewegen kann, wodurch ein Weiterdrehen des Knopfes nach dem Einrücken der Bremse erheblich erschwert wird. Unter Umständen genügt auch die Verwendung einer einzigen Zentrierspinne. Der Magnet 5 ist neben dem als Anker dienenden Ringe 3 aufgestellt und trägt eine Erregerspule durch die beim Erreichen der richtigen Abstimmung ein Strom zu fliessen anfängt, wodurch der Anker angezogen wird und gegen die Magnetpole zu liegen kommt, so dass eine weitere Drehung des Knopfes verhindert wird. 



   Die Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform. Es ist ein endloses Band 11 aus magnetischem
Material um zwei Leitrollen 12 und 13 gelegt, von denen wenigstens eine mit den Abstimmorganen mechanisch gekuppelt ist. Bei der Erregung des Magneten 5 wird der gerade unter den Polen befindliche Teil des Bandes gegen die Pole gezogen, wodurch die Längsbewegung des Bandes und somit die weitere Einstellung der Abstimmorgane verhindert wird. Das Band kann in bekannter Weise mit einer Anzeigevorrichtung verbunden sein, die mit einer Skala, auf welcher die Stationsnamen, Wellen- längen od. dgl.'aufgetragen sind, zusammenarbeitet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bremsvorrichtung für Radioempfangsgeräte zum Abbremsen der Abstimmteile beim Erreichen einer genauen Abstimmung, gekennzeichnet durch einen mit den Abstimmorganen mechanisch gekup- pelten, wenigstens teilweise aus magnetischem Material bestehenden Körper (3, 11), der derartig angeordnet ist, dass er ausser der normalen Bewegung, welche gleichzeitig mit der Einstellung der
Abstimmorgane erfolgt, eine zu dieser in der Hauptsache senkrechte Bewegung ausführen kann, und einen feststehenden Magnetkern   (5), -deren   einem geringen Abstand von dem ersten Körper aufgestellt ist und diesen bei der Erregung des Magneten anzieht, so dass er gegen die Magnetpole oder einen andern feststehenden Körper gedrückt wird.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper aus magnetischem Material als Ring (3) oder Scheibe ausgeführt ist und in axialer Richtung federnd auf einer mit den Abstimmorganen mechanisch gekuppelten Achse befestigt ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (3) (bzw. die Scheibe) mittels eines aus einer Anzahl konzentrischer Ringe (6,'1, 8) bestehenden Organs auf der Achse (2) befestigt ist, wobei mehrere Ringe mittels in tangentialer Richtung gegeneinander versetzter Stege (9, 10) verbunden sind.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ aus einem Band (11) besteht, das über eine mit den Abstimmorganen mechanisch gekuppelte Scheibe (12) läuft.- EMI2.1
AT154783D 1936-03-23 1937-03-23 Bremsvorrichtung für Radioempfangsgeräte. AT154783B (de)

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