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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 15471.
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die dieselben an den Enden untereinander verbindenden Querrohre jeder Rohrgruppe ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Die Herstellung dieser Rohrgrupponelomento kann derart erfolgen, dass durch Giessen, durch Walzen, Schmieden, durch Ziehen oder andere
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Längskanäle und die jene Längskanäle an den Enden verbindenden Querkanäle hergestellt werden. Um den Dampferzeuger zu bilden, werden dann mehrere derartige Elemente von Rohrgruppcu nebeneinander angeordnet und untereinander verbunden. Bei den bisher l) c-
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beiden durch die Rohre miteinander verbundenen Kammern gegeneinander durch Verankerungen oder durch Stehbolzen abgesteift sind, um eine zu starke Beanspruchung der Befestigungsstellen der Rohre zu vermeiden.
Bei dem neuen Dampferzeuger ist es dagegen wichtig, dass die Wandungen der Rohre und die Wandungen der Querkanäle, welche die Rohre jeder Gruppe untereinander verbinden, ein Ganzes bilden ; infolgedessen können die vorher erwähnten Verankerungen wegfallen. Auch sonst sind die Nachteile vermieden, die durch Befestigung der Rohre in den Querrohren sich ergeben. Wegen des Wegfalles dieser Befestigung der Rohre können diese sehr nahe aneinander gerückt werden ; dadurch wird eine grosso Heizfläche bei kleinem Rauminhalt erzielt. Die Rohre können so dicht nebeneinander liegen, dass sie an den aneinander liegenden Kanten gemeinsame Wandungen haben. Hiedurch wird das Verziehen der Rohre vermieden und der ganze Kessel klein und leicht.
Aus demselben Grunde wird die Widerstandsfähigkeit der Rohrgruppen erhöht und dem Dampferzeuger grössere Starrheit gegeben. Die einzelnen Rohrgruppen lassen sich leicht auswechseln, auch ist die Reinigung der Rohre leicht möglich. Erfolgt die erste Formgebung der Rohrgruppen durch mechanische äussere Bearbeitung, durch Walzen, Pressen, Schmieden u. s. w, so ergibt sich eine für die Güte des Materials günstige Verdichtung desselben. Auch hil'dl1rch werden Widerstandsfähigkeit und Betriebssicherheit dos Dampferzeugers erhöht. Derartige Dampferzeuger sind für die höchsten Dampfspannungen, insbesondere für den Betrieb von Selbstfahrern und für Motorboote geeignet.
Fig. 1 zeigt eine, zweckmässig durch Walzen oder Ziehen hergestellte Rohrgruppe in Vorderansicht, Fig. 2 im Grundriss bei teilweise gebohrten Kanälen : Fig. 3 ist eine Seitenansicht. Fig. 4 und 5 zeigen in Vorder- und Seitenansicht bei teilweisem Schnitt einen Dampferzeuger, welcher aus Rohrgruppen der in Fig. 1-8-dargestellten Art zusammengesetzt ist. Fig. fi und 7 zeigen eine Ausfuhrungsform der Rohrgruppe in Seitenansicht bei teilweisem Schnitt bezw. im Längsschnitt. Fig. 8-10 zeigen eine weitere Ausführungs-
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(Fig. 2) genügend breit sind. Der nach Fig. 1-3 hergestellte Teil mit den Durch-, bohrungen g und h kann zweckmässig als Rohrgruppenelement verwendet werden.
Die Längsrippe x kann zur Befestigung der in der beschriebenen Weise hergestellten Rohr- gruppeuelemente an einem Gestell dienen.
Bei dem beschriebenen Rohrgruppenelement müssen noch die Rohre a an den Enden verschlossen worden. Dies kann nach Fig. 13 in der Weise geschehen, dass die Durchbohrung 9 nicht vollständig durch die Rohre a hindurchgeht, dass'vielmehr das Rohr a bei u geschlossen bleibt ; es ist dann hier kein besonderer Verschluss erforderlich. Die an dem entgegengesetzten ende des Rohres befindliche Öffnung v kann durch eine Verschraubung m oder in anderer Weise geschlossen werden.
Sollen zur Erzielung einer günstigen Heizwirkung Wasser- und Dampfräume von ringförmigem Querschnitt gebildet werden, so kann dies aus der in Fig. 14 erkennbaren Weise geschehen. In diesem Falle ist das Rohr a auf seiner ganzen Länge durchbohrt und es ist in dasselbe ein zweites Rohr) eingesetzt und bei Bund. und j befestigt, so dass ein
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kann durch Einwalzen, Umbördeln oder auf andere geeignete Art erfolgen. Das Rohr i kann auch an beiden Enden durch Einwalzen, Umbördeln u. s. w. in dem Rohre a befestigt sein. Die Wasser- und Dampfräume stehen durch die Kanäle" untereinander in Verbindung.
Dadurch, dass die Rohre i und die Rohre a nicht in besondere die Rohre verbindende Kammern eingewalzt zu werden brauchen, können alle Rohre derselben Gruppe mit ihren Mittelachsen sehr nahe aneinander gerückt werden, wie Fig. 2 zeigt. Dadurch, dass die Rohre a so nahe aneinander liegen, dass sie an den aneinander liegenden Kanten gemeinsame Wandungen haben, ergibt sich eine sehr wirksame Versteifung aller Rohre a untereinander und also eine Erhöhung der Festigkeit, ferner ein möglichst grosser Inhalt dos Dampferzeugers im Verhältnis zu dem Gesamtraum, den der Dampferzeuger einnimmt.
Weiter werden bei der in Fig. 14 angegebenen Einsetzung der inneren Rohre. die Befestigungsstellen nicht auf Zug oder Druck beansprucht, weil das gewalzte oder geschmiedete
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Dampfentwicklung sich ergebenden Beanspruchungen auf Druck oder Zug aufnimmt, ohne dass irgend eine der Befestigungsstellen beansprucht würde. Aus diesem Grunde können die sonst bei aus Rohrgruppen zusammengesetzten Dampferzeugern erforderlichen, in der Längsrichtung der Rohre a wirkenden Verankerungen der gegenUberliegenden Querkanäle wegfallen. Infolge der Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des durch mechanische Bearbeitung entstandenen Rohrgehäuses können die Wandstärken ohne Beeinträchtigung der Betriebssicherheit vermindert, also die Leistungen des Kessels erhöht werden.
Alte diese Umstände begünstigen das Verhältnis zwischen Rauminhalt, Gesamtraum, Wasserinhalt und Gewicht.
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in entsprechender Weise befestigt sein.
Um den nach dem neuen Verfahren hergestellten Dampferzeuger mit möglichst ge. ringem Gewicht auszuführen und eine gute Verbindung der einzelnen Rohre untereinander zu erzielen, können die Rohrgruppen nach Fig. 6 und 7 noch mit weiteren Bohrungen
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durch eine Verschraubung oder dgl. wieder geschlossen worden. Bei dieser Anordnung der Querkankle tv kommt ferner in Betracht, dass durch dieselben der Rauminhalt des Dampferzeugers vergrössert und die Verteilung dos Wassers in den einzelnen Rohren begünstigt wird. Diese gleichmässige Verteilung ist wichtig für den Fall, als eine ungleichmässige Beheizung und daher ungleichmässige Verdampfung in einzelnen Rohren erfolgen würde.
Auch die vom Wasser bespülte Innenfläche des Dampferzeugers wird durch jene Kanäle w ver- grössert. Durch die Anordnung dieser Querkanäle w wird nicht nur das Gewicht des Dampferzeugers vermindert, sondern auch die Zirkulation des Wassers sowie die Verdampfung günstiger gestaltet.
Das in Fig. 8-10 dargestellte Rohrolement kann durch Schmieden oder Pressen in Gesenken hergestellt sein. Bei dieser Ausführung sind besondere Verstärkungen d, d für die Herstellung der Querkanäle h, h vorgesehen. Die Rohre a können vollständig frei liegen oder an den aneinander liegenden Kanten bei b zusammenhängen. An dem Pross- oder Schmiedestück können ferner die Flansche f an den Enden der Querrohre d angebracht sein, sowie auch die zweckmässig mit Gewinde versehenen Stutzen t, welche als Mittel zur Montiorung des Dampferzeugers benutzt werden können.
Nach Herstellung des Formstückes Fig. 8-10 werden die nebeneinander liegenden
Rohre a und die Querrohre d ausgebohrt, so dass die Längskanäle 1, gebildet werden.
Dio Vordampfungsräumo können nach Fig. 13 und 14 gebildet werden. Einen durch Zusammensetzen derartiger Rohrgruppenelemente gebildeten Dampferzeuger zeigen Fig. 11 und 12, wobei die angepressten Flansche f durch Schrauben o mit dem unteren Wasserkanal p, bezw dem oberen Dampfkanal r verbunden sind.
Die Einzelheiten können in mehrfacher Hinsicht abgeändert sein. Der Querschnitt der Rohrgruppenelemente kann beliebig sein. die Rohre a können aussen mit prismatischen
Wandungen oder mit Rippen versehen sein. Auch die Vorrichtungen, durch welche die
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ihrer äusseren Form und sowohl die Rohre, als auch die Kanäle zur Verbindung derselben durch Bohren hergestellt werden können.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Dampferzeuger mit mehreren Gruppen plattcnbiidond zusammenhängender Rohre, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche jeder eine Anzahl nebeneinanderliegender Rohre (a) enthaltenden Rohrgruppe durch mechanische Bearbeitung einer Platte oder Schiene wellenförmig gestattet ist, wobei die einzelnen Rohre in bekannter Weise durch Quorrohro verbunden sind.