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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 15454.
ADOLF CHAUMONT IN SAINT-JOSSE-TEN-NOODE (BELGIEN).
Einstellvorrichtung für das Bremsgestänge entsprechend dem Kolbenhub des Luftdruck- brems-Zylinders vermittels der Handbremse.
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der Räder für einen wirksamen, fest bestimmten Kolbenhub im Zylinder zu sichern.
Auf der Zeichnung ist die vorliegende Ertindung in zwei Ausführungsbeispiolen dargestellt. Fig. 1 zeigt die Anwendung der Erfindung an einem Wagen, der mit einer Schraubenbremse versehen und dessen Luftdruckbremse auf den kleinsten Kolbenhub eingestellt ist, wobei die Schrauben bremse, die vorher auf die diesem Kolbenhube entsprechende Stellung gebracht wurde, gelockert ist. Fig. 2 zeigt eine Anordnung, die bei einer Schraubenbremse zu benutzen ist, deren Schraubenmutter verdeckt ist. Fig. 3 ist eine Oberansicht
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selben angeordneten Organes, das die jeweilige Lago des Kolhens im Zylinder aussen am Wagen auf einer Skala angibt.
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gegebenen Bedingungen wird durch die Verwendung zweier Hilfsorgane ermöglicht, die für den kombinierten Mechanismus der Luftdruck- und Handbremse vorgesehen sind. Es sind dies : l.
Eine Anzeigevorrichtung der genauen Stellungen des Kolbens im Zylinder im Augenblick des Bremsens, wobei der Zeiger in direktem Zusammenhange mit dem Kolben steht. 2. Eine parallel zur Handbrems-Spindel angeordnete Skala mit entsprechend bestimmten Marken. Die Anzeigevorrichtung ist zur Festlegung der Markenlage auf der Skala bestimmt. Letztere wird in Verbindung mit der Handbremse zur genauen Regelung des Bremsgestänges, ohne Anwendung der Luftbremse benutzt.
In manchen Fällen kann aber auch die Anzeigevorrichtung selbst in Verbindung mit der Handbremse zur Ausführung dieser Regelung oder Einstellung benutzt werden, indem nämlich die Luftbremse in Tätig- keit gesetzt wird.
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Zeigerstange, welche quer an der Kolbenstange c befestigt ist ; ihre Enden gleiten in mit Marken o, 111,. r versehenen Führungen r, die unter jedem Längsbalken s angebracht werden. Wenn der Kolben sich in der Anfangsstellung befindet, so ist die Stellung der Stange q durch die Marke o bestimmt. Die Entfernung o tn ist gleich dem Wegminimum des Kolbens. Die Entfernung 0. r ist gleich dom zulässig höchsten Kolbonweg.
Die in Fig. 1 parallel zur Spindel b der Handbremse dargestellte Skala k trägt gleichfalls Marken o, n, y. Die Marke o dieser Skala wird durch die genaue Lage bestimmt, welche die Mutter a der Handbremse während der Lösostellung der letzteren hat, wenn die Zeigerstange q auf den Nullpunkt der mit Marken versehenen FÜhrung,. gelangt. Die Lage der marks ta ist ein für allemal bestimmt durch diejenige Lage, welche dieselbe Mutter einnimmt, wenn man die Handbremse betätigt, um die Bremsschuhe l, ohne zu bremsen, in Berührung mit den Rädern u bringen. nachdem man das Gestänge zuvor entsprechend geregelt hat, so dass sich die Stange q im Augenblick des BRemsens mittels Druckluft auf Marke M befindet.
Die Lage der Marke y wird auf gleiche Weise bestimmt, nachdem das Gestänge entsprechend geregelt ist, so dass sich der Anzeiger fi im Augenblick des Bremsens auf Marke x befindet.
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Die ersten Regulierungen des Gestänges lassen sich in der Weise ausführen, dass nan nacheinander Bremsversuche anstellt und dabei die Länge des Gestänges so lange indent, bis man das gewünschte Resultat erzielt. Die Verwendung der Einstellvorrichtung ; eschieht sodann wie folgt : Um in einem beliebigen Augenblick zu untersuchen, ob die Bremse nach den besten Betriebsbedingungen reguliert ist, d. h. ob sie mit dem geringsten Kolbenweg arbeitet, genügt es einfach, die Bremsschuhe 1 mit den Rädern durch Betätigung ler Handbremse in Berührung zu bringen. Wenn alsdann die Mutter a nicht den Anneiger n erreicht, so beweist dies, dass der Anzeiger q im Augenblick der Bremsung nicht die Marke m erreichen wird ; der Kolbenweg ist dann nicht gross genug, d. h. das Gestänge ist zu-kurz.
Wenn andererseits die Mutter a über den Anzeiger n hinausgeht, so sieht man hieraus, dass auch der Anzeiger q im Augenblick des Bremsens über die Marke m hinausgehen wird. Der Kolbenweg ist dann zu gross, das Gestänge ist zu lang, was übrigens fast immer der Fall ist. Um das Bremsgestänge genau so zu regeln, dass der geringste Kolbenweg für die Bremsung erreicht wird, genügt es, die Mutter a in gleiche Höhe mit Marke n zu führen und alsdann die Bremsschuhe in Berührung mit den Rädern zu bringen, indem man das Gestänge mittels der Stellvorrichtung i verstellt.
Falls die Schraube der Handbremsenstange verdeckt ist, kann man die Skala k gegenüber der sichtbaren Stelle dieser Stange anbringen nnd die Verstellung der Mutter mittels eines Läufers p kenntlich machen (Fig. 2). Die in Fig. 3 und 4 gezeigte Anzeigevorrichtung kann andererseits auch noch zur Ausführung der Regelung dienen, wenn die Luftbremse in Tätigkeit ist, da der zurückgelegte Kolbenweg aussen am Wagen kenntlich gemacht wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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spindel der Handbremse angeordnete Skala (k) Marken (o, n, y) trägt, vor denen sich die Schraubenmutter (a) der Handbremse bewegt, wobei die Marken (0, fI, y) dem für das Anstellen der Luftbremse zuläs@igen Maximum- und Minimum des Kolbenhubes entsprechen.