AT154144B - Verfahren zur Herstellung von Emails für die unmittelbare Auftragung auf die Eisenoberfläche. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Emails für die unmittelbare Auftragung auf die Eisenoberfläche.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 Es ist bekannt, dass technisches Eisen infolge seines Gehaltes an Kohlenstoff reduzierende Wirkungen ausüben kann, wodurch, wenn in den unmittelbar auf das Eisen aufzutragenden Emails reduktionsfähige Stoffe zugegen sind, Reduktionswirkungen auftreten und durch solche Reduktionwirkungen Emaillierungen, die unmittelbar auf Eisen aufgebracht werden, nicht fehlerfrei hergestellt werden können. Zur Herstellung weiss getrübter Emails auf Eisen (Eisenemaillierung) wird daher gewöhnlich das Eisen zuerst mit einem Grundemail bedeckt, auf welches das weiss getrübte Email (Deckemail) aufgetragen und aufgebrannt wird, wobei durch das Grundemail solche Reduktiollswirkungen durch den Kohlenstoff des Eisens vermieden werden sollen. So wird durch das Grundemail z. B. bei der Verwendung von Zinnoxyd, Antimonoxyd und andern oxydischen Weisstrübungsmitteln im Deekemail die Reduktion des Zinnoxyds od. dgl. durch den Kohlenstoff des Eisens verhindert. Wollte man ein durch Zinnoxyd od. dgl. weissgetrübtes Email direkt auf Eisen aufschmelzen, so würde durch die reduzierende Einwirkung des Kohlenstoffes im Eisen auf das Zinnoxyd od. dgl. dieses Trübungsmittels und dadurch auch die Trübung zerstört und durch die Gasentwicklung das Email löchrig bzw. krätzig werden. Man muss daher vor dem Weissauftrag (Deckemail) die Rohware mit einem Emailüberzug (Grundemail) von ganz bestimmten chemischen und physikalischen Eigenschaften versehen, wobei für das übliche Grundemail auch der Gehalt an Kobaltoxyd oder Niekeloxyd charakteristisch ist, insbesondere wegen der diesen Oxyden zugeschriebenen Haftwirkung, für das Email auf Eisen. Die Erfindung beruht auf der Feststellung, dass fehlerfreie Emaillierungen unmittelbar auf Eisen dadurch ermöglicht werden können, dass eine Oxydation des Kohlenstoffes des Eisens verhindert wird. Die Erfindung besteht darin, durch geeignete Massnahmen eine Oxydation des Kohlenstoffs des Eisens zu verhindern, u. zw. gemäss der Erfindung dadurch, dass dem unmittelbar auf die Eisenunterlage aufzutragenden Email solche Stoffe zugesetzt werden, die unter den beim Brennen des Emails herrschenden Verhältnissen nicht reduzierbare Gase oder schwer reduzierbare Gase entwickeln oder dazu verbrennen. Durch Zusatz solcher Stoffe zu einem auf die Eisenoberfläche aufzutragenden Über- zug, wie zu einem Grundemail, können daher Reduktionswirkungcn durch den Kohlenstoff des Eisens und Oxydation des Kohlenstoffes des Eisens auf jeden Fall vermieden werden. Die vorliegende Erfindung macht sich nun auch zunutze, dass die bekannte Gastrübung, sofern als Gastrübungsmittel Stoffe, z. B. gemäss Patent Nr. 146190 wie Stoffe, die zumindest zum überwiegenden Teil aus hochmolekularen Kohlenwasserstoffen bzw. Substitutionsprodukten derselben bestehen, wie insbesondere solche bitumenartige Kohlenwasserstoffgemische, wie z. B. Harze, insbesondere Peche, Teere, Asphalte u. dgl. verwendet werden, die nicht reduzierbare oder schwer reduzierbare Gase entwickeln oder zu solchen Gasen verbrennen, ein Mittel bietet, um Emails herzustellen, die gegen Reduktionswirkungen des Kohlenstoffes der Eisenunterlage unempfindlich sind. Wenn, wie es Gegenstand der Erfindung ist, einem Email ein Stoff zugesetzt wird, der beim Brennen des Emails unter Entwicklung von nicht reduzierbaren Gasen zersetzlich ist bzw. zu solchen Gasen verbrennt, so kann ein solches Email unmittelbar auf das Eisen aufgetragen werden, wobei solche zersetzliche Stoffe aber auch ein Mittel bieten, ein schon weissgetrübtes Grundemail herzustellen, u. zw. ein gasgetrübtes Grundemail, auf welchem dann ein zweiter Auftrag oder auch mehrere Aufträge eines weiss getrübten Emails aufgebrannt werden können, gleichgültig ob der zweite Auftrag und die weiteren Aufträge durch Metalloxyde, wie z. B. Zinnoxyd od. dgl. weissgetrübt sind oder durch Gastrübungsmittel. <Desc/Clms Page number 2> Die Erfindung bietet daher durch die Verwendung von solchen unter Gasentwicklung zersetzlichen Stoffen als Trübungsmittel auch ein Mittel, weiss getrübte Emails unmittelbar auf die Eisenoberfläche aufzutragen und einzubrennen. Für das Verfahren gemäss der Erfindung sind als Gas entwickelnde Stoffe zweckmässig sauerstoffarme Stoffe, am besten sogar Stoffe, welche sauerstofffrei sind. Solche Stoffe, zweckmässig solche kohlenstoffreiche Stoffe, wie z. B. die hochmolekularen Kohlenwasserstoffe, z. B. Teere, Asphalte, Harze, Peche u. dgl. entwickeln bzw. verbrennen zu nicht reduzierbaren Gasen, wie Kohlenoxyd, Kohlenwasserstoffen u. dgl. Durch das Verfahren gemäss der Erfindung wird auch die Haftung desEmails begünstigt, wodurch die Erfindung auch ein Mittel bietet, die Haftwirkung der üblichen Haftoxyde (Kobaltoxyd, Nickeloxyd od. dgl.) Haftschichten u. dgl. günstig zu beeinflussen. Die Erfindung bietet durch die Verwendung von Stoffen, die beim Brennen nicht reduzierbare Gase entwickeln bzw. zu solchen Gasen verbrennen aber auch ein Mittel, um gegebenenfalls auch Reduktionswirkungen bei Anwesenheit von reduzierbaren Stoffen, wie z. B. Metalloxyde (Zinnoxyd, Antimonoxyd od. dgl. ) zu verhindern, so dass man auch bei Verwendung bzw. Zusatz von Oxyden, die sich bei einem unmittelbaren Auftrag auf Eisen ergebenden Übelstände durch Zusatz solcher gasentwickelnder Stoffe vermeiden kann. Es können daher auch durch die Verwendung von solchen Gastrübungsmitteln neben den üblichen Festtrübungsmitteln Vorteile und Wirkungen erreicht werden, die bisher nicht erzielt werden konnten. Auch bei Verwendung von Unterlagen, die in besonderer Weise für die Haftung von Emails vorbereitet sind, z. B. bei Verwendung entsprechend legierter Bleche oder bei Behandlung der Eisenoberfläche mit Salzlösungen der Haftmetalle usf. bietet die Erfindung ausserordentlich grosse Vorteile. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Emails für die unmittelbare Auftragung auf die Eisenoberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass das Email einen Zusatz an Stoffen erhält, die beim Brennen des Emails durch den Kohlenstoff des Eisens nicht reduzierbare Gase bzw. schwer reduzierbare Gase entwickeln bzw. zu solchen verbrennen können.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Email als Trübungsmittel (Gastrübungsmittel) gegebenenfalls neben einem Festtrübungsmittel (wie Zinnoxyd od. dgl.) Stoffe zugesetzt werden, die beim Einbrennen nicht reduzierbare bzw. schwer reduzierbare Gase entwickeln können.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Gase entwickelnde Stoffe möglichst sauerstoffarme, zweckmässig sauerstofffreie Stoffe verwendet werden, insbesondere solche kohlenstoffreiche Stoffe, die gleichzeitig auch als Trübungsmittel wirken können.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundemail ein weisses gasgetrübtes Email und als zweiter und gegebenenfalls weiterer Auftrag je nach Bedarf ein gasgetrübtes oder mit Oxyden getrübtes oder ein gemischt getrübtes Email aufgetragen und eingebrannt wird.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Unterlage für das Email eine zur Haftung von Emails fähige Unterlage verwendet wird.
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