AT153675B - Bohr- und Fräsvorrichtung mit selbsttätigem Werkzeugvorschub. - Google Patents
Bohr- und Fräsvorrichtung mit selbsttätigem Werkzeugvorschub.Info
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Description
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Bohr-und Fräsvorriehtung mit selbsttätigem Werkzeugvorschub.
Die Erfindung betrifft eine Bohr- und Fräsvorrichtung vorzugsweise mit Handantrieb und einer selbsttätigen, mit einer Reibungskupplung und einem elastischen Zwischengliede ausgestatteten Werkzeugvorschubeinrichtung, u. zw. eine Vorrichtung jener Art, die mit einer Klemmeinrichtung zum Festklemmen am Werkstück versehen ist. Die Vorrichtung ist insbesondere zur Bearbeitung von Eisenbahnschienen und Oberbaumaterial geeignet. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wurden meist Scheiben aus elastischem Stoff, z. B. aus Gummi oder Schraubenfedern zur Erzielung eines gleichbleibenden Arbeitsdruckes verwendet, wobei die Federn am äusseren Ende der Bohrspindel frei zugänglich und ungeschützt angeordnet waren.
Eine derartige Ausbildung machte aber die Anwendung dieser Bauart des selbsttätigen Werkzeugvorschubes für die mit der Erfindung erstrebten Zwecke unmöglich, da Beschädigungen der Federn bei den rauhen Betriebsverhältnissen sowie das Eindringen von Schmutz und Erde nicht vermieden werden konnten.
Gemäss der Erfindung wird das den gleichmässigen Arbeitsdruck bewirkende, vorzugsweise als Schraubenfeder ausgebildete elastische Zwischenglied im Innern eines Gehäuses angeordnet und zwischen einem Ansatz der Bohrspindel und der in das Gehäuse eingeschraubten Nachstellhülse abgestützt. Hiebei kann die mit der Bohrspindel auf Drehung verbundene Mitnehmereinrichtung, die zusammen mit der erwähnten Nachstellhülse die Reibungskupplung bildet, gleichfalls im Innern des Gehäuses angeordnet werden oder aus in die Kurbelnabe einschraubbaren Stellschrauben bestehen, welche auf die äussere Stirnfläche der Nachstellhülse einwirken.
Die erfindungsgemässe Anordnung ermöglicht eine wesentliche Vereinfachung der Vorrichtung, da das Gehäuse einen vollkommenen Schutz der Feder darstellt und als Lagerung der Bohrspindel und als Mutter für die Nachstellhiilse dient. Die zylindrische Ausbildung des Gehäuses ermöglicht ferner die erfindungsgemässe einfache verstellbare Befestigung des Behälters für die Schmierflüssigkeit. Gleichzeitig trägt das Gehäuse einen z. B. zylindrischen Führungsteil, welcher zur Einstellung der Vorrichtung in verschiedenen
Richtungen dient.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Vorrichtung in vereinfachter Darstellung in den Fig. 1-3 in drei verschiedenen Arbeitsstellungen veranschaulicht. Fig. 4 zeigt eine praktisch verwendbare Ausführungsform in Seitenansicht und Fig. 5 eine andere Ausführungsmöglichkeit im Längsschnitt.
Gemäss Fig. 4 wird die Vorrichtung mit einem Klemmrahmen 3 am Werkstück, z. B. am Fuss 2 der Schiene 1 festgeklemmt. Der Rahmen 3 besteht aus zwei Längsteilen, welche an den Enden durch Querstücke 4 und 5 fest verbunden sind. Zwischen den Längsteilen ist ein Schlitten 6 längs verschiebbar geführt. Das Querstück 4 und der Schlitten 6 tragen oben Nasen 7 und 8. In das Querstück 5 ist eine Klemmschraube 9 eingeschraubt, mittels welcher der Schlitten 6 an den Schienenfuss 2 angepresst wird.
Das hülsenförmige, die eigentliche Bohr- oder Fräsvorrichtung tragende Gehäuse 10 ist mit einem vorzugsweise zylindrischen Führungsteil 11 versehen, welcher im Schlitten 6 verschiebbar und vorteilhaft auch verdrehbar gelagert und geführt ist und mittels einer Schraube 12 festgeklemmt werden kann. Somit ist das Gehäuse 10 längsverschiebbar, höhenverstellbar und um eine lotrechte Achse schwenkbar. Zur richtigen Höheneinstellung dient eine Teilung 13 am Teil 11. Die Bohr- spindel 14 ist im vorderen Teile bei 15 verstärkt und endet in einen kegeligen Ansatz 16, auf welchen ein Kronenbohrer 1"/oder ein Fräswerkzeug aufgesetzt und mittels eines Querstiftes. M od. dgl. gegen Verdrehung gesichert werden kann.
Das vordere Ende 19 des Gehäuses dient als Gleitlager für
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Hülse ein Druckkugellager 29 eingesetzt werden. Am Gehäuse 10 ist noch ein Gefässe für die Schmierflüssigkeit, z. B. mittels eines festklemmbaren Ringes 31 befestigt. Das Zuleitungsrohr 33 ist vorteilhaft beim Hahn 32 versohwenkbar, so dass die Schmierflüssigkeit durch Längsverschieben und Verdrehen des Behälters. 30 sowie durch Verschwenken des Rohres 33 unmittelbar an die Arbeitsstelle geführt werden kann.
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Draufsicht) gedreht, so wird die Hülse 21 zufolge des Reibungsschlusses mit der Büchse 25 in den Teil 20 des Gehäuses 10 so lange eingeschraubt, bis das Werkzeug die Arbeitsfläche berührt (Fig. 2).
In diesem Augenblick wird der Federdruck durch das Werkstück aufgenommen, so dass die Klemmung der Büchse 25 zwischen der Hülse 21 und der Kurbelnabe allmählich aufgehoben wird. Hiedurch geht auch der Reibungsschluss zwischen der Büchse 25 und der Hülse 21 wieder verloren, so dass sich die" Hülse 21 nicht weiter in das Gehäuse einschrauben kann. Bei Weiterdrehen der Kurbel 26 dringt der Bohrer langsam unter'dem Druck der Feder 28 in das Werkstück ein Ist bei der Arbeitsbewegung des Bohrers ein genügender Vorschubweg erreicht (Fig. 3), so tritt die Klemmung der Büchse 25 wieder ein. Hiedurch steigt auch der Anpressdruck an'den einander berührenden Flächen der Teile 25 und 21 wieder an, so dass die Hülse 21 weiter in das Gehäuse 10 eingeschraubt wird.
Der beschriebene Vorgang wiederholt sich nun absatzweise, wobei die Hülse 21 in gleichmässigen Zeitabständen ruckweise in das Gehäuse 10 eingeschraubt wird. In der Zeichnung sind die axialen gegenseitigen Verschiebungen übertrieben dargestellt. Zur Vergrösserung der zwischen den, Teilen 21 und 25 wirksamen Reibungs- flächen können diese in an sich bekannter Weise vorteilhaft kegelförmig ausgebildet sein :
Gemäss Fig. 5 werden an Stelle - der Büchse 25 eine oder mehrere Schrauben 34 verwendet, welche in die Kurbelnabe 35 eingeschraubt und z. B. mittels Gegenmuttern 36 in der eingestellten Lage festgestellt werden. Die Enden der Schrauben 34 wirken auf die durch eine Stahlplatte 37 verstärkte Stirnfläche einer auf das Gehäuse 38 aufschraubbaren Nachstellhülse 39.
Der notwendige Arbeitsdruck für das Werkzeug 40 wird wieder durch eine Feder 28'erzielt. In Fig. 5 ist nur eine einzige Schraube 34 gezeichnet, doch können in der Kurbelnabe vorteilhaft mehrere ; gleichmässig, verteilte Stellschrauben vorgesehen werden, um einseitige Biegungsbeanspruchungen der Bohrspindel zu vermeiden. Durch die Verstellung der Schrauben in der Kurbelnabe kann, ebenso wie beim ersten Aus- führungsbeispiel durch die Verstellung der Mutter 27, der-Arbeitsdruck des Bohrers den jeweiligen Erfordernissen angepasst werden.
Die Mitnehmereinrichtung, z. B. die Büchse 25. kann statt aussen zwischen der Kurbel und der Nachstellhülse auch im Gehäuse an Stelle des Kugellagers 29 zwischen der Feder und der Nachstellhülse eingesetzt werden. Es muss dann jedoch Vorsorge getroffen werden, dass die Büchse mit der Bohrspindel längsverschiebbar, aber unverdrehbar verbunden ist. Bei dieser abgeänderten Ausführung werden die Mitnehmereinrichtung und die einander berührenden Stirnflächen gegen äussere schädliche Einflüsse geschützt. An Stelle einer einfachen Handkurbel kann auch eine der gebräuchlichen Ratschenkurbeln verwendet'werden, falls die Arbeitsverhältnisse eine volle Kurbelumdrehung nicht zulassen.
Im übrigen ist auch motorische Betätigung möglich.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Bohr- und Fräsvorrichtung mitselbsttätiger, aus einer Reibungskupplung und einem elastischen Zwischenglied bestehenden Vorschubeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass das vorzugsweise als Schraubenfeder (28) ausgebildete elastische Zwischenglied im Innern eines Gehäuses (10) angeordnet und zwischen einem Ansatz (15) der Bohrspindel (14) und der in das. Gehäuse (10) einge- schraubten Nachstellhülse (21) abgestützt ist 2.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das'elastische Zwischenglied (28) als auch eine auf die Nachstellhülse (21) einwirkende,-mit der Bohrspindel (14) auf Drehung verbundene Mitnehmereinrichtung (25) im Innern des Gehäuses (10) angeordnet ist, wobei. die Mitnehmereinrichtung (25) zwischen dem vorzugsweise als Schraubenfeder ausgebildeten elastischen - Zwischenglied (28) und der Nachstellhülse eingeschaltet ist und die'die Kupplung bewirkenden, an EMI2.3 <Desc/Clms Page number 3> 3.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Bohrspindel auf Drehung verbundene Mitnehmereinrichtung aus einer oder mehreren Stellschrauben (34) besteht, welche in einen auf die Bohrspindel unverdrehbar aufgesetzten Teil, insbesondere die Kurbel (35), parallel zur Spindel (14) vorzugsweise einstellbar eingeschraubt sind und mit ihren Enden auf die Stirnfläche (37) der Nachstellhülse (39) einwirken (Fig. 5).4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) an einem Schlitten (6) einstellbar befestigt ist, der in einem zum Anklemmen der Vorrichtung am Werkstück dienenden Rahmen (3) verschiebbar ist.5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Gehäuse (10) ausgebildeter, vorzugsweise zylindrischer Führungsteil (11) im Schlitten (6) längsverschiebbar und schwenkbar geführt und festklemmbar ist und vorteilhaft eine Einstellteilung (13) trägt.6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die eine (7) der beiden Befestigungsnasen des Klemmrahmens (3) an der Oberkante des einen Querteiles (4) des Rahmens und die andere (8) an einer oberen Kante des das Gehäuse tragenden Schlittens (6) ausgebildet ist.7. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Gehäuse (10) verschieb- und verdrehbaren Befestigungsring (31) für das Kühlwassergefäss (30). EMI3.1
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