<Desc/Clms Page number 1>
Umschalter für Funkgeräte.
Bei Empfängern für mehrere Wellenbereich, die durch Drehen eines Schalters umgeschaltet werden, treten oft Störungen auf, welche durch schlechte Kontaktgabe der Kontaktfedern mit den Gegenkontakten verursacht werden. Diese Erscheinung zeigt sieh insbesondere bei Spulenrevolvern.
Die bekannten Konstruktionen mit Kontakten, die nicht aus Edelmetall bestehen, also mit Schleif-oder Gleitfedern aus Bronze, Neusilber usw., haben den Nachteil, dass sich bei länger dauernder Stellung auf einem Wellenbereich an den offenen Kontakten Oxyd bildet, welches erst durch mehrmaliges Hin-und Herschalten heruntergerieben wird. Bei Betrieb in feuchter Luft tritt dieser Zustand in verstärktem Masse auf.
Die Oxydierung wird zwar vermieden, wenn man die Kontakte aus Edelmetall herstellt. Es tritt jetzt aber der Nachteil auf, dass beim Schleifen der beiden Edelmetallkontakte aufeinander ein "Fressen" einsetzt, wodurch einerseits die Kontaktgabe verschlechtert wird, anderseits die Kontakte bald durchgeschliffen werden.
Es ist zwar schon bekannt, bei Wellenbereichumschaltern während des Umschaltens die zu lösenden Kontakte voneinander abzuheben. Das wird z. B. durch eine mit der gedrehten Trommel verbundene Nockenwalze bewirkt. Da aber das Abheben erst durch die Drehung der Trommel bewirkt wird, überlappen sich die Drehbewegung und die Bewegung des Abhebens, so dass sich eine gewisse Schleifbewegung der Kontakte aufeinander nicht ganz vermeiden lässt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist zwischen der Antriebswelle und dem zur Umschaltung drehbaren Teil des Schalters eine die Drehung der Antriebswelle in der Weise ruckartig übertragende Kupplungsvorrichtung, insbesondere ein Malteserkreuz vorgesehen, dass eine Übertragung der Drehung nur bei vollständig abgehobenen Kontakten erfolgt.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass das Abheben wirklich senkrecht zur Kontaktoberfläche vor sich geht und dadurch auch die geringste Schleifbewegung vermieden wird, da die Drehbewegung ja erst übertragen wird, wenn die Kontakte vollständig voneinander gelöst sind. Die Kontaktgabe erfolgt absolut punktförmig. Dabei wird die Antriebswelle von dem Bedienenden ganz gleichmässig in Drehung versetzt, ohne dass weitere Handgriffe zu bedienen sind.
Ein Ausführungsbeispiel zeigt die Abbildung bei einem Wellenbereichumschalter für Empfänger mit mehreren auf einer Trommel angebrachten Spulen im Querschnitt.
Die mittels eines (nicht gezeichneten) Drehknopfes bedienbare Antriebswelle W trägt eine Nockenwalze N mit zwei Nocken, die bei jeder vollen Umdrehung der Antriebswelle die Kontaktfedern F, von denen natürlich mehrere hintereinander angeordnet sein können, zweimal gegen ihre Federkraft nach unten drückt und wieder loslässt. Die Federn geben in der nach unten gedrückten Stellung Kontakt mit Gegenkontakten G, die auf dem Umfang der die umzuschaltenden Spulen tragenden Trommel T verteilt sind. Auf der Antriebswelle W sitzt ferner die Zahnradscheibe R, die mit einer gleich grossen, um die feste Achse B drehbar gelagerten Zahnradscheibe S gekuppelt ist.
Letztere arbeitet mit dem auf der Trommelachse A sitzenden Malteserkreuz M derart zusammen, dass die Stifte I bei jeder vollen Umdrehung zweimal in die Einschnitte C eingreifen und dadurch das Malteserkreuz mit der Trommel mitnehmen, während in den dazwischen liegenden Zeitabschnitten keine Mitnahme erfolgt. Wie aus der Abbildung ersichtlich, erfolgen Bewegung der Kontaktfeder und Drehung der Trommel immer ab-
<Desc/Clms Page number 2>
wechselnd. Wenn also die Antriebswelle gleichmässig gedreht wird, so hebt sich etwa während der ersten 60 die Kontaktfeder F von dem gerade angeschalteten Gegenkontakt S ab, wobei die Trommel stillsteht.
Während der nächsten 600 bleibt die Feder im abgehobenen Zustand, während die Trommel über das Malteserkreuz ruckartig erfasst und so lange gedreht wird, bis der nächste Gegenkontakt der Feder gegenübersteht. Bei der letzten 60 -Drehung wird die Feder auf den neuen, jetzt mit der Trommel stillstehenden Gegenkontakt aufgedrückt.
Feder und Gegenkontakte tragen kleine Kontaktplättchen aus Edelmetall, beispielsweise Platin oder Platiniridium.
Ein weiterer Vorteil der geschilderten Ausführung ist der, dass die Kontaktfedern nicht mit eigenem Druck nach Entspannung auf den Kontakten, sondern durch die Nockenwalze N angedrückt werden. Hiedurch ist ein Vibrieren oder Trommeln der Kontaktfedern bei starken Erschütterungen unmöglich gemacht.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Umschalter für Funkgeräte, insbesondere zur Wellenbereichumsehaltung, bei dem eine Kontaktfederanordnung zeitlich nacheinander mit verschiedenen, nebeneinander angebrachten Gegenkontakten durch Drehung einer Antriebswelle in Verbindung gebracht wird, und bei dem während des Umschaltvorganges die zu lösenden Kontakte durch eine Nockenwalze od. dgl. abgehoben werden, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Antriebswelle und dem zur Umschaltung drehbaren Teil des Schalters eine die Drehung der Antriebswelle in der Weise ruckartig übertragende Kupplungsvorrichtung, insbesondere ein Malteserkreuz, vorgesehen ist, dass eine Übertragung der Drehung nur bei vollständig abgehobenen Kontakten erfolgt.