AT153191B - Lichtempfindliches Papier mit veloursartiger Oberfläche und Verfahren zur Herstellung desselben. - Google Patents

Lichtempfindliches Papier mit veloursartiger Oberfläche und Verfahren zur Herstellung desselben.

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AT153191B
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cellulose
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Aladar Doman
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Aladar Doman
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Description


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  Lichtempfindliches Papier mit veloursartiger Oberfläche und Verfahren zur Herstellung desselben. 



   Die Erfindung betrifft ein lichtempfindliches Papier mit   veloursartiger Oberfläche,   hergestellt mit Hilfe von   Klebmittellösung,   Faserstoffstaub und lichtempfindlicher Emulsion, dadurch gekenn- zeichnet, dass die die Fasern pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft vor dem Auftragen der lichtempfindlichen Emulsion auf dem Papier festhaltende Tragschicht Zelluloseester oder Zellulose- äther oder ein Gemisch aus Zelluloseester   oder-äther undWeichhaltungsmittel (Schmeidigungsmittel)   für diese, z. B. Triphenylphosphat oder Trikresylphosphat, ist. 



   Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines lichtempfindlichen Papiers mit veloursartiger Oberfläche aus rohem oder präpariertem, z. B. baritiertem Papier, dadurch gekenn- zeichnet, dass das rohe oder präparierte, z. B. baritierte Papier mit der dünnen Lösung von Zellulose- ester oder Zelluloseäther überzogen, nach teilweisem Verdampfen des Lösungsmittels die Tragschicht aus Zelluloseester oder Zelluloseeäther, in an sich bekannter Weise, in feiner Verteilung mit Fasern pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft bedeckt, nachher das Lösungsmittel der Tragschicht vollständig verdampft wird und die Fasern in an sich bekannter Weise mit lichtempfindlicher Emulsion überzogen werden. 



   Das lichtempfindliche Velourspapier gemäss der Erfindung ist im Wesen die Vervollständigung des im deutschen Patent Nr. 458076 geschilderten Velourspapiers, bei welchem als Schichtträger fertiges veloursartiges Papier verwendet wird. Die Klebstoffe dieses bekannten Velourspapiers sind im Wasser schwer lösliche Materialien, u. zw. Lackfirnisse (Öllacke, Ölfirnisse), die ohne Verdampfung des Lösungsmittels, folglich ohne nennenswerte Kontraktion trocknen. 



   In die dichte Klebstoffschicht aus   Öllackfirniss   können die Wurzelteile der aufgetragenen Fasern nicht tiefer eindringen, bleiben auf der Oberfläche der dichten Klebstoffschicht haften, an den Berührungsstellen, d. h. in der unmittelbaren Umgebung der Faserwurzeln, kleine kegelförmige Vertiefungen, Nester, entstehen. Das lichtempfindliche Material lagert sich in diese kegelförmige Vertiefungen, so dass die Verteilung der lichtempfindlichen Schicht oberhalb der Klebstoffschicht ungleichmässig ist. Die lichtempfindliche Emulsion wird ferner durch die Fasern aufgesaugt und dringt durch die Faserwurzeln in den Bodenteil der Nester ein. 



   Das in den Nestern sich ablagernde Bromsilber kann in der späteren Behandlung nicht vollständig fixiert werden, so dass in der fertigen Kopie nach einigen Wochen, infolge der Lichteinwirkung, kleine, punktartige Flecken entstehen. Die   Öllackfirnisse   verursachen dabei-da sie von der lichtempfindlichen Emulsion nicht vollständig isoliert sind-in der lichtempfindlichen Schicht nach der Entwicklung einen Schleier. 



   Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der Leinölfirniss langsam härtet, langsam bindet, so dass eine kontinuierliche Herstellung unmöglich ist. 



   Diese Nachteile werden beim Velourspapier gemäss der Erfindung vermieden, da die Klebstofflösung aus Zelluloseestern oder Zelluloseäthern nach dem Verdampfen des Lösungsmittels eine starke Kontraktion (Zusammenschrumpfung) erleidet, indem zirka   90%   des Klebstoffes das verdampfte Lösungsmittel war. 



   Eine nennenswerte Kontraktion in der mit der Papierschicht parallelen Ebene wird durch die Papierschicht selbst verhindert. Auf den Faserwurzeln entsteht während der allmählichen Kontraktion eine kegelförmige Fassung, die die Faserwurzeln einschnürt, konzentrisch stark zusammenpresst, so dass einerseits die Fasern in der Zelluloseesterschicht oder Zelluloseätherschicht vollständig befestigt, 

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 anderseits das Eindringen des lichtempfindlichen Materials in die Klebstoffschicht und die Entstehung der Nester bzw. der punktartigen Flecken und des Schleiers mit Sicherheit vermieden werden. 



   Zwecks Erhöhung der   klebefähigkeit   können dem Zelluloseester oder Zelluloseäther erweichende Stoffe   (Schmeidigungsmittel),   z. B. Triphenylphosphat oder Trikresylphosphat, zugesetzt werden. Das Lösungsmittel von Nitrozellulose ist Alkohol-Äther-Gemisch, Butylalkohol, Butylacetat usw. ; das Lösungsmittel von Acetonzellulose können Äthylformiat, Aceton und andere bekannte Lösungsmittel sein. 



   Beispiel 1 : Rohes oder präpariertes (z. B. baritiertes) Papier wird mit einer Nitrozelluloselösung überzogen. Die Zusammensetzung dieser   Nitrozelluloselösung   ist z. B. 5 GT. Nitrozellulose, 5 GT. Butylalkohol, 45 GT.. 98% iges Butylacetat, 43 GT. Alkohol, 3 GT. Triphenylphosphat. Auf die Nitrozellulosetragschicht werden entweder sofort nach dem Überziehen oder nach der teilweisen Verdampfung des Lösungsmittels, in feiner Verteilung, vorher gereinigte Fasern pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft aufgetragen. Die durch die zwischen den Fasern verbleibenden Zwischenräume mikrotomischer Feinheit wird sich das noch in der Tragschicht geblieben Lösungsmittel vollständig verdampfen.

   Nach vollständigem Verdampfen des Lösungsmittels, welches bei künstlicher Lüftung 2-3 Stunden dauert, werden die Fasern mit einer lichtempfindlichen Emulsion bedeckt. Das derart erzeugte lichtempfindliche Velourspapier gibt beim Kopieren ein Bild mit besonders tiefer Farbenabstufung (Tonus). 



   Beispiel 2 : Rohes oder präpariertes, z. B. baritiertes Papier'wird mit einer Acetylzelluloselösung überzogen, deren Zusammensetzung z. B. die folgende ist : 5 GT. Acetylzellulose, 70 GT. Äthylformiat, 14 GT.   Äthyllaetat,   10 GT. Alkohol, 10 GT. Triphenylphosphat. Sofort nach dem Überziehen mit der Acetylzelluloselösung oder nach teilweiser Verdampfung des Lösungsmittels werden auf das Bindemittel in feiner Verteilung vorher gereinigte Fasern pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft aufgetragen, die die Tragschicht vollständig bedecken. Nach vollständigem Verdampfen des Lösungsmittels der Tragschicht werden die Fasern mit einer lichtempfindlichen Emulsion überzogen. 



   Die   Benennung"Faser"bedeutet   hier ganz allgemein ein   Körperehen   pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft in beliebiger Form, Feinheit und Dimension. Diese Körperchen können z. B. auch eine Stabform besitzen. 



   Die Tragschicht kann statt pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Fasern oder mit diesen Fasern gemeinsam in feiner Verteilung mit in Wasser unlöslichen Kristallen (Nadelkristallen) mit Glasschutt (Glasmehl) oder mit Glasfäden bedeckt werden. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Lichtempfindliches Papier mit   veloursartiger Oberfläche,   hergestellt mit Hilfe von Klebmittellösung, Faserstoffstaub und lichtempfindlicher Emulsion, dadurch gekennzeichnet, dass die die Fasern pflanzlicher, tierischer oder mineralischer Herkunft vor dem Auftragen der lichtempfindlichen Emulsion auf dem Papier festhaltende Tragschicht Zelluloseester oder   Zelluloseäther   ist.

Claims (1)

  1. 2. Lichtempfindliches Papier mit veloursartiger Oberfläche nach Anspruch l, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Tragschicht der Fasern ein Gemisch aus Zelluloseester oder-äther und Weiehhaltungsmittel (Schmeidigungsmittel) für diese, z. B. Triphenilphosphat oder Trikresylphosphat, ist.
    3. Verfahren zur Herstellung des im Anspruch 1 geschützten, lichtempfindlichen Papiers mit veloursartiger Oberfläche aus rohem oder präpariertem, z. B. baritiertem Papier, dadurch gekennzeichnet, dass das rohe oder präparierte, z. B. baritierte Papier mit der dünnen Lösung von Zelluloseester oder Zelluloseäther überzogen, nach teilweisem Verdampfen des Lösungsmittels die Tragschicht aus Zelluloseester oder Zelluloseäther, in an sich bekannter Weise, in feiner Verteilung mit Fasern EMI2.1 schiebt vollständig verdampft wird und die Fasern in an sich bekannter Weise mit lichtempfindlicher Emulsion überzogen werden.
AT153191D 1933-12-11 1934-12-10 Lichtempfindliches Papier mit veloursartiger Oberfläche und Verfahren zur Herstellung desselben. AT153191B (de)

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