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liathodenstrahlenrühre.
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Weiters bringt die Röhre nach der Erfindung den Vorteil, dass das vom Auffangschirm aus- gestrahlte Licht annähernd weiss und nicht wie bei Verwendung der üblichen Fluoreszenzschirme grün und gelb ist. Gewünschtenfalls kann bei einer Vorrichtung mit einer Kathodenstrahlenröhre nach der
Erfindung bei der Projektion des Bildes ein grünes Filter benutzt werden, das die bei der Grund- temperatur des Schirmes vorwiegenden roten Strahlen absorbiert.
Die bei Verwendung dieser Röhre erzielte vergleichsweise hohe Nutzwirkung ist unter anderem der Tatsache zu verdanken, dass auch während der Abkühlung aus jedem vom Kathodenstrahlenbündel getroffenen Punkte des Schirmes eine beträchtliche Lichtstrahlung erfolgt, im Gegenstsatz zu den bekannten Rohren, bei denen ein auf einer Platte angeordneter fein verteilter Stoff zum Glühen gebracht wird. Bei diesen Röhren wird infolge der Tatsache, dass die glühenden Teilchen mit einer Unterlags- schiebt in Berührung sind, die in den Teilchen entwickelte Wärme schnell abgeführt. Demzufolge kann die Lichtausstrahlung nicht die durch die Erfindung ermöglichte Helligkeit erreichen und die
Nutzwirkung ist viel geringer.
Sogar wenn es gelingt, die Wärmeleitung zu der Unterschicht, welche bei diesen bekannten Röhren nun einmal unvermeidlich ist, um die Teilchen in einer Projektionsebene ausbreiten zu können, bis auf einen Minimumwert herabzusetzen, absorbiert der Schirm eine solche
Menge der ausgestrahlten Energie, dass er nach kurzer Zeit eine Temperatur hat, welche er nicht aus- zuhalten vermag oder bei der eine sehr hinderliche Lichtausstrahlung eintritt.
Die durch die Erfindung erzielbare Nutzwirkung (die Menge des ausgestrahlten Lichtes/Watt) kann mit der Nutzwirkung einer Glühlampe ohne Gasfüllung verglichen werden und ist von der gleichen Grössenordnung wie die mit der üblichen Kathodenstrahlenröhre erzielte, d. h. etwa
1 Internationalkerze je Watt. Ein grosser Fortschritt gegenüber den üblichen, mit fluoreszierenden
Schirmen arbeitenden Röhren liegt auch darin, dass die der Kathodenstrahlenröhre zugeführte Gesamt- energie viel höher gewählt werden kann. Am zweckmässigsten erfolgt dies dadurch, dass sowohl eine höhere Anoden- und Schirmspannung als auch grössere Stromstärken verwendet werden. Vorzugweise benutzt man für die Anode und den Schirm Spannungen von der Grössenordnung von 10.000 Volt.
Infolge dieser hohen Spannungen und der eintretenden Ionenbildung kann die Verwendung einer indirekt beheizten Kathode in einer Kathodenstrahlenröhre nach der Erfindung in manchen Fällen mit Schwierigkeiten verknüpft sein. Es hat sich daher als vorteilhaft erwiesen, eine direkt heizbare
Kathode zu verwenden. Zu diesem Zweck kann z. B. eine Wolfram-oder Thoriumkathode benutzt werden.
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Tatsächlich hat man bereits vorgeschlagen, bei bekannten mit einem fluoreszierenden Schirm versehenen Kathodenstrahlenröhren das Bild von der Rückseite des Schirmes zu projizieren. Dieses Verfahren hat sich aber als unbrauchbar erwiesen, da infolge der ganz geringen Helligkeit des auf dem Fluoreszenzschirm erhaltenen Bildes eine mit Lichtverlust durch den Schirm und durch die dahinter befindliche Glaswand verknüpfte Projektion ein Bild von unzulänglicher Helligkeit liefert. Um diesem Nachteil zu begegnen, hat man vorgeschlagen, das Bild von der der Kathode zugekehrten Seite eines Fluoreszenzschirmes zu projizieren, was aber, da in diesem Fall der Schirm schräg angeordnet werden muss, eine beträchtliche Verwicklung der Röhrenbauart herbeiführt.
Man hat hiebei auch bereits vorgeschlagen, den Schirm trotzdem ganz senkrecht zu der Entladungsstrecke anzuordnen und dann das Bild in der Richtung der Röhrenachse von der Anode nach der Kathode zu projizieren. In diesem Falle ist aber ein solch umständliches und umfangreiches Linsensystem erforderlich, dass auch diese Anordnung bedeutende bauliche Schwierigkeiten mit sich bringt.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung kann man, trotzdem zweckmässig ein metallener und also undurchsichtiger Schirm benutzt wird, durch einfache Projektion in der Richtung der Röhrenachse ein vergrössertes Bild erhalten, dessen Helligkeit erheblich grösser als die der bisher bekannten Bilder ist. Infolge der sehr geringen Dicke des Auffangschirmes ist das Bild auch auf der Rückseite des Schirmes hinreichend scharf.
Die Erfindung eignet sich auch vorteilhaft zur Anwendung auf dem Gebiete der Erzeugung farbiger Bilder. Dank der grossen Helligkeit des Bildes und der bequemen Projektionsart kann man nämlich durch Anordnung eines Farbenfilters zwischen der Kathodenstrahlenröhre und dem Schirm, auf dem das vergrösserte Bild geformt wird, bestimmte Teile des Spektrums absorbieren, ohne dass die Bildhelligkeit unzulässig herabgesetzt wird. Durch Verwendung mehrerer Röhren mit verschiedenen Farbenfiltern, deren Bilder aufeinander projiziert werden, kann man dann farbige Bilder in entsprechender Weise zusammensetzen, wie man dies für die Herstellung von Farbenfilmen bereits vorgeschlagen hat.
Es ist dabei wichtig, dass im ursprünglichen Bild sämtliche Farben vorhanden sind, was im Gegensatz zu mit Fluoreszenzschirmen versehenen Röhren bei Röhren nach der Erfindung ohne weiteres zutrifft.
Bei Erzeugung solcher farbiger Bilder braucht man nicht, wie oben auseinandergesetzt worden ist, von mehreren z. B. nebeneinander angeordneten Röhren auszugehen, deren Bilder mittels verschiedener Filter projiziert werden. Man kann vielmehr auch eine einzige Röhre verwenden, deren Bild mehrmals nacheinander mit verschiedenen Filtern projiziert wird.
Die Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnung, in der Fig. 1 eine Kathodenstrahlenröhre nach der Erfindung schematisch darstellt, während Fig. 2 eine Ausführungsform des Schirmes zeigt, näher erläutert.
In Fig. 1 ist 1 die Wand der Röhre, in der eine direkt erhitzte Kathode 2 angeordnet ist. Die Röhre enthält weiter eine Richtelektrode 3, eine Anode 4 und Ablenksysteme 5 und 6. Es versteht sich, dass die elektronen-optischen Systeme der jeweiligen Verwendung für bestimmte Zwecke angepasst werden können. Auch können zur Ablenkung des Bündels Magnetfelder benutzt werden. Weiter enthält die Röhre einen Schirm 7, der z. B. aus einer dünnen Wolframfolie mit einer Stärke von 6 ; je in einer Metallumrahmung bestehen kann. Hinter der Röhre befindet sich eine Linse 11, mittels welcher von dem auf dem Auffangschirm 7 erzeugten Bild ein vergrössertes optisches Bild auf den Schirm 10 geworfen wird.
Es ist klar, dass in der Projektionsrart verschiedene Änderungen möglich sind, insbesondere wenn das Verfahren nach der Erfindung bei der Herstellung von farbigen Bildern benutzt wird.
Fig. 2 zeigt einen Schirm für eine Röhre nach der Erfindung, der aus einer Anzahl auf einem Rahmen. 9 befestigter paralleler Drähte 8 besteht.
. PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kathodenstrahlenröhre, gekennzeichnet durch einen frei im Inneren der Röhre angeordneten, aus einem hochschmelzenden Metall, z. B. Wolfram oder Molybdän, von höchstens 0. 02 mm Dicke bestehenden Auffangschirm, der dazu geeignet ist, durch die auftreffenden Kathodenstrahlen punktweise zu heller Glut gebracht zu werden.