AT151868B - Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren. - Google Patents

Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren.

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AT151868B
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  • Electrical Control Of Air Or Fuel Supplied To Internal-Combustion Engine (AREA)
  • High-Pressure Fuel Injection Pump Control (AREA)

Description


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  Einrichtung zum Anlassen von   Brennkruttmaschinen,     insbesondere von Einspritzdieselmotoren.   



   Die Erfindung betrifft eine zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere Einspritzdieselmotoren dienende Einrichtung, bei der vor Inbetriebsetzung Brennstoff durch Wärmezufuhr in einen den Anlauf des Motors erleichternden Zustand gebracht wird. Zur Vorbereitung des Anlassvorganges wird bei derartigen Maschinen zunächst der erforderliche Anlassbrennstoff beispielsweise bis zur Dampfbildung erwärmt, bevor z. B. der einen   Anlassmotor betreibende   elektrische Strom eingeschaltet oder   Anlassdruckluft   unmittelbar in eine Zylindergruppe oder in eine   Anlasshilfsmaschinr   eingelassen oder ein beliebiges anderes Anlaufhilfsmittel zum Ingangsetzen der Maschine herangezogen wird.

   Andernfalls wird, da der Brennstoff vor dem erwähnten Zeitpunkt noch kein   zündfähiges   Gemisch bilden kann, die Betriebsquelle für das Anlaufhilfs- 
 EMI1.1 
 gekommen ist. Anderseits kann, wenn die Heizvorrichtung für den Anlassbrennstoff zu lange betrieben wird, bevor die Brennkraftmaschine angeworfen wird, in den   Zuführungsleitungen   zu viel   zündfähiges  
Gemisch entstehen, das beim Anwerfen der Maschine zu unvollkommener Verbrennung oder zu Rückzündungen Anlass geben kann. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Ingangsetzen der Maschine dem Belieben des Fahrers zu entziehen und damit die Gewähr dafür zu schaffen, dass die Anlaufhilfsvorrichtung erst eingeschaltet werden kann, wenn gerade die zur Bildung eines   zrindfähigen   Gemisches   erforderliche   Brennstoffmenge erwärmt bzw. verdampft worden ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das zum Ingangsetzen der Brennkraftmaschine dienende Anlaufhilfsmittel durch ein selbsttätig durch die Wärmewirkung des zur Aufbereitung des Anlassbrennstoffes dienenden Heizmittels beeinflusstes Verstellglied gesteuert wird. 



   Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 ein Schaltbild und Fig. 2 eine Schalteinrichtung, die in Fig. 3 in Pfeilrichtung gesehen im Schnitt nach Linie   111-111   dargestellt ist. Fig. 4 zeigt eine etwas andere Ausführungsform der in Fig. 3 dargestellten Schalteinrichtung. 



   In die Luftzuführungsleitung L einer Brennkraftmaschine M ist ein mit einem Vorratsbehälter 12 für den Anlassbrennstoff verbundenes Heizrohr 10 eingeführt, das über eine an eine   Anschlussklemme     1fj   geführte Leitung   17,   eine Taste T und eine weitere Leitung 15 mit dem einen Pol einer Stromquelle 14 verbunden ist. Der andere Pol dieser Stromquelle ist ebenso wie die Mündung 11 des Heizrohres mit der Masse der Maschine elektrisch leitend verbunden. In der   Nähe   des Heizrohres 10 ist an der   Anschluss-   klemme 16 ein Bimetallstreifen 21 angebracht, der mit einem Kontakt 22 versehen ist. Dieser arbeitet mit einem die   Stromzuführungsleitung     23 eines   Anlassmotors   J-beherrschenden   Gegenkontakt 24 zusammen.

   Der Anlassmotor ist in üblicher Weise mit einem Ritzel R versehen, das bei   Stromschluss   in einen auf dem Schwungrad S der Maschine angebrachten Zahnkranz Z einspurt. 



   Die Einrichtung arbeitet wie folgt : Wenn die Taste T geschlossen wird, erwärmt sich die als Heizwiderstand dienende Wandung des Heizrohres   10,   und der dabei sich entwickelnde Brennstoffdampf strömt aus der   Mündung   11 in die Luftzuführungsleitung L des Motors M. Gleichzeitig wird 
 EMI1.2 
 nähert und diesen schliesslich berührt. Dadurch wird ein weiterer, über die Leitung 2-3 und den Anlass-   motor J.   führender Stromkreis geschlossen, das Ritzel R kommt in Eingriff mit dem Zahnkranz Z, und die   Brennkraftmasehine   wird angeworfen.

   Für diesen Anlassvorgang wird nur geringe Zeit benötigt 

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 EMI2.1 
 maschine nach einem kurzen Aufenthalt oder bei warmem Wetter unmittelbar anlassen zu können, ist eine durch eine weitere Schalttaste T'beherrschte Zweigleitung 18 vorgesehen, die die Leitungen 15 und 23 unmittelbar, d.   h.   unter Umgehung der Taste T und des   Wärmesehalters. M, 22, 24 miteinander   verbindet. 



   Bei der in Fig. 2 und 3 dargestellten Schaltvorrichtung sind die Betätigungsmittel T   und T"   sowie der   Wärmesehalter   zu einem einheitlichen Bauteil vereinigt, der leicht in unmittelbarer Nähe der übrigen Schalt-und Bedienungseinrichtungen der   Brennkraftmasehine   bzw. des von ihr angetriebenen Fahrzeuges untergebracht werden kann. Bei dieser Schaltvorrichtung wird der   Wärmeschalter   nicht wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 durch die vom Heizrohr entwickelte Wärme beeinflusst, sondern unmittelbar durch den Heizstrom. Hiebei kann durch zweckentsprechende Bemessung des für die   Entwicklung der Stromwärme   massgebenden elektrischen Widerstandes erreicht werden, dass die
Temperatur am Verstellglied niedriger ist als die an der Heizvorriehtung.

   Hiedureh wird der weitere
Vorteil gewonnen, dass die bis zum Einschalten des Anlassers verstreichende ,,Vorheizzeit" abhängig von der Aussentemperatur ist dergestalt, dass entsprechend den praktisch vorliegenden Erfordernissen der Anlasser bei warmem Wetter früher eingeschaltet wird, als bei niedrigen Wintertemperaturen. 



   An zwei auf einer Grundplatte 25 angebrachten Metallsoekeln 26 und 27, von denen der letztere mit einer zum Anschluss der Leitung 17 dienenden Klemme 28 versehen ist, ist ein mit einem   Kontakt. 32   versehener U-förmiger Bimetallstreifen   31   angebracht. Dem Kontakt. 32 gegenüber ist auf einer
Schwinge.   30   ein   Gegenkontakt-M angebracht.   Die Schwinge.   30   ist auf einer Achse. 36, die an einem mit der Stromzuführungsleitung   23   zu verbindenden   Kontaktstreifen. 35 angebracht   ist, mit so viel
Reibung gelagert, dass sie erst nach Erreichen eines ausreichenden   Kontaktdruckes   den Bewegungen des Bimetallstreifens 31 nachgeben kann.

   An einem an der Schwinge angebrachten und das freie Ende des Bimetallstreifens übergreifenden Bügel. 37' ist eine   Ansehlagschraube 38   mit einem Isolierstück. 39 angebracht. Auf der Grundplatte ist weiterhin ein mit der   Stromzufuhrungsleitung   15 zu verbindender
Kontaktstreifen 40 angebracht, der wahlweise, entweder durch eine Kontaktfeder 41 mit dem Metall- sockel 26 oder durch eine am   Kontaktstreifen. 3o angebrachte   Kontaktfeder 42 mit der Leitung 2. 3 verbunden werden kann. Die Federn   41   und 42 übergreifen mit geringem Abstand den Kontaktstreifen   40   und können zur Herstellung der elektrischen Verbindung durch (nicht gezeichnete) Druckknöpfe auf den Streifen 40 niedergedrückt werden. 



   Wird die Feder 41 niedergedrückt, so fliesst durch die beiden Schenkel des Bimetallstreifens 31 
 EMI2.2 
 wickelnde Brennstoffdampf gelangt aus der Mündung 11 in die Luftzuführungsleitung L der Maschine JI. 



  Gleichzeitig erwärmt sieh der als Stromwiderstand dienende Bimetallstreifen und nähert sieh dabei dem   Gegenkontakt-34. Schliesslich berührt   er mit dem Kontakt. 32 diesen Gegenkontakt und stellt damit eine Stromverbindung mit der Leitung 2. 3 und dem   Anlassmotor i   her, dessen Ritzel R   nunmehr   auf dem Zahnkranz Z zum Eingriff kommt und die Maschine M antreibt. Dem unter dem Einfluss der weiteren Erwärmung sieh noch weiter gegen die Grundplatte neigenden Bimetallstreifen kann der auf der Wippe 30 angebrachte Gegenkontakt. 34 folgen.

   Daher wird, sobald das auf die Kontaktfeder 41 einwirkende Betätigungsglied, nachdem die Brennkraftmaschine ordnungsmässig zu arbeiten beginnt, freigegeben und der   Heiz-und   Anlassstrom damit unterbrochen wird, schon bei der geringsten, infolge der nunmehr erfolgenden Abkühlung des Bimetallstreifens einsetzenden Rückbewegung des   Kontaktes. 3 : 2   der Strom zum   Anlassmotor i unterbrochen.   Sollte daher unmittelbar nach dem vorstehend beschriebenen Anlassvorgang, beispielsweise infolge einer in der Brennstofförderung aufgetretenen Unregelmässigkeit, die Brennstoffmaschine zunächst wieder zum Stillstand kommen, so kann sogleich durch erneutes Niederdrücken der Kontaktfeder   41   neuer Brennstoffdampf im Heizrohr 10 erzeugt werden, bevor der Anlassmotor   L ill   Betrieb kommt.

   Wäre dagegen der Gegenkontakt. 34 fest angeordnet, so würde der Anlassstromkreis zu dem soeben betrachteten Zeitpunkt noch nicht unterbrochen sein ; der Anlassmotor würde also schon beim Niederdrücken der Kontaktfeder   41   anspringen, ohne dass vorher wieder eine das Anlaufen der Brennkraftmaschine erleichternde Brennstoffdampfmenge bereitgestellt werden könnte. Im Verlaufe der nach Freigabe der Kontaktfeder 41 erfolgenden Rückbewegung 
 EMI2.3 
 stellung zurück. Durch die Schraube 38 kann die Wegstrecke, die der Kontakt. 32 bis zum Auftreffen auf den Gegenkontakt 34 zurücklegen muss, eingestellt und damit auch die Zeit, während derer das Heizrohr 10 vor dem Anspringen des Anlassmotors erwärmt wird, den Erfordernissen angepasst werden. 



  Die weitere Kontaktfeder 42 dient dem gleichen Zweck wie die in Fig. 1 dargestellte Taste T'. 



   Das   Ausführungsbeispiel   der Fig. 4 unterscheidet sich von dem der Fig. 3 lediglich dadurch, dass der Gegenkontakt 34 fest auf dem   Kontaktstreifen 35 angebraeht   und die   Anschlagsehraube : 3S   in einen an der Grundplatte 25 befestigten Bügel 4-3 eingesetzt ist, während der Kontakt   32   an einem 
 EMI2.4 
 des Hebels eine dem erforderlichen Kontaktdruck entsprechende Reibungskraft erforderlich ist. Die Wirkungsweise ist die gleiche wie die des vorher beschriebenen Ausführungsbeispiels. 

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    Selbstverständlich kann in der Nähe des Bimetallstreifens- oder eines entsprechenden Verstellgliedes in an sich bekannter Weise ein besonderer Heizwiderstand angeordnet werden, der während des Anlassvorganges von dem auf das Heizrohr 10 einwirkenden Heizstrom durchflossen wird. 



  Sofern zum Anlassen nicht der elektrische Strom, sondern ein anderes Anlaufhilfsmittel, z. B. 



  Druckluft, benutzt wird, muss an Stelle der Kontakteinrichtung in den Weg dieses Hilfsmittels ein Ventil eingeschaltet werden, das durch ein dem Bimetallstreifen : J1 entsprechendes Verstellglied geöffnet wird, sobald dieses unter dem Einfluss der Heizwärme seine Lage ändert. 



  PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmasehinen, insbesondere Einspritzdieselmotoren, bei der vor Inbetriebsetzung Brennstoff durch Wärmezufuhr in einen den Anlauf des Motors erleichternden Zustand gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass das zum Ingangsetzen der Brennkraftmaschine dienende Anlaufhilfsmittel durch ein selbsttätig durch die Wärmewirkung des zur Aufbereitung des Anlassbrennstoffes dienenden Heizmittels beeinflusstes Verstellglied gesteuert wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch l, bei welcher der Anlassbrennstoff durch elektrischen Strom erwärmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass in die zur Heizvorrichtung für den Anlassbrennstoff führende Leitung ein Heizwiderstand zur Erzeugung einer das Steuerglied beeinflussenden Wärmewirkung eingeschaltet ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Heizwiderstand das mit dem Steuerglied verbundene Verstellglied selbst dient.
    4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass das auf das Anlaufhilfsmittel einwirkende Steuerglied (. mittels eines gegenüber dem Verstellglied (, 'l) unter Überwindung einer Reibungskraft beweglichen Teil (44) mit dem auf Temperaturänderungen ansprechenden Verstellglied verbunden ist, dergestalt, dass dieses sich, nachdem das Steuerglied EMI3.1 ausdehnen und trotzdem schon auf dem ersten Teil seiner nach Aufhören der Wärmezufuhr eintretenden Rückkehrbewegung das Steuerglied in eine Lage mitnehmen kann, bei der der Durchgang des Anlaufhilfsmittels unterbrochen wird (Fig. 4).
    EMI3.2 gliedes (32) ein Anschlag (S) angeordnet ist, durch den das Steuerglied bei seiner durch das Abschalten der Heizvorrichtung veranlassten Rückkehrbewegung festgehalten und während deren weiteren Verlauf in seine Ausgangslage gegenüber dem Verstellglied gerückt wird (Fig. 4).
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, bei der die Heizvorrichtung und ein zum Anlassen dienender Motor elektrisch betätigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der mit den Stromführungswegen verbundene Gegenkontakt 34) derart beweglich gelagert ist, dass er nach dem Schliessen des Anlaufstromkrrises unter Überwindung einer Reibungskraft den Bewegungen des Steuergliedes folgen kann, und dass mit diesem Gegenkontakt ein in der Bewegungsbahn des Verstellgliedes angeordneter Anschlag (39) verbunden ist, durch den der Gegenkontakt bei der nach dem Aufhören der Wärmezufuhr eintretenden Rückkehrbewegung des Steuergliedes in seine Ausgangsstellung bewegt wird (Fig. 2 und 3).
    7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag ,-) einstellbar ist.
    8. Einrichtung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass der aus dem Verstellglied (. ) und den Kontakten ,. 34) bestehende Wärmeschalter, ein zur Inbetriebnahme der Heizvorrichtung dienendes Einschaltglied (41) sowie ein zur unmittelbaren Freigabe des Anlaufhilfsmittels dienendes Schaltglied (42) zu einem zusammenhängenden Bauteil vereinigt sind.
AT151868D 1936-05-08 1937-04-21 Einrichtung zum Anlassen von Brennkraftmaschinen, insbesondere von Einspritzdieselmotoren. AT151868B (de)

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