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Spritzgerät.
Mit der Erfindung wird angestrebt, die Stefterteile wirken ; vor der schädlichen Einwirkung des
Spritzstoffes bei solchen Spritzgeräten zu schützen, die mit Druckluft oder einem andern gasförmigen
Medium betrieben werden und dazu dienen, den Spritzstoff, wie beispielsweise Farben, Lacke u. dgl. auf Flächen und Körper aufzutragen.
Selbst gut gehärtete Steuerteile nutzen sich unter dem schädlichen Einfluss der zwischen sie gelangten Masseteile verhältnismässig rasch ab, so dass häufig Reparaturen und Auswechslungen der
Steuerteile notwendig werden.
Dieser Verschleiss tritt nicht immer gleichmässig ein, was zur Folge hat, dass beim Ausschwingen des Steuerhebels beispielsweise die Ventile für die Druckluft und die zu zerstäubende Masse nicht im richtigen gegenseitigen Verhältnis bewegt werden und sich somit das Auftragen der Masse mangelhaft vollzieht.
Versuche, die Steuerteile vor den schädlichen Einwirkungen der mit dem Apparat auf- zutragenden Massen dadurch zu schützen, dass sie in einem abschliessbare Raum angeordnet wurden, konnten keine vollkommen befriedigenden Ergebnisse zeitigen, weil auch in solchen Fällen noch die Möglichkeit besteht, dass Masseteile, durch die vorhandenen Dichtungen in den Raum gelangen, in dem die Steuerteile arbeiten, zumal selbst anfänglich gut schliessende Dichtungen unter der Einwirkung der in ihnen geführten Apparatteile und der zu zerstäubenden Masse sehr bald mehr oder weniger undicht werden.
Ein wirksamer Schutz der Steuerteile gegen die schädlichen Einflüsse der Auftragmassen ist nur erzielbar, wenn innerhalb des Apparates Kräfte auftreten, die dem Eindringen der Massen entgegenwirken. Zu diesem Zwecke wird nach der Erfindung in dem Raum, in dem die Steuerteile geschützt untergebracht sind, Druckluft (Betriebduft) geleitet, die das Bestreben hat, durch etwa vorhandene Undichtheiten zu entweichen und so dem Eindringen von Verunreinigungen entgegenwirkt bzw. etwa zwischen die Undichtheiten gelangte Masseteile nach aussen mit fortreisst.
Im Grunde besteht die Erfindung darin, dass der allseitig dicht verschlossene Raum, in dem sich die Steuerteile befinden, durch eine Abzweigleitung mit der nach der Spritzdüse führenden Druckluftleitung verbunden ist und so in diesem Raum ein angemessener Überdruck erzeugt wird, der nicht zulässt, dass Verunreinigungen zwischen die Steuerteile gelangen.
Auf der Zeichnung Fig. 1 und 2 ist eine beispielsweise Ausführungsform des Spritzgerätes dargestellt. Es zeigen Fig. 1 das Spritzgerät von der Seite gesehen teils in Ansicht, teils im Schnitt und Fig. 2 eine Einzelheit der Lagerung des Handhebels in den Deckeln, welche den Steuerraum abschliessen.
Damit auch bei solchen Mal-und Spritzapparaten dem Verschleiss der Steuerteile vorgebeugt werden kann, bei denen bisher die Steuerteile ungeschützt lagen, wird nach der Erfindung im Bereiche der Steuerteile ein vorteilhaft kreisförmiger Hohlraum b angebracht, der beiderseitig durch Deckel d verschlossen wird, die gleichzeitig als Lagerstelle für die Achse p (Fig. 1 und 2) dienen, an deren beiden Enden der gabelförmige Steuerhebel q befestigt wird, und die innerhalb des Hohlraumes b die Daumen 9, g'zum Bewegen der Ventilstange :./)'trägt. Mit Hilfe von Gewinden, Schraubenbolzen od. dgl. kann die Befestigung der Deckel d am Apparat erfolgen. Weil die Achse p mit ihren Hubdaumen g, g'in den abnehmbaren Deckeln d gelagert ist, verursacht auch der Austausch dieser Bewegungsteile keine Schwierigkeiten.
Dazu genügt es, wenn der gabelförmige Steuerhebel q (Fig. 2) abgenommen wird.
Die beiderseitige Lagerung der Achse p in den Verschlussdeckeln ist von Wichtigkeit, weil der Gebraucher des Spritzgerätes dadurch gezwungen wird, vor der Benutzung des Gerätes den Steuer-
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raum durch Festlegen beider Deckel zu schliessen, denn ohne die aufgesetzten Deckel findet die Achse keinen Halt und kann das Spritzgerät nicht benutzt werden.
Diese Anordnung der Versehlussdeckel und ihre Verwendung als Lagerstellen für die Handhebelachse von Spritzgeräten ist nicht den Verschlussdeckeln vergleichbar, wie sie bei Gewehren einzig dazu verwendet worden sind, die Räume abzudecken, in denen die Schliessteile um frei ausladende Zapfen besonderer, am Gewehrschaft befestigter. Platten schwingen.
Die Druckluft gelangt durch eine entsprechend abgedrosselte Bohrung- ? aus dem Kanal.'3 in den Raum b ; eine weitere Bohrung kann in einem Teil des Luftventil angeordnet werden.
Selbstverständlich sind Vorkehrungen zu treffen, dass der Druck im Raum b nicht zu gross wird, was einfach dadurch zu erreichen ist, dass ein Überdruckventil oder eine einfache Abblasöffnung vor-
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nach dem Raum b geleitet wird. und da in diesem die Druckluft sieh in steter Bewegung befindet, wird das 01 über alle sich innerhalb des Raumes b befindlichen Steuerteile verbreitet, die so an ihren Berührungsstellen mit bewegten Teilen genügend mit Schmiermitteln versorgt werden.
Bei Apparaten mit hohler Ventilnadel für die zentrale Zuführung von Zerstäuberluft zur Düse wird nach der Erfindung die Druckluft dem Raum b entnommen, so dass sich die Anwendung einer besonderen, nach der hohlen Ventilnadel führenden Druclduftleitung erübrigt. Hiezu ist nur nötig, die Ventilnadel k im Bereiche des Hohlraumes b mit einer seitlichen Lufteintrittsöffnung-4 zu versehen oder sie einfach in den Raum b ausmünden zu lassen.
Bei dem dargestellten Spritzgerät wird der Bewegungszusammenhang der Steuerwelle 1) mit dem Gestänge für das Luftventil h durch einen um den Zapfen i schwingenden zweiarmigen Hebel z hergestellt. Die Ventilstange h legt ich gegen einen kolbenartigen Schieber 0, der mit dem zweiarmigen Hebel n verbunden ist und in seiner Aufwärtsbewegung durch eine Stellschraube l'derart begrenzt wird, dass je nach ihrer Einstellung das Luftventil h durch die Fedpr t überhaupt nicht vollständig geschlossen werden kann, somit der Apparat beispielsweise durch erhitzte Betriebsluft dauernd warm gehalten wird.
Ferner kann die Einstellung so erfolgen, dass beim Anziehen des Steuerhebels q zunächst das Luftventil h und erst später das Masseventil geöffnet wird oder es können auch beide Ventile zu gleicher Zeit geöffnet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Spritzgerät zum Auftragen von Farben u. dgl. Massen auf Körper und Flächen mit in einem allseitig verschlossenen Raum angeordneten, die Gestänge für das Luft-und das Farbreglerventil bewegenden Steuerteilen, dadurch gekennzeichnet, dass von der nach der Spritzdüse fÜhrenden Druckluftleitung (2) eine Abzweigleitung nach dem Raume (b) führt, in dem sich die Steuerteile befinden.