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Hydraulisch betätigte Reibungskupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Es sind hydraulisch betätigte Reibungskupplungen, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bekannt, welche infolge ihrer besonderen Ausbildung sehr schnell auf die Drueksteigerung im Leitungsnetz, das zu ihrer Bedienung vorgesehen ist, ansprechen. Die Erfindung bezweckt, den Kupplungsvorgang weicher zu gestalten und ein allmähliches und sanftes Einkuppeln zu gewährleisten.
Zum Zweck des sanften Einkuppelns ist es bekannt, eine Dämpfung der Kupplungsbewegung durch Einschalten eines Windkessels in die von der Pumpe zur Kupplung führende Druekleitung und durch Einbau von Drosselvorrichtungen in die Druckleitung herbeizuführen. Es ist weiterhin bekannt, das Ein- und Ausrücken der Kupplung zugleich mit der Betätigung des Gashebels in der Weise zu bewirken, dass beim Betätigen des Gashebels die Kupplung eingerückt und bei der Rückkehr des Gashebels in die Ruhestellung ausgerückt wird.
Die Erfindung, die sich auf hydraulisch betätigte Reibungskupplungen dieser Art bezieht, geht von der Erkenntnis aus, dass ausser einem schnellen Auffüllen des Windkessels bei Ruhestellung des Gashebels zur Erzielung eines stets gleichmässig sanften Einkuppelns die Anpassung des Kupplungsvorganges an die verschiedenartigen Betätigungen des Gashebels notwendig ist.
Diese doppelte Wirkung wird dadurch erzielt, dass bei der Ruhestellung des Gashebels ein aus drei einzelnen Durchlässen gebildeter grosser Durchlass zur Füllung des Windkessels geöffnet wird, das Ventil zur Regelung des Durchlasses beim anfänglichen Niedertreten des Gashebels aber so verschoben wird, dass die erste dieser drei Öffnungen den Windkessel ständig mit der Kupplung verbindet, während die beiden andern die Verbindung des Windkessels mit der Pumpe aufrechterhalten und so eine ausreichende Füllung des Windkessels gewährleisten. Bei weiterem Niedertreten bzw. bei übertrieben schnellem Niedertreten des Gashebels wird die zweite Öffnung geschlossen und durch die dritte Öffnung der Druck im Windkessel soweit aufrechterhalten, als zum Eingerückthalten der Kupplung notwendig ist.
Bei übermässig schnellem Niedertreten des Gashebels wird aber die Drucksteigerung im Windkessel infolge des geringen Querschnittes der dritten Öffnung so weit verzögert, dass die Einkupplung bei allen Betriebsverhältnissen sanft erfolgt. Infolge der Bemessung der Querschnitte der zweiten und dritten Durehlassöffnung ist das den Durchlass zwischen Pumpe, Windkessel und Reibungskupplung regelnde Ventil der durch die Temperaturänderung bedingten Zähigkeitsänderung des Öles angepasst.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Einrichtung im Längsschnitt in drei verschiedenen Arbeitsstellungen des als Steuerschieber ausgebildeten Ventils zur Regelung des Flüssigkeitsdurchlasses zwischen Pumpe, Windkessel und Reibungskupplung dargestellt.
Fig. l zeigt die Einrichtung bei ausgekuppeltem Zustand und Fig. 2 bei gekuppeltem Zustand im Leerlauf der Antriebsmasehine, während Fig. 3 die Einrichtung im gekuppelten Zustand bei Schnelllauf der Antriebsmaschine bzw. Pumpe zeigt.
Die Ölpumpe 1 fördert das aus dem Ölsammelbehälter 2 entnommene Öl über die Rohrleitung 3 in den Steuerzylinder 4, der unter Zuhilfenahme des aus den zusammenhängenden Kolben 5, 5', 5" gebildeten Steuerschiebers in Kammern 6 und 7 unterteilt ist. Vom Steuerzylinder führen anderseits drei im Durchmesser verschieden grosse Durchflussöffnungen 8, 9, 10 zu einem Druckwindkessel 11, in welchem das Öl unter Druck gespeichert und zur Durchführung des Kupplungsvorganges, nach entsprechender Verschiebung des Steuerschiebers, nur über die Durchflussöffnung 10, die Kammer 7
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Fig. 1 zeigt die Stellung des Steuerschiebers beim Anlassen des Fahrzeugmotors, also bei Leerlauf bzw. niedrigster Drehzahl der Pumpe. Dabei wird das Öl über sämtliche drei Durchflussöffnungen dem Windkessel zugeführt.
Bei kaltem Öl, das unter einem Druck von 5 alü gespeichert werden kann, hat dies den Vorteil schnellster Füllung, so dass eine Kupplung schon nach wenigen Sekunden durchgeführt werden kann.
Dies erfolgt durch Verschieben des Steuerschiebers in die Lage nach Fig. 2, wobei sieh der Inhalt des
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Masse statt, was für den Kupplungsvorgang jedoch ohne Bedeutung ist.
Bei warmem 01 lässt sich bei Leerlauf des Motors (entsprechend Fig. 1) im Windkessel eine zur Durchführung der Kupplung genügende Menge Öl nicht erreichen, weil die Pumpe bei niedriger Drehzahl nicht genügend Druck gibt. Durch gleichzeitiges Gasgeben, also Erhöhung der Drehzahl der Pumpe, erfolgt aber noch während des Kupplungsvorganges eine Auffüllung des Windkessels unter höherem Druck, wodurch die Kupplung erreicht wird.
Um zu verhindern, dass bei zu vielem Gasgeben seitens des Fahrers, d. h. bei zu starker Erhöhung der Drehzahl der Pumpe, der Druck im Windkessel während des Kupplungsvorganges übermässig schnell und hoch ansteigt, wodurch sich ein hartes Kuppeln ergeben würde, wird, wie Fig. 3 zeigt, bei einer entsprechenden Gasstellung ein Teil, nämlich die Durchflussöffnung 9, der zum Windkessel führenden Durchlässe durch den Kolben 5'abgesperrt. Dieser Vorgang erfolgt selbsttätig in Abhängigkeit vom Gashebel.
Die drei Durchlassöffnungen können je auch mehrfach vorhanden sein, so dass statt jeder einzelnen Durchlassöffnung jeweils deren Gruppe wirkt.
Um das Bild klarer zu halten, ist eine zeichnerische Darstellung der selbstverständlich erforderlichen Sicherheitsventile nicht erfolgt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hydraulisch betätigte Reibungskupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einem im Schwungrad der Kupplung vorgesehenen, durch ein bewegliches Glied abgeschlossenen Hohlraum, dem die DruckflüssigkEit von einer Pumpe unter Zwischenschaltung eines Windkessels zugeleitet wird, gekennzeichnet durch ein mit drei Durchflussöffnungen (10, 9, 8) bzw.
Gruppen von solchen versehenes, zur Regelung des Zuflusses des Druckmittels zum Windkessel und zum Hohlraum der Kupplung bestimmtes Ventil, dessen Öffnungen durch den Fahrer derart beeinflusst werden, dass sie in der Ruhestellung des Gashebels die Pumpe mit dem der Speicherung der Druckflüssigkeit dienenden Windkessel verbinden, wogegen bei leichtem Niedertreten des Gashebels die erste Durchlassöffnung (10) den Windkessel (11) mit der Kupplung verbindet und bei weiterem Niedertreten des Gashebels die zweite Öffnung (9) vollständig geschlossen wird.