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Über Felder od. dgl. zu führender Insektenfänger mit Fangnetz.
In der Landwirtschaft sind zum Fangen der schädlichen Insekten auf Feldern, besonders solchen mit Pflanzenreihen, bereits handtragbare oder fahrbare, über die Felder zu führende Geräte mit auf einem Traggestell aufgehängten längs-oder qu ergerichteten Fangtrogen oder-rinnen bekannt, welche beim Fortbewegen des Gerätes die Pflanzen durch Anstossen an dem unteren Teil ihrer Stengel schütteln und die hiebei von den Pflanzen herabfallenden Insekten auffangen, worauf die gefüllten Fangtröge entleert und die Insekten getötet werden. Auch sind gleicherweise wirkende Insektenfänger mit an einem z. B. tragbaren, beim Führen uberquerstehenden Mündungsbreitrahmen angeschlossenen Fangnetz bekannt.
Die Erfindung betrifft solche fahr-oder tragbare Insektenfänger der letztgenannten Art und besteht dem Wesen nach darin, dass am Breitrahmen des z. B. abstreifbar angeschlossenen Fangnetzes entlang seiner Unterleiste ein vor und in das Netz reichender, nach hinten abfallender Querboden, z. B. mit Mittelstufe, befestigt ist, durch den die Insekten von den Pflanzen abgeschüttelt und sodann in das Netz geleitet werden. Die Oberleiste des Breitrahmens kann erfindungsgemäss zwecks Regelung der Rahmenweite höhenverstellbar eingerichtet sein.
Ferner können erfindungsgemäss an der Breitrahmenunterleiste eine Trag-und Schutzplatte für das Netz und an der Breitrahmenoberleiste nach hinten gerichtete Blattfedern zum Offenhalten des Netzes und allenfalls eine nach vorne ansteigende Leitplatte für die fliegenden und springenden Insekten befestigt werden.
Der Insektenfänger gemäss der Erfindung kann mit geringem Gewicht ausgeführt und somit sehr rasch, fast im Laufschritt, vorwärtsgezogen werden, wobei das Netz als ein Schmetterlingsnetz wirkt und bei Verwendung der oben erwähntenAnstoss-und Leitorgane nicht nur die kriechenden und springenden, sondern auch die schnellfliegenden Insekten mit Sicherheit auffängt. Er kann auch bekannterweise mit einem mittleren Einspurfahrgestell und erfindungsgemäss beiderseits mit freitragend angeordneten und bei Transport bzw. bei Nichtgebrauch rückwärts klappbar angelenkten Breitrahmen samt Fangnetzen ausgestattet sein, wodurch ein Zertreten und Zerstampfen in erheblichem Masse herabgesetzt ist. Das mit Insekten gefüllte Netz kann leicht abgestreift und gegen ein leeres Netz sehr schnell ausgewechselt werden.
In der Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungen eines Insektenfängers gemäss der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1, 2 die eine Ausführung in Vorderansicht und Draufsicht, Fig. 3 einen Schnitt durch den Fangnetzbreitrahmen in grösserem Massstabe und Fig. 4 eine abgeänderte Ausführung in Vorderansicht.
Laut Fig. 1 und 2 ist ein einziges Mittellaufrad 1 vorgesehen, dessen Welle 2 in einem Traggestell 3 z. B. aus Profileisen gelagert ist. Das Gestell 3 trägt die aufwärtsragenden Schienen")', auf welchen beiderseits die freitragend angeordneten Fangnetzbreitrahmen in der Höhenrichtung verstellbar befestigt sind. Jeder Breitrahmen besteht aus waagrechten Unter- und Oberleisten 4, 5 und Stehleisten 6, 7, die z. B. von U-, T-Stäben oder Rundstäben oder Rohren gebildet sind, wobei es in lotrechter Richtung durch Stäbe oder Rohre 8 versteift sein kann. Zur waagrechten Versteifung können Spanndrähte 9, 10 oder Rohre verwendet werden. Die Oberleiste 4 kann gegenüber der Unterleiste 5 an den Stehleisten 6, 7 und den Schienen 3'in der Höhenrichtung verstellt werden.
Entlang der Unterleiste 5 ist ein nach hinten abfallender, aus Platten 11,/t bestehender Querboden mit Mittelstufe 111 befestigt. Die Oberleiste 4 trägt die nach vorne ansteigende Anschlag-und Leitplatte 12, deren Neigungswinkel zweckmässig eingestellt werden kann. Auf dem Breitrahmen ist
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das Fangnetz 13 nach hinten abstreifbar befestigt, z. B. durch eine Schnur angebunden. Das Netz besteht aus einem Gewebe, das die einströmende Luft beim Fortschreiten des Apparates durchlässt.
Es ruht oben an einer oder mehreren, an der Oberleiste 4 befestigten Blattfedern 14 auf und ist unten durch eine an der Unterleiste 5 befestigte Schutzplatte 15 abgedeckt. Am Gestell 3 sind vorne die zum Anspannen eines Pferdes dienenden Zugstangen und'hinten die mit Handgriffen versehenen Haltestangen 19 vorgesehen.
Die Gebrauchs-und Wirkungsweise ist folgende :
Zunächst stellt man die Höhenlage des Breitrahmens und mittels der Oberleiste 4 die Öffnung des Fangnetzes ein und lässt dann den Fänger durch das angespannte Pferd über das Raps-, Luzernenod. dgl. Feld, etw. a im Laufschritt, streichen. Beim Fortbewegen werden die Pflanzen durch die stumpfe Nase der Platte 11 angestossen, so dass die auf den Pflanzen befindlichen Insekten auf diese Platte herabfallen, entlang dieser heruntergleiten, bei der Mittelstufe 111 herunterfallen und schliesslich entlang der Platte 112 in das Netz 13 gelangen, welches durch die Feder 14 offengehalten und geschüttelt wird. Die fliegenden Schädlinge stossen gegen die Anschlagplatte 12 und gelangen dabei gleichfalls in das Netz 13.
Die in das Netz geratenen Insekten fallen in den herabhängenden, lose geschlossenen Teil des Netzes hinein und können aus diesem nicht mehr entfliehen. Nachdem die Pflanzen nur gestreift werden und somit in das Netz fast keine Blätter gelangen, so füllt sich das Netz erst nach längerer Betriebsdauer. Das gefüllte Netz wird nach Lösen der Bandschnur vom Breitrahmen rasch herabgezogen und mit zusammengehaltener Öffnung in ein z. B. mit Schwefelkohlenstoff gefülltes
Gefäss hineingeworfen.
Nachdem die Breitrahmen beiderseits um etwa 2 bis 4 1n hinausragen, so sind diese an dem Fahr- gestell des Apparates rückwärts schwenkbar angelenkt, so dass sie beim Transport bzw. Nichtgebrauch seitlich wenig Raum einnehmen. Diese Ausführung zeigt Fig. 4, wo die Schienen. 3' durch Rohre 16 ersetzt sind, auf welchen die Breitrahmen mittels Ösen 17 gelenkig aufgesetzt sind, so dass die Rahmen nach hinten verschwenkt werden können. Das Ausspreitzen in Arbeitsstellung kann mittels Drähte 9 und 10 oder Rohre erfolgen.
Der Breitrahmen kann mit seiner Unterleiste 5 am Fahrgestell queraxial verdrehbar gelagert sein, um den Neigungswinkel der durch die Leiste 5 getragenen Platte 11 einstellen zu können.
Das Gerät gemäss der Erfindung eignet sich zum Fangen von auf landwirtschaftlichen Pflanzen befindliehen fliegenden oder kriechenden Schädlingen aller Art, wie z. B. von Glanzkäfern, Rapskäfern, Luzernenwanzen, Blumenwanzen, Fliegen, Grashüpfern, Heuschrecken usw.
Das Schleppen kann durch tierische oder menschliche Kraft erfolgen. An Stelle des gezeigten einspurigen Fahrgestells kann naturgemäss auch ein übliches zweispuriges Fahrgestell verwendet werden.
Das Gerät kann aber auch ohne Fahrgestell für Handantrieb ausgebildet sein, derart, dass am Breitrahmen oder Querboden beiderends Handgriffe für je einen Arbeiter vorgesehen sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Über Felder od. dgl. zu führender Insektenfänger, mit an einem z. B. tragbaren, beim Führen überquerstehenden Mündungsbreitrahmen angeschlossenen Fangnetz, dadurch gekennzeichnet, dass am Breitrahmen (4-7) des z. B. abstreifbar angeschlossenen Fangnetzes (13) entlang seiner Unterleiste (5) ein vor und in das Netz reichender, nach hinten abfallender Querboden (11, 112) z. B. mit Mittelstufe (111), befestigt ist, durch den die Insekten von den Pflanzen abgeschüttelt und sodann in das Netz geleitet werden.