AT149946B - Verfahren zum maßgenauen Fertigbearbeiten von rohen Zahnradwerkstücken mit Innenverzahnung. - Google Patents

Verfahren zum maßgenauen Fertigbearbeiten von rohen Zahnradwerkstücken mit Innenverzahnung.

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AT149946B
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AT
Austria
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Eugen C L Nyari
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Eugen C L Nyari
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum massgenauen Fertigbearbeiten von rohen Zahnradwerkstücken mit Innen-   verzahnung.   



   Es ist bekannt, dass   Zahnräder   mit Innenverzahnung gegenüber Zahnrädern mit Aussenverzahnung bedeutende Vorteile aufweisen. Diese Vorteile konnten jedoch besonders bei Zahnrädern mit kleinen Abmessungen bisher nur ungenügend ausgenutzt werden. Der Grund dieses Umstandes liegt darin, dass die bisher übliche Herstellung von Zahnrädern mit Innenverzahnung durch Spanabnahme, wie Hobeln oder Räumen, einesteils kostspielig ist, andernteils bei denselben die bei aussenverzahnten Zahnrädern erreichbare Massgenauigkeit nicht erzielt werden konnte. 



   Auch sind Verfahren und Einrichtungen zum Fertigbearbeiten roh vorgearbeiteter Zahnräder mit Aussenverzahnung bekannt, bei welchen ein oder mehrere zwangläufig getriebene zahnräderförmige Werkzeuge so auf das Werkstück wirken, dass das   überschüssige   Material der zu bearbeitenden Flächen des Werkstückes durch die Kanten oder Flanken der Werkzeugzähne verteilt und weggedrückt wird oder ein mit Zähnen von gleichem Profil und Modul versehener Roller mit dem zu glättenden, sich drehenden Zahnrad unter Druck zum Eingriff gebracht und von diesem gedreht wird. 



   Es ist ein gemeinsames Kennzeichen dieser bekannten Verfahren bzw. Einrichtungen, dass das Hilfsmittel, durch das die nötige Kraft ausgeübt wird, selbst die massgenaue Form ist. Dieses als kraftausübendes Hilfsmittel und auch als massgenaue Form dienende Werkzeug wirkt ferner unmittelbar auf die Zähne selbst und steht mit diesen in bewegungsübertragendem Eingriff. Die Nachteile dieser Art der Bearbeitung liegen klar auf der Hand. Diesbezüglich sei darauf hingewiesen, dass das erwähnte Werkzeug einem bedeutenden Verschleiss bzw. Abnutzung unterworfen ist und, um massgenaue Stücke zu erhalten, oft ausgetauscht werden muss. 



   Die erwähnten Nachteile werden durch die Erfindung vermieden und somit können Zahnräder mit Innenverzahnung in einer den praktischen Anforderungen in jeder Hinsicht entsprechenden Weise hergestellt werden. Dies wird der Erfindung gemäss dadurch ermöglicht, dass die nicht massgenauen innenverzahnten Zahnräder, die z. B. durch Giessen in Dauerformen hergestellt wurden, durch nachtägliche Gestaltung ohne Spanabnahme mittels mittelbar bewirkter Deformierung auf die genauen Masse gebracht werden. Diese Gestaltung wird derart bewerkstelligt, dass das Material des Werkstückes von Stelle zu Stelle, zweckmässig rasch aufeinanderfolgenden Kräftewirkungen unterworfen wird, die eine dauernde Deformierung desselben verursachen. Bei dieser erfindungsgemässen Gestaltung wirkt die Kraft, durch die die Massgenauigkeit bewirkt wird, nicht unmittelbar auf die Zähne des Werkstückes.

   Es findet nämlich eine mittelbare Kraftausübung statt, indem ein nur zur Kraftaus- übung dienendes Werkzeug auf die äussere Fläche des die Zähne tragenden Teiles des Zahnrades wirkt, wobei das die massgenaue Form enthaltende Werkzeug als Stütze dient. Den vermittelnden Teil bildet das Material zwischen dem Fusskreis des Zahnrades und dem kraftausübenden Werkzeug. Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal besteht darin, dass zwischen dem Werkstück und dem Werkzeug, durch das die Kraft ausgeübt wird, kein zwangsweiser Eingriff verwendet wird. 



   Die z. B. in einer Dauerform gegossenen Zahnräder mit Innenverzahnung erhalten die Form des Kernes. Nach Entfernung des Kernes aber erleidet das Gussstück eine Schrumpfung, deren Mass dem Temperaturunterschied zwischen der Temperatur der Form bzw. Gussstückes und des Raumes entspricht. Da ferner die   Gussstücke   nicht bei stets derselben Temperatur aus der Form entnommen und sicher auch nicht gleichmässig abgekühlt werden, sind die einzelnen   Gussstücke   untereinander nicht massgenau.

   Die auf diese Weise entstehenden Ungenauigkeiten in den Massen der Gussstücke 

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 werden der Erfindung gemäss dadurch behoben, dass   die Gussstücke massgenau gestaltet werden, indem   man dieselben zweckmässig durch Walzen, Pressen von Stelle zu Stelle in   obbeschriebener   Weise dehnt bzw. streckt. Hiedurch werden die abweichenden   Masse   auf die genauen Masse gebracht. Da eine Bearbeitung mit spanabnehmenden Werkzeugen bei dem Verfahren gemäss der Erfindung nicht stattfindet, bleibt die sieh beim Giessen in Dauerformen stets bildende   sogenannte"Edelhaut" unbeschädigt   beibehalten.

   Diese   Edelhaut wird   sogar durch den erfindungsgemässen Druck und Dehnung noch verbessert, indem die Festigkeitseigenschaften des Materials günstig beeinflusst werden. 



   Nachdem bei dem Verfahren gemäss vorliegender Erfindung die Edelhaut nicht beschädigt wird und die Festigkeitseigenschaften des Gussstückes noch verbessert werden, wird bei Verwendung von Materialien minderer Qualität dennoch eine hochwertige Aussenhaut erhalten, so dass das Verfahren auch von diesem Standpunkt aus wirtschaftlicher ist, als die Verfahren, bei welchen die Herstellung der Zahnräder durch Spanabnahme erfolgt. 



   Zahnräder mit Innenverzahnung können als einfache Ringe bzw. Kränze mit Innenzähnen hergestellt werden und diese Ringe bzw. Kränze kann man dann in ein mit Nabe versehenes Gehäuse einsetzen oder an einen Flansch befestigen. Es ist aber auch   möglich,   den Zahnkranz mit der Nabe aus dem gleichen Material in einem Stück herzustellen. In diesem Fall würde das Walzen am Rand des Zahnkranzes nicht ausreichen, da der   hiedureh   bestrebten Dehnung die Seitenfläche widerstehen würde. Um die auf diese Weise entstehenden Nachteile zu vermeiden, wird die Seitenfläche ebenfalls gedehnt. 



   Durch das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung kann die Oberfläche, Profil und Teilung der Zähne ganz bis auf die Genauigkeit des benutzten Stützwerkzeuges gesteigert werden. Es sei noch bemerkt, dass mit dem erfindungsgemässen Verfahren innenverzahnte Zahnräder auch im Massenbetrieb mit der gleichen Genauigkeit hergestellt werden können. 



   Nachstehend werden zwei Durchführungsarten des Verfahrens gemäss der Erfindung an Hand der beiliegenden Zeichnung ausführlieh beschrieben. 
 EMI2.1 
 werkzeug b mit massgenaue Verzahnung aufgezogen bzw.   aufgepresst.   Die Bearbeitung erfolgt durch das Werkzeug   c,   das in einem gegebenen Zeitpunkt nur auf eine Stelle der   Umfangsfläehe   g des Werk-   stückkranzes   h, d. i. nur auf die Berührungslinie der beiden wirkt und nach Verlassen derselben auf die folgende Stelle bzw. Berührungslinie zur Wirkung kommt. Das Werkzeug c wirkt hiebei nicht unmittelbar auf die Zähne des Werkstückes a, sondern auf den Kranzteil h, welcher zwischen dem Fusskreis der Innenverzahnung und der   Umfangsfläche   des   Werkstückes a   vorhanden ist. 



   Mittels der Walze c wird der Kranz   A   des rohen Werkstückes a auf der äusseren   Umfangsfläche'/   durch Andrücken der Walze c auf die   Umfangsfläche   g des Werkstückes a so lange gewalzt, bis die Zähne des Werkstückes a. das   Mass   der Zähne des   Stützwerkzeuges b   erhalten haben, wonach das   Werkstück   a vom Stützwerkzeug b abgezogen werden kann. Auf diese Weise wird die Verzahnung   des Werkstückes a ohne Spanabnahme durch Druck und Dehnung   auf das genaue Mass der Verzahnung des   Stützwerkzeuges gebracht.   



   Gemäss Fig. 2 besteht das rohe Werkstück   A   aus einem innenverzahnten Kranz H und einer zentralen Nabe J, die durch eine radiale   Seitenfläche   F miteinander verbunden sind. Die Zähne des   Werkstückes J.   liegen z. B. schräg und es wird daher ein   Stützwerkzfug   B verwendet, dessen massgenaue Zähne gleichfalls   schräg liegen,   wobei die Stirnfläche E des Stützwerkzeuges B als Stütze für die   Seitenfläche   F des   Werkstückes. : 1   dient. Die Walze C wirkt auf die   Umfangsfläche   G und gleichzeitig die Walze   n   auf die   Seitenfläche   F.

   Durch die Walze C wird der Kranz   H   des   Werkstückes     1   in vorher beschriebener Weise bearbeitet. Mittels der Walze D wird der   Seitenfläche   F die nötige Dehnung erteilt. 



     Gewünschtenfalls   können zur Bearbeitung des Werkstückes zwei oder mehrere gleichzeitig wirkende Walzwerkzeuge und an Stelle eines ganzen, z. B. kreisförmigen Zahnrades als   Stützwerkzeug   nur ein oder mehrere massgenaue Zahnprofile in nötiger Kreisbogen-oder Kurvenform angeordnet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum massgenauen Fertigbearbeiten von rohen   Zahnradwerkstücken   mit Innenverzahnung, dadurch gekennzeichnet, dass das rohe   Werkstück   durch Kraftausübung auf das Material zwischen dem   Fusskreis   der Innenverzahnung und dem kraftausübenden Werkzeug unter Verwendung eines inneren Stützwerkzeuges mit massgenauem Zahnprofil auf Massgenauigkeit gebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück durch Gestaltung ohne Spanabnahme derart auf die genauen Masse gebracht wird, dass das Material des rohen Werk- stückes von Stelle zu Stelle durch Kraftausübung auf den Teil des innenverzahnten Zahnrades, welcher die Zähne trägt, einer mechanischen Beanspruchung unterworfen und eine dauernde Deformierung der Zähne entsprechend dem massgenauen Profil des inneren Stützwerkzeuges bewirkt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtigstellung durch Walzen bzw. Pressen bewirktes Dehnen oder Strecken bewerkstelligt wird. <Desc/Clms Page number 3>
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstück unter Verwendung eines Zahnrades mit massgenauer Verzahnung als Stützwerkzeug durch eine äussere Walze oder Rolle am Umfang des die Zähne tragenden Kranzes gewalzt wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, zum massgenauen Fertigbearbeiten von innenverzahnten Zahnrädern mit innerer Nabe und diese mit dem äusseren Kranz verbindenden Seitenfläche, dadurch gekennzeichnet, dass auch diese Seitenfläche unter Verwendung eines Stützwerkzeuges durch Walzen, Rollen od. dgl. gedehnt bzw. gestreckt wird. EMI3.1
AT149946D 1935-03-05 1935-03-05 Verfahren zum maßgenauen Fertigbearbeiten von rohen Zahnradwerkstücken mit Innenverzahnung. AT149946B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4309802A (en) * 1980-07-16 1982-01-12 Illinois Tool Works Inc. Ring gear burnishing machine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4309802A (en) * 1980-07-16 1982-01-12 Illinois Tool Works Inc. Ring gear burnishing machine

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