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Einrichtung zur Ermittlung des Gehaltes an brennbaren Gasen in Gasgemischen, insbesondere
Rauchgasen.
Das Stammpatent bezieht sich auf eine Einrichtung zur Ermittlung des Gehaltes an brennbaren
Gasen in Gasgemischen, insbesondere in Rauchgasen durch katalytische Verbrennung an einem elektrisch geheizten, in einer Kammer gelagerten Prüfdraht und Messung seines Widerstandes. Bei einer derartigen Einrichtung werden nach Patentanspruch 1 des Stammpatentes sämtliche für die Lagerung des Prüfdrahtes in der Prüfkammer benötigten Isolationsteile vor der Stelle im Gasstrom angeordnet, an der die katalytische Verbrennung stattfindet.
Es gelangt demgemäss beispielsweise ein hakenförmig gebogener Träger für den Prüfdraht zur Anwendung, an dem das eine Ende des Prüfdrahtes befestigt ist (Patentanspruch 5 des Stammpatentes). Das andere Ende des Prüfdrahtes ist an einem Stift befestigt, der mit einem den hakenförmig gebogenen Träger tragenden zweiten Stift, zweckmässig mittels einer gemeinsamen Büchse aus Isolationsstoff, von der einen Seite der Prüfkammer her in diese eingeführt ist. Die beiden möglichst stark gehaltenen Stifte sind dabei nahe der Eintrittsstelle des Gases in die Messkammer angeordnet.
Durch die Einrichtung nach dem Stammpatent ist in erster Linie angestrebt, die Kondensationsprodukte, welche sich infolge der katalytischen Verbrennung an den kälteren Teilen der Prüf kammer absetzen können, von den Isolierteilen fernzuhalten, da sie durch das strömende
Gas in der entgegengesetzten Richtung fortgeführt werden.
Es wurde auch bereits zur Verhinderung von Feuchtigkeitsabscheidungen auf den Isolierteilen die Prüfkammer durch eine Trennwand in zwei Räume geteilt. Die Isolationsteile für die Lagerung des Prüfdrahtes sind dabei in einem Vorraum angeordnet, aus dem das Gasgemisch durch eine oder mehrere Öffnungen in der Trennwand zu dem den Prüfdraht enthaltenden Hauptraum gelangen konnte (österr. Patent Nr. 125448 und das erste Zusatzpatent Nr. 130595).
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Ausbildung der Einrichtung nach dem Stammpatent unter Vermeidung von Trennwänden, deren Ein-und Ausbau Schwierigkeiten bereitet.
Gemäss Anspruch 4 des Patentes Nr. 130595 wird ein metallischer, in den Vorraum hineinragender Klotz als Träger für die gegen ihn isolierten Prüfdrahtträger verwendet. Gemäss der vorliegenden Erfindung sind die Prüfdrahtträger in einen in die Prüfkammer hineinragenden Klotz aus Isolierstoff eingesetzt und in dem Klotz am inneren Ende zwei Sacklöcher vorgesehen, durch welche die Prüfdrahtträger mit Spiel hindurchgeführt sind. Ausserdem ist im Klotz eine Bohrung so angeordnet, dass sie die von unten in die Prüfkammer mündende Gaszuleitung mit den Sacklöchern in der Nähe des Bodens dieser Löcher verbindet, so dass das Gas gleichmässig durch beide Sacklöcher in die Kammer einströmt.
Damit das Gas auch den Klotz aussen umspült, ist ferner zwischen der Innenwand der Prüfkammer und dem Klotz an jener Stelle, wo die Gaszuleitung in der Kammer mündet, ein Zwischenraum freigelassen. Damit sich die Verbrennungsprodukte nicht an dem hakenförmigen Träger des Prüf drahtes niederschlagen können, liegt der Prüfdraht im Gegensatz zu den Ausführungen nach den Patentschriften Nr. 112322 und Nr. 130595 nicht unter dem hakenförmigen Träger, sondern seitlich von ihm oder über ihm, und ausserdem ist er so angeordnet, dass er nicht in der durch die Sacklöcher bestimmten Hauptströmung liegt. *) Erstes Zusatzpatent Nr. 130595.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Vorrichtung in Längsschnitten, u. zw. in Fig. 1 im Aufriss und in Fig. 2 im Grundriss dargestellt.
Die aus gut wärmeleitendem Werkstoff hergestellte Prüfkammer 1 enthält einen Gaseintrittskanal 2 und einen Gasaustrittskanal3. Der katalytisch wirkendePriifdraht4 ist mit einem Ende an einem
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Wand der Kammer 1 und dem über dem Kanal 2 befindlichen Klotzteil 7'ist ein Zwischenraum 14 vorhanden. Der Teil 7 ist so ausgebildet, dass er mit dem gespannten Prüfdraht und den Trägern als Ganzes in die Kammer 1 einsetzbar ist.
Das Gasgemisch wird bei der Strömung innerhalb der Kammer 1 an keiner Stelle durch Hindernisse aufgehalten, so dass seine Geschwindigkeit ungehemmt aufrecht erhalten bleibt. Die bei der Verbrennung der brennbaren Bestandteile des Gasgemisches am Prüfdraht entstehenden Verbrennungprodukte (z. B. Wasser-und Schwefelsäuredampf) können sieh wegen der grossen Entfernung zwischen dem Prüfdraht und dem Träger 5 an diesem nicht abscheiden und so auch nicht zu einer Beeinträchti- gung der Messgenauigkeit der Einrichtung führen. Dadurch, dass die Eintrittsstellen der Prüfdrahthalter 5 und 6 im Teil 7 in Sacklöchern liegen, ist erreicht, dass die Kriechstrecken etwa entstehender Kriechströme erheblich verlängert sind und somit die Erdungsgefahr beseitigt ist.
Diese Wirkung wird noch durch den über der Gaseintrittsöffnung vorhandenen Zwischenraum zwischen der inneren Kammerwand und dem darüber befindlichen Klotzteil erhöht. Ferner entsteht infolge der Sacklöcher eine ständige erhebliche Gasströmung zu demPrüfdraht hin, durch die die jeweils an dem Prüfdraht verbrannten und sich von diesem ausbreitenden Gase nach dem Austritt mitgerissen werden.
Durch den aus der Zeichnung ersichtlichen grossen Abstand zwischen dem Prüfdraht von der oberen Kammerwand ist die plötzliche Abkühlung der verbrannten Gase an der Kammer selbst weitgehend vermieden. Die Annäherung des Prüfdrahtes gegen die untere Kammerwand ist soweit durchgeführt, wie es wegen der einzuhaltenden Isolationssicherheit möglich ist.
Um jeder Kondensation der Verbrennungsprodukte auf den Trägern vorzubeugen, wurden Prüfdraht und Halter in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel nebeneinander in einer Ebene angeordnet, die zwecks Wahrung eines möglichst grossen Abstandes von der oberen Kammerwand parallel, aber unterhalb der waagrechten Mittelebene der Prüfkammer liegt. Ausserdem können die Träger auch durch eine zusätzliche, z. B. den Draht anstrahlende Heizquelle auf einer höheren Temperatur gehalten werden.