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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kautschukfäden.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bei der Herstellung von Gummifäden, durch die diesen Fäden eine hohe Gleichmässigkeit der Fadendicke und eine verbesserte Qualität gegeben wird.
Nach der Erfindung werden zur Herstellung der Gummifäden Mischungen verwandt, welche wässerige Gummimilch (Latex) enthalten. Die Mischungen bestehen entweder nur aus Gummimilch unter üblichem Zusatz von Vulkanisationsbeschleunigern, Farbstoffen u. dgl. oder aus solchen Mischungen unter Zusatz von Gummilösungsmitteln oder aus Mischungen von mastiziertem festem Gummi und Gummimilch. In allen Fällen ist es wesentlich, dass in der zur Herstellung der Gummifäden gemäss der Erfindung benutzten Mischung wässeriges Serum von Gummimilch enthalten ist. Bei der Herstellung von Fäden aus Gummimilch, welche noch ihr Serum enthält, sind bisher stets Koagulationsbäder benutzt worden.
Nach der Erfindung wird die Mischung bis zu einem Feststoffgehalt von 65 Gewichtsprozenten, vorzugsweise bis zu einem Feststoffgehalt von 80 Gewichtsprozenten eingedickt und unter starkem Druck aus Düsen ausgepresst. Es zeigt sich, dass bei gleichzeitiger Anwendung hohen Pressdrucks und stark eingedickter Latexmischungen Koagulationsbäder wegfallen können. Die aus den Düsen austretenden wasserhaltigen Fäden trocknen frei in der Luft hängend und können dann zur Vulkanisation gebracht werden, falls keine vorvulkanisierte Mischung benutzt wird.
Vorzugsweise wird eine wässerige Gummimilch enthaltende Mischung benutzt, bei welcher einzelne Gummipartikelchen schon koaguliert sind, die aber nach wie vor noch Serum der Gummimilch
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entsprechenden Teil der Gummimasse zwischen dem Kopf der Druckschraube und den Düsen abzuführen, wobei dieser abgeführte Teil der Gummimasse zum Einlauf der Drueksehneeke oder zu irgendeinem andern entsprechenden Punkt der Vorrichtung zurückgeführt wird. Die so in Umlauf gesetzte Gummimenge kann ebenso gross oder noch grösser sein als die in gleichem Zeitraum durch die Düsen tretende Menge, wobei nicht nur eine beschleunigte Bewegung der Masse, sondern auch eine sehr grosse Gleichmässigkeit derselben erzielt wird.
Es wird dies besonders dann erreicht, wenn noch Siebe zur Verfeinerung und Mischung in den Weg der Masse eingeschaltet sind.
Eine Vorrichtung zur Durchführung der Erfindung ist als Beispiel in der Zeichnung dargestellt, die einen Längsschnitt einer Doppelpresse für Gummifäden zeigt.
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Bohrung 3 eine Fördersehraube 4 angeordnet ist. Das Zahnrad 5, das am Ende des Schaftes der Förderschraube angeordnet ist, wird durch hier nicht dargestellte Antriebsteile gedreht. Die Steigung der Schraube 4 nimmt in der Richtung der Bewegung der Gummimasse ab, so dass diese einem allmählich wachsenden Druck ausgesetzt ist, welcher alle Gasblasen, die in der Masse enthalten sind, zurückzudrücken sucht. Ein Dampfmantel 6, der im Körper des Zylinders 2 angeordnet ist, ist mit einem Dampfeinlass 7 und einem Auslass 8 verbunden, welcher durch ein Ventil 9 geregelt werden kann.
Der Dampfmantel dient dazu, die auszupressende Gummimasse auf einer vorher bestimmten Temperatur zu halten.
Der Einlass 10 der so gestalteten Presse ist vergrössert, um einen Zwischenbehälter zu schaffen.
Darüber ist eine hydraulische Pressvorrichtung angeordnet, welche aus einem Zylinder oder Behälter 11 und einem Kolben 12 besteht, welcher durch Wasser nach abwärts gedrückt werden kann, welches
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lass 10 ist ein Raffiniersieb 14 eingefügt.
Ein anderes Raffiniersieb 15 ist unmittelbar an dem Stirnende der Druckschraube angeordnet, welche senkrecht abgeschnitten ist. Das vordere Ende des Schraubenblattes gleitet unmittelbar über die Sieböffnungen und verteilt so alle Klümpehen und Unregelmässigkeiten, die sich in der Masse befinden können, über mehrere Sieböffnungen, so dass die Gleichmässigkeit wesentlich erhöht wird. Das Sieb 15 ist von einem glockenförmigen Maschinenkopf umgeben, in dem eine Kammer 17 angeordnet ist, in welcher sich die Gummimasse verhältnismässig langsam bewegt, so dass dort noch alle Luftbläschen, welche bis zu diesem Punkte gelangen konnten, abgeschieden werden. Ein Ventil 18 dient zum Ablassen solcher Luftbläsehen.
Durch einen Kanal 19 und ein Rohr 20, welches ebenfalls mit einem Dampfmantel umgeben werden kann und ein Ventil 21 aufweist, kann eine gewünschte Menge bis zu 90 o oder mehr der durch das Sieb 15 gedrückten Gummimasse ausweichen und in den Einlassraum 10 zurückgeführt werden, wo sich dieser Teil mit der frisch zugeführten Masse vermengt. Der übrige Teil der in die Kammer 17 gelangenden Masse wird durch eine einfache Reihe von Düsen, welche dort in der Platte 22 angeordnet sind, hindurchgedrückt. Die so geformten Schnüre oder Fäden 23 werden frei durch die Luft geführt und nach der Trocknung auf das Transportband 24 aufgelegt, durch welches sie fortgeführt werden.
Die Schnüre oder Fäden, die aus den Düsen austreten, unterliegen einer gewissen Spannung unter der Wirkung des Gewichtes der freihängenden Fadenteile. Bei entsprechenden Gummimassen kann diese Spannung eine weitere Verringerung des Durchmessers der Schnüre oder Bänder hervorrufen, wobei das Ausmass dieser weiteren Durchmesserverringerung in gewissem Umfang durch Heben oder Senken des Transportbandes 24 geregelt werden kann. Die Rolle 25, die das Band 24 trägt, ist deshalb an einer Stütze 26 befestigt, welche einstellbar im Sockel 27 ruht.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass der Einlass 10 verhältnismässig gross ausgeführt ist, damit die Druckschraube 4 ununterbrochen arbeiten kann, auch wenn die hydraulische Presse 11, 12, lu'j zeitweilig stillgesetzt ist, um wieder gefüllt zu werden. Es können daher Fäden unbegrenzter Länge hergestellt werden.
Die Raffiniersiebe 14, 15 ergeben in Verbindung mit der Umlaufführung der Gummimasse eine so intensive Raffinierung und Mischung, dass nicht nur Frischgummi, der nach der Erfindung behandelt worden ist, verarbeitet werden kann, sondern auch andere Mischungen, selbst wenn sie sehr ungleichmässig sind, zu gleichmässigen Fäden mit Hilfe der neuen Einrichtung gepresst werden können.
Wo immer von Fäden in der vorstehenden Beschreibung und in den Ansprüchen gesprochen wird, sollen darunter nicht nur Fäden mit dem üblichen kreisförmigen Querschnitt verstanden werden, sondern auch Fäden von beliebigem abweichendem Querschnitt, beispielsweise ovale oder rechteckige Fäden einschliesslich band-und streifenförmiger Gebilde.
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