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Absperr-undRegelvorrichtungfürunterDruckstehendeoderverflüssigteGase.
Bei der Entspannung von hochkomprimierten oder verflüssigten Gasen entweder durch ein Absperr-, Regulier-oder Druckminderventil besteht, insbesondere wenn es sich um eine extreme DruckVerminderung handelt. die Gefahr der Vereisung, weil durch den plötzlichen Druckabfall bzw. die Änderung des Aggregatzustandes eine bedeutende Temperaturabnahme eintritt.
Diesem Übelstand der Vereisung suchte man bislang unter anderem durch die Ausbildung übermässig grosser Ventilgehäuse, deren Oberfläche man noch durch Anordnung von Rippen vergrösserte, entgegenzuwirken, was aber nur teilweise gelang und ausserdem zur Folge hatte, dass im Verhältnis der Leistung eines solchen Ventils und der Anschlussweiten bzw. dem eigentlichen Ventildurelhgang ganz überdimensionierte Ventilgehäuse entstanden. Alle diese Ventile waren daher teuer in der Anschaffung, beanspruchten viel Platz und erfüllten letzten Endes nicht restlos ihren Zweck.
Durch die nachfolgend beschriebene Erfindung wird voraufgezeigten Übelständen wirksam begegnet.
Die Erfindung besteht darin, dass das hochgespannte oder verflüssigte Gas. wenn es den eigentlichen Ventildurchgang passiert hat, nicht sofort in einen grossen Niederdruckraum gelangt, sondern dass zwischen Ventilsitz oder einer Bohrung, die dem Ventilsitzdurchgal1g entspricht, und der Ventilaustrittsseite, also dem eigentlichen Niederdruckraum, ein besonderer Expansions- und Anwärmeraum vorgesehen
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bis auf den gewünschten Druck eintritt und der anderseits so ausgebildet ist.
dass das sich allmählich entspannende Gas durch einen ganz engen Raum seinen Weg nehmen muss. wobei es der thermischen Einwirkung der Aussenluft durch dünnwandige, eine möglichst grosse Oberfläche aufweisende Zwischen- wände beliebiger Art (auch Rohre usw.) ausgesetzt ist.
Hiedurch wird nicht nur eine allmähliche Tell1- peraturabnahme. die durch die Wärmezufuhr aus der Aussenluft wettgemacht wird, erreicht, sondern es wird die Wärmezufuhr aus der Aussenluft. weil das expandierende Gas eben in einer ganz dünnen
Schichte den Expansionsraum passiert, eine äusserst wirksame sein : ausserdem kann diese Wärmezufuhr durch Anordnung von Rippen, Rohren, Wahl bestimmter Baumaterialien usw. besonders begünstigt. d. h. besonders intensiv gestaltet werden.
Auf der Zeichnung sind schematisch zehn beispielsweise Ausführungen solcher Vorrichtungen mit Expansions- und Anwärmeraum dargestellt. wobei es für die Erfindung vollkommen gleichgültig ist, ob der Expansions- und Anwärmeraum mit einem. Absperr-. Regulier-. Druekminder-od. dgl. Ventil kombiniert oder dieser Expansions- und Anwärmeraum in einem separat vorgesehenen Armaturstück untergebracht ist.
In allen Abbildungen bezeichnet J'den Eintritt des hochgespannten oder verflüssigten Gases. 2 den Ventildurchgang bzw. die Bohrung, die zum Expansions- und Anwärmeraum führt. 3 den Ex-
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entspannten Gases und 6 Einrichtungen, welche die Aufnahme der Wärme aus der Aussenluft begünstigen.
Fig. 1 zeigt im Schnitt eine Ausführungsform. bei welcher der Expansions-und Anwärmeraum mit Rippen 6 versehen ist. Fig. 2 zeigt im Schnitt eine Ausführungsform, bei welcher ausser den Rippen 6 noch Rohre 6'zur Erhöhung des Wärmeaustausches vorgesehen sind. Die Fig. ; 3 weist den Expansionsoder Anwärmeraum 3 durchsetzende Rohrstutzen 6" auf. Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen eine wellen-
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Fig. 6 zeigt im Schnitt eine andere bauliche Ausgestaltung in flacher Form, während die Fig. 7,8, 9 und 10 Ausführungsformen mit in besonderen Armaturstücken untergebrachtem Expansions-und Anwärme- raum zeigen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Absperr-und Regelvorrichtung für unter Druck stehende oder verflüssigte Gase, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Ventildurchgang (2) und Gasaustrittsöffnung (5) ein Expansions-und Anwärmeraum (3) angeordnet ist, der eine allmähliche Entspannung des unter Druck stehenden oder verflüssigten Gases unter gleichzeitiger Wärmezufuhr aus der Aussenluft bewirkt.