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Schmiermittelabscheider finir Kompressionskältemaschinen.
Die Erfindung bezieht sich auf Kompressionskältemaschinen und bezweckt, die Trennung des Schmiermittels von dem Kältemittel und die Rückführung des Schmiermittels zum Kompressor unabhängig vom Stande des Kältemittels im Verdampfer durchzuführen. Bei den bekannten Bauarten, die zur Abscheidung des Schmiermittels ein als kommunizierendes Gefäss wirkendes U-förmiges Rohr aufweisen, das an eine Bodenöffnung. des Verdampfers angesetzt ist und diesen mit einer zum Kompressor führenden Leitung verbindet, muss durch ein im Verdampfer angeordnetes Schwimmerventil für einen stets gleich hohen Stand des Kältemittels im Verdampfer gesorgt werden.
Um den für die Betriebsfähigkeit der Maschine erforderlichen Druckunterschied aufrecht zu erhalten und die Wirksamkeit des Schwimmerventils insbesondere im Hinblick auf Verluste an Kältemittel zu sichern, muss ein Kältemittelvorrat vorhanden sein, der zum Betrieb an sich nicht erforderlich wäre. Bei Aufzehrung dieses Vorrates ist die verlässliche Wirkungsweise des kommunizierenden Gefässes überdies in Frage gestellt, da die für das Gleichgewicht in demselben erforderliche Säule des Gemisches durch Entzug von Schmiermittel aus dem Kompressor ergänzt werden müsste.
Gemäss der Erfindung wird die vorerwähnte Abhängigkeit der Schmiermittelrückförderung samt den angeführten Nachteilen in einfacher Weise dadurch vermieden, dass das kommunizierende Gefäss dem Verdampfer vorgeschaltet ist. Das Gemisch aus Kältemittel und Schmiermittel gelangt somit vorerst in das kommunizierende Gefäss, wo die Trennung beider Mittel ganz unabhängig vom Flüssigkeitspiegel im Verdampfer stattfindet und von wo das Kältemittel erst in den Verdampfer übertritt, während das Schmiermittel vom Kompressor abgesaugt wird. Eine vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich, wenn das kommunizierende Gefäss innerhalb des Verdampfers angeordnet ist.
Die Zeichnung zeigt schematisch einen lotrechten Schnitt durch eine beispielsweise Ausführungform des Verdampfers.
Im Verdampfer 1 befindet sich ein Behälter 2. der durch eine Scheidewand 3 als kommunizierendes Gefäss ausgebildet ist. Der Raum A des Gefässes hat einen Deckel 4, an dem eine unter Zwischenschaltung eines Reduzierventils vom Kondensator kommende Leitung 5 einmündet. In den Raum B des Gefässes, der oben offen ist, ragt von oben her ein Rohr 6, das zum Kompressor führt. In der Aussenwand des Raumes A befindet sich ein Überlauf 7. Das untere Ende des Rohres 6 liegt tiefer als dieser Überlauf.
Das verflüssigte Kältemittel gelangt durch die Leitung 5 in den Verdampfer, u. zw. vorerst in den Raum A. des kommunizierenden Gefässes. wobei das schwerere Schmiermittel absinkt, in den Raum B des Gefässes übertritt und dort so hoch steigt, als es die Säule des Kältemittels und jene des Schmiermittels selbst bedingt. Auf alle Fälle wird das Kältemittel vom Schmiermittel im Raume A vollkommen getrennt. Sobald dort eine genügende Menge Schmiermittel zugeflossen ist, wird dieses im Raum B so hoch steigen, dass es die Mündung des Rohres 6 erreicht und vom Kompressor abgesaugt werden kann.
Die Leitungen 5,6 können naturgemäss auch in anderer Weise, z. B. von unten in den Verdampfer eingeführt sein, wenn nur dafür gesorgt ist, dass einerseits ein Überlaufen, anderseits ein Absaugen an einer tiefer als der Überlauf liegenden Stelle stattfinden kann.
Infolge der Unabhängigkeit der Rückförderung des Schmiermittels vom Flüssigkeitsspiegel im Verdampfer kann das Mass der Füllung der Maschine mit Kältemittel in ziemlich weiten Grenzen schwanken.
Ebenso spielen Verluste durch Entweichen von Kältemittel keine Rolle. Die Anordnung des kommunizierenden Gefässes innerhalb des Verdampfers hat den besonderen Vorteil, dass das im kommunizierenden
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Gefäss befindliche Kältemittel vor dem Eindringen von Wärme durch den Verdampfer bzw. dnrch das darin befindliche Kältemittel geschützt ist, so dass die Trennung der beiden Mittel ungestört vor sich gehen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schmiermittelabscheider für Kompressionskältemaschinen, bestehend aus einem kommunizierenden Gefäss, in dessen einem Schenkel eine Säule von Schmiermittel und darüber befindlichem Kältemittel und in dessen anderem, mit der Saugleitung in Verbindung stehendem Schenkel nur Schmierflüssigkeit steht, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Schenkel sich oben ein Überlauf (7) befindet, über den das überschüssige Kältemittel in den Verdampfer (1) fliesst.