AT147533B - Radsatz, insbesondere für Bahnwagen. - Google Patents
Radsatz, insbesondere für Bahnwagen.Info
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Description
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Radsatz, insbesondere iür Balnwagen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Radsatz, welcher insbesondere für Bahnmeisterwagen Verwendung findet.
Erfindungsgemäss besteht der Radsatz aus einem Querträger, welcher aus zwei symmetrisch zu seiner Mittelebene angeordneten und an den Enden durch je zwei, die Lager für die Achsbolzen bildenden Winkeleisenkonsolen starr miteinander verbundenen Einzelträgern zusammengesetzt ist. In dem zwischen den Einzelträgern freibleibenden Raum ist eine Bremswelle mit einer Bremsvorrichtung derart versenkt eingebaut, dass die Auflage einer ebenen Plattform auf die Oberflanschen der Querträger ermöglicht ist.
Durch diese Anordnung wird eine sehr geringe Ladehöhe erzielt, da die Radlauffläche zum Teil in den freien Raum des Querträgers eintritt und die Bremsvorrichtung eine sehr geringe Bauhöhe be-
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ein rasches Zusammensetzen der einzelnen Radsätze zu Bahnwagen von verschiedenen Längen und Ladegewichten. Dieser letzte Umstand ist ganz besonders bei Oberbauarbeiten und schweren, rasch zu transportierenden Lasten ohne grossen Aufwand an Bedienungsmannschaft in kurzen Zugsintervallen wesentlich.
Beim Transport von Schienen erweist sich die erfindungsgemässe Ausbildung eines Drehschemel unter Verwendung je zweier unmittelbar nebeneinander angeordneter Radsätze als besonders vorteilhaft. Durch den Einbau von Kugellagern in die Naben der Laufräder ist der Fahrwiderstand auch bei Höchstbelastungen von 10 t bzw. 20 t wesentlich herabgesetzt.
In den Zeichnungen sind mehrere beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch eine Hälfte eines Radsatzes und Fig. 2 eine Stirnansicht desselben.
Fig. 3 ist ein Querschnitt in der Gleismitte durch zwei mit einem Drehschemel vereinigte Radsätze ; die zugehörige Ansicht in der Gleisrichtung der Hälfte eines solchen Drehgestellradsatzes ist aus Fig. 4 ersichtlich. Fig. 5 zeigt schliesslich die Ausbildung einer Mittelverbindung der Radsätze in der Seitenansicht und Fig. 6 in einer zugehörigen Stirnansicht.
Der Querträger eines jeden Radsatzes besteht aus zwei symmetrisch zu seiner Mittelebene angeordneten Einzelträgern 1 und 2, welche in der erfindungsgemässen Ausführungsart aus U-Eisen hergestellt sind ; jeder dieser Einzelträger kann naturgemäss auch aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein. Die beiden Einzelträger 1 und 2 sind an ihren Enden am Oberflansch durch einen Querwinkel 3 und am Unter-
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dienende Konsolen 4 und 5 durch Schraubung, Nietung, Schweissung od. dgl. starr miteinander verbunden. In die Nabe der Stahlgusslaufräder 7 sind je zwei Kugellager 8 derart eingebaut, dass sie innerhalb der Radbreite zu liegen kommen. Der Achsbolzen 6 ist durch Bohrungen der Konsolen 4,5 durchgesteckt und durch Muttern 9 fest mit denselben verbunden.
Die inneren Kugellagerringe werden unter Zwischenschaltung einer Distanzhülse 10 durch die auf den Achsbolzen aufschraubbaren Muttern n festgehalten. Die Nabe wird beiderseits durch Deckel 12 abgeschlossen, in deren Öffnungen Filzringe 13 zur Abdichtung eingelassen sind. Durch die im Innern. der Nabe ausgesparten Hohlräume sowie durch die seitliche Abdichtung ist eine lange Fetthältigkeit gewährleistet, wodurch eine besondere Wartung bzw. Schmierung entfallen kann.
In dem zwischen den beiden Einzelträgern 1 und 2 des Querträgers gebildeten freien Raum ist nun die Bremswelle 14 gelagert, welche an ihren Enden Bremshebel15 zur Betätigung der Bremsvorrichtung besitzt. Die Bremswelle 14 ist in einer Büchse 16 mit exzentrischer Bohrung drehbar gelagert. Die Büchse16
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Winkeleisen 18 verdreht und in der entsprechenden Lage durch eine in die Winkeleisen 3 und 18 eingeschraubte Fixierungsschraube 19 festgeklemmt werden. Durch die Verdrehung der Lagerhülse 16 kann die geeignete Höhenlage der Bremswelle j in einfacher Weise eingestellt werden. Zur Sicherung gegen axiale Verschiebung der Welle 14 dienen Stellringe 20.
Oberhalb der Radlauffläche sitzt auf der Bremswelle 14 ein U-förn1Íges Blech 21, dessen Schenkel Langlöcher 22 aufweisen und an dessen mittlerem Teil der Bremsbacken 23 vorteilhaft auswechselbar
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gehängt und wird durch die Wirkung der Zugfedern 25 gegen die Exzenternocke 24 gepresst, wobei das U-förmige Blech 21 mittels der Langlöcher 22 in radialer Richtung geführt ist. Durch die erfindunggemässe Aufhängung der Bremsvorrichtung ist eine freie Beweglichkeit des Bremsbacken 23 gesichert, so dass beim Umlegen des Bremshebels aus seiner lotrechten Mittellage eine selbsttätige Einstellung und ein volles Aufsitzen des Bremsbacken 23 auf der schrägen Lauffläche des Rades ermöglicht wird.
Die Längsverbindung je zweier zu einem Bahnwagen in normaler Ausführung gehöriger Radsätze wird in dem erfindungsgemässen Ausführungsbeispiele nach den Fig. 1 und 2 durch zwei lange Winkeleisen 26 gebildet, welche durch Führungen 27 der äusseren Konsolen 4 durchgesteckt und durch eine in den waagrechten Schenkel der Konsole eingeschraubte Fixierungsschraube 28 festgeklemmt werden. Zur Bildung der für die Querschnittsform der Winkeleisen 26 vorzugsweise dreieckförmigen Führung 27 sind an den Schenkeln der Konsolen 4 je zwei Laschen 29 aus Flacheisen befestigt.
In den Fig. 3 und 4 ist die Verwendung von je zwei der erfindungsgemässen Radsätze in Verbindung mit einem Drehschemel dargestellt. Diese Verbindungsweise eignet sich insbesondere für den Transport von Schienen. Zu diesem Zwecke sind zwei Radsätze unmittelbar aneinandergeschoben und ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 und 2 durch kurze Winkeleisen 26 verbunden. Die beiden
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An dieser Stelle wird auf die Oberflanschen dieser Einzelträger 1, 2 ein Drehzapfenstück 31 aufgesetzt, dessen unterer, U-förmiger Teil die beiden Einzelträger umgreift und mit Ausnehmungen 32 versehen ist, in welche die Zapfen oder Ansätze 30 eingreifen und dadurch ein Verschieben des Drehzapfenstückes verhindern. Der obere Teil des Drehzapfenstückes ist als zylindrischer Drehzapfen 33 für den Drehschemel ausgebildet.
An beiden Enden der zusammengeschobenen Radsätze werden die Winkeleisen 34 lose aufgesetzt, welche an den Aussenseiten ihrer Schenkel Anschlageisen 35,36 zur Verhinderung einer Verschiebung, und an der Innenseite der waagrechten Schenkel Gleitflächen 37 für den Drehschemel aufweisen. Der Drehschemel selbst besteht aus zwei starken I-Eisen 38 als Querträger, welche durch die an den Enden der Unterflansche befestigten Gleitschienen 39, das in der Mitte befestigte, mit einer Bohrung 40 für den Zapfen 33 versehene Verbindungsstück 41 und die an den Oberflanschen an deren Enden befestigte Winkeleisen 42 kastenförmig starr verbunden sind. Die Gleitschienen 37 und 39 sind vorteilhaft zur Verminderung der Abnützung und Reibung gehärtet.
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An Stelle der beiden, durch die Laschen 29 durchgeschobenen langen Winkeleisen 26 kann die Längsverbindung der einzelnen Radsätze auch in der Gleismitte, u. zw. wie in einem Ausführungsbeispiel in den Fig. 5 und 6 veranschaulicht, durch ein an die Träger 1, 2 anklemmbares Rohr 43 ausgebildet werden. Dieses Rohr wird mittels zweier Schellen 46 an eine an den Unterflansche der Träger 1, 2
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Schellen 46 sind als viereckige Rahmen ausgebildet, welche gleichfalls an der einen Seite schräge Flächen 47 und an der andern Seite eine Klemmschraube 48 aufweisen. Die Enden des Rohres 43 sind durch die Teile 49 abgeschlossen, an welchen eine Kupplungsgabel 50 oder ein ähnliches, im Eisenbahnwesen übliches Kupplungsorgan zum Ankuppeln anderer Bahnwagen befestigt ist.
Dieses Kupplungsorgan kann im Innern des Rohres 43 auch federnd eingebaut werden, um die im Betriebe auftretenden Zug-und Stosskräfte auszugleichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Radsatz, insbesondere für Bahnmeisterwagen, dadurch gekennzeichnet, dass der Querträger aus zwei symmetrisch zu seiner Mittelebene angeordneten Einzelträgern (1, 2) besteht, wobei durch den
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Claims (1)
- eine feste Verbindung mit den zur Lagerung der Achsstummel (6) dienenden Lagerkörpern (4, 5) mit den letzteren einen starren Rahmen bilden. <Desc/Clms Page number 3>3. Radsatz nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsvorrichtung zwischen den beiden Einzelträgern (1, 2) federnd aufgehängt und an der Bremswelle (14) in einer zur Radlauffläche annähernd senkrechten Richtung geführt ist.4. Radsatz nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung zwischen den Einzelträgern (1, 2) der Querträger derart versenkt angeordnet ist, dass die Auflage einer ebenen Plattform auf die Oberflanschen der Querträger ermöglicht ist.5. Radsatz nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein U-förmig gebogenes Blech (21), EMI3.1 mittlerem Teil ein Bremsbacken (23) vorteilhaft ausweehselbar befestigt ist.6. Radsatz nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem U-förmigen EMI3.29. Vereinigung von Radsätzen nach den Ansprüchen 1 bis 9 zu einem Fahrzeug, gekennzeichnet durch einen Drehschemel, welcher auf zwei unmittelbar aneinander geschobene und gemäss den Ansprüchen 8 und 9 miteinander verbundene Radsätze aufgesetzt wird.10. Vereinigung von Radsätzen zu einem Fahrzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der einen starren Rahmen bildende abhebbare Drehschemel aus zwei die Last unmittelbar aufnehmenden Einzelträgern (38) besteht, deren Oberflanschen durch kurze Profileisen (42) und deren Unterflanschen ausschliesslich durch als Gleitschienen wirkende Flacheisen (39) an den Enden und durch ein mit einer Bohrung (40) versehenes Flacheisen (41) in der Mitte verbunden sind.11. Vereinigung von Radsätzen zu einem Fahrzeug nach den Ansprüchen 9 und 10, gekennzeichnet durch auf die Enden der Einzelträger (1, 2) des Radsatzes lose aufsetzbare Winkeleisen (34), welche an den Aussenseiten ihrer Schenkel Anschlageisen (35, 36) zur Verhinderung einer Verschiebung aufweisen und deren waagrechte Schenkel an der Innenseite Gleitflächen (37) besitzen, auf welchen der Drehschemel mit seinen Gleitschienen (39) aufruht.12. Vereinigung von Radsätzen zu einem Fahrzeug nach den Ansprüchen 9 bis 11, gekennzeichnet durch ein Drehzapfenstück (31), dessen unterer Teil U-förmig ausgebildet ist und die beiden aneinanderstossenden Einzelträger (1, 2) der beiden Radsätze an deren Oberflanschen in der Gleismitte umgreift und dessen oberer Teil als Drehzapfen (33) wirkt, welcher in die Bohrung (40) des am Drehschemel angebrachten Flacheisen (41) eingreift.13. Vereinigung von Radsätzen zu einem Fahrzeug nach den Ansprüchen 9 bis 12, gekennzeichnet durch an den aneinanderstossenden Einzelträgern (1, 2) der Radsätze ausgebildete Ansätze (30), welche in Ausnehmungen (32) im U-förmigen Unterteil des Drehzapfenstückes (31) eingreifen und dadurch eine Verschiebung des letzteren verhindern.
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