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Selbsttätiger Feuerlöscher, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Gegenstand der Erfindung ist ein selbsttätiger Feuerlöscher, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei dem ein mit einer Löschflüssigkeit, z. B. Tetrachlorkohlenstoff gefüllter Behälter durch Verbrennen eines leicht entzündlichen Teiles mittels einer Sprengladung zur Entleerung gebracht wird. Der Behälter ist erfindungsgemäss aus Kunstharz oder einem gleichartigen Baustoff hergestellt und besitzt einen dünnwandigen Boden. Über die Wandung des Behälters ragt ein in der Flüssigkeit befindliches, mit einer Sprengladung gefülltes, leicht brennbares Röhrchen ein wenig hinaus.
Es sind selbsttätige Feuerlöscher bekannt, die mit Löschpulver arbeiten. Die Explosion wird durch Entzündung einer Lunte hervorgerufen. Bei solchen Einrichtungen sind auch Teile aus Zelluloid zur Anwendung gebracht worden, wobei aber nicht die Brennbarkeit, sondern die leichte Schmelzbarkeit dieses Stoffes zur Auslösung des Feuerlöschers herangezogen wird. Die Verwendung einer Lunte hat den Nachteil, dass der Feuerlöscher erst eine geraume Zeit nach ihrer Entzündung zur Wirkung kommt und ein Versagen durch ihre Verschmutzung leicht möglich ist.
Um schlagartig den Feuerlöscher zur Wirkung zu bringen und eine restlose Verdampfung der Löschflüssigkeit, sowie einen Überdruck im Inneren des Behälters zu erwirken, wurden beim Gegenstande der Erfindung drei Merkmale vereint : Herstellung des Behälters aus Kunstharz oder einem gleichartigen Baustoff mit einem dünnwandigen Boden, Anordnung des mit der Sprengladung gefüllten Röhrchens innerhalb der Flüssigkeit und Vorragen des brennbaren unteren Teiles des Behälters über die Wandung des Behälters.
Das erste Merkmal gibt die Möglichkeit, den Behälter ohne Anwendung eines fremdartige Dichtungsmittels vollkommen dicht abzuschliessen, da die Dichtung durch ein geeignetes Lösungsmittel bzw. einen stofflich gleichartigen Kitt möglich ist, wodurch ein flüchtiger Stoff, wie Tetrakohlenstoff, zur Anwendung kommen kann. Kunstharz ist bei starken Querschnitten ein fester Baustoff, in dünnen Querschnitten aber sehr spröde. Daher zerspringt der Boden des Behälters bei der Explosion in kleine Stücke.
Das zweite Merkmal bewirkt das Auftreten eines hohen Überdruckes, eine vollkommene Zerstäubung der Löschflüssigkeit und ein schlagartiges Wirken des Löschers.
Das dritte Merkmal verkürzt die Zeit zwischen Auftreten des Brandes und seiner Löschung auf ein Mindestmass.
Soll die Einrichtung zur Verhütung von Vergaserbränden bei Kraftfahrzeugen verwendet werden, so wird sie oberhalb des Vergasers montiert, so dass der Boden des Feuerlöschers der Brandstelle zugekehrt ist. Die dort endende leicht brennbare Zündkapsel wird daher sofort nach Entstehen des Brandes entzündet, so dass eine augenblickliche Wirkung der Löscheinrichtung erfolgt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Darstellung gebracht. Fig. 1 zeigt die Löscheinrichtung im Längsschnitt, Fig. 2 den zugehörigen Zerstäuber für das Löschmittel.
1 ist ein Behälter, der aus Kunstharz od. dgl. hergestellt ist und einen dünnwandigen Boden 3 besitzt.
Der Behälter ist durch eine Kappe 2, welche aufgeschraubt und unter Verwendung eines Lösungsmittels mit dem Teill verklebt wird, auf der oberen Seite fest und dicht verschlossen. Der Behälter ist fast gänzlich mit einem Löschmittel wie Tetrachlorkohlenstoff, Äthylbromid u. dgl. gefüllt. Diese Löschmittel verhalten sich neutral zu dem Kunstharz und dem Zelluloid, so dass keinerlei Veränderungen der Einrichtung unter Einwirkung dieser chemischen Stoffe eintreten können. In den Boden ist ein
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Röhrchen 4 eingesetzt, das mindestens an seinem unteren Teil, also dort, wo es im Boden sitzt, aus einem leicht entflammbaren Stoff, z. B. auch aus Zelluloid, hergestellt ist. Der obere Teil des Röhrchens ist durch eine aufgesetzte Kappe 5 erweitert. Das Röhrchen wird mit Schiesspulver od. dgl. gefüllt.
Am unteren Teile des Behälters ist eine konische Erweiterung 6, etwa durch Aufschrauben, angebracht.
Um eine wirksame Zerstäubung des Lösehmittels zu erreichen, ist am unteren Ende des Behälters 1 eine Platte 9 angebracht, die einen sternförmigen Ausschnitt besitzt. Die Platte wird mittels eines Ringes 10 festgehalten. Der Behälter wird in geeigneter Weise an jenem Orte befestigt, der gegen Feuer geschützt werden soll. Hiezu kann eine Lasche 7 dienen, welche den Behälter umgreift und mittels einer Schraube 8 zusammengezogen und befestigt werden kann.
Die Einrichtung ist nicht bloss auf die Verwendung bei Kraftfahrzeugen beschränkt, sondern kann bei Explosionsmotoren im allgemeinen vorteilhaft Verwendung finden, ebenso in Kinokabinen und in Lagerräumen für brennbare Stoffe.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Feuerlöscher, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei dem ein mit einer Löschflüssigkeit, z. B. Tetrachlorkohlenstoff, gefüllter Behälter durch Verbrennen eines leicht entzündlichen Teiles mittels einer Sprengladung zur Entleerung gebracht wird,', dadurch gekennzeichnet, dass der mit einem dünnwandigen Boden (3) versehene Behälter (1) aus. Kunstharz oder einem gleichartigen Baustoff besteht und dass über die Wandung des Behälters ein in der Flüssigkeit befindliches, mit einer Sprengladung gefülltes, leicht brennbares Röhrchen eihwenig hinausragt.