AT147452B - Verfahren zur Erzeugung von widerstandsfähigen Flach- oder Hohlkörpern aller Art. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von widerstandsfähigen Flach- oder Hohlkörpern aller Art.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Erzeugung von widerstandsfähigen Flach-oder Hohlkörpern alter Art. Es sind bereits Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit von Flach-oder Hohlkörpern aller Art bekannt geworden, welche im wesentlichen darin bestehen, dass die zu verstärkenden Stoffbahnen mit einem Metallgewebe, z. B. Drahtgeflecht, einer gelochten Platte od. dgl. vereinigt und gegebenenfalls noch mit einem weiteren Streifen aus demselben oder andern Material verbunden werden. Die Verbindung des Metallgewebes mit dem zu verstärkenden Körper erfolgte in der Regel durch starkes Zusammenpressen dieser Teile. Die Erfindung besteht nun in einem Verfahren, bei welchem widerstandsfähige Flach-oder Hohlkörper in der Weise hergestellt werden, dass das erwähnte Metallgeflecht als elektrischer Heizwiderstand verwendet wird. Hiedurch werden viele Vorteile erzielt. So z. B. ist es möglich, in äusserst einfacher Weise zwei Metallplatten zusammenzuschweissen oder zusammenzulöten, wobei der Heizwiderstand gegebenenfalls aus einem Schweiss-oder Lötmittel bestehen kann. Dadurch, dass der Widerstand die Form eines Geflechtes oder einer gelochten Platte od. dgl. aufweist, können die zu verbindenden oder zu verstärkenden Platten das Geflecht durchdringen und dadurch eine innige Verbindung herstellen. Ausserdem ist man in der Lage, die Höhe der erwünschten Schweisstemperatur zu bestimmen. Wird das Verfahren nicht für Metalle, sondern andere Materialien verwendet, so z. B. für Holz, Pappe, Kautschuk od. dgl., kann die notwendige Temperatur ebenfalls genau geregelt werden, indem die Grösse des Heizwiderstandes entsprechend gewählt wird. Selbstverständlich wird bei Anwendung des Verfahrens bei den meisten letztgenannten Stoffen in der Regel ein entsprechendes Bindemittel verwendet. Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens wird vorteilhaft auch ein entsprechender Druck zur Vereinigung des Geflechtes mit der Platte verwendet. Soll beispielsweise eine sehr widerstandsfähige feste Platte aus an sich weniger leicht biegsamem Material, z. B. Zink od. dgl. hergestellt werden, wird ein engmaschiges, als elektrischer Widerstand dienendes Drahtgeflecht auf die Zinkplatte und auf das Drahtgeflecht eine weitere Zinkplatte gelegt. Der elektrische Widerstand wird an eine Stromquelle angeschlossen und erhitzt. In dieser Weise werden die Schichten erwärmt und verschweissen sich zu einer Einheit, wobei zwischen den Platten auch beliebige geeignete Binde-oder Lötmittel vorgesehen sein können. Es kann aber auch das als Heizwiderstand dienende Geflecht selbst aus einem Lötmittel bestehen. Die Erfindung ist nicht nur auf Metalle oder Legierungen beschränkt, man kann das Verfahren auch für Cellon, Celluloid, Vulkanfiber, Holz, insbesondere Fourniere und selbst für Gummi und Ledergegenstände usw. verwenden. In vielen Fällen wird hilfsweise als Bindemittel Asphalt, Asphaltlösung oder Leim in Frage kommen. Dort wo es sich darum handelt, dem aus nichtmetallischem Stoff herzustellenden Endprodukt eine metallische Beschaffenheit zu verleihen, wird vorteilhaft z. B. ein Gemenge von Metallpulver mit Asphalt als Bindemittel mitverwendet. Rohre aus präparierten Papierbahnen, z. B. mit Asphalt getränkt, können nach dem neuen Verfahren in folgender Weise hergestellt werden : Es wird eine Stoffbahn in der Breite des doppelten Umfanges des herzustellenden Rohres geschnitten und gegebenenfalls mit einem geeigneten Klebe-oder Bindemittel bestrichen, worauf auf die bestrichen Fläche das leichte Drahtgeflecht in der Breite des Umfanges des herzustellenden Rohres eingelegt wird ; hierauf werden diese zwei Schichten um einen Dorn gewickelt und nach entsprechendem Erhitzen des Drahtgeflechte durch elektrischen Strom unter Druck vereinigt. Derart erzeugte Rohre sind gas-und wasserfest. <Desc/Clms Page number 2> Ein auf gleiche Weise, z. B. aus Folien hergestelltes dünnes Blei-oder Zinkrohr besitzt die Eigenschaft eines starken gezogenen Rohres hinsichtlich Druckfestigkeit, es bleibt aber trotzdem biegbar. Wie eingangs angedeutet, genügt in vielen Fällen eine einzige mit einem Drahtgeflecht vereinigte Materialschichte. Besonders vorteilhaft wird das neue Verfahren auch zur Herstellung von sehr festen Vulkanfiberplatten zur Verwendung kommen können. Bei der Herstellung von gewissen Gegenständen wird man in der Weise vorgehen, dass die Stoffbahn zwischen zwei Drahtgeflechte gepresst wird. Künstliche Stoffe, insbesondere solche, welche hygroskopisch sind, können mit Hilfe des neuen Verfahrens eine festere Konsistenz erhalten, wodurch das unliebsame Werfen vermieden wird. So z. B. können die bekannten Grammophonplatten aus Cellon, Fiber, Papier oder anderem Material ein festes Gefüge erhalten. Dort, wo ausser der Drahtgeflechteinlage noch eine andere Stoffeinlage zweckmässig ist, wie z. B. bei den sogenannten Panelplatten eine Einlage aus Holz, wird diese Einlage zwecks besserer Verbindung zu perforieren sein, damit das im Sinne der Erfindung verwendete Bindemittel durch die Löcher dringt und die einzelnen Schichten miteinander verbindet. Auch metallisierte Stoffe können durch Zwischenlage eines Eisendrahtgeflechtes mit Hilfe des elektrischen Stromes verbunden werden. Schliesslich kann das Verfahren bei aus den verschiedenartigsten Stoffen kombinierten Körpern verwendet werden, so z. B. kann ein Metallrohr mit einer Kautsehukisolierung hergestellt werden usw. Durch das neue Verfahren können rostfreie Rohre durch Vereinigung von verschiedenen Metallen, wie z. B. von Eisenblech und Aluminium hergestellt werden. Auch bei den nach dem Verfahren hergestellten Kunstsehieferplatten, wie z. B. Asbestplatten, wird durch'die Drahtgewebeeinlage das Werfen verhindert, u. zw. ohne Beeinträchtigung der Festigkeit. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzeugung von widerstandsfähigen Flach-oder Hohlkörpern aller Art, wie z. B. von Platten, Rohren u. dgl. unter Anwendung eines Drahtgeflechtes, einer durchlochten Platte od. dgl. als Verstärkungseinlage, dadurch gekennzeichnet, dass das Drahtgeflecht, die durchlochte Platte od. dgl. als elektrischer Heizwiderstand verwendet wird, derart, dass der zu verstärkende Körper oder die miteinander zu verbindenden Materialschichten durch den Heizwiderstand erhitzt und nachher gegebenenfalls zusammengepresst werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Drahtgeflecht bekannte Binde-oder Lötmittel zwischen den beiden Stoffbahnen Verwendung finden.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel ein Asphalt oder eine Asphaltlösung mit einer Metallpulverbeimengung verwendet wird.4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, in Verwendung bei der Herstellung von Rohren, dadurch gekennzeichnet, dass die als Heizkörper dienende Einlage mit einer oder mehreren Stoffbahnen zusammen um einen Dorn gewickelt und durch Erhitzung mittels elektrischen Stromes mit diesen Stoffbahnen verbunden wird.5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch die Verwendung zweier verschiedener Stoffbahnen.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Stoffbahnen zwischen zwei als Heizkörper dienenden Drahtgeflechte gepresst werden.7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Geflecht oder die gelochte Platte selbst aus einem Schweiss-oder Lötmittel besteht.
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