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Dreiachsiges Wagengestell für Anhänger oder von Zugtieren fortzubewegende Lastwagen.
Für den Transport schwerer Lasten auf Strassen, Feldwegen und im Gelände auf Anhängern oder Lastwagen mit Tierbespannung werden bereits Wagen mit sechs Rädern verwendet. Werden diese Räder auf drei Achsen verteilt, welche starr mit dem Wagenrahmen verbunden sind, so ist das Wagengestell besonders im unebenen Gelände starken Verwindungen ausgesetzt. Werden zwischen dem Wagenrahmen und den Achsen Federn eingebaut, so ist die Wagenlast im unebenen Gelände starken Schwankungen zur Seite ausgesetzt. Auch bei Seehsradwagen, bei welchen die Räder der Vorderachse für die Lenkung des Wagens eingerichtet sind und die weiteren zwei Räder jeder Wagenlängsseite auf Pendelstücken laufen (Schweizer Patentschrift Nr. 161204), ist die Festlage der Wagenlast auf der Fahrbahn keine ausreichende.
Besonders bei hoch oder schwer beladenen landwirtschaftlichen Fuhren macht sich aber eine ungenügende Festlage der Last auf der Fahrbahn sehr störend bemerkbar. Die vorliegende Bauart des dreiachsigen Wagengestells vermeidet die angeführten Mängel dadurch, dass die Mittelachse starr mit dem Wagenrahmen verbunden oder an ihm so angebracht ist, dass sich die zwei Räder dieser Achse in ihrer Lage nur unwesentlich oder gleichmässig gegen den Wagenrahmen verändern können, wogegen die übrigen Achsen samt ihren Rädern entweder in der Mitte unter dem Wagenrahmen pendelnd gelagert oder als Federschwingachsen oder auch als Schwinghalbachsen ausgebildet sind, deren Räder sich einzeln gegen den Wagenrahmen verstellen können.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 den Längsmittelschnitt, Fig. 2 den Grundriss, Fig. 3 die Vorderansicht, Fig. 4 einen Schnitt durch die Mittelachse und Fig. 5 die Rückansicht einer Ausführungsform des SechsradWagengestelles nach vorliegender Erfinder in schematischer Darstellung.
Die Vorderachse 6 ist als Federschwingachse durch die Achsstütze 5 mit dem Wagenrahmen 1 verbunden. Die Deichsel 2 überträgt durch den Zughaken 3 den Zug des Gespannes oder der Zugmaschine auf den Wagenrahmen und steuert durch die Lenkschenkelsteuerung 7 die Vorderräder 4. Die Mittelachse 10 mit den Mittelrädern 8 ist durch die Achsstütze 9 starr mit dem Wagenrahmen 1 verbunden.
Die Hinterachse 13 mit den Rädern 11 ist in einer Achsstütze 12 in der Längsmitte des Wagenrahmens 1 pendelnd gelagert.
Zufolge der einen starr mit dem Wagenrahmen verbundenen Achse 10 und ihren Rädern 8 liegt die auf dem Wagenrahmen ruhende Last fest auf der Fahrbahn, wogegen sich die weiteren vier Räder der beiden andern Achsen den Unebenheiten der Fahrbahn abpassen können, ohne die Lage der Last auf der Fahrbahn wesentlich zu beeinflussen.
Die Fig. 6 zeigt in schematischer Darstellung einen Schnitt durch eine Festachse nach Art der in Fig. 4 gezeigten Achse, bei welcher jedoch zwischen dem Wagenrahmen 1 und der Achsstütze 15 zwei Leder-, Gummi-oder ähnliche Materialstücke 14 und zwischen der Achsstütze 15 und der Achse 17 gleichfalls zwei ebensolche Stücke 16 zwischengelegt sind, um die Weiterleitung der schraubenlösenden Erschütterungen beim Befahren von holperigem Pflaster besonders bei hart bereiften Rädern 18 auf dem Holzaufbau des Wagengestelles herabzumindern. Diese Zwischenlagen ändern die Festlage der Wagenlast auf der Fahrbahn nach Fig. 4 nicht und sind daher der ganz starren Achsverbindung mit dem Wagenrahmen gleichzustellen.
Die Fig. 7 zeigt, ebenfalls in schematischer Darstellung, einen Schnitt durch einen an Stelle der Festachse nach Fig. 4 oder 6 verwendbaren Achsenunterbau und die Fig. 8 die dazugehörige Vorderansicht. Die auf der Achse 21 drehbaren Räder 22 werden durch einen an dem Wagenrahmen 1 drehbaren starren Bügel 19 so gehalten, dass sich die beiden Räder 22 dieser Achse 21 bei der durch eine Fahrbahn-
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unebenheit verursachten Betätigung der Tragfedern 20 stets gleichmässig zum Wagenrahmen 1 verstellen müssen. Hiedurch wird erreicht, dass die Wagenlast trotz der weicheren Bettung auch bei harter Bereifung der Räder 22 auf unebener Fahrbahn nicht ins Schwanken kommt.
Die 1fig. 9 und 10 zeigen in schematischer Darstellung einen Längsmittelschnitt und die Rückansicht eines Achsenunterbaues, bei welchem die Schwingachse auf zwei Halbachse 25/26 mit zwei Tragfedern 24 besteht. Diese Federn tragen den Wagenrahmen 1, wobei die beiden Schwingachsen- halbstücke 25/26 an dem Tragbock 23 beweglich gelagert sind und durch Streben 28 zur Mitte der Vorderachse in der Richtung gehalten werden, so dass die Räder 27 dieser Achse mit den Nebenrädern spuren.
Diese Ausführung ermöglicht bei Verwendung einer pendelnden Ausführung der Achse des Vordergestelles gegebenenfalls auch in einer Drehschemelausführungsform an Stelle einer Lenkschenkelachse das Anpassen der Räder der dritten Wagenachse an die Unebenheiten der Fahrbahn.
In Fig. 11 wird in schematischer Darstellung ebenfalls ein Achsenunterbau gezeigt, bei welchem an Stelle der Schwinghalbachsen der Fig. 9 und 10 Federschwingachsen verwendet werden. Durch die Federstütze 29 am Wagenrahmen 1 sind die Tragfedern 30 so angebracht, dass die Räder 32 durch die in den Federverbindungsplatten eingesetzten Achsstummeln 31 mit den Nebenrädern spurend gehalten werden. Die Eigenschaften dieser Ausführung sind die gleichen, wie die der Ausführung nach Fig. 9 und 10.