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Optische Uberwachungseinriehtung an Reglern, insbesondere zur Drehzahl- bzw. Leistungsregelung der Kraftmaschine elektrischer Generatoren.
Es sind bereits Einrichtungen zur Regelung, insbesondere zur Drehzahl-und Leistungsregehuig der Kraftmaschine elektrischer Generatoren, bekannt, bei welchen die Verstellung der Kraftmittel- zufuhr entsprechend der jeweiligen Generatorbelastung erfolgt. Entsprechend der bekannten Kennlinie (Charakteristik) der Drehzahlregler, mit welchen derartige Kraftmaschine zumeist versehen sind, wird die Kraftmittelzufuhr der Generatorbelastung so lange angepasst, bis wieder ein Gleichgewichtszustand erreicht ist. Bei diesem. Regelvorgang bleibt allerdings infolge der Zusammengehörigkeit zwischen
Generatorleistung und Frequenz eine bleibende Frequenzabweichung bestehen, die durch zusätzliche
Verstellung des Drehzahlreglers zum Verschwinden gebracht werden muss.
In Fällen, wo diese zusätzliche
Verstellung von Hand vorgenommen wird, hat man es bisher als störend empfunden. dass der Betrag der erforderlichen zusätzlichen Verstellung unbekannt und lediglich während der Verstellung selbst die Anpassung der Frequenz an den neuen Belastungszustand an einen genau zeigenden Frequenzmesser abgelesen werden konnte. Infolge der Trägheit des Übertragungsweges von den zur Handverstellung des Reglers dienenden Organen bis zu dem Frequenzmesser waren Überregelungen kaum zu vermeiden.
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung zur Regelung, insbesondere zur Drehzahl-bzw.
Leistungsregelung der Kraftmaschine elektrischer Generatoren, bei welcher die Arbeitsweise des Reglers optisch derart überwacht wird, dass in einem Messgerät die jeweilige Kennlinie des Reglers sichtbar dargestellt wird. Nach der Erfindung werden somit die Nachteile der Handverstellung dadurch beseitigt, dass die Kennlinie des Reglers in einem Messgerät sichtbar angezeigt und somit der Betrag der zur Beseitigung der bleibenden Frequenzabweichung erforderlichen zusätzlichen Reglerverstellung zu erkennen ist.
In den Fig. 1 und 2 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Schaltung der erfindungsgemässen Einrichtung in Anwendung auf die Regelung eines Generators, Fig. 2 eine Ansicht des Messgeräts.
In Fig. l bezeichnet 1 den Drehzahlregler der Kraftmaschine eines elektrischen Generators, 2 den Steuerkolben des druckzylinders 3, der zur Verstellung des Ventils 4 der Kraftmittelzufuhr dient. 5 bezeichnet dass Messgerät, welches zur Anzeige der jeweiligen Kennlinie des Reglers dient. Dieses Messgerät besteht aus einem Potentiometerwiderstand 6, dessen Schleifkontakt eine der Stellung des Einlassventils der Kraftmittelzufuhr entsprechende Lage einnimmt. Ferner ist ein weiteres Potentiometer 7 vorhanden, dessen Schleifkontakt entsprechend der vom Generator geforderten Belastung verstellt wird. Die beiden Potentiometer sind räumlich derart angeordnet, dass ihre Schleifkontakte auf parallelen Linien gleiten.
Beide Schleifkontakte sind durch ein elastisches Glied, welches sich der wechselnden Lage und Länge anpasst, verbunden, also beispielsweise eine Gummisehnur, einen Rollenzug mit darüberlaufendem Draht, der beiderseits durch Gewichte beschwert ist und gespannt gehalten wird. Ferner ist ein Relais 9, ein Reglerverstellmotor 10 sowie ein von Hand zu betätigender Umschalter 11 vorhanden.
Es sei beispielsweise angenommen, dass die Generatorleistung der vorgeschriebenen Belastung angepasst ist und ausserdem der Generator mit der vorgeschriebenen Drehzahl läuft und somit eine Normalfrequenz liefert. Dementsprechend haben die Schleifkontakte der beiden Potentiometer die in Fig. 1 dargestellte Lage, und das sie verbindende elastische Glied ist dementsprechend durch die Linie 8 dar-
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gestellt. In Fig. 2, welches das Messgerät zeigt, soll dies der stark ausgezogenen Linie entsprechen. Steigt nun die Belastung des Generators, dann bewegt sich zunächst der Schleifkontakt des Potentiometers ? nach unten. Diese Annahme ist willkürlich deshalb getroffen, um den Zusammenhang mit den bekannten
Kurven für die Reglercharakteristik zu verdeutlichen.
Entsprechend der Verstellung des Schleifkon- taktes 7 wird von dem Potentiometer ein anderer Strom abgenommen als bisher, während der Strom von dem Potentiometer 6 noch unverändert geblieben ist. Dementsprechend wird das Gleichgewicht in dem Relais 9 gestört und dessen Kontakt schlägt in dem einen oder andern Sinne aus, wodurch der
Verstellmotor 10 an Spannung kommt und den Regler 1 so lange verstellt, bis die Stellungen der Schleif- kontakte der beiden Potentiometer wieder einander angepasst sind und der Kontakt im Relais 9 unter- brochen wird. Hiebei hat sich die Lage des elastischen Gliedes verschoben und ist beispielsweise durch die gestrichelte Linie in Fig. 2 dargestellt. Aus der geänderten Lage und Neigung dieser Linie ist zu entnehmen, dass nunmehr noch eine Abweichung der Frequenz von dem Normalwert besteht.
Diese Abweichung kann dadurch beseitigt werden, dass der Umschalter 11 in dem einen oder andern Sinne betätigt wird, wodurch der Verstellmotor 10 an Spannung kommt und eine zusätzliche Verstellung des Drehzahlreglers und damit des Potentiometers 6 herbeiführt. Durch diese zusätzliche Verstellung erfolgt eine Verdrehung des elastischen Gliedes 8 um den Schleifkontakt des Potentiometers 7 als Drehpunkt, so lange, bis das in dem Messgerät sichtbare elastische Glied wieder die ursprüngliche oder eine dazu parallele Lage einnimmt.
Das Messgerät selbst enthält zweckmässig ein mit Millimeterteilung versehenes Papier, vor dem sich das elastische Glied bewegt. An Stelle des Papiers kann auch eine Mattscheibe treten, auf der eine entsprechende Einteilung eingeätzt ist und die von der Rückseite gegebenenfalls beleuchtet wird.
Die Einrichtung kann nicht bloss zur Regelung einer Kraftmaschine verwendet werden, sondern sie kann auch zur Einregelung einer gewünschten Lastverteilung zwischen zwei oder mehr Generatoren dienen. In diesem Falle ist in dem Fenster des Messgerätes eine entsprechende Anzahl von Kennlinien zu sehen und die Lage des Schnittpunktes ist jeweils ein Mass für die bestehende Verteilung der Belastung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Optische Überwachungseinrichtung an Reglern, insbesondere zur Drehzahl-bzw. Leistungs- regelung der Kraftmaschine elektrischer Generatoren, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsweise des Reglers optisch derart überwacht wird, dass in einem Messgerät die jeweilige Reglerkennlinie sichtbar dargestellt wird.