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Hörbehelf.
Gegenstand der Erfindung ist ein Hörbehelf, bei welchem eine gegen das Trommelfell anliegende Abschlussmembran mittels einer Flüssigkeitssäule und einer schräg verlaufenden Saite mit einer in den äusseren Gehörgang eingeführten Lautaufnahmemembran verbunden ist, wobei die feste Verbindung zwischen Lautaufnahmemembran und Abschlussmembran durch einen trichterförmigen Körper gegeben ist.
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bedient. Hieher gehören : l. Hörrohre in ihren verschiedensten Formen, 2. nach mannigfaltigen Systemen angeordnete elektrisch betriebene Mikrophone und 3. Hörbehelfe, welche in den äusseren Gehörgang eingeführt werden, die sogenannten Hörprothesen.
Die Hörrohre und Mikrophone beruhen auf Verstärkung der Sehallstrahlung, die Hörprothesen hingegen bewirken die Erleichterung durch Verbesserung der akustischen Leitung.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung unterscheidet sich von den bereits bekannten und in Verwendung stehenden Hörprothesen dadurch, dass sie deren Fehler in folgender Weise beseitigt : Die bis jetzt bekannten Hörbehelfe benutzen entweder Luft als schalleitendes Medium und büssen den Vorteil ihrer Unauffälligkeit dadurch ein, dass die schallverstärkende Wirkung der trichterförmigen Vorrichtung bei den Hörrohren bei ihnen fehlt, so dass bei Verwendung des gleichen Schallmediums-nämlich Luft- eine Verbesserung der akustischen Leitung nicht erzielt wird und nicht erzielt werden kann. Ausserdem wirken diese festen steifen Vorrichtungen als Fremdkörper störend.
Andere Hörprothesen suchen die Schalleitung dadurch zu erleichtern, dass sie entweder Drahtspiralen oder Flüssigkeiten zur Verbesserung der Schalleitung als Medium benutzen. Aber auch diese beiden Arten können keinen Erfolg erzielen, da die Drahtspiralen im Zentrum der Schallaufnahmemembran befestigt die Schwingungen der Membran behindern und weil die Drahtspiralen zur Schonung des Trommelfelles an ihrem freien Ende mit Gummi armiert sind, wodurch die Schallschwingungen der Drahtspiralen fast zur Gänze aufgehoben werden. Die Flüssigkeit als Schallmedium erfüllt in den bisher bekannten Verwendungsformen ihre Aufgabe auch nicht. Jede Flüssigkeit muss nämlich in einem Behälter eingeschlossen werden. Wenn nun die Schallwellen auf diesen Behälter auffallen, werden sie zurückgeworfen, so dass die Verbesserung der Schallstrahlung durch die Reflexion paralysiert wird.
Es ergibt sich daher das Problem, die Reflexion auf ein möglichstes Minimum herabzusetzen.
Dieses Problem wird erfindungsgemäss so gelöst, dass von der Peripherie der Schallaufnahme-
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gespannt wird. Die Schallwellen treffen die Aufnahmemembran, versetzen diese und gleichzeitig die mit ihr verbundene Saite in Schwingungen, welche sich in der Flüssigkeit fortpflanzen und das Trommelfell voll treffen. Die an das Trommelfell angrenzende Membrane ist zur Längsachse des trichterförmigen Flüssigkeitspolsters entsprechend der physiologischen Stellung des Trommelfelles leicht geneigt. Die Kontinuität der schalleitenden Flüssigkeitssäule wird dadurch gewahrt, dass zwischen der möglichst nahe an das Trommelfell anzubringenden Prothese und dem Trommelfell zwei Tropfen einer für das Ohr unschädlichen Flüssigkeit untergebracht werden.
Die Zeichnung zeigt die Erfindung, u. zw. veranschaulicht sie den Hörbehelf im Längsschnitt, wie er in ein im Schnitt eingezeichnetes Ohr u. zw. in den äusseren Gehörgang zwischen Ohrmuschel und Trommelhöhle eingesetzt wird. Die Flüssigkeitssäule 4 befindet sieh in einem Behälter, der gebildet
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wird aus der Schallaufnahmemembran 1, aus der schräg gestellten Abschlussmembran 2 und aus der trichterförmigen Wand 3. Diagonal durch den Behälter gespannt ist die Saite 5, welche beide Membrane (1 und 2) verbindet. Zwischen der Abschlussmembran 2 und dem Trommelfell befinden sich die beiden neutralen Flüssigkeitstropfen 6.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hörbehelf, bei welchem ein Flüssigkeitspolster in einem Behälter mit Schallaufnahmemembran und Schallabschlussmembran in den äusseren Gehörgang zwischen Ohrmuschel und Trommelfell eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen der Lautaufnahmemembran und der schräg gestellten Abschlussmembran (2), durch ein Flüssigkeismedium und durch eine schräg gespannte Saite (5) erfolgt.