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Vorrichtung zur Bestimmung der Verschlussgeschwindigkeit bzw. der Blendenöffnung von photo- graphischen Apparaten.
Es sind Vorrichtungen zum Bestimmen der Versehlussgesehwindigkeit bzw. der Blendenöffnung von photographischen Apparaten bekannt, bei welchen der Strom einer dem Licht des Aufnahmeobjektes ausgesetzten photoelektrischen Zelle einen den gesuchten Wert anzeigenden Zeiger betätigt. Diese Belichtungsmesser können bloss nach dem Gefühl auf das Aufnahmeobjekt eingerichtet werden, wobei man nicht die Möglichkeit hat, jeweils festzustellen, ob der Belichtungsmesser tatsächlich auf den für die richtige Belichtung massgebenden Teil des Aufnahmeobjektes eingerichtet ist.
Dieser Nachteil wird im Sinne der Erfindung dadurch behoben, dass der von dem Strom der photoelektrischen Zelle betätigte Zeiger im Strahlengang eines Visierapparates derart angeordnet ist, dass beim Anvisieren des Aufnahmegegenstandes die Stellung des Zeigers nebst dem Anzeigewert gleichzeitig sichtbar sind. Nachdem die Photozelle mit dem Visierapparat fest zusammengebaut ist, hat man auf diese
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den Anzeigewert des Apparates ablesen kann. Vorteilhaft wird die photoelektrische Zelle im Strahlengang des Visierapparates vorgesehen. Die Anordnung wird vorteilhaft so getroffen, dass man die photoelektrische Zelle mit ihrem Mittelpunkt in den Strahlengang einstellt, die Mitte der Photozelle durchbricht, womit ein Schauloch für den Visierenden geschaffen ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung zeigt die Zeichnung. Die Vorrichtung besteht im Wesen aus zwei teleskopartig ineinander verschiebbaren Röhren 1 und 2. Die Photozelle ist im hinteren Ende des Rohrstückes 2 eingebaut. Das Licht dringt durch die Öffnung 4 der am Vorderteil des Rohres 1 angeordneten stellbaren Blende 11 ein und fällt auf die photoelektrische Zelle. Das Rohr 1 ist aussen von einem Magneten 20 umgeben. Zwischen den Schenkeln dieses Magneten ist in an sich bekannter Weise eine Drehspule 7 angeordnet. An der Welle 8 der Drehspule ist ein Zeiger 21 angeordnet, der in das Innere des Rohres 1 in den Lichtstrahlengang reicht und vor einer durchsichtigen Skala 22 spielt, die in eine quer zum Lichtstrahlengang stehende Glasscheibe 23 eingeritzt ist. Sie kann gleichzeitig auch als eine Mattscheibe ausgebildet sein.
Zwecks Visieres ist die Photozelle durchbrochen und mit einem konischen Visieransatz 25 versehen, in welchem eine kreisförmige Öffnung 24 vorgesehen ist. Im Stromkreis 5 der Photozelle ist ein regelbarer Widerstand 17 vorgesehen, dessen Kontakt 16 vor einer Skala 15 bewegt werden kann, welche Skala z. B. nach Scheiner-Graden geteilt ist. Der Stellring 12 der Blende 11 trägt einen Zeiger 13, der sich vor einer Blendenskala 14 bewegt.
Vor dem Visieren wird zunächst der Bildwinkel der Zelle durch die relative Verschiebung der Rohre 1 und 2 gegeneinander in Übereinstimmung mit dem Bildwinkel des Aufnahmeobjektivs eingestellt. Hiezu dient die Skala 18 am äusseren Rohr. Die Blende 11 wird entsprechend der Blendenöffnung der Kamera eingestellt, während der Empfindlichkeitsgrad der Emulsion durch Einstellen des regelbaren Widerstandes nach der Skala 15 zu berücksichtigen ist. Sodann wird die Vorrichtung gegen den aufzunehmenden Gegenstand gerichtet. Der Strom der Zelle, dessen Stärke in erster Linie der Lichtstärke des aufzunehmenden Gegenstandes entspricht, wird durch den Helligkeitsregler 11 entsprechend der Stellung der Blende des Aufnahmeapparates und durch den Widerstand 17 entsprechend dem Helligkeitgrad der Emulsion beeinflusst.
Der auf diese Weise beeinflusste Zellenstrom bewegt den Zeiger 21 und dieser zeigt an der Skala 22 die Versehlussgeschwindigkeit unmittelbar'an. Durch einfaches Visieren kann man die Vorrichtung auf jenen Teil des Aufnahmegegenstandes einrichten, dessen Helligkeit für
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die richtige Exposition massgebend ist. Die richtige Einrichtung des Belichtungsmessers ist ausserordentlich dadurch erleichtert, dass man den Aufnahmegegenstand im Visier sieht, wobei Auge und Photozelle koaxial eingestellt sind. Gleichzeitig mit dem Visieren erfolgt das Ablesen des gesuchten Geschwindigkeitswertes.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Bestimmen der Verschlussgeschwindigkeit bzw. der Blendenöffnung von photographischen Apparaten, bei welcher der Strom einer dem Licht des Aufnahmeobjektes ausgesetzten photoelektrischen Zelle einen die Verschlussgeschwindigkeit bzw. die Blendenöffnung anzeigenden Zeiger betätigt, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem Strom der photoelektrischen Zelle betätigte Zeiger im Strahlengang eines Visierapparates derart angeordnet ist, dass beim Anvisieren des Aufnahmegegenstandes die Stellung des Zeigers nebst dem Anzeigewert gleichzeitig sichtbar sind.