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Belichtungsmesser Es sind optische Belichtungsmesser für photographische
Zwecke (f ustophot, Lios-Aktinometer) bekannt, die das vom Aufnahmegegenstand ausgehende
Licht in einem Tubus auf einer Mattscheibe sammeln, worauf es durch eine Blendenvorrichtung
reduziert wird, bis für das gegen Außenlicht abgeschlossene Auge gewisse, gegen
das erleuchtete Feld gestellte Einzelheiten gerade noch oder nicht mehr erkennbar
sind.
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Diese bekannten Belichtungsmesser haben den Nachteil, daß die Messung
jeweils mit einer ganz bestimmten, der Ausführung des Instruments zugrunde gelegten
Dunkelgewöhnung des Auges vorgenommen werden muß. Dauert der Meßvorgang länger als
vorgesehen oder liegt bei dem Messenden eine von .der Helligkeit des Aufnahmegegenstandes
abweichende Augenadaption vor (Übergang aus Hell ins Dunkel oder umgekehrt, Tragen
einer Sonnenschutzbrille usw.), so müssen die Ergebnisse unbedingt falsch werden.
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Weiter sind aber auch rohrförmige Belichtungsmesser bekannt, bei denen
die Helligkeit des Aufnahmegegenstandes zu einem in seiner Helligkeit gleichbleibenden,
aus radioaktiver Leuchtmasse bestehenden Feld in Beziehung gesetzt wird, jedoch
haben diese bekannten Belichtungsmesser den Nachteil, daß ein Bild des Aufnahmegegenstandes
mit dem Leuchtfeld verglichen wird, wodurch, da also viele Töne zum Vergleich mit
einem stehen, der Meßv organg sehr kompliziert wird, daß nur ein Leuchtfeld von
mittlerer Helligkeit vorbanden ist, woraus sich ergibt, daß z. B. bei hellem Licht
beide Augen vor der Messung erst durch minutenlangen Lichtabschluß an das Dunkel
gewöhnt werden müssen, oder daß das Instrument nur zum Messen von Ob-
jekten
mit ziemlich geringen Helligkeitsunterschieden benutzt werden kann, und daß ferner
im Ruhezustande durch das Okular des Instruments Licht eindringt und die radioaktive
Leuchtmasse zu stärkeremLeuchten anregt, so daß die vorausgesetzte gleichbleibende
Helligkeit bis zum Abklingen der Erregung nicht mehr vorhanden ist, also eine falsche
Messung zustande kommen muß.
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Gegenüber diesen bekannten Belichtungsmessern besteht die Neuheit
der Erfindung darin, daß in einem Rohr (Tubus) drehbar eine undurchsichtige Scheibe
angeordnet ist, die mit mindestens drei gleichmäßig aus der Mitte heraus versetzten
halbkreisförmigen Ausschnitten, den sogenannten Lichtfeldern, versehen ist, die
durch das von dem Aufnahmegegenstand einfallende, durch Mattscheiben gleichmäßig
zerstreute und durch eine Blaugrünscheibe bzw. ein Blaugrünfilter gefärbte Licht
erleuchtet werden, während auf der hinteren Seite der drehbaren Scheibe sich neben
den Lichtfeldern halbkreisförmige und die Lichtfelder zu ganzen Kreisen ergänzende
Auftragungen von radioaktiver Leuchtmasse von unterschiedlicher, bestimmter Intensität
befinden, so daß je nach er Helligkeit des Aufnahmegegenstandes ein bestimmtes Lichtleuchtfelderpaar
der drehbaren
Scheibe vor den kreisförmigen Ausschnitt der dahinter
angeordneten festen Scheibe gedreht werden kann, worauf durch Regulieren der vorn
angebrachten Blendenvorrichtung die HEIligkeit des Lichtfeldes so abgestimmt werden
kann, daß es mit der konstanten Helligkeit des Leuchtfeldes genau übereinstimmt
unri mit ihm zu einem gleichtonigen Kreis zusammenfließt.
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Durch diese Einrichtung wird bewirkt, daß im Gegensatz zu den bekannten
Belichtungsmessern auch ein an (im Vergleich zum Aufnahmegegenstand) helleres oder
weniger helles Licht gewöhntes Auge richtig messen muß, weil es dann beides, Licht-
und Leuchtfeld, entweder heller oder dunkler wahrnimmt, daß der Vergleich der Objekthelligkeit
mit dem radioaktiven Vergleichsfeld erleichtert wird, da die auf die Leuchtfelder
abzustimmenden Lichtfelder der Ausdruck der Durchschnittshelligkeit des Aufnahmegegenstandes
sind, also nur ein Ton auf einen anderen abzustimmen ist, daß ferner die Messung
unmittelbar nach dem Ansetzen des Belichtungsmessers an das Auge vorgenommen ,-erden
kann, weil .das hellste der Leuchtfelder selbst bei Sonnenlicht auch vom nicht dunkeladaptierten
Auge sofort wahrgenommen wird, und daß sowohl bei sehr hellem als auch bei schwächstem
Licht gemessen werden kann, weil .drei oder mehr Leuchtfelder von verschiedener
Intensität zum Vergleich bereitstehen, sowie daß kein Außenlicht die Helligkeitskonstanz
der radioaktiven Leuchtfelder verändern, also das Meßergebnis fälschen kann, weil
die drehbare Lichtleuchtfelderscheibe im Ruhezustande so gestellt wird, daß kein
Leuchtfeld hinter der Öffnung der festen Blendenscheibe sichtbar wird.
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Auf der Zeichnung ist derErfindungsgegenstand in einer beispielsweisen
Ausführungsform schematisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. z den Belichtungsmesser
im Schnitt, Abb. a die Licht- und Leuchtscheibe und Abb.3 die feste Scheibe mit
versetztem Kreisausschnitt in Rückansicht.
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In einem aus geeignetem Material hergestellten und in geeigneten Abmessungen
gehaltenen Rohr a mit vorderem Tubus b ist eine Mattscheibe o. dgl. c angeordnet,
hinter der eine Glasscheibe o. d.gl. d von blaugrüner Farbe befestigt ist. Anschließend
an diese Scheibe d ist in das Rohr d eine an sich bekannte, regulierbare Blende
f, beispielsweise eine Irisblende o. dgl., eingesetzt, hinter der sich eine Mattscheibe,
Opal- oder Riftelglasscheibe g befindet. Mit größerem und geeig- , netem Abstand
hinter dieser Mattscheibe o. dgl. g ist in dem Rohr a eine weitere Mattscheibe o.
dgl. li befestigt, hinter der drehbar eine Scheibe i angeordnet ist, die mit drei
oder auch mehr aus ..dem Mittelpunkt der Seheibe heraus versetzten halbkreisförmigen
Ausschnitten k (Lichtfelder) versehen ist, die durch halbkreisförmige, radioaktive
Auftragungen l (Leuchtfelder) zu vollen Kreisen ergänzt werden, die sich auf der
Rückseite der Scheibe i. ergeben. Anschließend an diese drehbare Scheibe
i ist in :dem Rohr a eine weitere feste Scheibe in vorgesehen, die einen
kreisförmigen Ausschnitt n aufweist, der ebenfalls aus der Mitte heraus versetzt
ist und jeweils mit den Licht- und Leuchtfeldern k, Z der drehbaren Scheibe i übereinstimmt.
Hinter dieser Scheibe m ist mit Abstand eine konkave Linse o vorgesehen, während
das Rohr a nach hinten durch eine Augenmuschel p abgeschlossen bzw. beendigt wird.