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Klaviatur.
Bei den gegenwärtig im Gebrauche stehenden Klaviaturen sind die für die Halbtöne vorgesehenen Tasten, die schwarzen Tasten, gegenüber den weissen Tasten kürzer gehalten und demnach zurückversetzt. Diese kürzeren Tasten sind weiters gegenüber den längeren Tasten überhöht angeordnet. Der Spieler ist daher gezwungen, beim Spiele, wenn er eine oder mehrere zurückversetzte Tasten, die der jeweilig gespielten Tonart entsprechen, zu benutzen hat, wobei die Finger beider Hände oft in beiden Ebenen liegende Tasten anschlagen müssen, zurückzugreifen. - Dieser Umstand erschwert das Spiel.Diesem Übelstande wird durch die Klaviatur gemäss der Erfindung abgeholfen, bei welcher alle Tasten gleich lang sind und in gleicher Höhe, sohin in einer Ebene liegen, wodurch der störende Höhenunterschied vermieden ist.
Aus dieser Anordnung der Tasten ergibt sich, wie die Zeichnung in einer beispielsweisen Aus-
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einander liegen. Diese Tasten sind vorzugsweise an der Innenfläche des aufklappbaren Deckels fortlaufend mit 1 bis Doppelkreuz bezeichnet und in Gruppen a, b, c usw. eingeteilt. 1 entspricht der jetzt üblichen Benennung c, 2 dem eis, 3 dem d usw. Eine Gruppe umfasst immer zwölf Töne bzw. Tasten. Nach dem Doppelkreuz der ersten mit a bezeichneten Tastengruppe beginnt die zweite Tastengruppe b usw., bis alle Oktaven der Klaviatur benannt sind.
Die Tasten dieser Oktaven haben aber nicht wie bei der gegenwärtig im Gebrauch stehenden Klaviatur sieben Namen, sondern nur sieben Einzeichnungen. Dafür hat aber jede Taste, ob Halb-oder Ganzton genannt, eine eigene Benennung, also zwölf Namen. Folgedessen fallen alle Vorzeichen, Ton- erhöhungs-und Erniedrigungszeichen weg. Alle Musikstücke können leicht gespielt und leicht in jede beliebige Tonart übertragen werden. Statt der bis jetzt gebräuchlichen, durch die vielen dazugehörigen Linien verwirrenden und schwer erlernbaren Notenschrift ermöglicht die Tastatur gemäss der Erfindung eine sehr vereinfachte in Ziffern ausgedrückte Tonschrift. Es ist nur die Niederschrift der zum Musikstück gehörigen Töne bzw. Tasten und Gruppen erforderlich. Zu den Tastenbezeichnungen kommen dann nur noch die Angaben über Takteinteilung, Pausen u. dgl.
Nebenbezeichnungen hinzu.
Auf den Grundton jeder einzelnen Durtonleiter fällt immer die gleiche Bezeichnung, z. B. Dur-
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bei in Moll geschriebenen Stücken ändert sich nichts in der Tasten-bzw. Tonbezeichnung, da die entsprechend Molltonart lediglich auf der sechsten Stufe der zugehörigen Durtonleiter liegt bzw. ihren Grundton hat.
Bei der gegenwärtig im Gebrauche stehenden Klaviatur ist nur die C-Dur-Tonleiter erkenntlich.
Bei der Klaviatur gemäss der Erfindung sind alle zwölf Durtonleitern durch Einzeichnung erkenntlich gemacht, u. zw. farbig, beispielsweise rot, grün, schwarz. Die Bezeichnung IXII entsprieht den jetzt üblichen Dur-und Molltonleiterbezeichnungen.
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Tonleiter <SEP> I <SEP> = <SEP> Durtonleiter <SEP> C <SEP> oder <SEP> Molltonleiter <SEP> A
<tb> Tonleiter <SEP> II <SEP> = <SEP> Durtonleiter <SEP> Cis, <SEP> Des <SEP> oder <SEP> Molltonleiter <SEP> B
<tb> Tonleiter <SEP> III <SEP> = <SEP> Durtonleiter <SEP> D <SEP> oder <SEP> Molltonleiter <SEP> H
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Aber auch für die Molltonleitern ist das für die Durtonleitern erkenntlich gemachte Schema ohne weiteres anwendbar, da die betreffende Molltonleiter unter Verwendung der Tasten jener Durtonleiter gespielt wird, welcher die Molltonleiter als Paralleltonart zugeordnet ist. Es ist nur nötig, jeweils ihre
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siebente Stufe um eine Taste höher bzw. in der nächstfolgenden Bezeichnungsreihe zu greifen. Ist z.
B. die A-Moll-Tonleiter zu spielen, so verwendet man sämtliche bezeichneten Tasten der Reihe I, der C-DurTonleiter, mit Ausnahme der Taste 8, statt welcher die in der Reihe II bezeichnete Taste 9 gegriffen wird.
Die Erfindung ermöglicht nicht nur ein leichtes Spielen und Transponieren, sondern erleichtert die Arbeit des Komponisten und zeigt ihm Wege zu einer neuen edlen Musik.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Klaviatur, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Tasten einheitlich breit und lang ausgebildet sind und, nebeneinander liegend,, eine-ebene Fläche bilden.