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Rucksack.
Die Erfindung betrifft einen Rucksack mit einer steifen Rückenplatte und einer Einrichtung zur Distanzierung derselben vom Rücken des Trägers. Mit den bisher bekannten Einrichtungen dieser Art ist zwar zum Teil eine derart vollständige Distanzierung vom Rücken erzielbar, dass dieser ständig von Frischluft bestrichen werden kann. Einer praktischen Ausnutzung dieses Vorteiles steht aber entgegen, dass ein direktes Anliegen der insbesondere als Drahtbügel ausgebildeten Distanzstücke am Rücken erfolgt, was trotz Vorsehen einer Polsterung bei längerem Tragen an den Auflagestelle schmerzhaft wirkt.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile, indem mindestens je zwei von an der Rückenplatte befestigten Distanzstücken durch vorzugsweise waagrechte, gepolsterte Rückenleisten verbunden sind.
Hiedurch ist auch die Verwendung der Distanzstüeke als Transportgefässe möglich, weil diese nicht mit dem Rücken in Berührung kommen und daher steifwandig ausgebildet sein können.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht, u. zw. sind die Fig. 1, 2 und 4 Seitenansichten, während Fig. 3 eine Ansicht von rückwärts bei Weglassung der Riemen ist. Die Fig. 5-9 zeigen einige Ausbildungsmöglichkeiten der Distanzkörper.
Bei den Ausführungen nach Fig. 1-3 ist der Rückenteil des Rucksacks 1 mit der steifen Rückenplatte 2 in geeigneter Weise unlösbar verbunden. An die Rückenplatte sind ausser den Halteriemen 8 Distanzkörper 3 starr angeschlossen. Als solche sind insbesondere hohlzylindrisehe Körper aus mit Stoff überzogenem Material, Blech oder Leichtmetall (Fig. 1, 2,4) oder federnde Metallbänder (Fig. 6) vorgesehen. In Fig. 5 ist ein elastisches Distanzstück mit Aussenteil 5, Innenteil 6 und einer Feder 7 dargestellt, welches als Stossdämpfer wirkt ; an Stelle der Feder kann jeder andere Stossdämpfer verwendet werden, z. B. Pressluft.
Die einzelnen Distanzstücke 3 sind erfindungsgemäss durch Rückenleisten 4 verbunden. Diese sind insbesondere waagrecht angeordnet. Bei der Darstellung nach den Fig. 1 und 4 sind die Rückenplatten eben, bei Fig. 2 der Rückenform entsprechend angepasst ausgebildet. Fig. 4 zeigt die Anwendung der erfindungsgemässen Einrichtung bei Rucksäcken bekannter Art. Die Rückenplatte 2 wird mit einem beliebigen Rucksack mittels der Riemen 9, 10 an die Riemen 8 angeschlossen ; hiezu weist die Rückenplatte vorteilhaft Durchlassöffnungen 11, 12 für die Riemen 9, 10 auf. Die Befestigung der Rückenplatte am Rucksack kann auch durch Anknöpfeln oder auf beliebige andere Weise erfolgen.
Bei der Ausführung nach Fig. 7-9 sind die Distanzstücke je als Hohlgefäss 13 zum Transport von Flüssigkeiten ausgebildet und mit einer Einfüllöffnung 14 versehen. Sie können rückenseitig mit einer Filzauflage 16 versehen und mit der Rückenplatte lösbar oder unlösbar verbunden sein. Im letzten Falle ist eine drehbare Verbindung mittels Gelenke 15 vorteilhaft, um die Öffnung 14 in die für das Füllen bzw. Entleeren des Gefässes 13 vorteilhafte Lage bringen zu können. Die Transportstellung kann in geeigneter Weise, z. B. durch einen unter Federdruck stehenden und in eine Aussenkung der Rückenplatte 2 einschnappenden Stift, gesichert sein.
In den Fig. 1 und 2 ist noch eine Tragvorrichtung für einen Mantel 19 od. dgl. veranschaulicht ; sie besteht aus Riemen 17 und Schnallen 18, die an der Aussenseite des Rucksacks angebracht sind, u. zw. dort, weil das übliche "Durchstecken" des Mantels zwischen Rücken und Rucksack durch die Verwendung der steifen Rückenplatte 2 unmöglich gemacht wird und die angestrebte Wirkung der Erfindung, nämlich die Freihaltung des Rückens, ausschliessen würde.