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Messerähnlicher Schaber.
Der Zweck der Erfindung ist, einen messerähnlichen Schaber zu schaffen, der zum Aufbringen,
Verteilen oder Abschaben eines in erhitztem Zustande leichter zu bearbeitenden Materials besonders geeignet ist.
Eine besonders zweckmässige Anwendung des messerähnlichen Schaber gemäss der Erfindung ist in Verbindung mit dem Aufbringen, Verteilen oder Abschaben von der Art Materialien, die zur Zeit zum Schmieren der Skiunterseite benutzt werden. Diese Art Materialien haben eine ausserordentlich klebrige und unhandlich Konsistenz und lassen sich in kaltem Zustande, oder wenn die Skier nass sind, schwierig gleichmässig auf der Unterfläche des Skies verteilen. Selbst wenn das Aufbringen von Skiwachs in einem warmen Raume stattfindet, ist es schwierig, es gleichmässig auf den Skiern zu verteilen, und diese Schwierigkeit erhöht sich beträchtlich, wenn das Aufbringen von Skiwachs im Freien vorgenommen werden muss, wo vielleicht die Skier nass sind oder es kalt ist.
Ferner ist es bei der Anwendung von Skiwachs sehr oft notwendig, altes Skiwachs zu entfernen, da das auf den Skiern vorhandene Wachs sich vielleicht nicht für die Beschaffenheit des Schnees eignet, welche dieser im Augenblicke hat, und es gegebenenfalls notwendig ist, ein neues Wachs aufzubringen.
Man hat früher, um die oben angegebene Arbeit zu erleichtern, teilweise kleine, erhitzte Bügel- eisenvorrichtungen und teilweise kleine Primuslampen zum Erhitzen der Skier und/oder des Wachses benutzt, wonach das Verteilen oder Schaben mit einem gewöhnlich geformten Schabenmesser ausgeführt wurde. Gemäss der Erfindung wird eine Vorrichtung geschaffen, die in völlig wirksamer und zweckmässiger
Weise zum Verteilen des Skiwachses oder eines andern ähnlichen Materials auf einer Fläche angewendet werden kann gleichzeitig damit, dass das zu verteilende Material in passendem Grade erhitzt wird.
Die Erfindung besteht somit in einer Vorrichtung zum Aufbringen, Verteilen oder Abschaben eines
Materials, welches sich in warmem Zustande leichter bearbeiten lässt, und ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Klinge oder dem Handgriff des Messers eine Vorrichtung befestigt ist, die zum Festhalten eines Brennstoffes, z. B. eines Brennstoffes in fester Form dient, der zum Brennen gebracht sowohl die
Klinge als auch das zu verteilende oder zu entfernende Material erhitzt, das sich in unmittelbarer Nähe der Klinge befindet.
Der Erfindungsgegenstand kann in verschiedener Weise geformt werden ; man kann somit durch das einfachste Verfahren an der Klinge einen federnden Halter befestigen, der zum Festhalten eines
Stückes festen Brennstoffs, wie z. B. die auf dem Markte bekannten Metatabletten, zwischen der Feder und der Klinge selbst benutzt werden kann.
Ferner können selbstverständlich eine Reihe anderer Verfahren zur Befestigung eines zweck- entsprechenden Brennstoffes in der Nähe der Klinge vorgeschlagen werden.
Das Messer selbst kann, wenn es zum Anwenden mit Skiern gedacht ist, an einzelnen Stellen mit passenden Abrundungen versehen werden, so dass nicht nur die Skifläche, sondern auch der Rand der
Skier leicht bearbeitet werden kann.
Zwecks leichteren Verständnisses der Erfindung wird sie nachstehend unter Hinweis auf die Zeichnung beschrieben, die zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigt, wobei dem Messer annähernd dieselbe
Form wie einem Kittmesser oder Spachtel gegeben ist. Fig. 1 zeigt die Erfindung im Grundriss. Fig. 2 zeigt dieselbe von der Seite gesehen.
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In der Zeichnung bezeichnet 1 eine Messerklinge von annähernd der gleichen Form wie ein Kitt- messer. Die Klinge kann an beiden Seiten des Vorderendes oder an anderer passender Stelle mit ab- gerundeten Teilen 2 versehen sein, die zum Bearbeiten von eingehobelten Rillen dienen und zweckmässig, wie z. B. der Rand an der Unterseite eines Skis, geformt sind. Die Klinke 1 ist an einem Schaft 3 befestigt, der aus einem wärmeisolierenden, wärmebeständigen Material hergestellt sein kann.
Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform ist an der Klinge eine Feder 4 festgenietet, die einen querverlaufenden, platten Kopf 5 hat. Diese Feder kann von der Klinge 1 etwas abgehoben werden, so dass zwischen der Feder und der Klinge-wie in Fig. 2 gezeigt-eine aus einem passenden
Brennstoff bestehende Tablette 6 angebracht werden'kann.
Obwohl die Erfindung vorstehend unter Hinweis auf ein Ausführungsbeispiel beschrieben ist, wobei das Messer annähernd die gleiche Form wie ein Kittmesser hat, kann die Erfindung selbstverständlich auch in Verbindung mit andern Messerformen, z. B. einem Messer in der Form eines grossen Jagdmessers, benutzt werden. In diesem Falle wäre es zweckmässig, den Brennstoffbehälter lösbar vorzusehen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Messerähnlicher Schaber zum Aufbringen, Verteilen oder Abschaben eines Materials, das sich in warmem Zustande leichter bearbeiten lässt, dadurch gekennzeichnet, dass an der Klinge oder dem Hand- griff des Messers eine Vorrichtung befestigt ist, die zum Festhalten eines Brennstoffes, z. B. Brennstoff in fester Form, dient, der durch Anzünden die Klinge erhitzt.