AT145465B - Starkstromübertragungsanlage. - Google Patents

Starkstromübertragungsanlage.

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AT145465B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Starkstromübertragungsanlage. 



    Die Kabel für hohe Wechselspannungen und Stromstärken erhalten sehr grosse Durchmesser, wenn die isolierten Leiter verseilt und mit einem gemeinsamen Bleimantel umgeben werden. Hiedurch verteuert sich die Herstellung von Kabelfernübertragungsleitungen erheblich. Wenn die Fernübertragung in Einleiterkabeln stattfindet, die nebeneinander verlegt werden, vereinfacht und verbilligt sich zwar die Herstellung, doch müssen Vorkehrungen getroffen werden, um schädliche Influenz-und Induktionswirkungen auf den Kabelmantel und nach aussen zu vermeiden. 



  Die Erfindung betrifft eine Anordnung, die dieses Ziel erreicht. Es werden gute Leiter aus nicht magnetischen Werkstoffen auf den Bleimänteln der Einzelkabel in inniger Verbindung mit ihnen entlanggeführt. Diese guten Leiter an parallel verlegten Kabeln zusammengehörender Phasen werden durch mehrfache Querverbindungen kurzgeschlossen, deren Abstände gemäss der Erfindung von der Längsmitte der Kabelfernübertragungsleitung aus gerechnet nach den Enden zu fortschreitend immer kleiner werden. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn die Querverbindungen in Abständen nach der geometrischen Reihe 1/2. /s, Vie usw. angeordnet werden. 



  Die Erfindung ist durch die Zeichnung in ihrer zweckmässigsten Ausführungsform schematisch wiedergegeben. Es sind mit Al, A2, A'die drei Kabelleiter eines Dreiphasennetzes mit den Mänteln Bl, B2, B3 bezeichnet. Über die Länge L dieser einzeln verlegten Kabel sind Querverbindungen C angebracht, die die Kabelmäntel der drei Phasen miteinander verbinden. Die mittlere Verbindung befindet sich, wie durch die beigesetzten Ziffern angedeutet ist, in einer 1/2 L Entfernung von den beiden Enden. Die nächsten Verbindungen befinden sich in einem Abstand von 1/4 L, die folgenden in 1/8 L von beiden Enden an gemessen usw. in fortschreitend kleiner werdenden Abständen gemäss der geometrischen Reihe. In der schematischen Zeichnung ist der Deutlichkeit halber der Dartsellung wegen angenommen, dass die Abstände an den beiden Enden bis auf 1/32 der Gesamtlänge gesunken sind.

   Bei einer wirklichen Ausführung sollen jedoch die Teilungen nach der angegebenen geometrischen Reihe bis auf ein sehr kleines Mass der beiden Endabstände weitergeführt werden, was stets mit nur wenigen Querverbindungen erreichbar ist. 



  Durch die Ausrüstung des Kabelmantels mit einem guten Leiter, der bekanntlich zur Verminderung der induzierten Mantelströme dient, und durch zahlreiche, an sich bekannte Querverbindungen der guten Mantelleiter zusammengehörender Phasen wird erreicht, dass die Induktionsströme im Mantel herabgemindert werden und ausserdem, dass sich die durch Influenz hervorgerufenen Ladespannungen der Mäntel ausgleichen.

   Durch die besondere Verteilung der kurzschliessenden Querverbindungen gemäss der Erfindung aber wird weiter erreicht, dass im Kabelmantel die Induktionsströme vollkommen unterdrückt werden, da nur die beiden Endfelder, die sehr klein gemacht werden können und sollen, diese schädlichen Ströme induzieren, während in den übrigen Feldern induzierte Mantelströme nicht entstehen können, da die dort induzierten Spannungen infolge der Anordnung sich gegenseitig vollständig aufheben. Ein weiterer Vorteil der Anordnung der Querverbindungen nach der geometrischen Reihe Va. 



  1/4, 1/8, 1/16 usw. ist der geringe Materialaufwand gegenüber dem der zahlreichen andern Massnahmen, die zur Beseitigung der Induktionsströme bisher angestrebt worden sind. 



  Auch bei gleichen Abständen der Querverbindungen tritt der im Mantel fliessende Induktionsstrom nur infolge der Induktionswirkung der beiden Endfelder ein, während die Induktionswirkungen der andern Felder sich gegenseitig aufheben, so dass die Querverbindungen, mit Ausnahme der an den Enden gelegenen, keine Induktionsströme führen. Wollte man jedoch sehr geringe Abstände der Quer-   

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   verbindungen durchwegs anwenden, sso Side   ein viel grösserer Materialaufwand erforderlich sein. Würde man z. B. das   Endfeld gleich Vie   der Gesamtlänge bemessen, dann würden sich 17 Querverbindungen ergeben gegenüber 9 beim Anmeldungsgegenstand. Die Fortsetzung der geometrischen Reihe führt zu noch günstigeren Verhältnissen.

   Die neue Regel gestattet also, den induzierten Mantelstrom ebenso vollkommen zu   unterdrücken wie   die Anordnung der Querverbindungen in gleichen, sehr kleinen Abständen. Diese gleichmässigen Abstände dürfen nicht etwa durch Zusammenlegen der Mäntel unendlich klein gemacht werden, da dann verlustbringende Wirbelströme auftreten würden, die bei der neuen Anordnung ausgeschlossen sind. 



   Die Erfindung ist nicht auf mehrphasige   Starkstromübertragungsanlagen beschränkt.   



   . PATENT-ANSPRÜCHE :   1. Starkstromübertragungsanlage für hohe Wechselspannungen durch Einleiterkabel, bei der die auf die Bleimäntel zur Erhöhung der Leitfähigkeit aufgebrachten zusätzlichen Leiter durch Quer-   verbindungen sämtlicher Phasen miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Querverbindungen von der Mitte der Übertragungsanlage aus gerechnet in Abständen angeordnet sind, die nach den Kabelenden zu kleiner werden.

Claims (1)

  1. 2. Übertragungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von der Mitte nach den Enden der Übertragungsanlage zu gerechnet der Abstand zweier aufeinanderfolgender Querverbindungen jeweils die Hälfte des Abstandes des vorherigen Paares von Querverbindungen beträgt. EMI2.1
AT145465D 1935-07-01 1935-07-01 Starkstromübertragungsanlage. AT145465B (de)

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