<Desc/Clms Page number 1>
Als Frischluttheizung verwendbare Vorrichtung an Kraftwagen od. dgl. zum Wärmen oder Kochen von Speisen u. dgl. mittels Abgas.
Vorrichtungen zum Wärmen oder Kochen von Speisen od. dgl. mittels Abgas sind bei Kraftwagen bereits in den mannigfachsten Ausführungen bekanntgeworden. Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht diesem Bekannten gegenüber darin, eine solche mittels Abgas betriebene Heizvorrichtung gleichzeitig zum Erwärmen des Wageninneren verwendbar zu machen, ohne aber hiezu die Abgase unmittelbar als Heizmittel für das Wageninnere zu gebrauchen ; dazu soll vielmehr Frischluft dienen, die z. B. vom Kühler nach dem Wageninneren geleitet und auf diesem Wege durch die Heizvorrichtung geführt wird, so dass sie unter dem Einfluss der Abgase bis zu einem gewissen Grade erhitzt wird.
Das Kennzeichen des Erfindungsgegenstandes besteht darin, dass in die einen doppelwandigen Behälter bildende Heizvorrichtung eine verschliessbare Frischluftzuleitung mündet, so dass die Heizvorriehtung wechselweise entweder zum Kochen bzw. Erwärmen von Speisen od. dgL oder zum Erhitzen von Frischluft dienstbar gemacht werden kann, die von der Heizvorrichtung nach dem Wageninneren geführt wird.
An sich ist es bereits bekannt, das Wageninnere mittels erhitzter Frischluft zu erwärmen, wobei das Erhitzen der Frischluft durch die Abgase erfolgt. Demgegenüber besteht die Erfindung darin, dass die mittels Abgas betriebene Heizvorrichtung gleichzeitig eine Vorrichtung zum Heizen des Wageninneren und eine solche zum Wärmen bzw. Kochen von Speisen u. dgl. in einem Stück verkörpert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Die Fig. 1 zeigt im Schnitt die mittels Abgas betriebene Heizvorrichtung mit der Einrichtung zum Erhitzen von Frischluft und Fig. 2 den zu diesem Zwecke in die Heizvorrichtung eingesetzten Teil von unten gesehen.
Die Heizvorrichtung 1 besteht aus einem doppelwandigen Behälter, in den, falls sie zum Erwärmen bzw. Kochen von Speisen od. dgl. gebraucht werden soll, das hiezu notwendige Koehgefäss eingesetzt wird. Zweckmässig ist hiebei das Kochgefäss so bemessen, dass es im Gebrauchszustand allseitig an der Innenwand der Heizvorrichtung 1 anliegt. In den zwischen den zwei Wänden befindlichen Hohlraum der Heizvorrichtung 1 wird Abgas eingeführt, das durch das Rohr 5 in diesen Hohlraum geleitet und durch das Rohr 6 daraus abgeführt wird. Ausgestattet ist die Heizvorrichtung 1 nun ferner mit einer Frischluftzuleitung 2, die in das Innere des von der Heizvorrichtung 1 gebildeten Behälters mündet.
Diese Frischluftzuleitung 2, die durch eine Klappe 7 verschliessbar ist, ist in an sich bekannter Weise bis zum Kühler vorgezogen und läuft dort in einen Trichter aus. Bezweckt wird mit der Anordnung der Frischluftzuleitung 2, die Heizvorrichtung 1, wenn sie nicht zum Erwärmen bzw. Kochen von Speisen od. dgl. gebraucht wird, zum Erwärmen des Wageninneren dienstbar zu machen. Und zwar soll dann die Heizvorrichtung das Erhitzen der durch die Leitung 2 zugeführten Frischluft übernehmen, die aus dem Inneren der einen Behälter bildenden Heizvorrichtung 1 nach dem Wageninneren geführt wird.
Um ein befriedigendes Erhitzen der Frischluft zu erzielen, wird hiebei in den oben offenen Behälter, den die Heizvorrichtung 1 darstellt, ein Körper 3 eingesetzt, der so ausgeschaltet ist, dass er den Innenraum der Heizvorrichtung teilweise ausfüllt und somit die durch die Leitung 2 eingeführte Frischluft an die Innenwand drängt. Aus dem gleichen Anlasse ist der Körper 3 im übrigen auch so ausgestaltet, dass er den Innenraum der Heizvorrichtung bis auf eine kleine, beim Ausführungsbeispiel unten liegende Durchgangsstelle in zwei Kammern unterteilt. Ausgerüstet ist der Körper 3 zu diesem Zwecke mit den Rippen 8,
<Desc/Clms Page number 2>
die parallel zur Längsrichtung des Körpers 3 verlaufend darauf gesetzt sind.
Im übrigen muss der Körper 3 so beschaffen sein, dass er die Heizvorrichtung 1 nach oben abschliesst, wobei ausserdem noch Sorge für das Abführen der erwärmten Frischluft zu tragen ist. Dem Ausführungsbeispiel zufolge ist der Körper 3 zu diesem Zwecke mit einer Kammer 4 ausgestattet. Die Kammer 4 besteht aus einem rechteckigen
EMI2.1
in der Vorrichtung 1 erhitzte Frischluft in den kammerartigen Behälter 4 und durch dessen offene nach oben gerichtete Schmalseite in das Wageninnere.
Die Heizvorrichtung mit ihren Einzelheiten liegt zweckmässig ausserhalb des Wageninneren, z. B. unter der Fahrgestellabdeckung.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Als Frischluftheizung verwendbare Vorrichtung an Kraftwagen od. dgl. zum Wärmen oder Kochen von Speisen u. dgl. mittels Abgas, die aus einem das Gefäss für die zu kochende Speise aufnehmenden doppelwandigen Behälter besteht, dadurch gekennzeichnet, dass in den Innenraum der Heizvorrichtung (1) eine verschliessbare Frischluftzuleitung (2) mündet.