AT144811B - Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Brennpulverkraftmaschinen mit Druckluftspülung. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Betriebe von Brennpulverkraftmaschinen mit Druckluftspülung.

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AT144811B
AT144811B AT144811DA AT144811B AT 144811 B AT144811 B AT 144811B AT 144811D A AT144811D A AT 144811DA AT 144811 B AT144811 B AT 144811B
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Rudolf Dipl Ing Pawlikowski
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Rudolf Dipl Ing Pawlikowski
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Description


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 also auf eine grössere Luftmenge, die durch den Auspuff hinausgeht, so dass in der zu verdichtenden Luftfüllung des Arbeitszylinders höchstens nur ein so geringer Staubgehalt verbleibt, dass er für den Betrieb und die Abnutzung in der Maschine nicht mehr nachteilig wirkt. 
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 dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 eine Viertaktmaschine mit Stufenkolben, Fig. 2 dieselbe Maschine um   900 gedreht   im Schnitt gezeichnet, Fig. 3 eine Viertaktmaschine mit Turbogebläse, Fig. 4 eine Doppelkolbenzweitaktmaschine, die Fig. 5-8 je eine Zweitaktmaschine mit den gemäss der Erfindung angeordneten Ventilen und Schlitzen, Fig. 9 eine Zweitaktmaschine mit Kurbelkastenspülung und die Fig. 10 und 11 je eine Zweitaktmaschine anderer Ausführung. 



   Die Viertaktmaschine nach den Fig. 1 und 2 saugt beim Niedergang des Kolbens 1 in bekannter Weise durch den Saugstutzen 7, das Klappenventil 6 und Einsaugventil 3 Frischluft an. Beim Verdichtungshub wird mit dem als Stufenkolben ausgebildeten Arbeitskolben 1 im Luftpumpenraum 9 die durch 
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 mit verdichteter Luft gefüllt. Dann erfolgt Zündung, Entspannung und Auspuff im Arbeitszylinder, wobei die Luft im Gefäss 12 beim   Hoehgang   des Kolbens 1 durch die neu hinzukommende Luft noch weiter verdichtet wird. Nahezu am Ende des Auspuffhubes, ehe das Auspuffventil 2 wieder geschlossen wird, wird bereits das Ansaugventil 3 geöffnet. Jetzt strömt die im Gefäss 12 aufgespeicherte verdichtete Luft mit kräftigem, abkühlendem Strom durch das Ventil 3 in den Zylinder ein.

   Gleichzeitig werden auch die Zusatzspülluftventile 25 geöffnet und noch ein hochgespannter Spülluftstrom in den Zylinder geschickt. Die Organe 25 werden entweder durch Leitung 33 (Fig. 2) von 12 her oder von einer besonderen Pumpe aus mit Druckluft versehen. Die Einführungsorgane 3 und 25 sind so ausgebildet, z. B. mit Schirm   15,   dass der Spülluftstrom durch 3 und 25 zuerst den Kolbenboden trifft, auf dem sich erfahrungsgemäss am leichteste die   Schlackenansätze   bilden. Diese werden durch den kalten auf sie gerichteten Luftstrom schnell abgekühlt, springen ab und werden von der reichlich zugegebenen Spülluft durch das noch offene Auspuffventil 2 hinausgefegt. Der Spülluftstrom wirkt bis nach vollständigem Schluss des Auspuffventils 2 und ladet dann den Zylinder noch auf. 



   Der gezeichnete Stufenkolben 1 hält vorteilhafterweise mit seiner unteren Stufe 8 das zum Teil mit Asche durchsetzte, nach unten ablaufende Kolbenschmieröl vom Eintritt in den Kurbeltriebraum der Maschine ab. Das sich in der Kurbelwanne sammelnde   Triebwerksschmieröl   bleibt also von dem ascheführenden   Kolbenschmieröl   getrennt und kann ohne schwierige Reinigung im Kreislaufe wieder verwendet werden. Das aus dem Luftpumpenraum 9 mitgerissene unreine Schmieröl scheidet sich im Raume 12 durch geeignete Pralleinbauten 5 aus der Spülluft ab und kann bei 13 unter Druck von Zeit zu Zeit abgeblasen werden. 



   Die Viertaktmaschine nach Fig. 3 unterscheidet sich von der eben beschriebenen Ausführungsform dadurch, dass hier die Spülluft von einem Ventilator oder Turbogebläse 16 erzeugt wird. Das Gebläse 16 sitzt auf einer Welle   17,   die eine Auspuffturbine 18 trägt. Die durch das Auspuffventil 2 ausfegenden Abgase treiben in bekannter Weise die Auspuff turbine 18 und somit das Gebläse 16 an. Durch die   Rückschlagklappe   6 wird der   Gebläseüberdruck   am Entweichen durch das Ansaugrohr 7 verhindert. 



  Unter Umständen kann dieses Rückschlagventil 6 weggelassen werden, so dass der Kolben 1 seine ganze Frischluft durch das Spülgebläse 16 erhält oder durch dieses hindurch ansaugt. 



   Da bekanntlich der Kolben 1 an seinem Kopfe vor den Kolbenringen zur Vermeidung des Fressens einen kleineren Durchmesser hat, so bleibt in diesem dadurch entstehenden Ringraum 14 vom letzten   Ausschub   her besonders unreine Restluft und Asche zurück. Um auch diese ausblasen zu können, wird das Ansaugventil 3 vorteilhaft durch eine schieberartige Rohrwand 15 nach der Zylindermitte zu abgeschirmt, so dass der Luftstrom in der Hauptsache zuerst an die Zylinderwand und somit auch in den Ringraum 14 geblasen wird. Er strömt dann in zwei Teilströmen innerhalb des Ringraumes 14 um den Kolbenkopf zum Auspuffventil 2 und bläst auch die Asche aus 14 aus. 



   In der Anwendung auf Zweitaktmaschinen eignet sich zur Ausführung der Erfindung besonders die Zweikolbenmasehine nach Fig. 4. Der Pulverflammenstrahl ist hier quer zur Zylinderachse auf die der Einführungsstelle 20 des Kohlenstaubes gegenüberliegende Zylinderwand 21 gerichtet. Die Maschine besitzt einen dem Arbeitskolben 1 gegenüberliegenden Kolben 22, der mit einer Stufe 8 für eine Spülluftpumpe 9 versehen ist. Die kalte Spülluft der Spülluftpumpe 9 wird durch einen Überströmkanal 12 durch die um den Umfang des oberen Zylinderteiles verteilt angeordneten Schlitze 23 in den Zylinder   4-   eintreten gelassen, streicht in geradlinigem Strome durch den ganzen Zylinderquerschnitt und strömt nach ihrem Aufprallen auf den Arbeitskolben 1 durch die unteren Auspuffschlitze   24   hinaus.

   Dabei wird die Schlacke, die sich zumeist an der Zylinderwand gegenüber der Einführungsstelle des Kolbenpulvers bildet, durch diesen Spülluftstrom leicht abgesprengt, weil er in ausserordentlich starker Weise senkrecht gegen solche Schlackenkegel bläst. Der volle Strom kalter frischer Spülluft trifft dann am ganzen Zylinderquerschnitt senkrecht auf den abzufegenden heissen Auspuffkolbenboden 1 und erzeugt, sich von ihm im rechten Winkel umlenkend, dadurch einen wirksamen Spülluftstrom auf den Kolbenboden 1. Dieser wird, weil an ihm die ganzen heissen Auspuffgase vorbeistreichen, immer heisser als der 

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Kolbenboden an der Eintrittsstelle 2. 3 der Spülluft und ist infolgedessen am meisten durch die sich an ihm ansetzende Asche gefährdet.

   Der obere Kolben 22 wird durch die kalte Spülluft um so viel kühler gehalten, dass dort praktisch keine Schlacke anfrittet. 



   Bei den Fig. 1-3 und den nachstehend erläuterten Fig.   5-11   ist die Anfrittung der Asche auf dem heissen Kolbenboden am stärksten, weil er von der Pulverflamme senkrecht getroffen wird, die bei diesen Maschinen in der Richtung der   Zylinderaehse   auf den Kolben gerichtet ist. 



   Einkolbige Zweitaktmaschinen werden nach Fig. 5 besonders vorteilhaft ausgebildet, wenn die Ventile 25 für die Spülluft in den Zylinderdeckel gelegt werden. Dann streicht der kalte Spülluftstrom ebenfalls in fast gerader Richtung durch den Zylinderquerschnitt und kommt senkrecht auf den Arbeitskolben 1 zur Wirkung, wobei er die heisse angesetzte Schlacke abschreckt, zum Abplatzen bringt und sogleich durch die Auspuffschlitze 24 mitnimmt. 



   Zur Verstärkung des Spülluftstromes können gegebenenfalls   Zusatzventile 25'noch   im Zylinderkopf vorgesehen werden, die dann gleichzeitig mit den Ventilen 25 geöffnet werden. Es ist zu demselben Zweck natürlich auch möglich, durch die Ventile 25'höher gespannte Zusatzspülluft einzuführen, sobald die Ventile 25 vor Überdeckung der Auspuffschlitze 24 durch den Kolben schliessen. Vorteilhaft werden die Zusatzspülluftventile   25'nach     Abschluss   der Auspuffschlitze 24 noch kurze Zeit offen gelassen und der Zylinder durch 25'aufgeladen. 



   Der die Auspuffschlitze steuernde Kolben 1 muss bei Zweitaktmaschinen auf der Kopfhöhe   14   kleineren Durchmesser bekommen als unterhalb der Ringe. In diesem Ringzwischenraum füttern sich gern die abgesprengten Schlackenteilchen ein. Um diesen Ringraum 14 des Kolbenkopfes von der abgesprengten Schlacke zu befreien, wird nach Fig. 5 noch eine Reihe von   Spülluftschlitzen   27 unterhalb der Auspuffschlitze 24 angeordnet, durch die ein zweiter Spülluftstrom im unteren Totpunkt des Kolbens die Rückstände nach den Auspuffschlitzen 24 zu ausbläst. 



   Auch die Doppelkolbenmaschine nach Fig. 4 kann in dieser Weise am unteren Kolbenringraum 14 gereinigt werden. 



   Einfacher wird die Bauart, wenn nach Fig. 6 der Kolben 1 die Spülluft steuert und der Auspuff durch Deckelventile 24 nach oben entweicht. Der Spülluftstrom bestreicht dann allerdings nur den Kolbenboden, kühlt aber trotzdem genügend, so dass die Schlackenkrusten abspringen, und reinigt den Ringraum 14 mit. Man kann durch die gesteuerten Öffnungen   23, 25,   27, Fig. 4-6, entweder niedrig oder aber auch   hochgespannte   Luft einführen, doch wird bei den Fig. 4-6 im allgemeinen keine über den Spüldruck höher gespannte Luft zum Absprengen der Schlacken gebraucht, weil bei diesen Anordnungen der volle Spülstrom lotrecht durch den ganzen Zylinderquerschnitt strömt. Die senkrechte Beaufschlagung des Kolbens 1 durch den Spülluftstrom nach Fig. 4 und 5 ist am wirksamsten und vorzuziehen. 



   Bei den Fig. 7-11 liegt der Angriff der Fegkraft anders, weil die Spülluft nicht oder nicht ganz über den rein zu fegenden Kolbenboden wegstreicht. Die Spülluftenergie darf nämlich bei ihrem Eintreten am Kolbenboden nicht aufgezehrt werden, sondern muss vielmehr möglichst   ungeschwächt   erhalten bleiben, damit die Spülluft in der kurzen zur Verfügung stehenden Spülzeit im Zylinder auf und ab steigt und den ganzen Zylinderraum 4 bestreichen kann. Deshalb wird hier ein besonderer hochgespannter Luftstrom in den Zylinder eingeführt, um mit einer Zusatzkraft die Feggeschwindigkeit der Spülluft über den Kolbenboden genügend hoch zu bringen und zu verstärken. 



   Die Fig. 7 zeigt zunächst eine ähnliche Ausführung wie Fig.   5.   Der Unterschied besteht nur darin, dass in gewöhnlicher Weise bei Fig. 7 die   Spülschlitze   23 auf der einen und die Auspuffschlitze 24 auf der andern untern Zylinderseite liegen. Diese für Ölmaschinen bekannte Zweitaktschlitzspülung wird 
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 nach Fig. 7,8, 9 in den sonst von der Spülluft wenig oder nicht erreichten Ecken Zusatzspülventile 25 für niedrig gespannte Spülluft und gegebenenfalls 29 für höher gespannte Zusatzluft angeordnet werden. 



  Durch diese Spülventile 25 wird gleichzeitig während oder erst gegen Ende des normalen Zylinderausspülens durch die vom Kolben gesteuerten   Spülschlitze   23 weitere Spülluft durch den Zylinderraum 4 geblasen. Die Spülventile 25 können lotrecht, Fig. 7, oder ebenso wie die Ventile 29 waagrecht, Fig. 8, oder schräg nach Fig. 9 gelegt und gleichzeitig oder nacheinander gesteuert werden, so dass der Zylinderraum gleichzeitig oder nacheinander von verschieden gerichteten Spülluftströmen ausgefegt wird. 



   Nach der Ausführung nach Fig. 8 wird dem Zylinder einer nach dem Zweitakt arbeitenden Brennkraftmaschine durch die Schlitze 23,27 Spülluft zugeführt. Der Auspuff und die Ausspülung der Verbrennungsgase erfolgt durch die   Auslassschlitze   24. Am oberen Teil des Brennraumes befinden sich je 
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 verbunden ist, während 29 höher gespannte Spülluft durch Leitung 33 erhält. 



   Die Schlitze 27 sind durch das gesteuerte Ventil 35 von der Hochdruckleitung 33 und durch das gesteuerte Doppelventil 32,30 von der Niederdruckleitung   31   getrennt. Die Spülluftschlitze 23 werden ebenfalls von der Niederdruckleitung 31 gespeist und von dieser durch den Teller 32 des Doppelventils abgeschlossen. Man kann auch, besonders bei schnellgehenden Maschinen, dem   Ventil 23 höher   gespannte Zusatzspülluft aus 33 zuleiten. Eins oder mehrere der Zusatzspülluftventile 25, 29 und 35 können vorteilhaft zur Aufladung des Zylinders nach Abschluss der Auspuff schlitze 24 benutzt werden. 

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   Fig. 9 stellt die Anwendung der Erfindung auf Maschinen mit Kurbelkastenspülung dar. Der Arbeitskolben 1 ist als Sufenkolben mit einer sein Arbeitsraumhubvolumen übertreffenden Spülpumpe ausgeführt, die durch die grössere   Unterfläche   8 gebildet wird und bei 37 ansaugt. Gegen Hubwechsel in der unteren   Kolbentotlage   wird die Spülluft in sonst bekannter Weise durch die   Spülschlitze     M   in den Zylinder und durch die Auspuffschlitze 24 ins Freie   gedrückt.   Ein Teil dieser Kurbelkastenspülluft zweigt von der gemeinsamen Spülluftleitung 36 durch ein Rohr 34 nach einem im Zylinderdeckel angeordneten Zusatzspülluftventil 25 ab. 



   Ausserdem wird aber noch höher gespannte Spülluft aus dem Ringzylinder 9 des Stufenkolbens 1 entnommen, dessen Saugventil 38 aus der freien Luft oder schon vorgespannte Luft aus dem Kurbelkastengehäuse einsaugt. Dabei wirkt der Ringzylinder 9 als Verbundverdichter und drückt mit allmählich zunehmender Luftspannung beim   Hochgehen   des Kolbens 1 Spülluft in die   Überströmleitung   12 nach dem Ventil 29. Der Stufenkolben verhindert auch hier eine Vermischung des mit Asche verunreinigten Kolbenöles mit dem Triebwerksöl. Das Kolbenöl wird durch 13 abgeleitet. 



   Fig. 10 zeigt die Anwendung der Erfindung auf Zweitaktmaschinen mit übereinander liegenden   Spül-und Auspuffschlitzen   23,   24,   bei denen die Spülluft erst auf den Kolbenboden und dann im Kreise herum nach Art der Umkehrspülung durch den Zylinder geblasen wird. Dabei können wieder, ähnlich wie in den Fig. 8 und 9, Nachspülventile oder wirkungsgleiche Nachspülorgane (z. B. Kolbenschieber, Kreissegmentförmige Schieber oder Drehhähne) in der Nähe des Zylinderdeckels angeordnet sein. Vorteilhafter aber ist es, gemäss der Erfindung auf der von den Schlitzen 23, 24 noch nicht besetzten Zylinderseite eine dritte Gruppe Schlitze 29 für Zusatzspülluft und gegebenenfalls noch eine vierte Schlitzgruppe 27 anzuordnen.

   Diese Zusatzspülluftschlitze 27, 29 werden von der durch die normalen Spülschlitze 23 aus der Leitung 31 eintretenden, niedrig gespannten Spülluft mitgespeist, und ausserdem sind die oberen Schlitze 29 in durch ein Organ 35 gesteuerter Weise an die Leitung 33 der höher gespannten Luft angeschlossen. 



   Die Maschine nach Fig. 10 wirkt wie folgt : Öffnet der Kolben beim Abwärtsgang die Schlitze 29, so tritt zunächst ein Druckausgleich zwischen dem Zylinderraum und der vor den Schlitzen 29 liegenden Kammer ein. Darauf öffnet der Kolben die Auspuffschlitze 24. Sobald der Kolben die Schlitze 27 freigibt, strömt Luft aus der Leitung 31 und kurz darauf, wenn nämlich auch die Schlitze 23 vom Kolben freigelegt worden sind, weitre Spülluft durch die Schlitze 23 in den Zylinder ein und spült ihn von beiden unteren Seiten her kräftig aus, so dass sich in der Mitte des Zylinders ein Luftwalzenwirbel nicht ausbilden kann, der zwar die Luft umwälzt, aber keine neue Luft in den Zylinder strömen lässt.

   Ehe der Kolben die Luftschlitze 23, 27 beim Aufwärtsgang abschliesst, wird das Ventil 30 geöffnet, so dass weiterhin noch Spülluft durch das Ventil 30 und die Schlitze 29 in den Zylinder eintreten kann. Ehe der Kolben die Auspuffschlitze 24 abschliesst, wird das Organ 35 geöffnet, so dass jetzt noch einmal höher gespannte Luft aus der Leitung 33 stossartig in den Zylinder eintritt, noch einmal kräftig nachspült und dabei die schon 
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 die hochgespannte Luft nicht in die Niederdruckleitung 31 einströmt. Vorteilhaft kann man die höher gespannte Luft aus der Leitung 33 zum Aufladen des Zylinders benutzen, wenn man die Schlitze 29 um den Betrag 43 höher ausführt als die Auspuffschlitze 24, so dass sie vom Kolben erst etwas später als die gegenüberliegenden Auspuffschlitze 24 abgeschlossen werden. Zündung und Expansion verlaufen darauf in bekannter Weise. 



   Die eine der beiden in Fig. 10 für die Ventile 30 und   35   notwendigen Steuerwellen kann entbehrt werden, wenn man nach Fig. 11 das obere Nachspül-und Ladeventil 42 in gleicher Richtung mit dem Kopfende des Nachspülventils   35   aufstösst und in den Kanal 33 für beide Ventile die höher gespannte Aufladeluft einführt. Ebenso können zur Vereinfachung der Konstruktion die Schlitze 27 und somit das   Zwischenventil   30 (Fig. 10) bzw. 42 (Fig. 11) auch weggelassen werden. 



   Die angegebenen Bauweisen lassen sich natürlich auch für doppelt wirkende Maschinen verwenden. 



  Die Erfindung ist ausser für ausschliessliche Brennpulvermaschinen auch bei allen solchen Maschinen verwendbar, welche sich wahlweise sowohl mit festen staubförmigen Brennstoffen als auch mit flüssigen oder mit festen und flüssigen Brennstoffen und mit Gemischen davon betreiben lassen. In allen Fällen wird durch den zwei-bis dreimal grösseren   Luftquersehnitt   der Lufteintrittsschlitze der Zylinder mit einer zwei-bis dreimal so grossen Luftmenge ausgespült und auf diese Weise die Restluft vom vorhergehenden Zündhub, die viel Asche enthält, auch aus den Ecken und Winkeln des Zylinders herausgebracht. 



  Diese Massnahme ist notwendig für Brennpulvermaschinen, aber auch nützlich für   Ölmaschinen.   

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Betriebe von Viertaktbrennpulverkraftmaschinen mit Druckluftspülung, dadurch gekennzeichnet, dass ausser der gewöhnlichen Spülluft noch kalte Zusatzluft durch besondere Einlässe in den Zylinder, u. zw. auf den vom Pulverflammenstrahl getroffenen Teil des Kolbenbodens oder der Brennraumwand, geleitet wird, so dass ein schroffer Temperaturabfall erzeugt wird und dadurch die dort EMI4.2 <Desc/Clms Page number 5> Abgasen samt den in ihnen allenfalls schwebenden Aschenrestkörnern nach dem Auspuff zu vom Spülluftstrom ausgefegt werden.
    2. Verfahren zum Betriebe von Zweitaktbrennpulverkraftmaschinen mit Druckluftspülung, dadurch gekennzeichnet, dass Spülluft in einer Menge, welche die dem Zylinderhubvolumen beim Spüldruck im Zylinder entsprechende Menge übersteigt, in den Zylinder, u. zw. auf den vom Pulverflammenstrahl getroffenen Teil des Kolbenbodens oder der Brennraumwand, geleitet wird, so dass ein schroffer Temperaturabfall erzeugt wird und dadurch die dort angefritteten Schlackenkrusten abgesprengt und mit den im Zylinder am Auspuffende zurückgebliebenen Abgasen samt den in ihnen allenfalls schwebenden Aschenrestkornern nach dem Auspuff zu vom Spülluftstrom ausgefegt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhaltung der Spülluftenergie die Spülluft zum Absprengen und Ausfegen der abgesprengten Schlacken in Form von ganz oder teilweise unter höherer Spannung als die normale Spülluft stehender Zusatzluft auf die rein zu haltenden Brennraumwände, insbesondere den heissen Kolbenboden, zur Wirkung gebracht wird.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spülluftstrom vom Kolbenboden aus geradlinig durch den vollen Querschnitt des Zylinders geführt wird, so dass die auf den Zylinderwänden angefritteten Schlackenkegel von dem zum Schlackenabsprengen benutzten Spülluftstrom senkrecht getroffen werden und die auf dem Kolbenboden erzeugten Absprengkühlwirbel die abgesprengte Schlacke mit zu den Auspufföffnungen hinausfegen.
    5. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den bekannten Ein- und Auslassschlitzen (23, 24) am äusseren Zylinderende noch ein oder mehrere Einlassorgane (25, 29) für die Spülluft zum Absprengen der Schlacken am Feuerende des Maschinenzylinders vorgesehen sind (Fig. 5 und 7 bis 9).
    6. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die am Zylinderfeuerende angeordneten Einlassorgane ( 5, 29) für die Spülluft zum Schlackenabsprengen und-ausfegen an die normalen Zuleitungen (12, 31, 33) der durch die am äusseren Zylinderende befindlichen Einlassschlitze (23, 27) in den Zylinder eintretenden niedrig und höher gespannten Spülluft angeschlossen sind (Fig. 8,9).
    7. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einführung der Spülluft ausser den unter den Auspuffsehlitzen (24) liegenden normalen Einlassöffnungen (23) noch eine zweite Gruppe von Einlass- und Ladeöffnungen (29) gegenüber den Auspuffsehlitzen (24) in der Zylinderwand angeordnet ist (Fig. 10, 11).
    8. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spülluft durch drei Gruppen von Einlassöffnungen (23, 29, 27) der Zylinderwand eingeführt wird, von denen zwei Gruppen (27, 29) der Auspuffschlitzgruppe (24) gegenüber liegen (Fig. 10, 11).
    9. Einrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die höher gespannte Spülluft vor ihrem Eintritt in den Zylinder durch die den Auspuffschlitzen (24) gegenüber liegenden Einlassschlitze (27, 29) durch ein Ventil (35) gesteuert und geregelt wird (Fig. 10, 11).
    10. Einrichtung nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die den Auslassschlitzen (24) gegenüber liegenden Einlassschlitzgruppen (27, 29) für die Spülluft an die normale Zuleitung (31) der in den Zylinder eintretenden niedrig gespannten Spülluft und an die Zuleitung (33) der höher gespannten Spül-und Ladeluft angeschlossen sind, wobei die höher gespannte Ladeluft nach Abschluss der Auspuffschlitzreihe (24) durch die (um 43) höher als diese Reihe (24) und ihr gegenüber liegende obere Einlasssehlitzreihe (29) als Nachladeluft in den Zylinder eintreten kann (Fig. 10,11).
    11. Einrichtung nach Anspruch 6 oder den Ansprüchen 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die normale durch ein oder zwei Ventile (30 oder 30 und 32) gesteuerte Spülluft vor Eröffnung des Ventils M für die hochgespannte Zusatzluft durch die den Auslassschlitzen (24) gegenüber liegende Einlassschlitze (27 in Fig. 8 bzw. 29 in Fig. 10) in den Zylinder eingeführt wird.
    12. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beide den Auslassschlitzen gegen- über liegende Einlassschlitzgruppen (27, 29) an die Zuleitung (33) der höher gespannten Nachladeluft angeschlossen sind (Fig. 8, 10, 11).
    13. Einrichtung nach den Ansprüchen 8,9 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuerorgan (42) die höher gespannte Spülluft zum Ausfegen der Schlacken derart steuert und regelt, dass sie bei Öffnung des die unteren Einlassschlitze (27) beherrschenden Absperrorgans (36) zunächst nur durch diese den Auslassschlitzen (24) gegenüber liegenden unteren Einlassschlitze (27) und nach deren Abschluss durch den Kolben erst durch die gleichfalls den Auslassschlitzen (24) gegenüber liegenden oberen Einlassschlitze (29) in den Zylinder eingelassen wird (Fig. 11).
    14. Einrichtung nach den Ansprüchen 8,9, 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass das die Zuleitung zu den Einlassschlitzen (27, 29) voneinander trennende Zwischenorgan (42) von der Steuerung des den Einlass zu den unteren Einlassschlitzen (27) beherrschenden Absperrorgans (35) gesteuert wird (Fig. 11). EMI5.1 <Desc/Clms Page number 6> die Spülluft allein erzeugt oder sie als vorgespannte Luft der Ringstufe (9) des Arbeitskolbens zuführt, die sie noch weiter verdichtet (Fig. 1 und 9).
    16. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die das Hubvolumen des mit zwei gegenläufigen Kolben (1, 22) ausgerüsteten Zylinders (4) übertreffende Spülluftpumpe (9) die Spülluft zum Absprengen und Ausfegen der Schlacke erzeugt (Fig. 4).
    17. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (1) am äusseren Hubende die Spülluftschlitze (23) steuert und der Zylinderdeckel das oder die Auslass organe (24) für den Auspuff und die schlackenführende Spülluft besitzt (Fig. 6).
    18. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Kolben (1) am äusseren Hubende die Auslassschlitze (24) steuert und der Zylinder- EMI6.1 besitzt (Fig. 5).
    19. Einrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zum Absprengen der Schlacken- ansätze des Ringraumes (14) zwischen dem Kolbenkopf und der Zylinderwand unter den Auspuffschlitzen (24) besondere Spülluftsehlitze (27) in der Zylinderwand vorgesehen sind (Fig. 5).
    20. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlassventil (8) mit einem Ringschirm (15) versehen ist, um den Spülluftstrom in den Ringraum (14) um den Kolbenkopf zu leiten und diesen von der BrennpulverseMacke zu befreien EMI6.2 EMI6.3
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