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Sirene, insbesondere für Fliegeralarm.
Bei den bisher bekanntgewordenen Sirenen, insbesondere den im Freien aufgestellten Sirenen, z. B. für Fliegeralarm, bestand der Mangel, dass sie vor allem im Winter sehr leicht versagten. Dies hatte seine Ursache darin, dass z. B. bei plötzlich einsetzendem Regen nach längerem Frost Wassertropfen sich zwischen den Stator und den Rotor der Sirene setzten und dort froren. Schon bei verhältnismässig wenig eingedrungenem Wasser konnte dieser Mangel auftreten, so dass der Anlauf der Sirene auch bei starken Antriebsmotoren verhindert wurde.
Dies war um so eher möglich, als man zwecks Erhöhung des Wirkungsgrades der Sirene bestrebt war, den Abstand zwischen Stator und Rotor möglichst klein zu halten, so dass sich in der Sirene verhältnismässig grosse Flächen sehr nahe gegenüber standen und Wassertropfen leicht auf beiden Flächen gleichzeitig festfrieren konnten.
Diesem Ubelstande suchte man bisher durch eine Abdeckung der Sirene abzuhelfen, jedoch zeigen die bisherigen Konstruktionen verschiedene Mängel. Entweder konnte man, um die seitliche Ausstrahlung des Schalles nicht zu sehr zu beschränken, das schützende Dach nicht weit genug herunterziehen, da damit die Öffnungen der Sirene verdeckt und der Schall gedämpft worden wäre, oder aber man entschloss sieh trotzdem dazu, mittels eines Daches die Öffnungen der Sirene völlig abzudecken, musste dann aber auf eine genügende Lautstärke der Sirene verzichten.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und bietet die Möglichkeit, unter gleichzeitiger Erhöhung der Lautstärke der Sirene einen für die Praxis vollkommen sicheren Schutz gegen Festfrieren zu erhalten.
Dies wird dadurch erreicht, dass durch Formgebung des Ansaugweges, der durch je eine zum Schutze der Lufteintritts-und eine zum Schutze der Luftaustrittsöffnungen dienende Wand gebildet ist, die auf der Ansaugseite und auf der Austrittseite des Gases entstehenden Schallschwingungen phasengleich gemacht sind, wodurch Schallverstärkungauftritt. Es ist bekannt, dass bei Sirenen sowohl bei der Gasansaug- als auch bei der Gasausströmungsseite Schall erzeugt und ausgestrahlt wird. Bei den bisher bekanntgewordenen Sirenen kam es nun häufig vor, dass der aus der Ansaugseite erzeugte Schall schallschwächend wirkte.
Dies hat seinen Grund darin, dass in einer gewissen Entfernung von der Sirene die beiden von der Sirene ausgehenden Schwingungen sich vereinigen und, wenn sie nicht die gleiche Phase haben, sich gegenseitig schwächen. Dieser bisherige Fehler wird durch die Erfindung vermieden.
Es hat sich nun hiebei als vorteilhaft herausgestellt, die Schallaustrittsöffnungen des Ansaugeweges nahe an die Öffnungen zum Austritt des von dem ausströmenden Gas erzeugten Schalles zu legen, da so die Sirene praktisch nicht mehr wie zwei räumlich voneinandergetrennte Schallquellen, sondern wie nur eine einzige Schallquelle wirkt. Auf diese Weise hat man es nämlich sehr gut in der Hand, durch geeignete Ausbildung des Ansaugweges für die Luft die Phase des in ihm entstehenden Schalles so zu bestimmen, dass er bei seiner Vereinigung mit dem auf der Gasaustrittsseite der Sirene entstehenden Schall die gleiche Phase wie dieser hat und somit schallverstärkend wirkt.
Gleichzeitig hiemit ist es auch möglich, die Sirene vollkommen einwandfrei gegen Regen zu schützen, ohne gleichzeitig den Schall schwächen zu müssen, indem die Öffnungen der Sirene durch mehrere, zweckmässig durch je ein bis unter die Höhe der zu schützenden Öffnungen herabreichende Dach gegen Regen od. dgl. geschützt sind und dass die Dächer gleichzeitig die Ein-und Austrittswege für das Gas (Luft) voneinandertrennen. Bei einer solchen Ausbildung der Sirene kann sogar der Schall,
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wie durch Versuche festgestellt wurde, verstärkt werden, wenn nur der durch die Dächer gebildete Ansaugweg für das Gas (Luft) eine geeignete Ausbildung erhält.
Eine zweckmässige Ausführungsform der Dächer, die gleichzeitig als Schutz für die Sirenenöffnungen dienen und den Ansaugweg für das Gas bilden, besteht darin, dass als Dächer zwei annähernd elliptisch geformte Kappen verwendet werden, von denen die eine zum Schutz der Eintrittsöffnungen, die andere zum Schutz der Austrittsöffnungen vorgesehen ist.
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen erfindungsgemässen Sirene dargestellt.
Auf der Grundplatte 1 ist der Motor 2 befestigt. Die senkrechte Achse. 3 des Motors treibt die in dem Gehäuse 4 angeordnete Sirene. In dem Gehäuse sind Öffnungen 5 für den Austritt der von der Sirene zerteilten Luft vorgesehen. Als Ansaugweg für die Sirene dient. der Zwischenraum zwischen den beiden kappenförmigen Teilen 6 und 7, von denen der Teil 6 direkt am Gehäuse 4 befestigt ist und mit seiner Unterkante bis unter die Öffnungen 5 herunterreicht. Auf diese Weise sind die Austrittsöffnungen 5 der Sirene vollkommen gegen den Regen geschützt. Der kappenförmige Teil 7 ist dagegen durch Streben 8 derart an dem Gehäuse 4 der Sirene befestigt, dass er durch sein Zusammenwirken mit dem Teil 6 den durch den Pfeil angedeuteten Ansaugweg für die Luft bildet.
Gleichzeitig wirkt er aber als Schutz für die in dem Oberteil des Gehäuses 4 befindliche Eintrittsöffnung der Sirene. Wie oben beschrieben, wird die Form der beiden kappenförmigen Teile 6 und 7 so gewählt, dass der aus dem Zwischenraum zwischen 6 und 7 austretende Schall sich mit dem an der Unterkante der Kappe 6 vorbeiströmenden austretenden Schall phasenrichtig vereinigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sirene, insbesondere für Fliegeralarm, dadurch gekennzeichnet, dass durch Formgebung des Ansaugweges, der durch je eine zum Schutze der Lufteintritts-und eine. zum Schutze der Luftaustritts- öffnungen dienende Wand gebildet ist, die auf der Ansaugseite und auf der Austrittsseite des Gases entstehenden Schallschwingungen phasengleich gemacht sind, wodurch Schallverstärlnmg auftritt.
2. Sirene, insbesondere für Fliegeralarm, dadurch gekennzeichnet, dass die Ein-und Austritts- öffnungen der Sirene durch mehrere, zweckmässig durch je ein bis unter die Höhe der zu schützenden Öffnung herabreichende Dach gegen Regen od. dgl. geschützt sind und dass die Dächer gleichzeitig die Ein-und Austrittswege für das Gas (Luft) voneinandertrennen.