AT144222B - Verfahren zur Herstellung von Hartkarbide enthaltenden Formstücken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hartkarbide enthaltenden Formstücken.

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  Verfahren zur Herstellung von Hartkarbide enthaltenden Formstücken. 



   Zur Herstellung von Karbidlegierungen für Werkzeuge und Arbeitsgeräte kannte man bisher zwei Verfahren. Das eine besteht im Schmelzen der Legierung und Giessen in die Form des fertigen Gerätes. Das zweite Verfahren besteht aus dem sogenannten Sintern der Legierungen. Der letztere Vorgang wird meist so ausgeführt, dass man das Karbid mit einem Bindemittel mengt, presst und längere Zeit (in den meisten Fällen mehrere Stunden) bei höheren Temperaturen erwärmt. Um die Poren auszufüllen und dem Karbidgemenge eine bessere Festigkeit zu geben, wurde auch vorgeschlagen, in den gesinterten Körper ein leichter schmelzendes Metall (oder Metallegierung) einzuseigern. 



   Diesen Verfahren haften bestimmte Nachteile an. Die geschmolzenen Legierungen sind spröde ; die gesinterten sind wohl zäher, der Sinterprozess erfordert jedoch besondere Sorgfalt und Kosten, die noch sehr erhöht werden, wenn sich dem Sintern ein Einseigern anschliesst. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren gründet sich darauf, dass man bis zu einer bestimmten Grösse zerkleinerte Karbide in der Kälte presst und, ohne sie zu sintern, mit einer vorher fertiggebildeten Legierung tränkt. Man kann hiebei so vorgehen, dass man auf den gepressten Karbidkörper die fertige, einzuseigernde Legierung in Form eines Stückes legt und beide Körper in einem Ofen auf   1450-1700  C   bringt und wartet, bis die Bindelegierung schmilzt und sich in die Poren einzieht. Dieser Vorgang nimmt gewöhnlich nicht mehr als einige Minuten in Anspruch. 



   Das Einseigern an sich wird als bekannt vorausgesetzt ; die bisher bekannten Einseigerungsverfahren gingen aber immer von einem vorher gesinterten Körper aus. Dabei wurde nach einem Verfahren das Karbidpulver gepresst, gesintert und dann getränkt. Nach einem andern Verfahren wurde das Karbid bildende Metall für sich allein gepresst und gesintert ; dieser Körper wurde dann mit kohlenstoffhaltigen Körpern, z. B. mit Teer oder Zuckerlösung, getränkt und dann durch Erwärmung in Karbid übergeführt ; erst dann setzte das Einseigern ein. 



   Diesen bekannten Verfahren gegenüber unterscheidet sich das vorliegende grundsätzlich dadurch, dass es auf das Sintern verzichtet (ohne das die bekannten Verfahren nicht auszukommen glaubten) und aus dem kaltgepressten Körper in wenigen Minuten eine Karbidlegierung herstellt, die man weder als geschmolzen noch als gesintert bezeichnen kann. 



   Als einzuseigerndes Metall kann man beispielsweise Nickel, Kobalt oder Eisen oder eine Legierung dieser mit Chrom oder Wolfram verwenden ; es kann sich hiezu aber auch irgendeine Legierung eignen, die einen niedrigeren Schmelzpunkt als das Karbid hat. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Hartkarbide enthaltenden Formstücken, durch Einseigern von leichter als die Karbide schmelzenden Metallen oder Legierungen in die porösen Karbidformstücke, dadurch gekennzeichnet, dass kalt gepresste, ungesinterte Karbidformstücke mit leichter als die Karbide schmelzenden Metallen oder Legierungen getränkt werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT144222D 1931-07-06 1931-07-06 Verfahren zur Herstellung von Hartkarbide enthaltenden Formstücken. AT144222B (de)

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