AT144131B - Empfangseinrichtung für nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeitende Fernmeßeinrichtungen. - Google Patents

Empfangseinrichtung für nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeitende Fernmeßeinrichtungen.

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AT144131B
AT144131B AT144131DA AT144131B AT 144131 B AT144131 B AT 144131B AT 144131D A AT144131D A AT 144131DA AT 144131 B AT144131 B AT 144131B
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AT
Austria
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relay
receiving device
pulse
relays
counting
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English (en)
Inventor
Otto Ing Plechl
Johann Dr Latzko
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Bbc Ag Oesterr
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Description


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   Um   Messgrössen,   insbesondere elektrische Grössen, an entfernter Stelle anzuzeigen, verwendet man mit Vorteil Einrichtungen, welche nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeiten. Bei diesen wird die Messgrösse durch ein umlaufendes Messgerät, dessen Drehzahl dem Messwert proportional ist und welches bei seiner Drehung periodisch einen Kontakt schliesst, gemessen. Es wird also der Messwert in elektrische Impulse, deren Häufigkeit in der Zeiteinheit ein Mass für die zu übertragende Grösse ist, umgewandelt. An der Empfangsstelle, wo der Messwert angezeigt werden soll, ist dann eine Einrichtung notwendig, welche einen Zeiger selbsttätig in Abhängigkeit von der Häufigkeit der ankommenden
Impulse so verstellt, dass der   Winkelaussehlag   des Zeigers eine eindeutige Funktion der Impulsfrequenz ist.

   Man benützt derzeit zwei grundsätzlich verschiedene Arten solcher Einrichtungen. Die eine besteht aus einem Umsehaltrelais, welches von den Fernimpulsen betätigt wird und bei jedmaligem Ansprechen einen elektrischen Kondensator von einer örtlichen Gleichstromquelle auf ein stark gedämpftes elektrisches Messgerät umschaltet. Bei jedmaligem Anschluss an die Stromquelle wird der Kondensator mit einer bestimmten Elektrizitätsmenge aufgeladen, so dass der das Messgerät   durchfliessende   Strom der Impulshäufigkeit proportional ist.

   Die zweite bekannte Methode für den Empfang der Impulse benützt ein dem Geber ähnliches umlaufendes   Vergleiehsmessgerät   und eine Regelvorrichtung, welche die Geschwindigkeit des   Vergleichsgerätes   so einreguliert, dass die Impulszahl des Gebers und diejenige des Vergleichsgerätes gleich sind. Aus der sich hiebei selbsttätig ergebenden Einstellung der Regelvorrichtung des Vergleichsgerätes kann die Anzeige abgeleitet werden. Beide Arten von Anzeigevorrichtungen weisen beträchtliche Nachteile auf, u. zw. in erster Linie den, dass nicht nur auf der Geberseite, sondern auch auf der Empfängerseite ein Messgerät vorhanden ist, so dass sich die Messfehler der beiden Geräte addieren.

   Der wesentliche Nachteil der bekannten   Empfangseimiehtungen   ist jedoch, dass sie nicht in der Lage sind, die volle   Übertragungsgesehwindigkeit, welche   mit dem Impulsfrequenzsystem erreicht werden kann, auszunützen.   Plötzliche   Änderungen des Messwertes und damit auch der Impulsfrequenz werden nämlich durch diese Verfahren, welche auf Integration der Impulse über längere Zeitabschnitte beruhen, nur mit beträchtlichen Verzögerungen erfasst. 



   Die Erfindung betrifft eine Empfangseinrichtung für Fernmessanlagen, welche nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeitet und diese Nachteile vermeidet. Sie beruht auf einer Zählung der Impulse, welche in einem bestimmten kurzen Zeitintervall eintreffen, mit Hilfe intensitätsunabhängiger elektrischer   Sehaltapparate,   z. B. durch Relaisketten. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in ihrer einfachsten Form zeigt Fig. 1. 



   In Fig. 1 bedeutet 4 eine Kontaktvorriehtung, welche von einem umlaufenden Messgerät angetrieben wird, wie dies bei   Fernmesseinriehtungen,   welche nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeiten, üblich ist. In der Empfangsstation ist ein Relais C, dessen   Anspreehhäufigkeit   eine Funktion der Messgrösse ist, an die Fernleitung angeschlossen. Durch den   Umsehaltkontakt   des Relais C wird die Schiene c abwechselnd mit den Schienen (t und b verbunden. G stellt eine aus den Relais   Gui,   G2, G3 usw. bestehende Zählrelaiskette dar. Beim erstmaligen Ansprechen des Relais C wird das Relais   GI   erregt, das mit seinem obersten Kontakt seine Selbsthaltung einschaltet.

   Fällt das Relais C wieder ab, so kommt die Schiene b unter Spannung und es wird über den zweiten Kontakt des Relais   Codas   Relais   O2   erregt, welches in gleicher Weise seine Selbsthaltung einschaltet. Die übrigen Relais der Zählkette werden in gleicher Weise eingeschaltet, indem stets beim Ansprechen des Relais    das näehstfolgende   ungerade und beim 

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 Abfallen des Relais a das   nächstfolgende   gerade Zählrelais erregt wird. Dieses Arbeitsspiel setzt sich so lange fort, bis der örtliche Taktgeber D zum Ansprechen gelangt. Der Taktgeber ist beispielsweise als elektrisch angetriebenes Gewichtspendel ausgeführt, wodurch sich eine sehr grosse Genauigkeit der Zeitintervalle ergibt.

   Bei jedesmaliger Kontaktgabe durch das Pendel D wird die   Antriebsspule E   des   Schrittschaltwerkes     E,   F erregt. Dadurch wird das Sehrittschaltwerk um einen Schritt fortbewegt, 
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 drehen des Kontaktapparates F wird die Schiene e durch die   Kontaktscheibe   fa kurzzeitig unterbrochen. 



  An dieser Schiene sind die Haltewicklungen der Relais   Gl, G2   usw. angeschlossen, so dass bei jedesmaligem Ansprechen des Taktgebers D sämtliche Relais der Zählkette G abfallen und die Impulszählung vom neuen beginnt. Gleichzeitig werden bei jeder Drehung des Kontaktapparates F die Schienen e und   cl   kurzzeitig unter Spannung gesetzt. Dies bewirkt stets die Einschaltung eines Relais der Messrelaiskette H. 



  War beispielsweise die Zählkette G bei Kontaktgabe durch das Pendel D bis zum Relais G4 gelaufen, so entsteht bei Kontaktgabe durch die   Scheibe g   ein Stromkreis   von + über f"Achse von F,/,   Leitung g, unterster Öffnungskontakt von   Gú   und unterster   Schliesskontakt   von G4 zur Erregerspule des Relais   H4   und von dort   zu-.   Es wird also stets jenes Relais der Messrelaiskette H erregt, welches dem zuletzt angesprochenen Relais der Zählrelaiskette G zugeordnet ist. Gleichzeitig mit der Einschaltung der Leitung   g   und der Erregung eines Relais der Kette H wird durch die   Kontaktsrheibe h   die Halteschiene e, an welcher die Selbsthaltungen sämtlicher Relais H1, H2 usw. angeschlossen sind, unterbrochen. 



  Sollte also während der vorhergehenden Halbschwingung des Pendels D ein anderes Relais der Kette H 
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 durch das zugehörige Relais der Kette G eingeschaltet wurde. Es ist daher von der Kette H stets nur ein einziges Relais erregt, u. zw. jenes, welches der Impulszahl, die während der letzten Halbsehwingung des Pendels D fernübertragen wurde, entspricht. Die Relais der Kette H tragen beispielsweise   Schau-   zeichen an ihren Ankern, welche längs einer Skala so angeordnet sind, dass durch das   Sehauzeichen   des jeweils erregten Relais ein bestimmter Skalenpunkt markiert wird. Durch diese Anordnung entsteht ein aus Skala und Relais bestehendes Messgerät, welche hinsichtlich der Form seiner Anzeige einem Zungenfrequenzmesser ähnlich ist.

   Die Verwendung eines elektrischen   Messgerätes   mit Drehsystem únd   intensitätsabhängiger   Anzeige ist infolgedessen überflüssig. 



   Die Anzeige des Messwertes durch Schauzeichen, welche von Relaisankern bewegt werden, gestattet ferner in einfacher Weise, die vielfach bevorzugte bandförmige Darstellung der Messgrösse anzuwenden. 



  Werden die einzelnen Glieder des Relaissatzes H so geschaltet, dass jedes Relais von diesen zum Ansprechen kommt, wenn das ihm zugeordnete Relais der Kette G erregt ist, so befindet sich nicht nur stets ein einziges Relais des Relaissatzes H im angezogenen Zustand, sondern auch sämtliche anderen, welche einem kleineren Messwert entsprechen. Man kann dann die an den   Relaisankern   angebrachten Schauzeichen so ausführen, dass sie im angezogenen Zustande der Relais aneinander   anschliessen   und einen 
 EMI2.3 
 untersten Schliesskontakte an den Leiter   g   in Parallelschaltung angeschlossen werden. 



   Es ist jedoch ohne weiteres möglich, als Anzeigeinstrument auch ein normales elektrisches   Mess-   gerät, z. B. ein Ohmmeter, zu verwenden. In diesem Falle kann, wie in Fig. 1 dargestellt, ein elektrischer Widerstand    durch Sehliesskontakte   der einzelnen Relais der Kette H an entsprechenden Stellen kurzgeschlossen werden. Der Zeigerausschlag des Ohmmeters K ist dann eine Funktion des jeweils eingeschalteten Wertes des Widerstandes W. Diese Anordnung ist beispielssweise geeignet zur Summierung mehrerer   Messgrössen.   In diesem Falle werden die Widerstände TV mehrerer gemäss Fig. 1 ausgebildeter Empfansgeinriehtungen parallel geschaltet, so dass durch die Wicklung des Messgerätes K der Summenstrom der einzelnen Widerstände   TV   fliesst.

   Die Zahl der Relais, aus welchen die Zählkette besteht, kann frei gewählt werden, wobei die Messgenauigkeit der Zahl der Zählrelais umgekehrt proportional ist. 



   Ferner ist es möglich, die Relaiskette G durch ein Schrittschaltwerk zu ersetzen, welches ähnlich demjenigen des Apparates E, F ausgebildet ist. Als Antrieb wird dann zweekmässigerweise ein polarisiertes Relais verwendet und mit zwei Spulen ausgestattet. Beim Ansprechen des Relais   C   wird dann die eine und beim Abfallen des Relais C die andere Spule des polarisierten Steigwerksantriebes erregt, wobei sieh das Steigwerk jeweils um eine Spanne weiterbewegt. Bei jedesmaliger Kontaktgabe des Pendels D wird dann eine   Rückstellvorrichtung   betätigt, welche das Schrittschaltwerk in die Ausgangsstellung bringt, so dass die Zählung von vorne beginnt. Das Schrittschaltwerk trägt ferner die Kontakte, welche in Fig. 1 an den Relais der Kette G gezeichnet sind und zur Steuerung der Relais der Kette H dienen. 



   Die Einrichtung kann noch dadurch verbessert werden, dass eine häufigere Korrektur des Relaissatzes H erfolgt. Bei der in Fig. 1 dargestellten Anordnung ist das Korrekturintervall für die Anzeige des   Messwertes   gleich dem Impulsintervall des Pendels D und dieses muss so gross bemessen sein, dass gegebenenfalls, d. h. bei höchster Geschwindigkeit der Kontaktscheibe   A   sämtliche Relais der Kette G zum Ansprechen kommen. Fig. 2 stellt ein Ausführungsbeispiel dar, bei welchem die Korrektur des Messwertes, d. h. die Anspeisung des Relaissatzes H während der Laufzeit der Relaiskette   G   nicht   einmal,   

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 sondern dreimal erfolgt.

   Es sind zu diesem Zwecke drei Zählrelaisketten G1, G2, G3 vorhanden, welche auf einen gemeinsamen Relaissatz H einwirken und von einem gemeinsamen örtlichen Taktgeber am Pendel D   rückgestellt   werden. Dieses Pendel unterscheidet sich jedoch von dem in Fig. 1 dargestellten dadurch, dass es auf die dreifache Schwingungszahl eingestellt ist. Jede Relaiskette   a ist   drei Pendelschwingungen lang eingeschaltet und wird erst dann in die Ausgangsstellung gebracht. Die drei Relaisketten G1, G2, und G3 werden hiebei in zyklischer Reihenfolge   rüekgestellt   und zur Korrektur des Relaissatzes H verwendet, so dass sich bei der in Fig. 2 gezeichneten Ausführung eine dreimal schnellere Richtigstellung der Anzeige ergibt.

   Die Wirkungsweise der in Fig. 2 dargestellten Anordnung ist folgende :
Das Relais C der Fig. 2 wird ebenso wie das Relais C der Fig. 1 von einer in Fig. 2 nicht dargestellten Kontaktvorrichtung betätigt. Das Pendel D steuert die Antriebsspule E der   Kontaktvorriehtung   E, F. 



  Dabei wird F bei jeder Kontaktgabe um   1200 gedreht.   In der gezeichneten Stellung entsteht ein Stromkreis von + über die   Kontaktscheibe f",   über die Welle der Kontaktvorrichtung zur   Kontaktscheibe/i   und zur Wurzel des untersten Umschaltkontaktes des Relais   C   ; ebenso von der Kontaktseheibe   ;,   zum mittleren Umschaltkontakt und   von , zum   obersten Umschaltkontakt. Ist das Relais C angezogen, so sind mit den Kontaktscheiben f1, f5 und f9 die Schienen a1, a2 und die hier nicht dargestellte Schiene a3 
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 und bewirken daher, dass die Zählrelaisketten G1, G2, G3 periodisch nacheinander mit einem Zeitintervall von je einer Schwingung des Pendels D die Impulszählung beginnen.

   Jede Zählrelaiskette vollendet ihren Zählvorgang in einer Zeit von drei Pendelschwingungen. Bei jedesmaliger Rückstellung einer Zählkette in ihren Ausgangszustand wird sie kurzzeitig mit einem Relais des Relaissatzes H verbunden. 
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 die jedesmalige Rüekstellung der Zählrelaisketten   GI, G2   und   Go.   Die Kontaktscheiben f4, f5 und f12 dienen zur vorübergehenden Aufhebung der Selbsthaltung für den Relaissatz H. Diese Unterbrechung erfolgt daher nicht bei jeder dritten, sondern bei jedesmaliger Kontaktgabe durch das Pendel D, weil der Zustand des Relaissatzes H bei jedem Pendelschlag eine Richtigstellung erfährt, u. zw. abwechselnd und in periodischer Reihenfolge mittels der Relaisketten   GI, G2   und   Go.   



   In Fig. 2 ist ferner eine zusätzliche Einrichtung dargestellt, welche verhindert, dass eine Pendelung der Messwertanzeige eintritt, wenn die Messgrösse einen Betrag besitzt, welchem eine gebrochene Zahl von Impulsen pro   Pendelsrhwingung   zukommt. Treten beispielsweise   24%   Umsehaltungen des Relais C während dreier Schwingungen des Pendels D auf, so würde abwechselnd das Relais H24 und das Relais H25 zur Einschaltung gelangen. Diese Pendelung des Anzeigeorganes ist eine Eigentümlichkeit des Impulsfrequenzverfahrens und muss daher bei allen denkbaren Empfangsanordnungen in gleicher Weise auftreten.

   Bei den bekannten   Messeinrichtungen,   welche ein elektrisches Anzeigeinstrument benützen, wird dieses mit einer grossen Dämpfung ausgestattet, um die Pendelungen zu   unterdrücken.   Diese Massnahme ist jedoch unwirksam, wenn die Impulshäufigkeit sehr klein wird, so dass auch sehr gedämpfte Instrumente pendeln, wenn die Messgeräte sich dem Nullwert nähert. 



   Erfindungsgemäss kann die Zeigerpendelung dadurch verhindert werden, dass zwischen dem Messwerk und dem Zeiger ein gabelförmiges Zwischenglied L angeordnet ist. Die Öffnungsweite der Gabel ist so bemessen, dass der Zeiger stehen bleibt, wenn an Stelle eines Relais Hx das benachbarte Relais   H@   +/erregt wird, dass hingegen beim Ansprechen eines anderen Relais H eine Mitnahme des Zeigers erfolgt. Diese Massnahme zur Verhinderung der Pendelungen besitzt den Vorteil, dass sie auch bei Messwerten mit ganz kleinen Impulshäufigkeiten ebenso wirksam ist wie in anderen   Messbereichen.   



   Ein ganz besonderer Vorteil der Erfindung liegt ferner darin, dass sie erlaubt, die Anzeigegeschwindigkeit bei gleicher Messgenauigkeit auf jenes Mass zu steigern, welches dem Impulsfrequenzverfahren von Haus aus eigen ist. Unter   Anzeigegeschwindigkeit   ist hiebei der reziproke Wert jener Zeit zu verstehen, welche bei einer plötzlichen Änderung des Messwertes notwendig ist, um diese Änderung dem Beobachter zur Kenntnis zu bringen. Im Wesen des Systems liegt es, dass diese Geschwindigkeit dem zugelassenen Messfehler direkt proportional ist. Ein Beispiel möge dies erläutern : Es sei angenommen, dass beim höchsten vorkommenden Messwert 10 Impulse pro Sekunde übertragen werden. 



  Um nun einen Wert von   99% des höchsten   Messwertes gegenüber diesem selbst feststellen zu können, müssen der Empfangseinrichtung mindestens 99 Impulse zugeführt werden. Hiezu ist gemäss der gemachten Annahme eine Zeit von 10 Sekunden erforderlich, nach welcher Zeitspanne der Messwert mit einem möglichen Fehler von 1% bestimmbar ist.

   Allfällige Fehler der Empfangseinrichtung sowie deren Zeitverzögerung sind hiebei nicht berücksichtigt, sondern diese Zeit-und Fehlerabgabe bezieht sich ausschliesslich auf das Übertragungssystem und es ist keine wie immer geartete Empfangsvorrichtung denkbar, welche diese Fehler und   Zeitverzögerungen herabsetzen könnte.   Lässt man einen Fehler von 

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 bei jedem einlangenden Impuls soweit nähert, als es die bei diesem Impulse theoretisch errechenbare   Messgenauigkeit   zulässt. Fig. 3 zeigt den Verlauf der Zeigerbewegung bei einer solchen   plötzlichen   Ände- rung des Messwertes von 0 bis 100% und umgekehrt. 



   Die theoretisch errechenbare Werte sind durch die beiden vollausgezogenen Kurven veranschaulicht. Die strichlierten Linien der Fig. 3 zeigen demgegenüber die Zeigerbewegungen, welche bei den bekannten Systemen sowie bei den Ausführungen nach den Fig. 1 und 2 eintreten, wenn die Einrichtung für eine Endgenauigkeit von 2% gebaut ist. 



   Hieraus geht deutlieh hervor, dass die bekannten Einrichtungen die Vorteile des Impulsfrequenz- systems   hinsichtlich Fbertragungsgeschwindigkeit   nur sehr unvollkommen ausnützen. Verwendet man jedoch, wie an Hand der Fig. 2 beschrieben, mehrere   Impulszähleinrichtungen   G, welche auf eine gemein- same Anzeigevorrichtung H abweehselns einwirken, so lässt sieh auf einfache Weise erreichen, dass diese
Anzeigevorrichtung auf plötzliche Änderungen des Messwertes sofort reagiert. Hiezu wird die in Fig. 2 dargestellte Anspeisung der Relais H durch die zugehörigen Relais G so verändert, wie es in Fig. 4 dar- gestellt ist.

   In dieser Figur sind sämtliche übrigen Bestandteile der in Fig. 2 gezeichneten Schaltung der
Deutlichkeit halber weggelassen und nur jene Stromkreise gezeichnet, welche zur Anspeisung des Relais- satzes H durch die Relais der Zählkette   G1,     G2, Ga dienen.   Es soll ferner angenommen werden, dass bei der zuletzt erfolgten Kontaktgabe des Pendels D (Fig. 2) die Relaiskette   G1   zu laufen begonnen habe. Beim nächstfolgenden Pendelimpuls sei dann gerade das Relais 2 von   G1   als letztes Relais erregt worden.
Handelt es sich hiebei um einen für längere Zeit konstanten Messwert, so muss gleichzeitig das Relais 4 der Kette   G2   und das Relais 6 der Kette   G,   erregt sein. Dementsprechend gelangt dann das Relais 6 des Relaissatzes H zur Einschaltung.

   Der zugehörige Erregerstromkreis verläuft von + über den Schliess- kontakt des Relais 2 von   G1,   über die Öffnungskontakte von Relais 5 und 4 von   G2,   den unteren   Schliess-   kontakt des Relais   3 von G2, den Öffnungskontakt   des Relais 7 und den Schliesskontakt des Relais 6 von Kette   63.   In diesem Falle eines konstanten Messwertes geschieht also das gleiche wie bei der Schaltung nach Fig. 2. Anders hingegen, wenn sich der   Messwert plötzlich   geändert hat. Es sei beispielsweise der
Messwert plötzlich auf   Null zurückgegangen,   u. zw. in dem Momente, in welchem die Kette G1 zu laufen begonnen hat.

   Bei der nächstfolgenden Kontaktgabe des Pendels D sind daher die Zählketten um zwei
Glieder weniger weit gelaufen, als wenn der Messwert konstant geblieben wäre, u. zw. gelangte die
Kette G1 nicht zum Ansprechen, die Kette G2 bis zum Relais 2 (statt 4) und die Kette   Cz,   bis zum Relais 4 (statt 6). Das Relais 4 der Kette   ssg   kann dann im Gegensatz zu der in Fig. 2 dargestellten Schaltung das zugehörige Relais Be nicht anspeisen, da der entsprechende Stromkreis über einen gerade geöffneten
Schliesskontakt des Relais 1 von G1 geführt ist. Es kommt vielmehr ein Stromkreis zur Wirkung, welcher von + über die beiden unteren Kontakte der Relais 1 und 2 von G1 und den oberen Kontakt des Relais   1   von G2, sowie den obersten Kontakt von Relais. 3 der Kette   63 zu   Relais Ha führt.

   Es wird also an Stelle des Relais   HG   das Relais Ha ansprechen. Die Anzeige geht also bereits nach Ausbleiben von zwei Im- pulsen von   He auf JTg, d.   h. auf die Hälfte zurück. Die in Fig. 4 gezeichnete Schaltung ist selbstverständ- lich dreimal vorhanden, da ja der Relaissatz   1I   abwechselnd von einer der drei Zählketten angespeist wird. Bezeichnet man mit   Cg   immer diejenige Zählkette, welche beim Einsetzen eines Pendelimpulses gerade   rückgestellt   wird, so findet die   nächste   Kontaktgabe des Pendels folgenden Zustand vor : Kette G1 und   Cz.   hat nicht angesprochen, Kette Go, welche beim vorhergehenden Impuls als Kette   Ga   fungiert hatte, hat nach wie vor das Relais 4 als letzterregtes.

   Bei einer Schaltung gemäss Fig. 2 würde also noch- mals das Relais H4 zur Wirkung gelangen. Entsprechend Fig. 4 ist dieser Stromkreis jedoch durch das
Relais 2 der Kette Go unterbrochen und es entsteht ein Stromkreis von + über die unteren Kontakte der Relais 2 und 1 von   G1   und den unteren Kontakt des Relais 1 von G2, über den oberen Kontakt des Relais 1 von   Gs   zum Relais   Hi.   Es wird also statt   Hi   das Relais   1I1   eingeschaltet. Bei der nächst- folgenden Impulsgabe ist auch die Kette   G,   vollständig entregt, so dass keines der Relais H zum An- sprechen kommt und damit der Messwert Null angezeigt ist. In den drei aufeinanderfolgenden Pendel- intervallen ist daher der Messwert von 6 über 3 und 1 auf Null zurückgegangen.

   Man erkennt aus diesem
Zahlenbeispiel deutlich den asymptotische Charakter für das Einspielen der Messwertanzeige, welche
Eigenschaft den bekannten Empfangseinrichtungen, welche ebenfalls nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeiten, vollständig mangelt. 



   In den vorangeführten Figuren und Beispielen wurde nur der Einfachheit halber eine Anordnung mit bloss drei Zählketten beschrieben. Selbstverständlich lässt sieh auch eine grössere Anzahl von Zählvorrichtungen verwenden, wodurch die Einstellgesehwindigkeit der Anzeige bis an die Grenze des theoretischen   Höchstwertes   gesteigert werden kann. 



   Gelangen an ein und derselben Empfangsstelle mehrere   Fernmesseinrichtungen   zur Aufstellung, so ist es ferner möglich, für sämtliche Empfangseinriehtungen einen gemeinsamen Taktgeber zu ver- 

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 wenden. Dieser wird vorteilhafterweise als Gewichtspendel ausgebildet und stellt daher eine elektrische
Kontaktuhr dar, welche auch noch zu anderen Zwecken, z. B. zur Betätigung elektrischer Nebenuhren, für den Papiervorschub von Registrierinstrumenten usw. verwendet werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Empfangseinrichtung für nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeitende Fernmesseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass ein von den Geberimpulsen schrittweise fortbewegtes Zählwerk, ein mit konstanter Geschwindigkeit arbeitender örtlicher Taktgeber und eine Anzeigevorrichtung miteinander so verbunden sind, dass die Anzeigevorrichtung in jene Stellung gebracht wird, welche der Stellung des Zählwerkes zur Zeit des Taktgeberimpulses entspricht und dortselbst bis zur nächsten Korrektur des Messwertes festgehalten wird.

Claims (1)

  1. 2. Empfansgeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Impuls des örtlichen Taktgebers eine Korrektor der Stellung der Anzeigevorrichtung erfolgt und das Zählwerk daraufhin in seinen Ausgangszustand gebracht wird.
    3. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Zählwerk ein Schritt- schaltwerk an sich bekannter Bauart vorgesehen und mit einer Rückstellvorrichtung versehen ist, wobei die Fortschaltung des Schrittschaltwerkes mit Hilfe der Fernmessimpulse und die Rückstellung mittels des örtlichen Taktgebers erfolgt.
    4. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Anzeigevorrichtung eine Gruppe von Schauzeichenrelais dient, welche längs einer Skala angeordnet sind.
    5. Empfangseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schauzeichenrelais untereinander oder mit der Zählvorrichtung so verbunden sind, dass bei Erregung eines Schauzeichenrelais auch jene anderen Schauzeichenrelais, welche einem kleineren Messwert entsprechen, erregt sind, wodurch sich die einzelnen Schauzeichen der erregten Relais zu einem bandartigen, für Fernablesung geeigneten Ablesestreifen zusammensetzen.
    6. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von der Zählvorrieh- tung gesteuerten Relais Kontakte tragen, durch welche Teilwerte eines Widerstandes abgegriffen werden, welche im Stromkreis eines elektrischen Anzeigegerätes, insbesondere eines Summengerätes liegen.
    7. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Anzeige durch einen beweglichen Zeiger erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung mit dem Zählwerk durch einen gabelförmigen Mitnehmer, dessen Gabelöffnung dem Abstand zweier Stellungen des Schrittschaltwerkes entspricht, verbunden ist.
    8. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, bei welcher ein örtlicher Taktgeber verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der örtliche Taktgeber für mehrere Empfangseinrichtungen gemeinsam ist.
    9. Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer Anzeigevorrichtung mehrere Zählvorrichtungen zugeordnet sind und dass diese durch den örtlichen Taktgeber periodisch nacheinander, insbesondere in zyklischer Reihenfolge, zur Einwirkung auf die Anzeigevorrichtung gebracht werden.
    10. Empfangseinriehtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vom örtlichen Taktgeber ausser den Hauptimpulsen, welche jeweils die Rückstellung der Zählvorrichtung bewirken, auch Zwischenimpulse. abgegeben werden und dass bei jedem Zwischenimpuls eine Vorrichtung angespeist wird, welche die Anzeigevorrichtung in ein dem jeweiligen Stande sämtlicher Zählwerke zugeordneter Skalenintervall bringt.
    11. Empfansgeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an die Fernleitung ein Relais angeschlossen ist, welches sowohl beim Ansprechen als auch beim Abfallen einen elektrischen Impuls abgibt, so dass die Impulszahl der Fernleitung verdoppelt wird.
    12. Empfansgeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Impulszählwerk mit abwechselnden geraden und ungeraden Gliedern oder Stellungen ausgestattet ist, von welchen die einen beim Einsetzen und die anderen beim Aufhören eines Fernimpulses eingeschaltet werden.
AT144131D 1933-09-19 1933-09-19 Empfangseinrichtung für nach dem Impulsfrequenzverfahren arbeitende Fernmeßeinrichtungen. AT144131B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2496912A (en) * 1946-05-09 1950-02-07 Rca Corp Device for integrating a variable quantity

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US2496912A (en) * 1946-05-09 1950-02-07 Rca Corp Device for integrating a variable quantity

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