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Einlassventil für Druekluftantrieb.
Gegenstand der Erfindung ist ein Einlassventil für Druckluftantrieb mit Betätigung durch einen Elektromagneten oder von Hand. Das Einlassventil ist mit einem Hilfsventil versehen, das durch das Betätigungsorgan geöffnet wird. Dabei wird ein mit dem Teller des Einlassventils verbundener Steuerkolben oder eine Membran unter Druck gesetzt und das Einlassventil geöffnet.
Um bei einer kurzzeitigen Kommandogabe das Schliessen des Einlassventils so zu verzögern, dass der Druckluftantrieb in die jeweilige Endstellung kommt, wird der Raum über dem Steuerkolben oder der Membran, die zum Öffnen des Einlassventils unter Druck gesetzt werden, über eine kleine Öffnung mit dem Aussenraum verbunden, so dass die Druckluft über dem Steuerkolben bzw. der Membran nur langsam entweichen kann. Zu diesem Zweck kann man den Stössel, über den das Betätigungsorgan das Hilfsventil öffnet. an dem aus dem Gehäuse des Einlassventils herausragenden Ende als Kolben ausbilden, der sich mit etwas Spiel in einer zylindrischen Bohrung des Gehäuses bewegt.
Die Druckluft, die zum Öffnen des Einlassventils mittels des Hilfsventils in den über dem Steuerkolben oder der Membran befindlichen Raum eingelassen wird, strömt dann langsam zwischen dem Kolben des Stössels und der Wand der zylindrischen Bohrung hindurch und ins Freie.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, das Ausströmen der über dem Steuerkolben oder der Membran befindlichen Druckluft ins Freie in einer zweckmässigeren und betriebssicheren Weise zu ermöglichen. Zu diesem Zweck ist gemäss der Erfindung der Raum über dem Steuerkolben oder der Membran, die zum Öffnen des Einlassventils unter Druck gesetzt werden. gegen die Druckzuführungsleitung durch ein Rückschlagventil abgeschlossen und steht durch eine feine Düse mit dem Aussenraum in Verbindung. Hiebei ist es möglich, das Ausströmen der Druckluft feiner zu regeln als bei einer Ausströmungsöffnung, deren Grösse von dem Spiel zwischen dem Kolben des Stössels und der zylindrischen Bohrung des Gehäuses abhängt, in der sich der Kolben bewegt.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Einlassventil nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
10 ist das Gehäuse des Einlassventils, 11 ein Betätigungsmagnet, der oben auf dem Gehäuse angeordnet ist. Der Anker 12 des Magneten ist am Gehäuse 10 drehbar befestigt und trägt einen Knopf 13 zur Betätigung des Einlassventils von Hand. 14 ist ein Stössel, mit dem der Anker 12 den Teller 15 des oben im Gehäuse 10 angeordneten Hilfsventils von seinem Sitz hebt, wenn er vom Magneten 11 angezogen oder von Hand angedrückt wird. Der Stössel ist an dem Ende, auf das der Anker 12 drückt, mit vier kreuzförmig angeordneten Rippen 16 versehen, die den Stössel in der Bohrung 17 des Gehäuses 10 führen.
Beim Andrücken oder Anziehen des Ankers 12 durch den Magneten 11 wird der Stössel 14 so weit nach rechts bewegt, dass er mit seinem sich an die Rippen 16 anschliessenden Kegel 18 das Gehäuse 10 nach aussen hin abdichtet. Mit dem unterhalb des Tellers 19 des Einlassventils befindlichen Gehäuseraum 20 steht der Raum 21, in dem sich der Teller 15 des Hilfsventils befindet, durch das Rohr 22 (Fig. 2) in Verbindung. Wird nun bei der Bewegung des Stössels 14 in das Gehäuse hinein das Hilfsventil geöffnet, so tritt Druckluft aus dem Raum 21 durch den Kanal 23 über eine Membran 24, die mit dem Teller 19 des Einlassventils verbunden ist. Die Druckluft drückt die Membran 24 nach unten durch.
Dabei wird der mit der zum Druckluftantrieb führenden Leitung 25 in Verbindung stehende Raum 26 des Gehäuses 10 mittels des an der Membran 24 sitzenden Ventilkegels 27 nach oben hin abgedichtet und der Teller 19 des Einlassventils von seinem Sitz abgehoben. Hort der Steuerimpuls auf, so bringt die Feder 28 den
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Teller-M des Hufsventils wieder in seine Schliessstellung und über den Stössel 14 den Anker 12 wieder in die gezeichnete Stellung zurück.
Der Raum über der Membran 24 ist gegen den Kanal 23 mittels eines Rückschlagventils 29 abgeschlossen und steht durch eine feine Bohrung 30 mit dem Aussenraum in Verbindung. Wird also der Anker 12 nur kurzzeitig angezogen oder angedrückt, so verhindert das Rückschlagventil 29, dass die über der'Membran befindliche Druckluft durch den Kanal 23 entweicht. Die Druckluft kann nur durch die feine Bohrung 30 allmählich ins Freie ausströmen, so dass die Membran 24 langsam in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt und das Einlassventil verzögert geschlossen wird.