AT143659B - Verfahren zum Aufbereiten der Beschickung von Zementbrennöfen. - Google Patents

Verfahren zum Aufbereiten der Beschickung von Zementbrennöfen.

Info

Publication number
AT143659B
AT143659B AT143659DA AT143659B AT 143659 B AT143659 B AT 143659B AT 143659D A AT143659D A AT 143659DA AT 143659 B AT143659 B AT 143659B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cement
preparing
feed
clinker
fuel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Krupp Fried Grusonwerk Ag
Filing date
Publication date
Application filed by Krupp Fried Grusonwerk Ag filed Critical Krupp Fried Grusonwerk Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT143659B publication Critical patent/AT143659B/de

Links

Landscapes

  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Aufbereiten der Beschickung von Zementbrennöfen. 



   Von den zum Brennen von Zement gebräuchlichen Öfen hat der Drehrohrofen den Vorteil, dass er einen besseren Klinker ergibt als der Schachtofen. Dass der im Schachtofen gewonnene Klinker von geringerer Güte ist als der Drehofenklinker, beruht offenbar darauf, dass er neben einigem Schwachbrand vor allem auch stets   überbrannte   und geschmolzene Teile enthält, die sich ungünstig auf die Festigkeits- eigenschaften des zu gewinnenden Zementes auswirken. Dieser Überbrand entsteht vor allem dadurch, dass die Beschickung während des Brandes im Schachtofen nahezu vollständig stilliegt und nicht wie im Drehrohrofen eine dauernde Durchrührung erfährt. 



   Verschiedene neuere Vorschläge zur Verbesserung des Sehachtofenbrandes haben in der vor- erwähnten Hinsicht keine hinreichende Besserung erbringen können. So hat die Erhöhung des Wind- druckes wohl den   Sehwachbrand,   weniger aber den schädlicheren Überbrand beseitigt. Auch die Durch- setzung des zu brennenden Möllers beim Gichten mit Adern von fertig gesintertem Gut, womit Luft- zuführungskanäle innerhalb des Möllers geschaffen werden sollen, hat nicht befriedigt, weil ausserhalb dieser Adern die Verhältnisse nicht beeinflusst wurden. 



   Nach der Erfindung wird das Entstehen von Überbrand dadurch verhindert, dass dem Rohmehl
Klinker oder ein ähnlicher Stoff, der beim Brande chemisch unverändert bleibt, in mehligem oder körnigem
Zustande gleichmässig verteilt, zugesetzt wird, u. zw. zweckmässig mindestens als ein Fünftel der Ge- samtbeschickung. 



   Man hat bereits beim Brennen von Zement im Drehrohrofen mit einem Zusatz fremden Stoffes oder bereits gebrannter Masse gearbeitet. Man hat hiedurch die für den Drehrohrofenbetrieb so ausserordentlich lästigen Ansatzbildungen verhüten wollen sowie auch ein allzu starkes Zusammenballen der in Sinterung befindlichen Massen, wodurch leicht Klumpen grösseren Ausmasses entstehen, die sich dann festsetzen und hiedurch zu den erwähnten Ansätzen führen. Da solche Ansatzbildungen aber immerhin nur   Ausnahmeerscheinungen   sind, hat man sich hiebei stets darauf beschränkt, nur einen geringen Zusatz derartigen Gutes beizufügen, da durch das zweimalige Erhitzen eines Teiles der Produktion Mehrkosten entstehen, die naturgemäss bei dem an sich schon infolge des hohen Brennstoffbedarfs kostspieligen Drehofenbrand soweit als irgend möglich beschränkt werden müssen.

   Solche Ansatzbildungen kommen nun bei neuzeitigen   Schachtöfen,   in denen mit hohem Winddruck gearbeitet wird, so gut wie gar nicht mehr vor, so dass kein Anlass zur Anwendung jenes für Drehrohröfen gemachten Vorschlages besteht. Im Schachtofen liegen überhaupt in dieser Hinsicht ganz andere Verhältnisse als im Drehrohrofen vor, was schon daraus hervorgeht, dass, wie Versuche gezeigt haben, bei Anwendung des Verfahrens gemäss der Erfindung kein Mehrverbrauch an Brennstoff entsteht, sondern sich der Brennstoffbedarf sogar eher verringert. Es scheint dies darauf zu beruhen, dass das feinkörnige Zusatzgut eine Kontaktwirkung auf das aufzuschliessende Frischgut ausübt, so dass dessen chemische Reaktion leichter oder schon bei geringerer Temperatur vor sich geht.

   Indes braucht, wie sich durch Versuche ergeben hat, nicht der gesamte Zusatz eine solche Feinheit zu besitzen, sondern es ist beispielsweise bereits die Feinung eines Bruchteiles des Zusatzes ausreichend, um einen Mehrverbrauch an Brennstoff zu verhindern. 



   Wesentlich ist hingegen eine tunlichst gleichmässige Mischung des Zusatzes mit dem Frischgut, da ja beim Schachtofen nicht schon durch den Ofengang selbst eine Mischung erfolgt. Als derartiger Zusatz von grosser Feinheit hat sich der Staub als vorteilhaft erwiesen, der von dem fertigen Klinker meist abgesiebt wird, weil er erfahrungsgemäss einen schlechten Einfluss auf die Festigkeitswerte des 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ermahlenen Zementmehles ausübt. Fällt solcher Staub jedoch nicht in hinreichender Menge ab oder wird er überhaupt nicht aus dem den Ofen verlassenden Klinker entfernt, so muss der Zusatz ganz oder teilweise gemahlen werden.

   Da die Feinung eines Teiles dieses Zusatzes genügt, so genügt es auch, den
Zusatz einer nur oberflächlichen Mahlung in einer Griessmühle zu unterziehen, bei der nur dafür gesorgt wird, dass keine grösseren Stücke mehr in ihm vorhanden sind ; die erforderliche Menge an ganz Feinem ergibt sich hiebei dann schon von selbst. 



   Als vorteilhaft hat es sich ferner erwiesen, den Brennstoff in fein gemahlenem Zustande aufzu- geben. Bei der   üblichen   Aufgabe von Kohle in erbsengrossen   Stücken   müssen naturgemäss in der Be- schickung Nester von Kohlenasche entstehen und daneben Stellen, die frei von Asche sind. Da die
Asche die'Zusammensetzung des Zementes beeinflusst, vermindern beide   Umstände   naturgemäss die Festigkeit des erzeugten Zementes. Man hat deshalb früher bereits versucht, den Brennstoff in feinem
Zustande'aufzugeben. Er ist aber dann nicht völlig verbrannt, weil offenbar bei Feinkörnigkeit sämtlicher Bestandteile der Beschickung die Luft nicht leicht genug hindurchdringen kann.

   Eine gewisse Menge der Bestandteile einer   Schachtofenbeschielung   muss beim Zementbrennen offenbar eine bestimmte mindeste   Korngrösse   besitzen. Man hat deshalb bisher dem Brennstoff eine solehe   Korngrösse   gegeben, da das Rohgut selbst feinkörnig aufgegeben werden muss. Hiebei musste der erwähnte Missstand ungleicher Aschenverteilung in Kauf genommen werden. 



   Erst die Anmelderin hat erkannt, dass nur eine gewisse Menge solcher Körner überhaupt vorhanden sein muss, gleichviel, woraus die Körner dabei bestehen, und in der Auswertung dieser Erkenntnis besteht die Erfindung. 



   Die Erfindung bietet ferner den Vorteil, das dem Schachtofen aufzugebende Rohgut auch nass aufbereiten zu können, was erfahrungsgemäss in manchen Fällen erwünscht ist. Bisher hatte nass aufbereitetes Gut vor der Aufgabe eine Entwässerung nötig, weil sich in den Schachtofen kein flüssiges Gut aufgeben lässt. Wird aber dem Rohschlamm, der einen Wassergehalt von 30 bis   40%   besitzt, der beträchtliche Zusatz trockenen Stoffes zugegeben, welchen die Kohle und der Klinker darstellt, so nimmt dieser Trockenzusatz, besonders wenn diese beiden Bestandteile ganz oder teilweise feingemahlen sind, einen so beträchtlichen Teil des Schlammwasser auf, dass der Wassergehalt der in den Ofen aufzugebenden Mischung auch ohne Wasserentziehung nur noch etwa   12-18% beträgt,   wie es als Schaehtofenaufgabegut üblich ist. 



   Die Erfindung ist auch für das Sintern und Rösten von Erz und für   ähnliche   Zwecke geeignet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Aufbereiten der Beschickung von   Zementbrennofen, dadurch gekennzeichnet,   dass dem Rohmehl Klinker oder ein ähnlicher Stoff, der beim Brande chemisch unverändert bleibt, in mehligem oder körnigem Zustande gleichmässig verteilt zugesetzt wird, u. zw. zweckmässig mindestens als ein Fünftel der Gesamtbeschickung.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Brennen erforderliche Brennstoff in feingemahlenem Zustande aufgegeben wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff und der Zusatz dem nass aufbereiteten Frischgut zugemischt werden.
AT143659D 1934-04-27 Verfahren zum Aufbereiten der Beschickung von Zementbrennöfen. AT143659B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT143659B true AT143659B (de) 1935-11-25

Family

ID=2628

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT143659D AT143659B (de) 1934-04-27 Verfahren zum Aufbereiten der Beschickung von Zementbrennöfen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT143659B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2438408A1 (de) Verfahren zur herstellung von eisenoxydpellets und die dabei erhaltenen produkte
DE3828997C1 (de)
DE1758171B2 (de) Verfahren zur herstellung von eisenschwammpellets
AT143659B (de) Verfahren zum Aufbereiten der Beschickung von Zementbrennöfen.
DE668460C (de) Verfahren zum Brennen von Zement und aehnlichem Gut und Schachtofen zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE2538864A1 (de) Verfahren zur herstellung von reduzierten pellets
DE1671229A1 (de) Verfahren zur Herstellung von poroesen keramischen Stoffen aus den in der Aluminiumindustrie anfallenden Bauxitrueckstaenden
CH178782A (de) Verfahren zum Aufbereiten eines Gutes in einer Schachtofenanlage.
DE577103C (de) Verfahren zur Durchfuehrung endothermer Reaktionen
DE564947C (de) Verfahren zum Brennen von Zement in zwei Brennstufen
DE1571672A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Koks extremer Reaktionsfaehigkeit und Dichte
DE886715C (de) Verfahren zur Aufbereitung von auf einem Rost zu brennendem Feingut
DE552975C (de) Verfahren zur Herstellung von Bindemitteln und OEl aus OElkreide
DE975790C (de) Verfahren zur Verhuettung von Erz, insbesondere von Eisenerz
DE1289857B (de) Formlinge zur Herstellung von Ferrosilicium
DE1059338B (de) Verfahren zur Herstellung von gesintertem mineralischem Gut aus fein- und feinstkoernigen Ausgangsstoffen
AT223109B (de) Verfahren zur Herstellung von Sintermagnesia aus fein- und feinstkörnigen, natürlichen und künstlichen Magnesiumverbindungen
AT123505B (de) Verfahren zum Brennen von Ziegeln hoher Festigkeit.
DE975186C (de) Verfahren zum Sintern von Chromerz mit anschliessender Verarbeitung des Sinterguts zu Chrommagnesitsteinen
DE974681C (de) Verfahren zur Erzverhuettung im Niederschachtofen
DE722375C (de) Verfahren zum Brennen von Zement
DE850897C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Stoffen, insbesondere Rohphosphaten, Bauxit, Silikaten, Erzen od. dgl., in Gegenwart von zur Hydratbildung befaehigten Salzen vorzugsweisedurch Saugzugsinterung
DE555070C (de) Verfahren zur Herstellung von Ziegelsteinen und aehnlichen Baustoffen aus gebranntem, nicht feuerfestem Ton
DE567531C (de) Verfahren zur Herstellung gesinterter hydraulischer Bindemittel
DE860866C (de) Verfahren zur Herstellung einer Aluminium-Silicium-Vorlegierung im elektrothermischen Ofen