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Schuh und Verfahren zu dessen Herstellung.'
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine weitere Ausbildung des Schuhs nach Patent Nr. 128110 und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen verbesserten Schuhs. Bei dem Schuh des Stammpatentes muss der die Verbindung zwischen Oberteil und Sohle herstellende Streifen an dem Oberteil so angenäht werden, dass die weitere (äussere) Umrisslinie desselben aufwärts, die schmälere innere Umrisslinie abwärts gerichtet ist, was beim Annähen des Streifens eine gewisse Dehnung desselben und hiedurch auch eine gewisse Geschicklichkeit und Übung der den Streifen (Rahmen) annähenden Person bedingt.
Bei dem gemäss vorliegender Erfindung ausgebildeten Schuh bzw. dem Verfahren zu seiner Herstellung sind die erwähnten Übelstände dadurch beseitigt, dass der vorgeformte Streifen mit seiner inneren Umrisslinie aufwärtsliegend angeordnet, am äusseren (weiteren) mit dem Rande des Oberteiles übereinstimmenden Rande mit dem Oberteil vernäht und der Streifen zusammengefaltet wird. Die aufeinanderliegenden Streifenlappen werden dann miteinander verklebt. Durch dieses Verfahren wird es ermöglicht, den Streifen ohne Schwierigkeit oder auch nur besondere Geschicklichkeit auf den Oberteil anzunähen, und es ist auch nicht erforderlich, ihn während des Annähens zu spannen, da er in seiner Form verbleibt.
Erst durch das Zusammenfalten der Streifen und Verkleben der zusammengefalteten Teile gelangt der innere (kleinere) Rand des Streifens nach unten und gibt dem Streifen jene Spannung, die ihm beim Umschlagen die Sohlenform gibt und erhält. Das Zusammenfalten des Streifens hat aber noch den weiteren Vorteil, dass der so gebildete Rahmen verstärkt wird, was die Formgebung und Formhaltung in günstigem Sinne beeinflusst und zu einem Verdecken und Einbetten der Naht in dem Rahmen führt. Besteht dieser-was besonders zweckmässig ist-aus Gummi, so wird durch das Zusammenfalten ein einheitlicher starker, die Naht in sich tragender Rahmen gebildet werden, der bei Verbindung mit einer Sohle, die passenderweise ebenfalls aus Gummi bestehen und mit dem Rahmen verklebt sein kann, der Sohle das Aussehen und die Beschaffenheit einer Doppelsohle geben wird.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 die Oberansicht, Fig. 2 einen Querschnitt eines Sehuhoberteils mit auf demselben aufgenähten Streifen, Fig. 3 den Querschnitt durch einen solchen Oberteil, bei welchem der Streifen zusammengefaltet ist und die aneinanderliegenden Lappen miteinander verbunden sind, Fig. 4 den Oberteil mit unter demselben oder nach einwärts umgeschlagenen, einen Rahmen bildenden Streifen, Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie I-I der Fig. 6 und Fig. 6 eine Seitenansicht eines gemäss der Erfindung hergestellten Schuhes mit Sohle.
An dem Oberteil a, der z. B. aus Leinen. Leder usw. bestehen kann, wird der zweckmässig aus Gummi bestehende Streifen b mit seinem kleineren inneren Rand c einwärts bzw. aufwärts angeordnet und mit seinem äusseren weiteren Rand d durch eine Naht e, welche nahe an und parallel mit dem Oberteilrand f verläuft, mit diesem Oberteil verbunden (Fig. 1 und 2). Hierauf wird der Streifen zusammengefaltet, wobei der innere Rand c auf den äusseren Rand cl zu liegen kommt und die Streifenlappen z. B. durch Kleben verbunden werden (Fig. 3).
Hiedurch erhält der so gebildete Rahmen eine gewisse innere Spannung, die den Streifen veranlasst, die Sohlenform anzunehmen und zu halten, wenn der Streifen unter dem Oberteil umgeschlagen wird (Fig. 4). Hiebei findet ein gewisser Ausgleich der Spannung zwischen dem äusseren Rand d und dem inneren Rand c statt. Der so hergestellte Rahmen ermöglicht es, an ihm und somit an dem Oberteil ohne Benutzung eines Leistens oder sonst einer Vorrichtung die Sohle g zu be-
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festigen. Ist der Streifen und die Sohle aus Gummi, so wird aus beiden ein einheitliches Stück entstehen, in welchem die Naht e eingebettet ist. Durch den gefalteten Streifen wird die Sohle einer Doppelsohle gleichen, ohne jedoch ihr Gewicht zu besitzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schuh nach Patent Nr. 128110, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem Oberteil vernähte Streifen gefaltet ist und die aufeinanderliegenden Lappen miteinander z. B. durch Kleben verbunden sind.