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wendet, die durch den Kadmiumdampf nicht merklich gebräunt oder geschwärzt wurden. Derartige
Gläser liessen sich aber nicht ohne weiteres für Alkalimetalldampflampen anwenden, da die verschiedenen Alkalien hinsichtlich der Schwärzung des Glases verschiedene Einwirkungen zeigen. Bisher war man der Ansicht, dass Gläser, die durch die Einwirkung von Alkalimetalldampf nicht geschwärzt werden sollen, einen geringen Kieselsäuregehalt und einen hohen Boroxydgehalt haben müssten, doch war die Festigkeit derartiger Gläser sehr beeinträchtigt.
Es hat sich nun gezeigt, dass auch Gläser mit hohem Kieselsäuregehalt, selbst bis zu 80%, nicht geschwärzt werden, unter der Voraussetzung jedoch, dass der Boroxydgehalt in eine ganz bestimmte Beziehung zum Kieselsäuregehalt gebracht wird. Gemäss der Erfindung wird für die Alkalimetalldampflampe ein Borsilikatglas verwendet, dessen Siliziumgehalt zwischen 55 und 80% liegt und dessen Boroxyd- gehalt grosser als 60% weniger dem Prozentsatz des Alkalioxydes geteilt durch 4-5, aber kleiner als das 2'57fache des Prozentsatzes an Alkalioxyd ist.
In der Zeichnung ist ein Dreiachsendiagramm ersichtlich, das die Beziehungen zwischen den Anteilen an NaO-BOs-SiO in der Glasmasse erläutert.
Die von der voll ausgezogenen krummen Linie X begrenzte Fläche stellt möglichst erschöpfend den Bereich von Glaszusammensetzungen dar, die innerhalb der weiten Grenzen und Ziele gemäss der vorliegenden Erfindung liegen, obgleich es verständlich ist, dass die Widerstandsfähigkeit gegen Schwär-
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halb dieser Linie X als Glassorten dieser Art, die gegen Schwärzung und auch gegen atmosphärische Einflüsse hinreichend widerstandsfähig und so für den beabsichtigten Zweck brauchbar sind. Ausserhalb der Linie X liegende Glaszusammensetzungen sind ungeeignet und verfärben sich beträchtlich, wenn sie den heissen Alkalimetalldämpfen wie in der Natriumdampflampe ausgesetzt werden. Betrachtet man die Glaskompositionen, die z.
B. durch die Punkte M, N und 0 in dem Diagramm gegeben erscheinen, so widersteht die Sorte N sehr gut der Schwärzung, während sich die Sorten M und 0 rasch verfärben
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der durch die Linie X begrenzten Fläche liegt, lässt sich durch folgende, den Prozentsatz der drei Hauptbestandteile angebende Grenzwerte allgemein festlegen : Six. zwischen 55 und 80%. B., 03 grösser als
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Die durch die gestrichelte Linie Y begrenzte Fläche stellt den für die Zwecke der Erfindung günstigsten Bereich dar und gibt jene Glaskompositionen an, die bezüglich Widerstandsfähigkeit gegen
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Die folgende Aufstellung gibt die prozentuelle Zusammensetzung einiger Glasmassen an, die in den Rahmen der vorliegenden Erfindung fallen.
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A <SEP> B <SEP> G <SEP> D <SEP> E <SEP> F <SEP> G <SEP> H <SEP> 1
<tb> SiO2 <SEP> ............... <SEP> 67 <SEP> 75 <SEP> 60 <SEP> 60 <SEP> 78 <SEP> 62 <SEP> 65 <SEP> 64-5 <SEP> 65
<tb> NaO.............. <SEP> 12 <SEP> 25 <SEP> 14 <SEP> 7 <SEP> 13 <SEP> 11 <SEP> 11 <SEP> 17
<tb> BaOs <SEP> """"'. <SEP> "" <SEP> 14 <SEP> 13 <SEP> 15 <SEP> 26 <SEP> 14 <SEP> 15 <SEP> 16 <SEP> 15 <SEP> 10
<tb> AO, <SEP> 1 <SEP> 5-5
<tb> CaO <SEP> 10
<tb> 1\1g0............... <SEP> 8
<tb> BeO <SEP> 4
<tb> BaO <SEP> 8
<tb> Expansion <SEP> x. <SEP> l0-7. <SEP> " <SEP> 89 <SEP> 65 <SEP> 98 <SEP> 71 <SEP> 49 <SEP> 83 <SEP> 69 <SEP> 67 <SEP> 89
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Die angeführten Glassorten zeigen befriedigende Ergebnisse, wenn sie einer forcierten Erprobung unterworfen werden, indem man sie durch 48 Stunden der Einwirkung von Alkalimetalldämpfen bei 2750 C aussetzt.
Sie werden ferner durch gewöhnliche atmosphärische Einwirkungen nicht angegriffen und haben einen verhältnismässig beträchtlichen Ausdehnungskoeffizienten. Die Sorten A, B, C und D sind einfache Borsilikatgläser, E ist ein ähnliches Glas, das Tonerde enthält ; die unter F, G, H und 1 angeführten Borsilikatgläser enthalten eine alkalische Erde, wie Beryllium, Magnesium, Calzium, Strontium oder Barium.
Diese alkalischen Erdoxyde können in den Glasmassen der Na2O-B2O3-SiO2-Gruppe ohne nachteilige Wirkung hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit gegen Schwärzung enthalten sein, vorausgesetzt, dass sich der Gehalt an Kieselerde unter 80% hält, die alkalischen Erdoxyde einen Ersatz für Boroxyd bilden, der Prozentgehalt an Boroxyd grösser ist als 60 weniger dem Prozentgehalt an Natriumoxyd, geteilt durch 4'5 und die Summe des Prozentgehaltes an Bor-und Erdalkalioxyd den 2'57faehen Gehalt an Natriumoxyd nicht überschreitet.
Die Verwendung von Zinkoxyd ist nicht erwünscht, da dieses leicht reduziert wird und Schwärzung des Glases verursacht, wenn es den heissen Alkalimetalldämpfen
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gegen Schwärzung einigermassen vorteilhaft, doch sind leicht reduzierbare Metalloxyde zu vermeiden. Arsen ist in den für die Verfeinerung des Glases gebräuchlichen Mengen zulässig. An Stelle des Natrons kann Pottasche verwendet werden in Mengen bis zu etwa 50% des Gehaltes an gesamtem Alkali, ohne
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Pottasche sind jedoch die Gläser gegen jene, die Natron allein enthalten, leicht minderwertig. Die Verwendung von Lithium verursacht Schwärzung des Glases und ist daher nicht zweckmässig.
Zwecks Änderung des Spektrums des Lampenlichtes kann man neben dem Natrium noch eine geringe Menge eines oder mehrerer Edelgase, von Quecksilber oder anderer Alkalimetalle, z. B. Pottasche, in die Röhre einführen. Wenn gewünscht, kann ein die Röhre umgebender Aussenmantel aus
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gebildet wird, zum Zwecke, die Hitze des Lichtbogens aufzuspeichern, wodurch ein besserer Wirkungsgrad des letzteren erzielt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glashülle für Alkalimetalldampflampe, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle bzw. die mit dem Dampf in Berührung kommenden Teile aus an sich bekannten Borsilikatgläsern bestehen, deren Siliziumgehalt zwischen 55 und 80% liegt und dessen Boroxydgehalt grösser als 60% weniger dem Prozentsatz des Alkalioxydes, geteilt durch 4#5, aber kleiner als das 2'57fache des Prozentsatzes des Alkalioxydes ist.