AT143245B - Stehende Strangpresse zur Herstellung von Metallrohren, insbesondere Bleikabelmänteln, und Verfahren zum Entfernen der im Aufnehmer einer solchen sich sammelnden Verunreinigungen. - Google Patents

Stehende Strangpresse zur Herstellung von Metallrohren, insbesondere Bleikabelmänteln, und Verfahren zum Entfernen der im Aufnehmer einer solchen sich sammelnden Verunreinigungen.

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AT143245B
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Ferdinand Hanff
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Siemens Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Stehende Strangpresse zur Herstellung von   Metallrohren, insbesondere Bleikitbelmänteln, und Ver-   fahren zum Entfernen der im Aufnehmer einer solchen sich sammelnden Verunreinigungen. 



   Beim Herstellen von Bleirohren, insbesondere von Bleimänteln für Bleikabel, bereitet die Beseitigung der die Güte des Erzeugnisses beeinträchtigenden Unreinigkeiten aus dem Blei erhebliche Schwierigkeiten. Nach einem bekannten Verfahren wird der Aufnehmer mit Blei gefüllt, und die an der Oberfläche der Bleiffillung in Form einer erstarrten Linse angesammelten Verunreinigungen werden durch das Eindringen des Pressenstempels in den Aufnehmer seitlich abgedrängt. Hiedurch wird nur ein Teil der Verunreinigungen beiseitegeschoben, weil sich die Verunreinigungen nicht nur an der die Linse bildenden Oberfläche befinden, sondern auch tiefer in den Aufnehmer hinabreichen. Da der Pressenstempel kurz nach dem Eindringen mit seiner Spitze in den Aufnehmer diesen völlig abschliesst, so schiebt er den übrigbleibenden Teil der Verunreinigungen vor sich her.

   Diese Verunreinigungen werden deshalb mit verpresst und beeinträchtigen die Güte des Erzeugnisses. 



   Nach einem andern bekannten Verfahren wird beim Füllen des   Aufnehmers   mit flüssigem Blei auf den Aufnehmer ein Aufsatz gebracht und so viel flüssiges Pressgut in den Aufsatz gefüllt, dass sich im Aufsatz ein verlorener Kopf bildet, welcher die Verunreinigungen enthält. Der verlorene Kopf wird in erstarrtem Zustand von Hand oder durch besondere Vorrichtungen vor Beginn des Pressvorganges abgeschnitten. Dieses Verfahren ist sehr   umständlich   und zeitraubend. Ausserdem stört die erwähnte Vorrichtung zum Abschneiden des verlorenen Kopfes die   Zugänglichkeit   und die Übersichtlichkeit der Presse. 



   Diese Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass der Aufnehmer in seinem oberen Teil erweitert ist. Die Erweiterung des   Aufnehmers   kann auch in einen auf diesem angeordneten, 
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 d. i. des Beginnes der Presswirkung, verhältnismässig weit in das flüssige Blei eingedrungene Pressenstempel verdrängt einen verhältnismässig grossen Teil desselben und entfernt dadurch weitgehend die in ihm enthaltenen Verunreinigungen. Der in der Erweiterung sich bildende verlorene Kopf wird in noch nicht erstarrtem Zustand entfernt. 



   Um möglichst viel von den Verunreinigungen zu beseitigen, wird vorteilhaft nach Füllen des Aufnehmers und des Aufsatzes zunächst noch so viel flüssiges Pressgut dem Aufnehmer bzw. dem Aufsatz zugeführt, dass die auf der Oberfläche des Pressgutes sich sammelnden Verunreinigungen von dem überlaufenden Pressgut mit fortgespült werden. Zur Erleichterung des Spülvorganges kann der Aufsatz mit einer oder mit mehreren absperrbaren Abflussöffnungen versehen sein und eine gegen die horizontale Richtung geneigte Überlaufrinne haben.

   Zur Verbesserung der Wirkung des Spülvorganges und zur Beseitigung aller Unreinigkeiten kann ein während der Füllung und Spülung in den Aufsatz reichender verjüngter Ansatz vorgesehen sein, welcher während des und nach dem   Füllvorgange   die   luftberuhrte   Oberfläche des flüssigen Bleies und somit die Oxydbildung vermindert und somit die Bildung von Verunreinigungen enthaltenden, mitten auf dem flüssigen Blei schwimmenden Bleischauminseln verhindert, endlich das Abfliessen des Bleies zur Überlaufrinne während des Spülvorganges begünstigt.

   Dieselben 

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 Wirkungen treten ein, wenn man, statt einen   verjüngten   Ansatz vorzusehen, den Pressenstempel selbst während des Spülens so weit in den Aufsatz hineinsenkt, dass seine   Pressfläehe   bereits beim   Spiilen   mit 
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 Erkalten und Erstarren des Pressmaterials beim Eindringen des Pressenstempels in den Aufsatz beim Beseitigen des verlorenen Kopfes verhindert, weil der Pressenstempel aus dem   ihn umspülenden Pressgut   bereits während des Spülens erhebliche Wärmemengen aufgenommen und infolgedessen eine erhöhte Temperatur angenommen hat.

   Nach Beendigung des Spülens und nach dem Absetzen des Restes der Verunreinigungen im Aufsatz lässt sich der verlorene Kopf in noch nicht erstarrtem Zustand in einfacher und vorteilhafter Weise dadurch beseitigen, dass das den verlorenen Kopf bildende Pressgut durch Ein- 
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 z. B. eine Auffangrinne, gegebenenfalls mit einer Abflussrinne, zur Fortleitung des Materials haben. 



   Die Zeichnung zeigt einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Die Fig. 1 zeigt den gefüllten Aufnehmer mit den Unreinigkeiten vor dem Eindringen des Pressenstempels, die Fig. 2 den Augenblick des Abschlusses des Aufnehmers durch den Kopf des Pressenstempels. Mit 2 ist der Aufnehmer bezeichnet, der in seinem oberen Teil 3 enveitert ist. 4 ist der Kopf des Pressenstempels mit einer sich nur wenig erhebenden, kegelförmigen Spitze 5. 6 ist das beim Anpressen aus dem Aufnehmer herausquellende, die Verunreinigungen enthaltende Pressmaterial. Die axiale Länge der Erweiterung des Aufnehmers entspricht mindestens der Tiefe, in der noch nennenswerte Mengen von Unreinigkeiten 7 er-   fahrungsgemäss   zu finden sind. 



   Wie die Fig. 2 zeigt, muss der Pressenstempel 4 ziemlich tief in den Aufnehmer 2 eindringen und dabei entsprechend viel Blei 6 herausdrängen, ehe er den Aufnehmer 2 dicht abschliesst und dadurch 
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 drängt und verbleiben, soweit sie nicht ausfliessen, in der Erweiterung des Aufnehmers, so dass sie bei Beginn der Pressung nicht vom Pressenstempel mitgenommen werden. 



   In der Fig. 3 ist der   Aufnehmer   mit   11,   der ringförmige Aufsatz mit   12,   das flüssige Blei mit 1 : 3, der Pressenstempel mit 14 und der Kopf des Pressenstempels mit 15 bezeichnet. Gemäss der Erfindung wird das Pressmaterial aus dem Aufsatz in noch nicht erstarrtem Zustand dadurch entfernt, dass der Pressenstempel zunächst in das flüssige Blei im Aufsatzring und dann in den   Aufnehmer   eindringt. Hiebei wird durch den Pressenstempel das flüssige Blei nach allen Seiten verdrängt und, da   die Unreinigkeiteu   sich oben ansammeln, werden diese zuerst abgedrängt. 



   Gemäss der Fig. 4 hat der Aufsatzring   22   eine   seitliehe   Abflussöffnung 23, um das flüssige Blei   24   
 EMI2.4 
 Blei gefüllt sind, wird nämlich, während der Hahn in der   Ausflussöffnung 23 geöffnet   bleibt, noch weiteres flüssiges Blei nachgefüllt. Das flüssige Blei fliesst dann durch das Rohr   2.)   fort. Nachdem eine Zeitlang auf diese Weise gespült worden ist, wird der Hahn geschlossen und der Spülvorgang beendet. Hierauf dringt der Pressenstempel durch den Aufsatz in den Aufnehmer ein und verdrängt die noch nicht mit fortgespiilten Unreinigkeiten in der gleichen Weise, wie es oben beschrieben ist. 



   Die Fig. 5 zeigt ein anderes   Ausführungsbeispiel.   In dieser ist der Aufnehmer mit   21,   der Aufsatz mit 32 und das seitliche Abflussrohr mit. 33 bezeichnet. Das Blei 35 wird durch das links dargestellte Fullrohr in den Aufnehmer und den Aufsatz gefüllt. Während des Spülvorganges tritt das Blei über den inneren Rand des Aufsatzes in die Sammelrinne und läuft durch diese und das   Abflussrohr 33   ab. Da die Unreinigkeiten oben schwimmen, werden diese mit fortgenommen. Nach Beendigung des Spülvor- 
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 nehmer durch den Aufsatz hindurch eingeführt, wobei noch das die restlichen Unreinigkeiten enthaltende, im Aufsatz befindliche Pressgut entfernt wird. 

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Claims (1)

  1. Als gut geeignet hat sich erwiesen, wenn, wie es die Fig. 6 zeigt, am ringförmigen Aufsatz 41, welcher in gleicher oder ähnlicher Weise wie der Aufsatz 32 in Fig. 5 ausgebildet sein kann, ein Ring mit einer grossen Bohrung aufgelegt wird und in die Bohrung ein Einsatz 42 gebracht wird, welcher nach der Seite des Aufnehmers 43 hin z. B. kegel-oder muldenförmig verjüngt ist. Dieser Einsatz taucht beim Füllen des Aufnehmers und des Aufsatzringes in das flüssige Pressgut ein. Da er leichter als das Pressgut ist EMI2.6 PATENT-ANSPRÜCHE : 1.
    Stehende Strangpresse zur Herstellung von Metallrohren, insbesondere Bleikabelmänteln, bei der der Werkstoff flüssig in den Aufnehmer eingefüllt wird und an der Oberfläche des Werkstoffes sieh ansammelnde Verunreinigungen durch den in den Aufnehmer eintretenden Pressenstempel seitlich abgedrängt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnehmer in seinem oberen Teil (3) erweitert ist. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Strangpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichet, dass der Pressstempelkopf (4) mit einer kegelförmigen Pressfläche (5) augerüstet ist.
    3. Strangpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erweiterung des Aufnehmers in einen auf diesem angeordneten, zweckmässig ringförmigen Aufsatz (12) verlegt ist (Fig. 3).
    4. Verfahren zum Entfernen der im oberen Teile des Aufnehmers sich sammelnden Verunreinigungen bei einer Strangpresse, insbesondere Bleikabelpresse, nach den Ansprüchen 1 bis 3, bei der in den Aufnehmer oder den darauf befindlichen Aufsatz so viel flüssiges Pressgut eingefüllt wird, dass sieh ein verlorener Kopf bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der oben im Aufnehmer oder in dem Aufsatz (1 : 2, 2. 2, 32, 41) befindliche verlorene Kopf in noch nicht erstarrtem Zustand entfernt wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach Füllen des Aufnehmers und des Aufsatzes noch so viel flüssiges Pressgut zugeführt wird, dass die auf der Oberfläche des Pressgutes sich sammelnden Verunreinigungen fortgespült werden.
    6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Pressenstempel (14) in den Aufsatz (12) so weit hineingeführt wird, dass seine Pressfläehe (15) bereits beim Füllen des Aufnehmers bzw. des Aufsatzes oder beim Spülen mit dem flüssigen Pressgut in Berührung kommt (Fig. 3).
    7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das den verlorenen Kopf . bildende Pressgut durch Eindringen des Pressenstempels (14) in das Pressgut im gegenüber dem Aufnehmer erweiterten Aufsatz nach oben aus dem Aufsatz herausgedrückt wird.
    8. Strangpresse zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung des Aufsatzes nach oben konisch erweitert ist.
    9. Strangpresse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz (22) mit einer oder mehreren absperrbaren Abflussöffnungen (23) versehen ist (Fig. 4).
    10. Strangpresse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufsatz . 3' mit einer zweckmässig gegen die Horizontale geneigten Überlaufrinne (330 versehen ist (Fig. 5).
    11. Strangpresse zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen entweder an dem Pressenstempel oder an dem Aufsatz (41) vorübergehend anbringbaren, während der Füllung in den Aufsatz (41) reichenden und so das Abfliessen des Bleies zur Überlaufrinne während des Spülvorganges begünstigenden verjüngten Ansatz (42) (Fig. 6). EMI3.1
AT143245D 1932-06-23 Stehende Strangpresse zur Herstellung von Metallrohren, insbesondere Bleikabelmänteln, und Verfahren zum Entfernen der im Aufnehmer einer solchen sich sammelnden Verunreinigungen. AT143245B (de)

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