DE2311699C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Gießen von Kerzen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Gießen von KerzenInfo
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Description
55
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gießen von
Kerzen in einer Kerzengießvorrichlung mit einer Vielzahl von einzelnen Gießformen, bei dem das flüssige
Wachs von oben her den Gießformen zugegr' vird
und in diesen erslarrt. wobei der beim Abkühlen und
Erstarren des Wachses auftretende Schrumpf aus der über der Formdeckplatte der Gießvorrichtung überstehenden
Gießschicht ausgeglichen wird, und die so gebildeten Kerzenkörper nach dem Erstarren nach oben
ausgestoßen werden. Die Erfindung betrifft weiter die
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Bei den bisher üblichen Gießverfahren für Kerzen wird üblicherweise mit Gießvorrichtungen gearbeitet,
die zwischen einer unteren Formbodenplatte und einer oberen Formdeckplatte eine Vielzahl vun Gießformen
aufweisen, die vorzugsweise von Wasser zum Kühlen umspült sind und die nach obt-n offen sind, uas Folien
der Gießformen mit flüssigem Wachs erfolgt in der Weise, daß dieses auf die Formdeckpiatte aufgegossen
wird, von dort aus in die Gießformen h.uft und diese ausfüllt. Da Wachs beim Abkühlen einem erheblichen
Schrumpf unterliegt, muß über der Formdeckplatte genügend flüssiges Wachs vorhanden sein, um diesen
Schwund auszugleichen. Aus diesem Grund bleibt im allgemeinen eine etwa 3 cm hohe Schicht flüssigen
Wachses über der durch die Formdeckplatte gebildeten Gießfläche stehen, die nach dem Abkühlen zu einer
sehr festen Schicht erstarrt.
Dieses konventionelle Verfahren weist eine ganze Reihe von Nachteilen auf. Der übersiehende Wachskuchen
verzögert erheblich den Abkühlvorgang und damit die Arbeitsgeschwindigkeit, mit der eine solcne
Kerzengießanlage betrieben werden kann. Besonders lästig ist jedoch, daß der überstehende erkaltete
Wachskuchen mit sehr erheblichem Aibeits- und Kraftaufwand von Hand mit Hilfe eines Messers abgestoßen
werden muß, u η anschließend die gebildeten Kerzenkörper nach oben aus der Form herausstoßen und der
Weiterverarbeitung, beispielweise einer Dochteinfäde'iung,
zuführen zu können. Da diese Anlage meist von Frauen bedient werden, ist es äußerst schwierig, für
diese körperlich schwere Arbeit überhaupt Arbeitskräfte zu bekommen.
Selbst wenn man versucht, diesen überstehenden Waehskuchen in seiner Schichtdicke dadurch gering zu
halten, daß man mehrmals hintereinander dünnere Schichten flüssigen Wachses auf die Gießfläche über
der Formdeckplatte aufgießt, so bleibt letzlich doch die Notwendigkeit, die überstehende Wachsschicht mit
dem Schabemesser zu entfernen. Abgesehen vom Arbeitsaufwand,
ist daran auch noch nachteilig, daß je nach der Sorgfalt, mit der dieses Abschaben erfolgt, die
Bodenfläche der Kerze mehr oder weniger exakt ausgebildet wird, so daß häufig solche Kerzen noch abgesagt
oder abgeschweißt werden, um eine glatte Bodenflächo
zu erzielen.
Der Erfindung liegt deshdib die Aufgabe zugrunde,
den Aufwand des mühsamen Abschabens des überstehenden Wuchskuchens einzusparen und nach Möglichkeit
die damit verbundene Arbeit von Hand gänzlich überflüssig /u machen.
Dieses technische Problem wird überraschenderweise durch ein Verfahren zum Gießen von Kerzen in
einzelnen Gießformen, bei dem das flüssige Wachs von oben her den Gießformen zugegeben wird und in diesen
erstarrt, wobei der beim Abkühlen und Erstarren des Wachses auftretende Schrumpf aus der über der
Formdeckplatte der Gießvorrichtung überstehenden Gießschichi ausgeglichen wird und die so gebildeten
Kerzenkörper nach dem Erstarren nach oben ausgestoßen werden, dadurch gelöst, daß die überstehende
Gießschicht in einer solchen Schichtdicke auf eine Formdeckplaite mit über die Ebene der Formdeekplat
te hinausragenden Abrißkanten aufgetragen wird, daß die beim Gießen zusammenhängende Schicht flüssigen
Wachses beim Abkühlen und Schrumpfen unterbrochen wird. Dabei wird die überstehende Schicht flüssi·
23 II
gen Wachses in ihrer Starke zweckmäßig so bemessen,
daß sich eier Kerzenfuß der einzelnen Kerzenkörper beim Abkühlen und Schrumpfen freischrumpft
Die Abrißkante ragt dabei zweckmäßig nur so weit über die Ebene der Formdeckplatte hinaus, daß genügend
flüssiges Wachs zur Verfügung steht, um beim Abkühlen und Erstarren des Wachses in der Gießform
den sich durch den Schrumpfvorgang bildenden Trichter wieder zu füllen. Dieser wird beim erneuten Abkühlen
u.id Erstarren wiederum einen, wenn auch weniger tiefen Trichter bilden, so daß dieser Nachgießvorgang
einige Male, meist insgesamt dreimal wiederholt wird. Dabei stört es keineswegs, d-3 zwischen den kranzförmig
von der Abrißkantc einge— hmten Gießformen
Wachs erstarrt und als dünner ..„wien stehenbleibt,
weil dieser verbleibende Wi' *sk..· hen bei dem nächsten
Übergießvorgang witdt aufgeschmolzen wird
und der Kerzenkörper ~: -ι beim darauffolgenden Abkühlen
wieder freii:-:hr_.npit.
Der ganz besc·...1 ■: . Vorteil dieses erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt darin, daß es überhaupt nicht mehr erforderlich ist, übersehenden Wachskuchen
durch Abstotäen mit dem Schabern*" sser zu entfernen,
sondern daß der Kerzenköi per im Bereich des Kerzenfußes aliein durch den Abkühl- und Schrumpfvorgang
exakt ausgebildet wird und dabei erstmals auch bereits in der Gießform die einzelnen Kerzenkörper als getrennte
Individuen erhalten werden, die bisher immer über den verhältnismäßig dicken überstehenden
Wachskuchen zusammenhingen.
Mit diesem vorteilhaften Verfahren ist nicht nur eine
ganz wesentliche Einsparung an schwerer Handarbeit verbunden, sondern der Abkühlvorgang als solcher
geht auch wesentlich rascher, weil nicht mehr — wie bisher — die dicke überstehende Wachsschicht Wärme
ausstrahlt und nur langsam erkaltet und damit auch den Erstarrungsvorgang in den Gießformen selbst verzögert.
Dieser Zeit- und Arbeitsersparnis gegenüber tritt der
vermeintliche Mehraufwand durch das mehrmalige Übergießen mit einer dünnen Wachsschicht kaum in
Erscheinung, zumal sich dieser Vorgang noch dadurch weitgehend automatisieren läßt, indem das flüssige
Wschs irn !Creisläiii "eführt wird α™ό lediglich vorbestimmte
Wachsmengen oder über vorbestimmte Zeiten da.; flüssige Wachs auf die Gießfläche aufgegeben wird,
während der Frstarrungszeit jedoch die Zuleitung unterbrochen ist und das Wachs im Kreislauf in den Vorraisbehältcr
zurückfließt Der Vorteil dieses zusätzlichen Verfahrefib üegi darin, daß nicht zwischenzeitlich 5&
Wachs in Gefäßen und Zuleitungen erstarrt und erst durch langsames Aufheizen wieder ' erilüssigt werden
muß.
Das erste Füllen der einzelnen Gießformen, also das
Z- führen der wesentlichen für einei. Kc:/enkorper Dest.mmten
Wachsmenge, muß i.cht unbedingt durch Übergießen erfolgen, sontf-τη in einer bevorzugten
Verfahrensvariante wird die Hauplmcnge de· die Kerzen
bildenden Wachses drn Gießformen unmittelbar zudosicrt und 'ediglich der Schri'mpfujsglcnh erfolgt
durch ÜbergielJen mit einer dünnen Wachsschicht un
' τ Ausnul/ung der Wirkung der Abrißkantc
Fur das Verfahren nach der Erfinduni? μ.ιη/ wesent
lieh ist die dafür verwendete Vorrichtung. -!.«.- aus einem
Gehäuse uOMehi, das oben durch eine {'•irmdi'ckplatte.
unten durch eine Formbodenplatte begrcn/t ist. wobei
die ein/einen Gießformen mit der Formdeckplatte und Formbodcnf ',tte verschraubt sind, un 1 -iie die Besonderheit
aufweist, daß jede Gießform eine Abrißkante aufweist, die über die Ebene der Formdeckplatte hinausragt
Wie noch die AbriCkante die Ebene der Formdeckplatte
überragt, hängt etwas von der Form und Größe des nach diesem Gießverfahren hergestellten
Kerzenkörpers ab. Besonders günstig ist es, wenn die Abrißkante der Gießform 1 bis 2 mm über die Eben·,
der Formdeckplatte hinausragt Diese Höhe sollte auvh nicht wesentlich überschritten werden, damit sich /wischen
den einzelnen Gießformen und ihren randseitigen Abrißkanten nicht ein dicker Wachskuchen ausbilden
kann, der unnötig Wärme festhalten würde.
Die Abrißkante selbst, die den Kerzenfuß kranzartig umgibt, kann ganz verschiedenartig ausgebildet sein.
Um beim Abkühl- und Erstarrungsvorgang ein möglichst scharfes Herausmodulieren des Kerzenfußes zu
ermöglichen, ist bevorzugt die Gießform <n der Formdeckplatte dachartig zu der die Umrandung des Kerzenfuöes
bildenden Einguüöffnung j zeigend ausgebildet
und ist dort als Abrißkante die höchste Erhebung. Die Abrißkante stimmt also überein mit dem Außenrand
des Kerzenfußes.
Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß die Kerzengießvorrichtung
mit einer automatischen Dochteinfädelung und Klemmvorrichtung für die ausgestoßenen Kerzenkörper
verbunden ist. so daß der gesamte Vor, ing der Kerzenherstellung, vom Gießen bis zum Ausstoßen
vollautomatisch ausgeführt werden kann und nicht mehr wie bisher der überstehende erkaltete Wachskuchen
von Hand abgestoßen werden muß.
Eine weitere Ausbildung der Vorrichtung besteht deshalb aus Gießformen, die zwischen der Formbodenplatte
und der Formdeckplatte angeordnet sind, unter tie' Formbodenplatte befindlichen Dochtrollen, für den
Docht durchbohrten Pistons zum Ausstoßen der Kerzenkörper und Klemmvorrichtungen über der Formdeckplatte
zum Erfassen de.· ausgestoßenen Kerzenkörper.
Mit dieser Vorrichtung werden erstmals ohne jeden zusätzlichen Arbeitsgang — wie Abstoßen des Wachskuchens
mit einem Schabemesser — sich als Einzelindividuen ausbildende Kerzenkövper erhalten, die nach
rlfrm Ausstoßen lediglich über den Docht mit den im
nächsten Arbeitstakt sich bildenden Kerzenkörpern zusammenhängen. Die endgültige Separierung erfolgt
dann einfach durch Durchtrennen des Dochtes, was natürlich ebenso automatisiert erfolgen kann.
Das Verlahren und die Vorrichtung sind am bisherigen
konventionellen Verfahren des Aufgießens des flüssigen Wachses auf die Formdeckplatte beschrieben
worden. In einer vorteilhaften Abwandlung kann aber die Hauptmenge ar. Wachs auch ζ dosiert werden und
lediglich der Schrumpriusgleich durch Übergießen und
das ernmiungsgemäue Fi eisern umpitii CTiOigcn.
Da^ erlindungsgemäße Verfahren und die dafür geeignete
Vorrichtung ermöglichen, wie beschrieben, sehr vorteilhaft ein automatisches Dochiein- i'nd Dochlnach/iehen.
Selbstverständlich ist es in gleicher Weise möglich, auch mit einer separater. Dochtcinfädel·
arbeiten.
arbeiten.
Dir frfindung wird nachstehend an Hand .Ur /
nungen beschrieben.
nungen beschrieben.
F ig I zeigt einen Teilausschniti aus c nc. k .■■<
/■ gießmaschine herkömmlicher Bauart im Schm: .:«■
F 1 g. 2 bis 4 die erfindungsgemäße Kerzengicßw>··■ 1·
tung jeweils als Ausschnitt im Schnitt. Von t nti <
i ! dargestellten Gießvorrichtung wird flüssiges W.uhs .1..;
ro
die Formdcckplattc 5 aufgegossen, von wo es in die
einzelnen Gießformen 9 läuft. Da Wachs stark
schrumpft, war es bisher üblich, eine mehrere 7cniirncter
dicke Gießschicht 14 oberhalb der Fornidcckplattc
5 stehenzulassen und diese Gießschicht 14 nach Erkalten mit einem Messer abzustoßen. Die Stärke der
Gießschicht 14 betrug üblicherweise 3 cm. Mach dem
Abkühlen der Gießformen 9 durch das sie umgebende Kühlwasser 10 wurde der Docht 3 zwischen der Gießschicht
14 und den im vorhergehenden Takt gegossenen Kerzenkörper ί durchschnitten. Im Anschluß dar-'
an erfolgte das Abschieben der Gicßschicfu 14, wobei
gleichzeitig der durch >ie gehende Docnt 3 mit abgc
schnitten wurde Durch Betätigung des Pistons II. der
als Rohr ausgeführt ist und den Docht 3 führt und mit
tels dei Dichtung 12 allseitig abdichtet wird der Ker
zenkörper 1 nach oben in Richtung der Formdcckplai
te 5 herausgeschoben und du- h die Klemmvorrichtung
2 erfaCl Die Klemmvorrichtung 2 zieht dann mittels
der eingeklemmten Kerzenkörper I Docht 3 durch die Dichtung 12 und verbleibt dann oberhalb der Gießform
9, die in der Formdeckpia ι te- 5 und der Formbodenplat
te 8 eingebettet ist. Der Abstand /wischen dem Docht
austritt aus dem Kcrrenkörpcr I und der Formdeckplatte
5> beträgt etwa 4 cm: es ist damit genügend Raum zum Aufbringen einer neuen Gießschicht 14 auf die
Formdeckplatte 5.
Gegenüber der bekannten Gießvorrichtung unter scheidet sich die erfindungsgemäße grundlegend durch
die neuartige Ausgestaltung der Gießform 9. Die Gießform 9 ist nicht mehr — wie bisher — bündig in die
Formdeckplatte 5 eingesetzt sondern ragt kuppenför
mig aus ihr hervor, wobei die konische Bohrung der Gießform 9 mit ihrem oberen Rand den höchsten
Punkt bildet und damit die Abrißkante 15 formt Das Gießen erfolgt nun so, daß die Gießschicht 14 nicht wie
bisher einen Oberstand von etwa 3 cm aufweist sondern
nach Ausfüllen der Gießform die Schicht überstehenden flüssigen Wachses nur so geringfügig die Höhe
der Abrißkante 15 überstreicht daß beim Schrumpfen des Wachses beim Abkühlvorgang die Abrißkante 15
frei wird und der einzelne Kerzenkörper 1 sich im Bereich des Kerzenbodens 16 freischrumpfl. fm Kerzenkörper
1 bildet sich beim Abkühlen der erste Eingußtrichter 4. der entlang der Abrißkante 15 völlig von der
verbleibenden Gießschicht 14 getrennt ist Nach Erkil·
ten des Wachses wird ein zweilesmal in gleicher We.se
gegossen, wodurch der erste Eingußtrichter 4 wieder gefüllt wird. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt,
bis der Eingußtrichlcr 4 praktisch verschwunden
ist.
Der Gießvorgang läßt sich auf elegante Art und Weise noch dadurch vereinfachen und verbessern, indem
das flüssige Wachs kontinuierlich zugeführt und ein Oberschuß über einen Wachsrückiauf in den
Wachsvorrat wieder zuruckgeleiiet wird. Wenn der
Gießvorgang "zum Abkühlen unterbrochen wird, wird
das flüssige Wachs, über dnc Parallcllcitung direkt wieder
in das Vorratsgefüß mit heißem 'Wachs zurückgc-,lcitct
damit aber vermieden/ daß es in den Leitungen erstarrt und irrst mühsam wieder aufgeheizt'werden
muß Bei dieser Arbeitsweise wird nach Füllen des ersten
Fingußiriehters 4 so iangc flüssiges Wachs über
die Formdcckplitie 5 gelei'et bis die Wachstcilc des
crsien Gusses der Gicflschicht 14 aufgeschmolzen sind
und aus dem Gemisch mn aufgeschmolzenem und
frisi h zugeführtem flüssigen Wachs der Ausgleich des
Schrumpfes erfolgt Nach Abschalten der Wachszufuhr
läuft von der Formdcckplaitc 5 noJ. so viet Wachs at.
daß die Gießschichl 14 mit der Abrißkante 15 eine Ebc ne bildet Beim endgültigen Erkalten una Schrumpfen
de« Wachses erfolgt wieder entlang der ^brißkantc !5
der Abriß des Wachses zwischen Kerzenkörper 1 und Gießschichi 14. Bei der jetzt in kürzester Frist Tfolgendcn
Erkaltung — es wurde mn eine geringfügige Menge Wachs in den ersten EinguPtrichter 4 nachge
füllt - bildet sich der zweite Eingußtrichter 6. Durch Wiederholen der Prozedur wird der dritte Eingußtrichter
7 erzeugt, der nur noch eine ganz geringfügige Ver tiefung aufweist Auch hier ist wieder am Ende des Erkaltungsvorganges
dir Kerzenkö.per 1 von der Gießschicht
14 getrennt Dadurch entfällt der Vorgang des Wachsabstoßens. Vielmehr kann durch den Piston ti
der Kerzenkörper 1 direkt ausgetrieben werden, vird
im Anschluß daran von der Klemmvorrichtung 2 übernommen
und abgezogen, wodurch der Docht 3 von der Dochtrolle 13 abgerollt und durch die Dichtung 12
nachgezogen wird
Trotz des dreimaligen Gießvo-ganges und der jeweils
zugehörigen Abkühlzeiten ergibt sich erstaulicherweise keine Verlängerung der Herstellungszeit,
sondern vielmehr eine Verkürzung, da die bhter erfor
derliche dicke Gießschicht 14 die Abkühlung in der einzelnen Gießform erheblich verzögerte und auch selbst
erst noch erstarren mußte, um abgestoßen werden zu können. Der wesentliche Vorteil ist jedoch das Entfallen
der Abstoßarbeit dieser Gießschicht 14. die den Einsatz großer Körperkräfte erforderte.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Gießen von Kerzen in einer Kerzengießvorrichtung mit einer Vielzahl von einzelnen
Gießformen, bei dem das flüssige Wachs von oben her den Gießformen zugegeben wird und in
diesen erstarrt, wobei der beim Abkühlen and Erstarren des Wachses auftretende Schrumpf aus der
über der Formdeckplatte der Gießvorrichtung ,-o überstehenden Gießschicht ausgeglichen wird, und
die so gebildeten Kerzenkörper nach dem Erstarren nach oben ausgestoßen werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die überstehende G'.eßschicht in einer solchen Schichtdicke auf eine For.ndeckplatte
mit über die Ebene der Formdeckplatte hinausragenden Abrißkanten aufgetragen wird, daß
die beim Gießen zusammenhängende Schicht flüssigen Wachses beim Abkühlen und Schrumpfen un
terbrocben wird.
2. Ver'.jhren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß die überstehende Schicht flüssigen Wachses in ihrer Stärke so bemessen ist. daß sich
der Kerzenfuß der einzelnen Kerzenkörper beim Abkühlen und Schrumpfen freischrumpft.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich des
Schrumpfes beim Abkühlen ein- oder mehrmals eine weitere überstehende Schicht aus flüssigem
Wachs auf die Formdeckplatte aufgegossen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptmenge des die Kerzen bildenden Warnses den Gießformen unmittelbar
zudosiert w.rd und lediglich der Schrumpfausgleich durch Übergießen erfolgt.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bestehend aus
einem Gehäuse, das oben durch eine Formdeckplatte, unten durch eine Formooder.platte begrenzt ist,
wobei die einzelnen Gießformen mit der Formdeckplatte und der Formbodenpiatte verschraubt sind,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Gießform (9) eine Abrißkante (15) aufweist, die über die Ebene
der Formdeckplatte (5) hinausragt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet,
daß die Abrißkante (15) der Gießform (9) 1 bis 2 mm über die Ebene der F ormdeckplatte (5)
hinausragt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 ULd
6. dadurch gekennzeichnet, daß die Gießform (9) in der Formdeckplatte (5) dachartig zu der die Umrandung
des Kerzenfußes (16) bildenden Eingußöffnung ansteigend ausgestaltet ist und dort ah Abriß
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