AT142365B - Verfahren und Anordnung zur Kompensation von Spannungsverlusten an Elektronenröhren. - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Kompensation von Spannungsverlusten an Elektronenröhren.Info
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Description
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Verzehren und Anordnung zur Kompensation von Spannungsverlusten an Elektronenröhren.
In Verstärkeranordnungen, bei welchen durch Anlegen einer bestimmten Spannung an das Steuergitter einer als Auslöserelais geschaltenen Verstärkerröhre ein Abfliessen der Gitterladung über mangelhaft isolierte. Stellen zu befürchten ist, müssen Röhren mit hochisoliertem Gitter verwendet werden. Solche Kriechströme entstehen vorwiegend im Röhrensoekel sowie an allen nicht ganz hochwertigen Isolier- materialien.
Bei Relaisanordnungen sind zum Teil beträchtliche Schaltmittel in den Gitterkreis der Röhre einzubauen, wobei Ladungsverluste auch dann noch auftreten, wenn durch Verwendung von Röhren mit hochisoliertem Gitter die Röhrenverluste vernachlässigt werden können. Im allgemeinen ist es nicht möglich, derart hochwertige Isolationen der Schaltelemente zu erreichen, dass keine weiteren Ladeverluste mehr entstehen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Kompensation der durch mangelhafte Isolation entstehenden Spannungsverluste des Steuergitter von Elektronenverstärkerröhren.
Gemäss der Erfindung besteht das Verfahren darin, dass die durch mangelhafte Isolation abfliessenden Stromladungen wieder ersetzt werden und der kompensierte Zustand zwischen abgeführter Ladung und zugeführter Ladung zur Anzeige gebracht wird. Das Verfahren kann in der Weise ausgeführt werden, dass zwischen Steuergitter und einem Raumladegitter der Verstärkerröhre eine virtuelle Kathode gebildet wird, die durch Verändern der Spannung am Raumladegitter verschoben wird, so dass bei einer beliebigen Spannung des Steuergitter demselben je nach der Lage der virtuellen Kathode Elektronen zugeführt werden.
Eine verbesserte Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass man an das Steuergitter des Messrohres eine Kompensationsröhre anodenseitig anschliesst, deren Kathodenpotential so weit ins negative Gebiet verschoben ist, dass die Anode dieser Kompensationsröhre und dadurch das Potential des Steuergitter des Messrohres gegenüber der Kathode der Kompensationsröhre stark positiv wird und dass man durch Verändern der Gittervorspannung der Kompensationsröhre deren Emission von Null bis Maximum regelt.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von Anordnungen zur Ausführung des Verfahrens dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist die Kathode k der Verstärkerröhre V nacheinander umgeben von dem Raumladegitter 2, dem Steuergitter 1 und der Anode a. Durch die positive Spannung am Raumladegitter 2 werden die aus der Kathode k austretenden Elektronen bereits stark beschleunigt und durch die Maschen des Raumladegitters 2 hindurchgeschleudert. Wäre die Spannung des Steuergitters 1 und der Anode a gleich Null, so würden diese durchfliegenden Elektronen in ihrer Geschwindigkeit immer mehr vermindert und schliesslich wieder zufolge des vom Raumladegitter 2 ausgehenden elektrischen Feldes umkehren und auf das Raumladegitter zufliessen.
In der Fläche, in der die Elektronen wieder umkehren und in der sie die Geschwindigkeit Null haben, d. h. der Nullfläehe, besteht eine starke Anreicherung von Elektronen. Die Dichte dieser Nullfläche ist daher sehr gross. Hat nun die Anode eine positive Spannung und ist das Steuergitter j ! auf Potential Null, so fliegen die an sich schon durch das Raumladegitter 2 beschleunigten Elektronen zur Anode a.
Bei negativen Spannungen am Steuergitter 1 wird dagegen das Feld der Anode mehr und mehr kompensiert.
Die vom Raumladegitter 2 durchgelassenen Elektronen erleiden durch das entgegengerichtete Feld eine
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Geschwindigkeitsverminderung, so dass wie vorher zwischen Raumladegitter 2 und Steuergitter 1 eine Fläche zusammengedrängter Elektronen entsteht. Deren Geschwindigkeit ist sehr klein oder Null.
Der um das Raumladegitter sich bildende Zylinder geschwindigkeitsarmer Elektronen stellt eine virtuelle Kathode, d. h. eine neue räumlich vergrösserte Kathode dar, die durch die Spannung am Raum- ladegitter 2 und durch das Gegenfeld des Steuergitters gebildet wird. Beim Fehlen der Raumladespannung existiert diese virtuelle Kathode nicht mehr.
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Elektronen beziehen oder diese zu ihr zurückdrängen.
Durch Verändern der Spannung am Raumladegitter : 2 kann die virtuelle Kathode zwischen Raum- ladegitter 2 und Steuergitter 1 um jeden gewünschten Betrag verschoben werden. Wenn die vom Steuergitter aufgenommenen Elektronen nicht abgeführt werden, so findet eine negative Gitteraufladung statt, welche den Anodenstrom der Röhre V vollständig blockiert. Durch Regeln der Ranmladegitterspannung kann bei schlechter Gitterisolation der Betrag der abfliessenden Gitterladung des Steuergitters 1 durch Raumladung kompensiert werden.
Zur Bestimmung dieses kompensierten Zustandes wird das Steuergitter 1 der Röhre V mit dem Gitter 3 einer zweiten Röhre V, verbunden, welche als Prüf-und Anzeigeröhre zur Bestimmung des kompensierten Zustandes der Anordnung gesehpltet ist. Durch die in die Gitterleitung der Prüfröhre 1'1 eingefügte Gitterbatterie Bg kann die Gittervorspannung der Prüfröhre V1 unabhängig von der Gittervorspannung der Messrohre V so reguliert werden, dass die Gittervorspannung für die Priifröhre V1 in den geraden Teil der Arbeitskennlinie fällt.
Bei einer bestimmten Gittervorspannung, welche durch den der Gitterbatterie Bg parallel geschalteten Spannungsteiler eingeregelt werden kann, wird der Anodenstrom der Prüfröhre Vi durch das in dessen Anodenkreis eingeschaltete Galvanometer G gemessen.
Die Raumladegitterspannung der Röhre V wird durch den Gleitkontakt des Spannungsteilers P1, welcher der Anodenbatterie Ba parallel geschaltet ist, verändert, bis die durch Isolationsmängel abfliessende Gitterladung durch die Raumladung kompensiert ist. Ist zwischen abfliessender Ladung und zufliessender Ladung der Kompensationszustand erreicht, so behält das Gitterpotential der Prüfröhre V1 einen kon- stanten Wert, somit auch der Anodenstrom dieser Röhre, welcher durch das Galvanometer Gangezeigt wird.
Bei der Anordnung gemäss Fig. 1 kann die Kompensation nur in einem beschränkten Gebiet der negativen Vorspannung erfolgen, welches bestimmt ist durch die Hälfte der Heizspannung bzw. durch den Spannungsabfall in der Kathode k. Dieser Nachteil wird bei der Anordnung gemäss Fig. 2 vermieden.
Zur Kompensation des durch mangelhafte Isolation entstehenden Ladeverlustes des Gitters 1 in der Röhre V dient die Kompensationsröhre K, deren Anode an das Gitter 1 der Röhre V angeschlossen ist. Zur Anzeige des kompensierten Zustandes ist eine Prüfröhre VI, welche im Anodenkreis ein Gal-
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verbundenen Gitterkreisen ein so hohes negatives Feld, dass bei Betrieb dieser Röhre eine sofortige nega- tive Aufladung der Gitterkreise erfolgen würde. Zur Regulierung derjenigen Strommenge, welche zur
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röhre K Über einen Spannungsteiler P/ ; an ein gegenüber der Kathode negatives Potential gelegt.
Durch Veränderung der Gitterspannung dieser Röhre K kann die zur Kompensation nötige Ladungsmenge
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An Stelle von Doppelgitterröhren können auch normale Trioden verwendet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Kompensation der durch mangelhafte Isolation entstehenden Spannungsverluste des Steuergitter von Elektronenverstärkerröhren, dadurch gekennzeichnet, dass die durch mangelhafte Isolation abfliessenden Ladungen des Steuergitters wieder ersetzt werden und dass der kompensierte Zustand zwischen abgeführter Ladung und zugeführter Ladung zur Anzeige gebracht wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Steuergitter (1) und Raum- ladegitter der Verstärkerröhre (V) eine virtuelle Kathode gebildet wird, die durch Verändern der Spannung am Raumladegitter (2) verschoben wird, so dass bei einer beliebigen Spannung des Steuergitters (1) demselben je nach der Lage der virtuellen Kathode Elektronen zugeführt werden (Fig. 1).3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitspunkt eines zur Anzeige des kompensierten Zustandes der Anordnung dienenden Röhrenvoltmeters (1'1) über einen Spannung- teiler (PJ eingeregelt wird, welcher parallel zu einer in die Gitterleitung der Prüfröhre (V1) eingefügten Gitterbatterie (Bg) geschaltet ist.4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung des Raumladegitters (2) mittels eines Spannungsteilers (PI) eingeregelt wird.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man an das Steuergitter (1) des Messrohres (V) eine Kompensationsröhre (K) anodenseitig anschliesst, deren Kathodenpotential so weit <Desc/Clms Page number 3> ins negative Gebiet verschoben ist, dass die Anode dieser Kompensationsröhre (K) und dadurch das Potential des Steuergitters des Messrohres (V) gegenüber der Kathode der Kompensationsröhre (K) stark positiv wird und dass man durch Verändern der Gittervorspannung der Kompensationsröhre (K) deren Emission von Null bis Maximum regelt (Fig. 2). EMI3.1 meters Vi eingeschaltetes Instrument (G) der kompensierte Zustand des Gitterkreises der zu kompensierenden Röhre (V) angezeigt wird.7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Gitterleitung der Prüfröhre (V1) eine Gitterbatterie (Bg) eingefügt ist, zu der ein Spannungsteiler (P2) parallel geschaltet ist.8. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an das Raumladegitter (2) der zu kompensierenden Röhre (V) ein Spannungsteiler (PI) angeschlossen ist, der zur Einregelung der Spannung des Raumladegitters (2) dient.9. Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, dass an das Steuergitter (1) des Messrohres (V) eine Kompensationsröhre (K) anodenseitig angeschlossen ist. deren Kathodenpotential durch geeignete Mittel so weit ins negative Gebiet verschoben werden kann. dass die Anode der Kompensationsröhre (K) und dadurch das Potential des Steuergitters (1) des Mess- EMI3.2 des kompensierten Zustandes eine an das Gitter (1) der Messröhre (V) angeschlossene Prüfröhre (Vl) dient, welche, im Anodenkreis ein Galvanometer (G) enthält. EMI3.3
Applications Claiming Priority (1)
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1934
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