AT142299B - Heizvorrichtung mit kontinuierlicher Verbrennung flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe. - Google Patents
Heizvorrichtung mit kontinuierlicher Verbrennung flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe.Info
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Description
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Heizvorrichtung mit kontinuierlicher Verbrennung flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe.
Es ist bekannt, dass bei akkumulierenden Kochherden, die mit festem Brennstoff, gewöhnlich Koks, Anthracit oder anderem kohlenstoffreichen Material geheizt werden, die Abgase so reich an Kohlendioxyd sind, dass sie zu schwer werden, um einen guten Zug im Schornstein zu erhalten. Man hat diesen Nachteil dadurch beseitigt, dass den Abgasen vorgewärmte Luft zugeführt wurde. Die hiedureh erzielte Verringerung des spezifischen Gewichtes der Abgase ergab einen für das Heben der Rauohgassäule im Schornstein genügenden Zug.
Wird jedoch als Brennstoff Brennöl, Leuchtgas oder werden andere flüssige oder gasförmige Brennstoffe verwendet, so entfällt die Notwendigkeit, eine Zugverbesserung durch Änderung des spezifischen Gewichtes der Abgase herbeizuführen, weil die Abgase dieser verhältnismässig kohlenstoffarmen Brennstoffe wesentlich leichter als die äussere Luft sind. Es hat sich jedoch gezeigt, dass bei Verwendung
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beseitigt werden.
Flüssige bzw. gasförmige Brennstoffe sind ohne Ausnahme reich an Wasserstoff und ergeben deshalb bei der langsamen und vollständigen Verbrennung mit wenigem oder keinem Luftübersehuss einen Wassergehalt von in Rauchgasen sonst selten vorkommender Grössenordnung. An und für sich ist der hievon abhängige hohe Feuchtigkeitsgehalt schädlich, aber durch Zusammenwirkung mit anderen in den Rauchgasen von Öl bzw. Gas zuweilen vorkommenden Stoffen treten noch weitere Übelstände auf.
Praktisch enthalten alle in der Praxis vorkommenden Gase und gewisse Öle Schwefelverunreinigungen. Da diese verbrannt werden, werden nebst Wasserdampf auch Oxyde von Schwefel u. dgl. gebildet. Die Rauchgase haben nun im Schornstein eine verhältnismässig niedrige Temperatur. Bei dieser niedrigen Temperatur tritt eine Kondensation des Wasserdampfes und meist Bildung von Säuren aus den in den Abgasen enthaltenen Sehwefelverbindungen ein, so dass das Mauerwerk des Schornsteins durch das auf ihn niedergeschlagene Wasser und die korrodierenden Säuren in kurzer Zeit zerstört wird.
Nach der Erfindung wird nun die Wasser- und Säurebildung im Schornstein dadurch vermieden, 'dass gegebenenfalls vorgewärmte Verdünnungsluft, wie dies bei akkumulierenden Kochherden für festen Brennstoff für einen anderen Zweck an sich bekannt ist, den Rauchgasen zugeführt wird.
In der beigefügten Zeichnung zeigt Fig. 1 die Vorrichtung nach der Erfindung bei einem akkumulierenden Kochherd für Ölheizung und Fig. 2 dieselbe Vorrichtung bei einem akkumulierenden Kochherd für Gasheizung.
In der Fig. 1 bezeichnet 3 eine Rohrleitung für Öl zu einem Vergaser 4, dessen Wände dadurch geheizt werden, dass sie in wärmeleitender Verbindung mit der wärmeakkumulirrrnden Metallmaske 5 stehen. Durch ein am Ende des Olrohres angeordnetes Mundstück 6 fällt das Öl auf den Boden des Vergasers 4 herab, wo dasselbe infolge der Wärme vergast wird, und von wo das Gas weiter zu einem Brenner 1 : 3 geführt wird. Die Rauchgase strömen dann unter ständiger Wärmeabgabe durch das im Akkumulatormetall 5 eingebettete Rohr 14, 15 und das anschlierssende Rohr 16 in den Schornstein 17.
Bei ihrem Eintritt in den unteren Teil des Schornsteines haben die Rauchgase bereits eine bedeutende Temperaturverminderung erfahren und werden dort weiter abgekühlt, so dass, wie bereits erwähnt, die Gefahr einer Wasserabsonderung an den Wänden des Schornsteines besteht, eventuell unter gleichzeitiger Bildung von korrodierenden Säuren.
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Um dies zu verhindern, ist ein Rohr 18 angeordnet, welches das Rohr 16 mit der äusseren Luft verbindet. Durch Injektorwirkung im Rohre 16 oder infolge des Unterdruckes in diesem Rohre wird Frischluft durch das Rohr 18 eingesaugt, mit den Rauchgasen gemischt und erhöht die totale Gasmenge, wodurch der Feuchtigkeitsgehalt reduziert wird. Eventuell kann die Zusatzluft dadurch vorgewärmt werden, dass das Rohr 18 in wärmeleitendem Kontakt mit erhitzten Teilen des Kochherdes angeordnet ist, wie dem Vergaser 4, der Akkumulatormasse 5 od. dgl., in welchem Falle grössere Sicherheit gegen Wasserkondensation und Säurebildung erzielt wird.
Der akkumulierende Metallbloek 5 ist in seinem oberen Teile 19 als Kochplatte ausgebildet und von Isoliermaterial 20 umgeben.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten gasgeheizten Kochherd sind im wesentlichen dieselben Teile vorhanden wie bei dem ölgeheizten Kochherd nach Fig. 1, nur mit dem Unterschied, dass der Vergaser und die Öl- zuführungsvorriehtungen durch die entsprechenden für Gasheizung geeigneten Teile ersetzt worden sind. Das Gas wird dem Kochherd durch das Rohr 26 von einem vorhandenen Gasnetze od. dgl. zugeführt.
Das Rohr 26 mündet in einen Regulator 21, welcher in Verbindung mit einem Brenner steht. Die Verbrennungsluft wird durch Kanäle 24 und 25 zugeführt. Im übrigen stimmt dieser Kochherd ganz mit demjenigen gemäss Fig. 1 überein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Heizvorrichtung mit kontinuierlicher Verbrennung flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass der Rauchgaskanal der Heizvorrichtung (16) durch einen Kanal (18) in Verbindung mit der äusseren Luft steht, zu dem Zwecke, den Feuehtigkeitsgrad der Rauchgase herabzusetzen und Kondensation von Wasserdampf zu verhindern, so dass die Bildung von korrodierenden Säuren im Schornstein vermieden wird.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (18), welcher den Rauchgaskanal (16) mit der äusseren Luft verbindet, in bezug auf den Rauchgaskanal (16) so angeordnet ist, dass Luft durch Injektorwirkung od. dgl. in den letzteren eingesaugt wird.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (18) für Verdünnungs- luft in bezug auf die erhitzten Teile der Feuerung derart geführt ist, dass die Verdünnungsluft bei ihrem Durchgang durch den Kanal vorgewärmt wird.
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