DE853940C - Verfahren zum Vorwaermen von Luft mittels rekuperativer Lufterhitzer - Google Patents

Verfahren zum Vorwaermen von Luft mittels rekuperativer Lufterhitzer

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DE853940C
DE853940C DEP5531D DEP0005531D DE853940C DE 853940 C DE853940 C DE 853940C DE P5531 D DEP5531 D DE P5531D DE P0005531 D DEP0005531 D DE P0005531D DE 853940 C DE853940 C DE 853940C
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DE
Germany
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air
air heater
cupola
furnace
gases
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DEP5531D
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English (en)
Inventor
Otto Dipl-Ing Guenthner
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VER ECONOMISER WERKE GmbH
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VER ECONOMISER WERKE GmbH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/10Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of these types
    • F27B1/22Arrangements of heat-exchange apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Supply (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zum Vorwärmen von Luft mittels rekuperativer Lufterhitzer Es ist bereits seit langen Jahren bekannt, Kupolöfen oberhalb der Gicht mit rekuperativen Lufterhitzern auszurüsten, um dadurch die fühlbare Wärme der Gichtgase noch auszunutzen.
  • In dem Bestreben, außer der fühlbaren Wärme der Kupolofengichtgase auch noch deren latente Wärme zur Vorwärmung von Luft nutzbar zu machen, soll gemäß einem neueren Vorschlag in den nach außen abgeschlossenen Raum zwischen Gicht und Lufterhitzer zwecks Nachverbrennung der Kupolofengichtgase Luft, und zwar insbesondere ein Teil der im Lufterhitzer selbst erwärmten Luft eingeleitet werden, wobei hier auch noch durch Anordnung besonderer Brenner zusätzliche Verbrennungswärme zugeführt werden kann.
  • Ein anderer Weg zur Vorwärmung von Luft für den Kupolofenbetrieb besteht darin, nicht die Gichtgase des Kupolofens für die Beheizung des Lufterhitzers heranzuziehen, sondern den _ Lufterhitzer dadurch zu beheizen, daß heiße Gase aus dem Kupolofen oberhalb der Schmelzzone abgezogen und dem Lufterhitzer zugeführt werden. In weiterer Ausgestaltung dieses Gedankens hat man auch schon vorgeschlagen, diese oberhalb der Schmelzzone aus dem Kupolofen abgezogenen Gase in dem Lufterhitzer bzw. in einer Vorkammer desselben mittels weiterhin noch zugeführter, vorzugsweise in dem Lufterhitzer selbst erwärmter Luft zu verbrennen.
  • Alle die vorbeschriebenen Verfahren beruhen darauf, den Lufterhitzer mit im Kupolofen selbst gebildetem Gas zu beheizen, und zwar entweder mit dem Gichtgas oder mit Gas, welches oberhalb der Schmelzzone dem Ofen entnommen wird, wobei im letzteren Fall nicht nur eine Beeinträchtigung der Wärmebilanz des Ofens, sondern auch Störungen des Schmelzverlaufes eintreten können.
  • Es sind weiterhin rekuperativ beheizte Lufterhitzer für den Kupolofenbetrieb bekannt, bei denen die Beheizung der Lufterhitzer dadurch völlig unabhängig von den Ofengasen bzw. Ofenabgasen ist, daß reine Fremdbeheizung für den Lufterhitzer vorgesehen ist, wodurch u. a. sehr hohe Lufttemperaturen erreicht werden sollen. Derartige fremdbeheizte Lufterhitzer bedingen naturgemäß einen verhältnismäßig hohen Wärmeaufwand, was sich insbesondere in Zeiten von Brennstoffknappheit unangenehm und hindernd auswirkt.
  • Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Kombination der vorstehend geschilderten bekannten Verfahren und besteht darin; zur Vorwärmung von Luft mittels rekuperativer Lufterhitzer unter Ausnutzung der Wärme von Kupolofenabgasen ein zweistufiges Lufterhitzungsverfahren anzuwenden, und zwar derart, daß die in an sich bekannter Weise in einem ersten, von den Gichtgasen des Kupolofens vorzugsweise unter Nachverbrennung derselben beheizten Lufterhitzer vorerhitzte Luft in einem nachgeschalteten, an sich gleichfalls bekannten fremdbeheizten Lufterhitzer weitererhitzt wird.
  • Die zweistufige Lufterhitzung ist zwar an sich bereits für den Dampfkesselbetrieb bekannt. Demgegenüber bedeutet die Kombination zweier an sich bekannter Lufterhitzer für den Kupolofenbetrieb insofern eine wesentliche Bereicherung der Technik, als es die vorgeschlagene Anordnung ermöglicht, den bekantlich schwierigen und unsicheren Betrieb des Kupolofens mit Luftvorwärmung sicher und elastisch zu gestalten, ohne dabei auf die Ausnutzung der Abwärme des Ofens zu verzichten.
  • Bei der bekannten zweistufigen Lufterhitzung im Dampfkesselbetrieb erfolgt die Lufterhitzung in der ersten Stufe durch Abgas der Kesselfeuerung und in der zweiten Stufe durch die Feuerung des Kessels bzw. in der ersten Stufe durch Sattdampf und in der zweiten Stufe durch die Kesselabgase; in beiden Fällen geschieht hier die zweistufige Lufterhitzung durch die gleiche Wärmequelle, und zwar in unmittelbarer oder teilweise auch in mittelbarer Ausnutzung derselben.
  • Die erfindungsgemäße zweistufige Lufterhitzung für den Kupolofenbetrieb erfolgt derart, daß in der ersten Stufe vorzugsweise -die latente Wärme der Kupolofenabgase ausgenutzt und in der zweiten Stufe eine von dem eigentlichen Aggregat, nämlich dem Kupolofen, völlig unabhängige Fremdbeheizung vorgenommen wird.
  • Zur Durchführung des neuen Verfahrens sind demgemäß zwei Lufterhitzer erforderlich, nämlich ein z. B. über der Gicht oder seitlich über der Gicht des Kupolofens vorgesehener, heizgasseitig von den Kupolofenabgasen, vorzugsweise unter Nachverbrennung derselben beaufschlagter Lufterhitzer, in welchem die Luft gewissermaßen als erste Stufe vorerhitzt wird, und ein zweiter, vorzugsweise neben dem Kupolofen aufgestellter, fremdbeheizter Lufterhitzer, welchem die in dem ersten Lufterhitzer vorerhitzte Luft zugeführt wird und den diese gewissermaßen als zweite Stufe in hocherhitztem Zustand verläßt, um alsdann als hocherhitzter Wind dem Kupolofen zugeführt oder auch anderweitig verwendet zu werden.
  • Die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage ist im Hinblick auf die höheren Anschaffungskosten zwar geringer als bei einer Anlage mit nur einem Lufterhitzer, doch tritt diese Frage unter Umständen dann zurück, wenn es sich um die Forderung einer weitgehenden Kokseinsparung beim Kupolofenbetrieb und um die Frage der weitgehenden Ersparnis von Zusatzbrennstoffen handelt. Die Gichtgase werden selbst bei sehr niedrigem Kokssatz bei Heißwindbetrieb immer noch so viel C O enthalten, daß sich ihre Verbrennung in einem über der Gicht angeordneten Lufterhitzer lohnt. In einem solchen vorzugsweise über der Gicht angeordneten, beispielsweise verhältnismäßig kleinenLufterhitzer, von welchem Heißluft zur Verbrennung des C O über der. Gicht abgezweigt werden kann, wird immerhin noch eine Vorwärmung der Luft auf über ioo bis 200'°' C ermöglicht, bei restloser Verbrennung der Gichtgase unter Ausnutzung ihrer fühlbaren und latenten Wärme. Die so bereits vorgewärmte Luft wird dem fremdbeheizten zweiten Winderhitzer zugeführt und dort beispielsweise auf 400 bis 6oo° C oder auch noch höher erhitzt, wobei die diesem fremdbeheizten zweiten Winderhitzer zuzuführende Wärmemenge um den Teil der Vorwärmung verringert wird, welcher bereits im ersten Lufterhitzer über der Gicht geleistet worden ist, so daß hier eine geringere Menge an Fremdbrennstoffen erforderlich ist. Eine weitere Verringerung der für die Beheizung des zweiten Lufterhitzers erforderlichen Brennstoffmenge kann dadurch erzielt werden, daß dem zur Beheizung dieses Lufterhitzers dienenden Brenner Heißluft aus dem Lufterhitzer selbst zugeführt wird, welche z. B. aus einer Zwischenstufe abgezogen und auf Temperaturen von etwa 4oo° C gebracht sein kann, um nicht Spezialbrennerbauarten verwenden zu müssen.
  • Durch die Verbrennung mit Heißluft in dem fremdbeheizten zweiten Lufterhitzer ergibt sich eine starke Erhöhung der Verbrennungstemperatur und damit eine Gefährdung der Rohrelemente des Lufterhitzers. Infolgedessen ist es erforderlich, die Temperatur der Heizgase zu senken, was in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch erfolgen kann, daß in an sich bekannter Weise der Feuerung des zweiten Lufterhitzers aus ihm selbst oder gegebenenfalls auch aus dem ersten Lufterhitzer abziehende Abgase zugeführt werden. Vorzugsweise wird ein Teil der Abgase des fremdbeheizten Lufterhitzers zurückgesaugt und dem Feuerraum wieder zugeführt, wobei diese rückgesaugten Abgase gegebenenfalls entsprechend verdichtet werden müssen, um in den z. B. unter Überdruck stehenden Feuerraum eingeführt werden zu können. Durch die Rücksaugung der Abgase wird jede Beschränkung der Heißwindtemperatur aufgehoben und die Möglichkeit geschaffen, durch die Kühlwirkung dieser rückgesaugten Abgase eine Senkung der Verbrennungstemperatur bei gleichbleibendem Wärmeinhalt zu erzielen. Die zur Beheizung des fremdbeheizten Lufterhitzers benötigte Brennstoffmenge (vorzugsweise Gas) wird durch diese Maßnahme nochmals erniedrigt. Allerdings ist gegebenenfalls ein zusätzlicher Ventilator erforderlich und daher ein etwas erhöhter Kraftbedarf; die Leitungen und der Feuerraum sowie die Brenner müssen selbstverständlich den größeren Gasmengen entsprechend bemessen werden.
  • Insgesamt ergeben sich bei dem neuen zweistufigen Lufterhitzungsverfahren Einsparungsmöglichkeiten bei vollständiger Wärmeausnutzung der :Xulage. Die Gichtgase werden bis zum äußersten ausgenutzt, und die Gasmenge des fremdbeheizten Lufterhitzers wird auf ein Mindestmaß reduziert. Infolgedessen vereinigt die aus zwei Lufterhitzern kombinierte Anlage die Vorteile beider Winderhitzer in sich, nämlich einerseits die Ausnutzung der letzten im Kupolofengichtgas noch vorhandenen fühlbaren und latenten Wärme und andererseits die Möglichkeit zur Erreichung sehr hoher Lufttemperaturen unter geringstmöglichem Aufwand an Fremdbrennstoffen sowie das Betreiben des Kupolofens mit Heißwind unmittelbar bei Schmelzbeginn.
  • In der Zeichnung ist zur Erläuterung des neuen Verfahrens ein mit zwei Lufterhitzern ausgerüsteter Kupolofen schematisch dargestellt. Es bezeichnet i den Kupolofen, 2 die über der Gicht des Kupolofens i vorgesehene erweiterte längs geteilte Funkenkaininer, in deren seitlich der Ofenachse liegendem Teil der Lufterhitzer 3, der unmittelbaren Ofenstrahlung entzogen, eingebaut ist.
  • Gegen Ende der Schmelzperiode kann durch Offnen der im freien Funkenkammerteil vorgesehenen Klappen d der Lufterhitzer 3 abgeschaltet werden, wobei die Gichtgase und die Flammen unmittelbar (lern Kamin 5 zuströmen.
  • Die in (lern Lufterhitzer 3 vorerhitzte Luft wird dem fremdbeheizten, z. B. neben dem Ofen aufgestellten Lufterhitzer 6 zugeführt und gelangt von hier aus als hocherhitzter Heißwind zum Windkasten 7 des Kupolofens. .
  • Dem z. B. mit Gas betriebenen Brenner 8 des Lufterhitzers 6 wird in diesem erhitzte Luft zugeführt, «-elche beispielsweise in einer Zwischenstufe des Lufterhitzers abgezogen wird.
  • Den Gichtgasen des Kupolofens i wird zwecks deren Nachverbrennung im Lufterhitzer 3 erhitzte Luft zugeleitet.
  • Zwecks Drosselung der Heizgastemperatur des Lufterhitzers 6 können mittels des Ventilators 9 aus dem Lufterhitzer 6 abströmende Abgase rückgesaugt und dem Feuerungsraum dieses Lufterhitzers wieder zugeführt werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i, Verfahren zum Vorwärmen von Luft mittels rekuperativer Lufterhitzer unter Ausnutzung der Wärme von Kupolofenabgasen, gekennzeichnet durch die Anwendung einer zweistufigen Lufterhitzung, derart, daß die in an sich bekannter Weise in einem ersten, von den Gichtgasen des Kupolofens vorzugsweise unter deren Nachverbrennung beheizten Lufterhitzer vorerhitzte Luft in einem nachgeschalteten, an sich gleichfalls bekannten fremdbeheizten Lufterhitzer weitererhitzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur der Feuerung des zweiten nachgeschalteten Lufterhitzers, welche vorzugsweise mit in dem zweiten oder gegebenenfalls auch im ersten Lufterhitzer vorgewärmter Luft betrieben wird, dadurch in an sich bekannter Weise herabgesetzt bzw. geregelt wird, (laß ihr aus dem zweiten oder gegebenenfalls auch aus dem ersten Lufterhitzer abziehende A1)gase zugeführt werden. Angezogene Druckschriften: Prospekt der »Kohlenscheidungs - Gesellschaft m. b. H. Stuttgart« aus dem Jahre i926.
DEP5531D 1948-10-02 1948-10-02 Verfahren zum Vorwaermen von Luft mittels rekuperativer Lufterhitzer Expired DE853940C (de)

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