AT142172B - Verfahren und Anordnung zur Fernsynchronisierung von Fernsehgeräten. - Google Patents

Verfahren und Anordnung zur Fernsynchronisierung von Fernsehgeräten.

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AT142172B
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Telefunken Gmbh
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  Verfahren und Anordnung zur Fernsynchronisierung von Fernsehgeräten. 



   Für die Synchronisierung von Fernsehempfängern durch den Fernsender sind   bisher hauptsäch-   lich zwei Wege vorgeschlagen worden, nämlich die Aussendung von Synchronisierimpulsen, die sich von den Bildzeichen entweder durch eine grosse Amplitude oder durch einen abweichenden Frequenzcharakter unterscheiden. Beide Wege haben bisher zu keiner praktischen Lösung des für die   Fernsehteehnik   so wichtigen Synchronisierproblems geführt, u. zw. aus folgenden Gründen : Die zuerst genannte Methode läuft auf eine empfängerseitige Amplitudenselektion hinaus und arbeitet nur dann einigermassen betriebsicher, wenn die Amplitude der Synehronisierimpulse mindestens doppelt so   gross gewählt   wird 
 EMI1.1 
 zur Verfügung steht, und bedingt eine grosse Beschränkung der Reichweite des Senders.

   Die zweite Methode erfordert eine empfängerseitige Frequenzselektion, die aber nur bei erheblichem Aufwand von Schaltmittel durchführbar erscheint. 



   Die vorliegende Erfindung schafft hier einen Ausweg. Sie besteht darin, dass der Senderstrom von einem verhältnismässig niedrigen Ruhewert   Ir   aus (vgl. Fig.   l),   der beispielsweise   4   der Maximal- 
 EMI1.2 
 (Zeitintervall Tl) proportional derem Helligkeitswert nach oben, d. h. zu grösseren Stromwerten hin gesteuert, durch die Synchronisierzeichen (Zeitintervall   T2)   dagegen zum vollständigen Verschwinden gebracht wird und dass die empfängerseitige lokale Synehronisiereinrichtung so beschaffen ist, dass sie nur anspricht, wenn der Sender auf Null getastet ist.

   Ein solches Verfahren hat den Vorteil, dass für 
 EMI1.3 
 eines geringen Reststromes von der angegebenen Grössenordnung ist ohnehin   nÜtzlich   zur Erzielung einer guten Bildqualität, indem so der nichtlineare untere Teil der Antennenstromeharakteristik bei der Modulation durch die   Bildzeichen   gemieden wird. Ein weiterer Vorteil ist die grosse Einfachheit der Empfängerschaltung. 



   In Fig. 2 ist ein AusfÜhrungsbeispiel für die auf der Senderseite erforderlichen Einrichtungen zur Verwirklichung des Erfindungsgedankens im Prinzip dargestellt. Es sei AB die Ebene oder Linie, in der sich der abtastende Lichtfleck bewegt und CB der"tote Bildwinkel", der für die Synchronisierung zur Verfügung stehen soll. D sei beispielsweise ein senkrecht zur Zeichenebene transportierter Film, der übertragen werden soll. Das von diesem hindurchgelassene Licht werde auf die Photozelle   B   gelenkt, während für die Dauer des Synchronisierungsintervalls BC der Lichtpunkt in konstanter Stärke auf die Photozelle F gelenkt wird.

   Beide Photozellen werden über den Transformator   a   bzw. über zwei gesonderte Transformatoren mit Wechselspannung gleicher Frequenz gespeist, H und J seien die zur Neutralisation des kapazitiven Photozellenstromes vorgesehenen Neutrodynekondensatoren, Kund L zwei als Phasenschieber dienende Parallelwiderstände. Mund N sind zwei Verstärkerröhren, die anodenseitig auf den gleichen Widerstand 0 arbeiten. Die Neutralisation der beiden Photozellen wird nun erfindungsgemäss bei entgegengesetzten Belichtungen eingestellt, u. zw. so, dass die eine   (E) bei"dunkel",   die andere (F)   bei"hell"neutral   ist.

   Das hat zur Folge, dass während der Bildabtastung an den Klemmen PQ eine konstante, nicht modulierte   Trägerfrequenzrestspannung   verbleibt, die lediglich in den Momenten ver-   5chwindet,   in denen die Zelle F Licht empfängt, also während des toten Bildwinkels am Ende jeder Zeile. 



  Die Zeiten der Stromlosigkeit definieren also den Zeilenwechsel. Ganz analog lassen sich eine oder einige 

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 unmodulierte Zeilen zwischen je zwei Bildern für den Bildwechsel ausnutzen, indem das von diesen Zeilen herrührende Licht durch passende Optik ebenfalls der Photozelle F zugeführt wird. 



     Das gewiinschte Verhältnis zwischen Restspannung und Zeiehenspannung   lässt sich mit Hilfe des Gleitkontakts am Widerstand 0 einregeln. An die Punkte PQ wird in bekannter Weise ein   Trägerfre-     quenzverstärker angeschlossen,   von dem aus die Signale dem   Modulationsgerät   des Senders zugeführt werden. 



   Es ist für die Wirkungsweise des Erfindungsgedankens belanglos, ob die Trägerfrequenz mit ausgesendet wird oder ob vor der Aussendung eine Demodulation und   Unterdrückung   des Hilfsträger vorgenommen wird. Auch ist es nicht unbedingt erforderlich, die beiden Photozellenkreise mit nachfolgender Verstärkung, wie in Fig. 2 angenommen, zu einer Einheit zu vereinigen. Es können auch für beide Zellen getrennte Verstärker verwendet werden. Dabei ist es   zweckmässig,   die Trägerfrequenz einem und demselben Generator zu entnehmen.   Schliesslich   braucht die Neutralisierung nicht direkt an den Photozellen zu erfolgen, sondern kann auch nach irgendeiner andern bekanntgewordenen Schaltung im weiteren Zuge der   Verstärkung vorgenommen werden.   



   Die empfängerseitigen   Massnahmen zur Durchführung   des Erfindungsgedankens mögen durch das Schaltungsbeispiel der Fig. 3 im Prinzip erläutert werden : Der drahtlose Empfänger   1   beispielsweise ein   Tiansponierungsempfänger,   enthalte einen   Zwischenfrequenzausgangstransformator   (oder irgend ein anderes Kopplungsglied) mit zwei   Sekundärwicklungen J und 4.   Die eine von diesen, z. B.   : 3, werde   in bekannter Weise für die   Helligkeitssteuerung   des an sieh beliebig gearteten Empfangsgeräte verwendet, während die zweite   4   der   Synehronisierung   dienen soll.

   Zu diesem Zweck ist ein Gleichrichter J vorgesehen in Reihe mit einem Widerstand 6, welcher gleichzeitig als Gitterwiderstand der Röhre 7 geschaltet ist. Die Transformatorwicklungen und sonstigen Sehaltelemente sind so gewählt, dass bei rich- 
 EMI2.1 
 
Verriegelung des Rohres 7 ausreicht, so lange der Senderstrom grösser oder gleich dem"Ruhewert"Ir (Fig. 1, Zeiten Tl) ist ; sinkt dagegen der Senderstrom auf Null (Zeiten   T2),   so wird das Rohr 7 wegen der fehlenden Verriegelung   stromdurchlässig.   Falls die Braunsche Röhre als Wiedergabegerät dient, kann das Rohr 7, z. B. in Gestalt eines Thyratrons, direkt als Entladeröhre eines Ablenkplattenpaares ge- schaltet sein.

   Ist am Empfänger ein lokaler Taktgeber vorhanden   (Eippgerät   oder sonstiger Röhren- generator), so können die von 7 gelieferten Stromstösse zur Synchronisierung des letzteren Verwendung finden (z. B. durch Mitnahme). 



   Die Zeiten   T2   (Fig. 1) werden auf die beschriebene Weise für den Zeilenwechsel nutzbar gemacht. 



   Für den   Bildweehsel zwischen   je zwei aufeinander folgenden Bildern kann man unbedenklich die Dauer mehrerer Zeilen opfern, so dass die entsprechenden Zeiten der Stromlosigkeit grössenordnungsmässig etwa 100 mal so lang sind wie die   Zeilenwechselzeiten.   Für die selbsttätige Bildweehselregelung sei ein gleicher   Stromkreis 4, 5, 6, 7   wie für den Zeilenwechsel vorgesehen, nur dass parallel zum Widerstand 6 ein Kondensator 8 liege, von einer solchen Grösse, dass die Zeilenwechselimpulse praktisch keine Änderung des Gleichspannungsabfalls an 6 bewirken, also vom Rohr 7 ferngehalten werden, so dass nur die Bildweehselimpulse in diesem Kreis zur Wirkung gelangen.

   Ein Schutz der Zeilenwechselanordnung gegen die Bildweehselimpulse ist hingegen nicht erforderlich, da mit jedem Bildwechsel auch ein Zeilenwechsel zeitlich zusammenfällt. Es sei besonders auf die grosse Einfachheit der   Fernsynehronisierung   von Braunsehen Röhren auf Grund der vorliegenden Erfindung hingewiesen und die grosse Wirtschaftlichkeit im Empfängerbau, die damit erzielt wird. 



   Die Erfindung ist in gleicher Weise für drahtlose wie für Leitungsübertragungen geeignet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Fernsynehronisierung von Fernsehgeräten od. dgl., gekennzeichnet auf der Sendeseite dadurch, dass der Sender durch die zu übertragenden   Bildzeichen   od. dgl. von einem gewissen von Null verschiedenen Ruhewert aus nach oben, d. h. auf grössere Stromwerte, gesteuert wird, während der Sendestrom durch die alternativ mit den Bildzeiehen zu gebenden Synehronisierimpulse zum Verschwinden gebracht wird, auf der Empfangsseite dadurch, dass ausschliesslich durch das Verschwinden des Empfangsstromes   Synchronisiermomente   ausgelöst werden.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Fernsehsender der abtastende Liehtpunkt für die beabsichtigte Zeitdauer der Synchronisierimpulse auf eine zweite Photozelle gelenkt wird, deren Stromkreis mit Bezug auf hell und dunkel umgekehrt neutralisiert ist wie derjenige der Abtastphotozelle.
    3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Fernsehempfänger eine mit einer oder mehreren Gitterelektroden versehene Entladungsröhre (7) vorgesehen ist, die stromdurchlässig wird, sobald der Empfang verschwindet und von der die Synehro- nisienmgsimpulse abgeleitet werden.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die im Anspruch 3 erwähnte Röhre (7) gleichzeitig als Entladeröhre eines Ablenkplattenpaares einer Braunschen Röhre geschaltet ist. <Desc/Clms Page number 3>
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen l, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei derartige Kreise vorgesehen sind für zwei Ablenkplattenpaare einer Braunschen Röhre.
    6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3. dadurch gekennzeichnet, dass die im Anspruch 3 erwähnte Röhre (7) den Strom der Ablenkspulen einer Braunschen Röhre synchron steuert.
    7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte Röhre (7) EMI3.1 EMI3.2
AT142172D 1932-12-02 1933-11-11 Verfahren und Anordnung zur Fernsynchronisierung von Fernsehgeräten. AT142172B (de)

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AT (1) AT142172B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE885407C (de) * 1936-02-04 1953-08-03 Lorenz C Ag Fernsehverfahren mit Lueckensynchronisierung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE885407C (de) * 1936-02-04 1953-08-03 Lorenz C Ag Fernsehverfahren mit Lueckensynchronisierung

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