AT142163B - Verfahren zur Herstellung von Präparaten für Sonnenlichtbehandlung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Präparaten für Sonnenlichtbehandlung.

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AT142163B
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anthraquinone
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Ignaz Dr Kreidl
Franz Dr Nozicka
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Ignaz Dr Kreidl
Franz Dr Nozicka
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Hersteihmg   von Präparaten für   Sonnenliehtbehandhmg.   
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   Die Erfindung beruht auf der Feststellung, dass Kohlenwasserstoffe mit einem zumindest drei kondensierte Kerne, z. B. Benzolkerne enthaltenden Ringsystem, wie Anthracen, Di-oder Polyanthracene bzw. die Derivate dieser Kohlenwasserstoffe, insbesondere chinoide Derivate, wie Anthrachinon bzw. 



   Stoffe vom Anthrachinontypus, ferner deren hydrierte Produkte, die als Katalysatoren für photochemische
Oxydationsprozesse geeignet sind, auch als Beschleuniger und Förderer für die Einwirkung des Lichtes bzw. Sonnenlichtes auf den menschlichen bzw. tierischen Organismus dienen können. 



   Versuche haben gezeigt, dass z. B. Anthrachinonderivate, wie Anthrachinonsulfosäure, Tieren. z. B. Mäusen, eingespritzt, die Wirkung haben, dass die dem Tages-bzw. Sonnenlicht ausgesetzten Tiere verenden, dagegen die im Dunkeln gehaltenen Tiere lebensfähig sind. Von dieser Feststellung wird gemäss der Erfindung für   ein Verfahren zur Herstellung von Präparaten Gebrauch gemacht, welches   darin besteht, dass photoehemische Katalysatoren nachstehender Stoffgruppen : a) Kohlenwasserstoffe mit einem zumindest drei kondensierte Kerne, z. B. Benzolkerne, enthaltenden Ringsystem, wie insbesondere Anthracen.   Di-oder Polyanthracene,   ferner die Derivate dieser Kohlenwasserstoffe, wie insbesondere chinoide Derivate bzw. diesen Gruppen angehörige Stoffe, die sich z.

   B. durch Oxydation in chinoide Derivate dieser Kohlenwasserstoffe umwandeln bzw. umsetzen können, oder b) die hydrierten Produkte der unter a) genannten Stoffe, u. zw. die unter a) und b) genannten Stoffe, gegebenenfalls auch im Verein mit einem oder mehreren Hilfskatalysatoren oder c) Gemische der unter a) und b) genannten Stoffe untereinander gegebenenfalls auch im Verein mit einem oder mehreren Hilfskatalysatoren, in Salbenform gebracht oder in geeigneten Lösungen, insbesondere physiologischen Salzlösungen, wie Kochsalz-od. dgl. Lösungen, gelöst werden. Dadurch werden die photochemischen Katalysatoren in eine für den menschlichen bzw. tierischen Organismus unschädliche Form überführt, in welcher sie auch unter die Haut bzw. in die Blutgefässe eingespritzt werden können. 



   Besonders geeignet sind für das Verfahren gemäss der Erfindung Anthrachinon oder Stoffe vom Anthrachinontypus bzw. deren Derivate, wie   Anthrachinonsulfosäure   u. dgl. Naturgemäss kommen an Stelle dieser Stoffe auch solche Stoffe in Betracht, die sich z. B. durch Oxydation in Anthrachinon oder Stoffe   vomAnthrachinontypus   bzw. in deren   Oxydationsprodukte   umwandeln bzw. umsetzen   können,   wobei insbesondere die von dem Anthrachinon sich bildenden niederen Oxydationsstufen des Anthracens bzw. der Stoffe vom Anthrachinontypus oder Stoffe dieser Gruppen, die sich in solche niederere Oxydationsstufen des Anthracens bzw. der Stoffe vomAnthrachinontypus umsetzen können, vorteilhaft sind. 



   Im Sinne der Erfindung können für das Verfahren Stoffe von chinoidem Typus, wie z. B. Anthron. 



  Oxanthron u. dgl. bzw. deren Derivate oder Stoffe, die sich in diese Stoffe von chinoidem Typus z. B. durch Oxydation umsetzen bzw. umwandeln können, verwendet werden. 



   Als Hilfskatalysatoren kommen für das Verfahren gemäss der Erfindung insbesondere Metalle. 



  Metalloide bzw. deren Verbindungen in Betracht, zweckmässig solche, die der Giftwirkung des verwendeten photochemischen Katalysators, wie Anthrachinon usw. entgegenwirken, wie z. B. Wismut, Gold, Silber. 



  Arsen u. dgl. in kolloidaler Form (Solforn) oder in Form deren löslichen Verbindungen. 

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    Das Verfahren gemäss der Erfindung führt zu Heilmitteln, die Heilwirkungen des Sonnenlichtes. auf ein Vielfaches beschleunigen bzw. fördern. 



  Die Lösung wird in entsprechender Verdünnung verwendet. 



  Ausführungsbeispiele : 1. In einer 0'35% igen Losung von Na, Cl in Wasser (physiologische Kochsalzlösung) werden   
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 aus dieser Lösung sterile   Injektionsflüssigkeit   bereitet. 



   3. In einer   0'35% igen Na Cl-Lösung   werden 0'15%   Anthron-ss-suIfosaures-Natrium   und   0-01%.   
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   5. In einer   O'35%igen Na Cl-Lösung   werden   0'2%     Anthracendihydrid- < x-SuIfosäure   gelöst, diese mit Benzol überschichtet und mehrere Tage dem Sonnenlicht ausgesetzt. Sodann wird das Benzol abgetrennt und die wässerige Lösung auf Injektionsflüssigkeit verarbeitet. 



   6. In reinstem Paraffinöl werden 0'1% Anthrachinon gelöst und diese auf sterile Injektions- flüssigkeit verarbeitet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Präparaten für Sonnenlichtbehandlung, dadurch gekennzeichnet. dass photochemische Katalysatoren nachstehender Stoffgruppen : Kohlenwasserstoffe mit einem zumindest drei kondensierte Kerne, z. B. Benzolkerne enthaltenden Ringsystem, wie Anthracen, Di-oder
Polyanthracene bzw. Derivate dieser Kohlenwasserstoffe, insbesondere chinoide Derivate, wie Anthra- chinon bzw. diesen Gruppen angehörige Stoffe, die sich in chinoide Derivate dieser Kohlenwasserstoffe umwandeln lassen oder deren Hydrierungsprodukte oder Gemische dieser Körper, gegebenenfalls auch zusammen mit einem oder mehreren   Hilfskatalysatoren,   in eine für den menschlichen bzw. tierischen
Organismus unschädliche Form übergeführt, zweckmässig in physiologischen Salzlösungen, wie Kochsalz od. dgl. Lösungen, gelöst werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Hilfskatalisatoren Metalle,.
    Metalloide bzw. deren Verbindungen verwendet werden, zweckmässig solche, die der Giftwirkung des gelösten photochemischen Katalysators entgegenwirken, wie insbesondere Wismut, Gold, Silber, Arsen u. dgl. bzw. deren Verbindungen in löslicher bzw. kolloidaler Form.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Derivate der Kohlenwasserstoffe mit einem zumindest drei kondensierte Kerne enthaltenden Ringsystem verwendet werden, die in ihrem Oxydationsgrad zwischen Anthrachinon bzw. Stoffen vom Anthrachinontypus und den Kohlenwasser- stoffen liegen bzw. Stoffe, die sich in solche Derivate der Kohlenwasserstoffe mit einem zumindest drei kondensierte Kerne enthaltenden Ringsystem umwandeln lassen.
AT142163D 1931-09-02 1931-09-02 Verfahren zur Herstellung von Präparaten für Sonnenlichtbehandlung. AT142163B (de)

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